Paul Rudolf Uhl

LYRISCHE PROSA

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Jetzt hat jemand behauptet, er schreibe  Lyrische Prosa

Er hat mir eine normale Kurzgeschichte (Erzählung) als Gedicht verkaufen wollen – das sei lyrische Prosa!

Mein Bauchgefühl – aber auch die Logik sagen mir, dass es keine lyrische Prosa geben kann – entweder – oder. Die Begriffe schließen einander eigentlich aus. 

Natürlich sind auch in allen Bereichen der Kunst und Kultur gewisse Veränderungen zu beobachten…

In der Kunst erfolgt dieselbe Entwicklung, die ich nicht gutheißen kann, da sie einfach – wie ich meine – abwärts führt:

Wer kennt nicht die gekonnten Zeichnungen von Spitzweg, die Gemälde von Michelangelo und vielen anderen klassischen Malern. DAS WAR KUNST !

Wenn ich aber in eine Kunstausstellung gehe und sehen muss, wie ein sog. „Künstler“ Einen Rahmen mit weißem Hintergrund ausstellt, in dem nichts als zwei krumme Linien zu sehen sind, frage ich mich, wie tief wir schon gesunken sind.

Dasselbe trifft teilweise auch auf die bildende Kunst zu und – natürlich auch auf Sprachkunst - sei es eine geschliffene Rede, aber auch auf eines der wertvollsten Kulturgüter im Land der Dichter und Denker – die Lyrik. 

Kann es möglich sein, dass es einigen Schreibern einfach zu schwer ist, Gedichte nach den Regeln der Metrik zu schreiben und sich an diese schwierigen Regeln zu halten? Manche kennen den Begriff gar nicht…

Seit Jahrhunderten gibt es im deutschsprachigen Raum diese Regeln, nach denen Rhythmus und Versmaß eine Form der Kunst darstellen, die unser Deutschtum (nicht missverstehen, bitte!) hochhält.

Diese Leute sind doch Dilettanten!!!

Interessant aber ist die Definition von „Dilettant“ bei wikipedia:

Ein Dilettant (lat.: delectari – sich erfreuen, ergötzen) ist ein

Liebhaber einer Kunst oder Wissenschaft, der sich ohne schulmäßige Ausbildung und nicht berufsmäßig damit beschäftigt. Als Amateur oder Laie übt er eine Sache um ihrer selbst willen aus, also aus Interesse, Vergnügen oder Leiden-schaft und unterscheidet sich somit von einem Fachmann.

Dabei kann er vollendete Kenntnisse und Fertigkeiten erlangen.

Solange er aber die Tätigkeit nicht beruflich bzw. für seinen Lebensunterhalt ausübt oder eine einschlägige Ausbildung ab-solviert hat, gilt er als Dilettant.

Umgangssprachlich werden die Begriffe „Dilettant“ und „dilettantisch“ abwertend verwendet. Eine solche Tätigkeit wird dann gleichgesetzt mit „unfachmännisch, fehlerhaft, stümperhaft oder oberflächlich ausgeführt.

In der Neuzeit hat sich eine Synthese beider Begriffsbestim-mungen ergeben. Dilettantismus ist die Unfähigkeit, niedere

Problemstellungen zu begreifen und zu bearbeiten… (!)

Daher wirkt das Handeln eines Dilettanten oftmals belustigend, was näher an der ursprünglichen Wortherkunft ist als das Synonym „stümperhaft“.

Und all das trifft auf mich zu! - Ich bin ein Dilettant!

Hoffe auch, Euch belustigt zu haben… (;-))

Frage: Haben Schiller und Goethe und all die anderen

Klassiker das Dichten als Broterwerb betrieben?

P.U. 31.07

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