Siebenstein

Tier


Unruhe einer im Inneren verborgenen Sehnsucht
in fremdbestimmter Erwartung
verfolgte das Ziel
propagierter Ersatzbefriedigung.
Es stieg auf in erworbener Selbstgerechtigkeit
die Wut
wegen unerfuellter Gier
in Inanspruchnahme einer Art schmeichelnder Rechtfertigung.

Ploetzlich sprang etwas aus ihr heraus.
Es stand vor und sie dabei neben ihr.
Sie packte das blosse Grauen.
Es suchte nach einem schnellen Schmaus
ein wahrhaft unheimliches Tier,
mit maechtigen Zaehnen und Klauen.

Keck schnueffelte die Kreatur,
zuengelte wild,
zu sabbern begann.
Und es wurde ihr gewahr,
vom gnadenlosen Tod beseelt,
das man ihn nicht zaehmen kann.

Es ist des Teufels Gruss,
ein verdrecktes Schlangenvieh,
geifert: "Wie ich bin, so sollst ´ mich nehmen."
Im Geiste sie es dann erschoss.
Wahre innere Ruh verspuert,
wer befolgt Jahwes Anordnungen.

Siehst du den Drachen,
dich in der Bestie Abbild organisiert,
spann mit geistigem Pfeil den Bogen.
Zerschiess die Fessel des Todes.
An den Versuch der Zaehmung dich nicht verlier,
sonst gehst du als Seel´ verloren.

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