Stefan Jacobi

Von A bis Y (Teil 7)

Ein weiteres Mal ganz normal?

Sie stand dort - am Treffpunkt. "Wirklich hübsch siehst du aus", hörte Leonora eine Stimme sprechen.
"Danke, ich hab ..."
Sie begann reflexartig zu sprechen, doch bemerkte, dass es gar nicht Nemiel war, der dies sagte.
Es war Senna, die bloß ihre wöchentliche Radtour machte. "Oh Senna, du bist es."
"Ja Logo, komm, tu nicht so überrascht, wir begegnen uns hier doch ziemlich oft - so groß ist die Insel nicht."
"Du hast ja recht, aber momentan hab ich eben nicht mit dir gerechnet", antwortete Leonora.
"Mit mir rechnen hat dir noch nie viel Spaß gemacht oder?", entgegnete Senna.
"Ne, du weißt doch, dass das mit mir und Mathematik aussichtslos ist", Leonora musste leicht lächeln als sie dies sagte.
"Ich hab es bisher nur vermutet. Nachdem du dir damals 1 Punkt in der mündlichen Mathematikprüfung ergattert hast, war ich mir noch nicht ganz sicher."
"Lass uns nicht darüber reden. Übrigens - dividiert man die Anzahl der Briefe, die mir Nemiel geschrieben hat, durch die Minuten, die ich jetzt warten muss,
dann komme ich zum Ergebnis, dass .... ehm ... das Produkt ... ne der Quotient? Ach egal. Aufjedenfall ist er zu spät."
Beide mussten sich kurz angrinsen. Leonora wollte sich eigentlich nicht aufregen, weil sie nie die Verspätung vermutet hätte.
Doch irgendwie brachte sie dieses untypische Ereignis aus der Fassung. Was ist wenn ihm etwas zugestoßen ist?
"Das kann doch mal passieren. Ich würde mir keine großen Sorgen machen. Der kommt schon", beschwichtigte Senna.
"Ja hoffentlich."
Nachdem Senna und Leonora noch 5 Minuten weiter sprachen, und gegenseitig die Möglichkeiten ausmalten, was denn passiert sein könnte, entschied sich
Leonora dazu nachhause zu gehen. Mittlerweile war es sehr dunkel geworden, und Leonora wurde langsam immer müder.
Sie musste nochmal alles überdenken. Die vielen Briefe. Die vielen Worte. Die vielen Küsse. Die vielen Nächte.
Plötzlich nahm Leonora ein Klingeln an ihrer Tür wahr. Sie war bereits sehr schläfrig, doch das Geräusch, dass sie insgeheim sich erhoffte,
ertönte. Leonora wurde wacher. Sie schritt zur Tür heran: "Ja? wer ist da?"
"dein Date, Baby."

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 17.08.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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