Christian Allenbach

Der Bankräuber

Schon als Junge geriet Cuoni in die Hände einer kriminellen Bande. Seine Eltern hatte er nie gekannt, er hatte auch nie etwas anständiges gelernt und wurde von einem Kinderheim ins andere geschoben. Die Bande überfiel eines Tages eine Bank, dabei wurde eine Angestellte verletzt. Cuoni wurde gefasst, die anderen konnten fliehen.
Nach einer kurzen Untersuchungshaft wurde er dann bis zur Hauptverhandlung wieder frei gelassen. Sein Anwalt, der in einer Kirche engagiert war, gab ihm dann de Rat, er solle eine feste Arbeit annehmen, und er half ihm auch dabei. Cuoni befolgte den Rat und nahm auch die Einladung an, in der Kirche mit zu machen.
Der Anwalt konnte dann erwirken, dass er mit einer bedingter Haftstrafe davon kam, weil er den Richter überzeugen konnte, dass der Angeklagte jetzt sein Leben geändert habe und dass er einer Kirche beigetreten sei.
Eine Zeitlang ging das gut so, doch dann konnte der Bursche es nicht mehr aushalten. Jeden Tag so früh aus den Federn und zur Fabrik hetzen, ständig dieser Lärm von den Maschinen, immer der gleiche Hebel hinunter drücken, und sich ständig von den Vorgesetzten herum kommandieren und anschreien lassen. Dann das mickrige Gehalt, mit dem er sich sich nicht einmal ein Auto hätte leisten können. Dann am Sonntag in der Kirche immer das gleiche Lied, schön Dich wieder hier zu sehen Bruder Cuoni, dann die Einladungen von den verklemmten Tanten zu Kuchen und Tee. Er hatte die Schnauze voll und kehrte der Kirche und der Fabrik den Rücken, und ging wieder zu seinen alten Kollegen zurück.
Zunächst gab es ein großes Fest für seine Wiederkunft, die Korken knallten und Frauen waren auch zur Verfügung. Er bekam auch auch wieder ein tolles Auto, keine Angst, er wusste, dass der Boss die Papiere so perfekt gefälscht hatte, dass ihm kein Polizist auf die Schliche kam. Jetzt blühte er wieder auf.
Nun wurde der große Coup auf die Zentralbank gestartet. Sie riefen die Polizei an, sie sagten, seien in einem Bezirk, der weit weg von der Zentralbank war, es seien dort mehrere schwere Unfälle mit Verletzten. Sie rechneten damit, dass die Polizei nach dem dritten Anruf keine Streife mehr zur Verfügung hätten, und dass sie- die
Einbrecher- dann mehr Zeit hätten, um zu entkommen. Doch die Polizei durchschaute das Ablenkungsmanöver und war schon da, bevor der Alarm losging.
Cuoni konnten sie mit der Beute vor der Bank festnehmen und, die anderen zwei konnten fliehen. Zufällig kam dann gerade eine Frau vorbei und redete ihn an:
**schön Dich wieder einmal zu sehen Bruder Cuoni.** Als er dann bei der Gerichtsverhandlung den Saal betrat, da staunte er nicht
schlecht: der Anwalt, der ihn damals heraus geholt und betreut hatte, war jetzt unterdessen zum Gerichtspräsident gewählt worden. Er zeigte dieses Mal keine Gnade. **Ich habe mich das letzte Mal für Sie eingesetzt, Sie haben mir hoch und heilig versprochen, dass Sie ihr Leben ändern wollen. Nun haben sie ihre Chancen verspielt, jetzt müssen Sie für ein paar Jahre hinter Schloss und Riegel verbringen, Bruder Cuoni.**

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 31.07.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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