Marlene Remen

SONNTAGSGESCHICHTEN 31

Heute weis ich gar nicht, wie ich euch meine Gedanken näher bringen soll.
Es geht mir nicht besonders gut, sowohl körperlich, als auch seelisch.
Diese Hitze macht mich fertig, wie lange geht das noch so weiter, hält
man nicht mehr aus. Es ist doch nun wirklich genug, ich wünsche mir kühlere
Temperaturen, dies würde auch meiner Lunge besser gefallen, sie tut sich
sehr schwer.

Nun war ich heute nach fast 2 Monaten endlich mal wieder bei meinem Sohn,
es ging ja leider nicht früher. Meine Tochter schuftet sich noch kaputt und ich
mache mir um sie große Sorgen, Doch nun hat sie erst einmal Urlaub und den
hat sie dringend notwendig. Die Sehnsucht nach meinem Sohn wird mich niemals
verlassen und sie tut so unendlich weh. Wenn ich dann bei ihm bin, möchte ich nur
weinen, ihn so zu sehen, es ist unerträglich für mich. Er, der immer meine Stütze,
mein Halt war, in all den schweren Jahren, ihn in dieser Verfassung zu sehen,
dann könnte ich nur noch schreien. Warum nur, warum mußte meinem Kind dieses
Unglück geschehen ?

Bald ist sein 39. Geburtstag und er ist nicht hier, nicht hier bei mir und uns Allen.
Aber, wir werden bei ihm sein und ihm all unsere Liebe spüren lassen.
Die letzten 15 Minuten heute war ich mit ihm allein und habe ihm ein Gedicht ins
Ohr geflüstert und ihm sein Schlaflied gesungen, welches ich ihm schon als er noch
ein Kind war, gesungen habe. Dies mache ich auch Abends, wenn ich zu Bett gehe
und mit seinem Bild in meiner Hand einschlafe. Es ist am nächsten Morgen noch
genauso in meiner Hand.

Bitte verzeiht mir meine traurigen Gedanken, konnte heute nicht an Weltgeschehen
oder irgend etwas Anderes denken.

Vielleicht werden meine Gedanken am nächsten Sonntag fröhlicher sein,
bis dahin sage ich euch Tschüüüüüß   !!

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