Angie Pfeiffer

Wim, der Wumpel

Donnerstag

Alles begann damit, dass Julius Langeweile hatte und deshalb das Bild malte. In der letzten Stunde. Das war ausgerechnet Mathe bei Herrn Schmiehoff, dem unwitzigesten Lehrer der ganzen Schule. Herr Schmiehoff schrieb Zahlen an die Tafel, erklärte langatmig und gähnte manchmal hinter der vorgehaltenen Hand. Wenn dem Lehrer schon langweilig war, wie sollten sich dann die Schüler fühlen?
Aus lauter Langeweile malte Julius im aufgeschlagenen Matheheft herum. Erst machte er in alle Nullen Augen, eine Nase und einen Mund, dann bekamen sie Ohren und Haare. Als ihn alle Nullen auf der Seite anguckten, weil er ihnen Gesichter gegeben hatte, schrieb, erklärte und gähnte Herr Schmiehoff immer noch. So malte Julius auf der nächsten freien Seite weiter. Das ging ganz wie von selbst. Erst einen Kopf, dann den Körper, Arme und Beine. Schließlich guckte ihn ein lustiges Männchen an. Es hatte Wuschelhaare, Sommersprossen auf der Nase und blaue Augen, mit denen es zu zwinkern schien. Die Ohren waren oben komisch spitz. Es trug ein weites Shirt und Schlabberhosen. An den Füßen hatte es ziemlich große Schuhe - oder waren die Füße so groß? Ehe Julius sich darüber Gedanken machen konnte, schellte es. Er klappte das Matheheft schnell zu, stopfte es in seinen Tornister und machte sich auf den Heimweg. Hausaufgaben hatte er in Mathe keine aufbekommen und so blieb das Heft für heute zu.

Freitag

Der nächste Tag war der Freitag. Da gab es keinen Matheunterricht, dafür aber Julius Lieblingsfach, nämlich Sport. Trotzdem bekam er schlechte Laune, weil es nämlich regnete. Julius hatte sich darauf gefreut auf dem Sportplatz Fußball zu spielen, aber daraus wurde nichts. Es ging in die Turnhalle, wo die Klasse das Bockspringen übte. Das konnte Julius nicht so gut, weil er einer der Kleinsten in der Klasse war. Prompt blieb er jedes Mal hängen. Er schaffte nicht einen einzigen vernünftigen Sprung über den verflixten Bock.
Beim Umziehen an Ende des Unterrichts zog Tylor Julius kräftig damit auf. Die Anderen lachten und kicherten dazu. Tylor hatte es jedes Mal über den Bock geschafft. Kein Wunder, er war ja auch viel größer als Julius, weil er die Klasse 2 schon zum zweiten Mal besuchte und ein ganzes Jahr älter war. In der letzten Zeit ärgerte Tylor Julius öfter, aber er versuchte, einfach nicht darauf zu hören, was Tylor sagte und ihm aus dem Weg zu gehen. Heute gelang es Julius nicht, Tylors Gemeinheiten nicht zur Kenntnis zu nehmen. Er ärgerte sich ganz schön darüber.

Zu Hause angekommen roch Julius sofort, dass es zum Mittagessen Spinat geben würde und den mochte er überhaupt nicht. Zudem war Oma zu Besuch da. Eigentlich hatte Julius seine Großeltern total gern, aber heute fing Oma ihn direkt in der Eingangstür ab und sagte: „Hey, kleiner Julius.“ Das ärgerte Julius sehr, denn so klein war er nun auch wieder nicht. „Ich bin überhaupt nicht klein!“, mit diesen Worten pfefferte er seinen Tornister in eine Ecke des Korridors. „Was soll das denn? Was wumpelst* du deinen schönen Tornister so in die Ecke. Schäm dich“, rief Oma da aus, was Mama auf den Plan rief.
„Wirklich, Julius, jetzt sagst du erst einmal guten Tag zu Oma. Was ist das denn für ein Benehmen? Dann nimmst du deinen Tornister bitte und stellst ihn vernünftig in dein Zimmer.“
Julius zog den Kopf ein. Heute schien jeder etwas an ihm auszusetzen zu haben. „Guten Tag, Oma und Mama“, murmelte er, griff sich seine Schultasche, verschwand in seinem Zimmer und machte die Tür fest hinter sich zu. „Pöh, was heißt hier wumpel? Was ist das überhaupt für ein komisches Wort, wumpel? Ich wumpel gar nicht“, sagte er entrüstet und schmiss den Tornister in die nächstbeste Ecke.

* ’wumpeln’ bedeutet, etwas achtlos in die Ecke werfen. Das wusste Julius aber nicht.

„Aua!“, erklang es einen Moment später jammervoll.

Was war das? Hatte er wirklich jemanden aus der Ecke rufen hören?
„Jetzt kriege ich bestimmt eine dicke Beule“, da war die Stimme wieder. Vorsichtig pirschte sich Julius näher und hob seinen Tornister hoch.
„Lass mich bloß nicht wieder fallen!“
Vor Schreck rutschte Julius die Schultasche aus den Händen, was wieder einen Schmerzensruf verursachte. Dieses Mal hörte Julius genau, dass er aus dem Tornister kam. Er schüttelte vorsichtig daran. „Ist da jemand?“, fragte er zögernd.
„Nein, hier ist niemand. Dein Tornister lebt und spricht mit dir, du Dummer. Was denkst du denn? Ich bin hier drin. Mach endlich auf und lass mich raus, hier ist es stockdunkel“, sagte die Stimme.
Julius überlegte. Sollte er es wirklich wagen? Vielleicht befand sich ein gefährliches Monster in seinem Tornister, das ihn anspringen würde, wenn er das Teil öffnete. Allerdings klang die Stimme nicht gefährlich, sondern eher piepsig und irgendwie lustig. Er beschloss es darauf ankommen zu lassen. Vorsichtig öffnete er den Verschluss, klappte die Lasche nach hinten und lugte in den Innenraum. Er sah nichts. Kein Monster, überhaupt gar nichts, außer Schulbüchern, Heften und seinem Etui. Vielleicht klemmte der Besitzer der Stimme irgendwo im Inneren fest? Julius streckte die Hand aus, um im Tornister zu kramen, überlegte es sich aber schnell anders. Was, wenn das Wesen ihm in den Finger beißen würde? Stattdessen fragte er: „Wo bist du denn? Ich kann dich nämlich nicht sehen.“ Einen Augenblick herrschte Stille. Julius dachte schon fast, dass er alles geträumt hätte. Da erscholl die Stimme wieder: „Ich bin hier drinnen. Im Matheheft. Du musst es herausholen und aufmachen, dann kannst du mich sehen.“
Zögernd griff Julius nach dem Heft und legte es auf seinen Schreibtisch. „Wenn ich jetzt das Heft auf mache, tust du mir dann auch nichts?“, fragte er vorsichtshalber.
„Ganz bestimmt nicht, großes Koboldehrenwort“, sagte die Stimme.
„Ehrlich nicht?“
"
NEIHEIN, jetzt mach endlich auf! Es ist verflixt eng hier!“
Vorsichtig öffnete Julius das Heft. Er blätterte es durch, bis er zu der Seite kam, auf die er am Tag zuvor das Männchen gemalt hatte. Kaum hatte er die Seite aufgeschlagen, sprang es aus dem Heft und stellte sich auf den Schreibtisch. Julius starrte es mit offenem Mund an. Tatsächlich sah es genauso aus, wie seine Zeichnung und irgendwie auch nicht. Das Männchen setzte sich an die Schreibtischkante und ließ die Beine baumeln. „Da staunst du, was“, kicherte es. Julius schluckte und nickte dann.
„Ich heiße Wim“, sagte das Männchen und schlackerte weiter mit den Beinen. „Es ist nett, dass du mich gerufen hast. Danke schön.“
Julius fand die Sprache wieder. „Wieso gerufen? Hab ich gar nicht. Du bist auf einmal da gewesen.“
Das Männchen sah ihn streng an. „Das stimmt nicht. Klar hast du mich gerufen. Oder hast du nicht dreimal das Wort ‚Wumpel’ ausgesprochen? Also hast du mich gerufen und hier bin ich.“
„Aber, aber, ich weiß gar nicht was das ist, ein Wumpel“, stotterte Julius. „Das habe ich bloß gesagt, weil Oma gesagt hat, dass ich gewumpelt habe. Mit dem Tornister. Dabei ...
„Stottere nicht herum. Du hast das Wort dreimal ausgesprochen und mich damit gerufen. Jetzt wohne ich hier, jedenfalls vorübergehen.“ Das Männchen stand auf und reckte sich zu voller Größe, was nicht besonders groß war. „Ich bin ein Wumpel. Und ich heiße Wim. Wim, der Wumpel.“
Julius kratzte sich den Kopf. Dieses Männchen hieß also Wim und wollte bei ihm wohnen? Na ja, es nahm wenigstens nicht viel Platz weg. Aber ob Mama und Papa das erlauben würden? Er beschloss erst einmal vorsichtig weiterzumachen und die Wohnverhältnisse später zu klären. „Von einem Wumpel habe ich noch nie gehört. Bist du ein Wichtelmännchen?“
„Gott bewahre“, rief der Wumpel empört aus. „Was hast du nur für Ideen? Zu den Wichteln möchte ich nie und nimmer gehören. Ich bin in erster Linie ein Wumpel und dann bin ich noch ein Kobold. Wenn man es ganz genau nimmt.“
„Aber wie bist du in mein Heft gekommen? Bist du in der Schule in meinen Tornister gehüpft und warst darin eingeklemmt?“, fragte Julius. Er merkte, dass er auf einmal gar keine Angst mehr hatte, sondern super neugierig war.
„Ich sag es doch, du hast komische Ideen“, stellte der Wumpel fest. „Du hast mich doch selbst in dein Heft gemalt. Kannst du dich daran nicht mehr erinnern? Dann bist du aber ein sehr vergessliches Menschlein. Na ja, und vorhin hast du mich halt gerufen. Hier bin ich. Vielleicht erkläre ich dir das gelegentlich noch einmal ganz langsam. Du scheinst nicht besonders schnell zu verstehen. Du bist wohl nicht so klug wie ich.“ Wieder reckte sich Wim und tippte sich mit den Zeigefingern beider Hände an die Brust. Julius kam nicht mehr zum Antworten, denn Mama rief ihn zum Essen.

Wie er es schon erschnuppert hatte, gab es einen Spinatauflauf. Zu Mamas und Omas Erstaunen aß Julius seinen Teller ohne zu murren leer. Schließlich wollte er so schnell wie möglich wieder in sein Zimmer zurück, um sich weiter mit Wim zu unterhalten. Als er aufgegessen hatte, schob er den Teller von sich weg. „Das hat gut geschmeckt“, sagte er. „Darf ich aufstehen? Ich möchte jetzt meine Hausaufgaben machen.“
Oma starrte ihn mit offenem Mund an, während Mama ihm die Hand auf die Stirn legte. „Du wirst mir doch nicht krank?“, fragte sie besorgt.
„Nö, ich möchte nur einfach schnell fertig werden. Dann habe ich hinterher mehr Zeit“, sagte Julius schnell, ehe Mama auf die Idee kam Fiber zu messen. Er stand auf und ging in Richtung seines Zimmers.
„Das ist nicht normal“, hörte er Oma erstaunt ausrufen. Mama sagte gar nichts. Sie guckte ihm bloß mit hochgezogenen Augenbrauen hinterher.
In seinem Zimmer angekommen schaute sich Julius erstaunt um, denn das Männchen war verschwunden. Er guckte in jede Ecke, unter das Bett und in den Schrank, konnte Wim aber nicht finden. Schließlich setzte er sich an seinen Schreibtisch und überlegte. Ob er vorhin wohl doch nur geträumt hatte und es gab den Wumpel gar nicht? Vielleicht wurde er wirklich krank und fantasierte. Er befühlte sich die Stirn, wie das Mama vorhin getan hatte. Bestimmt hatte er Fieber. Auf einmal hörte Julius es in der Schreibtischschublade rumoren. Vorsichtig zog er sie auf, um vor Schreck von Stuhl zu rutschen. 
Der Wumpel sprang ihm mit einem lauten „Tschacka“ entgegen. Langsam stand Julius auf und rieb sich den Po, denn auf den war er gefallen. „Was machst du für einen Quatsch“, sagte er vorwurfsvoll. „Ich dachte schon, dass es dich gar nicht gibt und du eine Einbildung bist.“ Der kleine Kobold maß ihn mit einem vernichtenden Blick. „Mich gibt es ganz und gar. Aber vielleicht bist du eine Einbildung. Vielleicht habe ich dich nur erfunden und wenn ich so mit dem Finger schnippe“, er schnipste tatsächlich mit den Fingern, „dann bist du verschwunden.“ 
Julius lachte. „Und, bin ich jetzt verschwunden, du Angeber?“
„Nein, aber ich habe ja auch nur so geschnippt, um dir das mal zu zeigen. Ich möchte gar nicht, dass du sofort verschwindest. Vielleicht mache ich später Ernst“, erklärte Wim würdevoll.
„Ich bin gespannt, wohin du mich verschwinden lässt“, kicherte Julius. Er konnte sich gar nicht einkriegen und kicherte eine Weile weiter. Den Kobold schien das zu ärgern, denn er kroch wieder in die Schublade. Julius hörte ihn darin herumkramen. Schließlich steckte er seinen Struwwelkopf aus der Schublade. „Hier gefällt es mir. Dieser Kasten ist von heute an meine Wohnung. Ich habe auch schon etwas zu essen gefunden. Als deine Mutter dich gerufen hat, habe ich gleich zu Mittag gegessen.“
Neugierig zog Julius seinen Stuhl näher. „Echt? Habe ich einen alten Keks in der Schublade vergessen? Oder einen Schokoriegel?“
Der Wumpel schüttelte den Kopf, dass seine Haare nur so flogen. „Alter Keks, Schokoriegel, das habe ich noch nie gegessen. Ich ernähre mich von Tinte. Die blaue mag ich besonders gern. Schwarz geht auch, aber rote Tinte“, an dieser Stelle schüttelte er sich, „also rote Tinte mag ich überhaupt nicht. Sie ist mir viel, viel zu rot und zu bitter. In der Schublade habe ich Tintenpatronen gefunden. Die sind wirklich handlich. Da waren auch noch ein paar Abfälle vom Anspitzen, sehr delikat, das muss ich sagen. Zum Nachtisch habe ich ein bisschen an dem Radiergummi geknabbert. Lecker.“ Der Wumpel rieb sich über den Bauch, der merklich dicker aussah als vorher. Julius hatte ihm mit offenem Mund zugehört. Jetzt schüttelte er sich. „Bah, das hört sich aber nicht appetitlich an. Und ich dachte, dass der Spinatauflauf nicht schmeckt, den Mama heute gemacht hat.“
„Spinat, was ist das denn?“, fragte der Wumpel interessiert. „Ist der auch blau? Dann mag ich ihn bestimmt gern.“
Julius musste schon wieder lachen, aber nur ein wenig, was den Wumpel nicht zu stören schien. „Spinat ist Gemüse und er ist grün“, erklärte er seinem neuen Freund. „Es ist noch etwas davon übrig. Wenn du möchtest, dann hole ich nachher etwas für dich. Du kannst probieren ob du ihn magst.“
„Au, ja“, freute sich Wim. „Grünes Essen hatte ich noch nie. Übrigens klingt Gemüse so ähnlich wie Tinte. Beides hat nämlich ein E am Ende.“ Er krabbelte wieder in die Schublade und sang vor sich hin. „Gemüse und Tinte. Temüse und Ginte. Das ist lecker, schmecker, hmmm.“
Die Tür ging auf und Oma steckte den Kopf ins Zimmer. „Julius, ich gehe jetzt nach Hause und will dir auf Wiedersehen sagen.“
Der Wumpel hüpfte schnell in die Schublade, die Julius mit einem Ruck zuknallte. Irgendwie schien ihm Wim dazwischen gekommen zu sein, denn er stieß einen Schmerzenslaut aus. Damit Oma den Wumpel nicht hörte, summte Julius vorsichtshalber vor sich hin. „Ich komme, Oma. Geh doch schon mal an die Wohnungstür“, rief er so laut er konnte. Oma schloss mit einem Kopfschütteln die Zimmertür. „Der Junge ist heute sehr komisch“, hörte Julius sie murmeln.
Als Oma gegangen war, schlich sich Julius in die Küche und häufte Spinatauflauf auf einen kleinen Teller. Den nahm er mit in sein Zimmer. Er stellte den Teller auf dem Schreibtisch ab und zog die Schreibtischschublade wieder auf. Wim sprang heraus wie ein Schachtelteufel. Er war ganz rot im Gesicht, besonders an der Nasenspitze. „Eins will ich dir mal sagen“, rief er wütend. „Wenn du noch mal die Schublade so zuwummerst, dass ich mir die Nasenspitze einklemme, dann kannst du was erleben. Dann ... dann ... ja dann schnippe ich dich auf den Mond, du Nasenspitzeneinklemmer.“ Wütend stampfte er mit dem Fuß auf und betastete sich vorsichtig die Nasenspitze. „Wahrscheinlich ist sie gebrochen“, sagte er anklagend. „Sie wird schief zusammenwachsen und dann kann ich nur noch um die Ecke riechen.“ Erst jetzt bemerkte er den kleinen Teller mit dem Spinatauflauf. „Was ist das? Ist das das grüne Temüse?“, fragte er aufgeregt. Seine wahrscheinlich gebrochene Nasenspitze schien er vergessen zu haben. Vorsichtig steckte er einen Finger in den Auflauf, betrachtete ihn aufmerksam, roch daran und leckte ihn anschließend ab. Er schloss die Augen. „Das schmeckt gut. Besser als Buntstiftabfälle.“ Er schmatzte laut und machte sich über den Auflauf her. Als er alles aufgegessen hatte, rieb er sich wieder den Bauch, der aussah, als würde er gleich platzen.
„Es tut mir leid, dass ich dir die Nasenspitze eingeklemmt habe“, sagte Julius reumütig. „Das habe ich nicht extra gemacht. Oma ist ins Zimmer gekommen. Ich hatte Angst, dass sie dich bemerkt. Ich finde es schön, dass du in meiner Schublade eingezogen bist. Aber ich glaube nicht, dass meine Eltern erlauben, dass ein Kobold bei uns wohnt. Schon gar nicht in meiner Schreibtischschublade. Wenn sie dich sehen, wird es ein großes Theater geben. Dann geben sie dich nachher irgendwo ab. Vielleicht im Fundbüro. Dort gibt man nämlich Dinge ab, die man gefunden hat. Das habe ich neulich im Radio gehört“, erklärte Julius ernsthaft. Er hatte große Angst, dass seine Eltern Wim bemerken und nicht haben wollten.  Der kleine Kobold reckte sich. „Na gut, ich verzeihe dir noch einmal“, erklärte er großmütig. „Wir müssen uns etwas ausdenken, damit deine Eltern gar nicht merken, dass ich jetzt bei euch wohne. Aber darüber unterhalten wir uns nachher oder morgen. Ich bin hundemüde, schließlich war das ein langer, aufregender Tag für mich. Ich lege mich jetzt hinten in meine neue Wohnung und halte ein Nickerchen. Hast du vielleicht ein weiches Schmusekissen für mich? Ich mag es zum Schlafen gern kuschelig.“ Erwartungsvoll schaute er Julius an. Der überlegte. Ein so kleines Kissen, dass es für Wims Kopf richtig war hatte er nicht. Aber dann hatte er eine Idee. Er nahm einfach ein Paar Puschelsocken aus der Schublade. Mama zog die Socken nämlich immer paarweise zusammen, sodass sie fast wie kleine Kissen aussahen. Dieses Päckchen reichte er Wim, der es erfreut nahm und es sich ganz hinten in der Schreibtischschublade bequem machte. Bald war er eingeschlafen und Julius schob die Schublade ganz vorsichtig zu.

Dies ist eine Leseprobe aus meinem Buch "Wim, der Wumpel".

 

 

 

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 07.08.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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