Greta Marlene

Enttäuschung

 Enttäuschungen können klein sein, groß sein. Zu klein um Großes zu verursachen, zu groß um sie als klein bezeichnen zu können. Enttäuschungen können zerstören, wie ein einziger Augenblick das ganze Leben verändern. Sie sind dunkel, denn sie decken unser Licht. Es erlischt wie eine Lampe, dessen Glühbirne durchbrennt.Erlischt wie ein Feuer, an den wir uns verbrannten, mit dem Wissen, es vorher schon gewusst zu haben.
Eine Enttäuschung ensteht dann wenn wir eine Erwartung hatten.Sie besteht aus Erwartungen.Eine Erwartung an ihn, an sie, an uns selbst. Eine Ewartung, die immer aus Hoffnung besteht. Ohne Hoffnung keine Ewartung. Die Ewartung nährt sich von der Hoffnung. Wie die Biene vom Saft der Blüte.Die Existenz einer Ewartung ohne jeglicher Hoffnung ist nicht möglich.
Jemanden zu enttäuschen ohne es zu bemerken kann passieren, oder? Vielleicht ist das einzige Wissen was dabei zählt, das Gefühl des jeweiligen anderen? So ist es doch oder? Denn wenn ein Mensch uns etwas bedeutet hören wir doch zu, nicht wahr? Wir reichen diesem Menschen eine Hand, unserer Hand. Wir wissen er würde sie halten, nach ihr greifen. Warum lassen wir in diesen entscheidenen Moment los?
Eine Enttäuschung lässt immer etwas zurück. Erstmal den Menschen, der enttäuscht wurde. Dann das Leid. Das Leid, was durch diese Enttäuschung verursacht wurde.Und noch viel schlimmer: Er ist alleine damit zurück gelassen worden.
Vielleicht hat es der, der diese Enttäuschung gab es nicht bemerkt. Vielelicht wusste er nicht, was er durch dieses eine Verhalten auslöst bei dem anderen. Wenn er es jedoch gewusst hätte, hätte er es dann anderes gemacht? Ist es die Achtsamkeit, die uns oft die Zügel weg nimmt. 
Oder hat er Angst? Angst vor Konfrontation? 
Wir werden oft enttäuscht, doch viel mehr eigentlich weil wir enttäuscht sind. Die Enttäuschung an uns selbst, die nagt. Wie ein Nagetier sein Salzstein nagt, so nagt es an uns. Mal mehr, mal weniger. An manchen Tagen lässt es uns sogar ganz, dann aber lässt es uns eine ganze Weile nicht mehr los. Diese Enttäuschung an uns selbst entsteht. Sie entsteht immer dann, wenn wir vertraut haben. Wir haben ihm vertraut, der Siuation, ihr und uns selbst. Nun ist es ein Burchteil unsers selbst, zerteilt in Stücken, die schwer zusammen zu stecken sind. Diese Enttäuschung an uns selbst ensteht wenn wir festgehalten haben. Festgehalten an dieser einen Ewartung. Wir hielten diese eine Hand.Deine Hand, die festgehalten wurde bevor du los gelassen hast, oder ich. Oder wir.
Es geht nicht um Schuld. Wir sind kein Richter, das Leben kein Gerichtssaal. Kein Hammer, der ein Urteil schwingt. Es gibt keinen Schuldigen und keinen Angeklagten. Es geht auch nicht darum es zu verstehen. Viel mehr um Verzeihung. Dir zu verzeihen, mir selber.Es geht nicht um dich. Nicht um dich. Sondern um das. 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.08.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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