Gisela Steinert

England-Schottland Urlaub 2018


Am 3.7.2018 war die Abfahrt 13 Uhr mit dem Wohnwagen von uns zu Hause Richtung Calais. 6 Wochen sind lang, haben wir auch nichts vergessen ? Wir werden es merken....

Zwischenstopp in Belgien, Francorchamps, Übernachtung auf Campingplatz bei Stavelots. Es ist ein kleiner und gemütlicher CP, nur die Sanitäranlagen gehörten renoviert,
Am nächsten Tag war ein schweres Gewitter, wir sind trotzdem um 11 Uhr Richtung Calais nicht ohne uns vorher mit Lebensmitteln gut eingedeckt zu haben. Das fängt ja schon gut an...
Mit der Fähre ging es dann um 20:10 Uhr nach Dover. Nach 1,5 Stunden und einer Zeitverschiebung von 1 Stunde (UK hat keine Sommerzeit) erblickten wir die weissen Kreidefelsen von Calais.
Irgendwie hatten wir mit dem Linksverkehr , den ganzen Kreiseln und vielen anderen Dingen soviel um die Ohren, dass wir nur halb auf das Navi achteten. Schon hatten wir nicht mehr die kürzeste Strecke zum CP sondern die längste. Es war schon dunkel als wir dort ankamen, und deshalb landeten wir beim einfahren in den CP am Zaun. Es ging nicht mehr vorwärts noch ging es rückwärts. Ein junger Engländer der das wohl mitbekommen hatte, hielt mit seinem Wagen an und eilte uns zur Hilfe. Er sagte uns auch dass der Betreiber schon schliefe und wir zum nächsten Campingplatz fahren sollten. Wir bedankten uns nochmals  bei ihm und fuhren weiter.
Nach ca. 3 km erreichten wir Hoath und den dortigen CP Southview. Ich klingelte die Betreiber aus dem Bett und schon hatten wir einen Campingplatz.
Wir waren sehr erstaunt, wie gepflegt er war ... jedenfalls sein Geld wert.

Es gefiel uns so gut, dass wir einige Tage zum Erholen dranhängten. In dieser Zeit machten wir einen Abstecher nach Canterbury, ein schönes Städtchen mit einer grossartigen Abtei, fuhren an den Strand von Herne, sehenswert der Pier mit vielen Verlustieruangeboten. Nach dem Pier fuhren wir noch zu den verbliebenen Resten der Ruinen von St.Abbey. Irgendwann wurde uns die Hitze zuviel (ja genau, hier war es schon eine zeitlang sehr warm und sollte auch so bleiben) und wir gingen in das nächstbeste Lokal
Neben der Kathedrale von Canterbury ist auch die St Martin’s Church Weltkulturerbe.

Ein Tipp: " die Baby Back Rips lm Grove Ferry in Kent waren spitze."

Was mir auffiel war, dass in England nur ganz wenige Autobahnabschnitte einen Parkplatz mit Toilette hatten. Wenn du hier dringend musst hast du gelittten.

Wir fuhren Richtung Nottingham zum Sherwood Forest Holiday Camping Park, ein schöner und sauberer Campingplatz der an einem großen Teich lag.
Nottingham ist bekannt für die Legende um Robin Hood, der mit seinen Gefährten im Sherwood Forrest lebte und Reiche ausraubte. Das geraubte Gut sollen sie den Armen, die unter dem Grafen litten gegeben haben.
Abends gingen wir einen Burger essen und am nächsten Tag gab es eine Stadtbesichtigung, wobei sich herausstellte, dass das Nottingham Castle für die nächsten zwei Jahre geschlossen ist wegen Renovierungsarbeiten. “ Ärgerlich aber nicht zu ändern. Also machten wir einen Stadtrundgang. Vieles deutete  auf Robin Hood in dieser Stadt, Statuen, Namen etc.
Am übernächsten Tag ging es weiter Richtung Edinburg. Wir hatten vorab einen sehr schönen Campingplatz reserviert. Hier wurden wir beide leider krank und blieben statt 3 Tagen ganze 6 Tage auf diesem Platz.
Am ersten Abend dann das erste selbstgemachte Essen, nämlich die obligatorischen Spaghetti.

Ein Besuch beim Arzt wird mir in Erinnerung bleiben.Da wir beide Beschwerden hatten bekam ich von unserer  Rezeption die Adresse eines Arztes. Wir gingen hin und bekamen einen Termin für den nächsten morgen um 8.30 Uhr. Da ich aber 7.30 Uhr übersetzte, standen wir morgens schon eine Stunde früher vor verschlossener Tür. Als wir dann dran waren und ich fragte was es kostet, sagte der Arzt "Nothing".  Das ging uns in   der Apotheke genauso, wir zahlten nichts. Nächstes Jahr wird das wohl anders sein.
Nach fast einer Woche ging es uns besser und machten wir uns endlich auf den Weg nach Edinburg, wir hatten bis dahin ja noch nicht viel gesehen. Wir sahen die Stadt fast wie im Ausnahmezustand. Es war eine große Demonstration in der Stadt, viele Straßen geschlossen, leider auch das Edinburgh Castle.Es war gleich 2 Jahre geschlossen wegen Renovierung. Ausserdem war Mardi Grass Wochenende Die Stadt platzte aus allen Nähten, was der guten Grundstimmung keinen Abbruch tat. Das Wetter war schön, die Musik gut und die Menschen freuten sich. So haben wir Edinburgh kennengelemt, natürlich darf man die schönen alten Bauten nicht vergessen aus denen Edinburgh zum Großteil besteht. Die Strassen der Stadt gingen hoch und runter und immer wieder wurde durch diverse Altbauten und andere Dinge an frühere Zeiten erinnert.

Am nächsten Tag fuhren wir auf einigen Umwegen (wir fuhren gerne mehr Kilometer als sein müsste) nach Stonehaven. Dieser Ort hat einen kleinen Hafen, ein schönes altes Stadtzentrum und ist bei Ausflüglern sehr beliebt. Ich war enttäuscht, da ich gelesen hatte, es hätte einen beheizten Outdor-Swimingpool und sah dann durch ein kleines Fenster was in einem Steingebäude eingelassen war,ein ganz normales Schwimmbad .Ein weiteres Highlight war zweifellos das Tolbooth Museum im Hafen. Es ist das älteste Gebäude in Stonehaven, wurde früher als Gefängnis genutzt und ist heute das Stadtmuseum.

So fuhren wir weiter Richtung Aberdeen, dessen Mittelpunkt der Hafen ist. In einem kleinen Ort namens Aboyne fanden wir dann einen schönen Campingplatz (Tarland By Aboyne Loch Holiday Park). Aberdeen hat den Beinamen Granite City (Granit-Stadt), dies, weil die meisten älteren Gebäude der Innenstadt mit Granit aus den umliegenden Bergen erbaut wurden, zudem ist es aber auch eine bedeutende Universitätsstadt.
Wir erkundeten dann 2 Tage die Gegend , bevor wir weiter nach Inverness fuhren. Eine Fahrt nach Schloss Balmoral war angedacht. Das Schloss ist der Sommersitz der Queen und kann besichtigt werden wenn Sie nicht da ist.Ich hatte es mir viel grösser vorgestellt aber es war das Gegenteil, klein und gemütlich kann man sagen. Hinter dem Schloss waren die wunderbar angelegten Gärten sowie die Gewächshäuser zu besichtigen. Zum Schluss gönnten wie uns noch ein Stück Kuchen und machten uns auf den Heimweg.
Inverness ist eine sehr schöne und alte Stadt, die grösste Stadt Nordschottlands.Es hat eine kleine, aber sehr schöne Innenstadt. Da in einem Krieg die gesamte Stadt abgebrannt war, ist kein Gebäude älter als 200 Jahre. Wir konnten schon einen kurzen Blick auf Loch Ness werfen, bevor wir zum Campingplatz in Dingwall zurückfuhren.
Am nächsten morgen fuhren wir in die Highlands hinein, zuerst Richtung Ullapool das ein sehr schönes, weißgetünchtes Hafenstädtchen ist, und zudem ein wichtiger Schiffshafen. Der Reiz von Ullapool geht hauptsächlich davon aus, dass es mitten in einem der schönsten Naturgebiete Schottlands lieg
Danach ging’s kreuz und quer zum Ausgangspunkt zurück.
Dank Lidl und Aldi gab es fast überall bekannte Lebensmittel zu kaufen, denn das Essen war gar nicht so unsere Geschmack.

Am 21.7.18 fanden dann die Highland Games in Inverness im Boughts Park statt. Große Menschenmengen,viele Buden, Ausstellung, Kirmes, und mittendrin die Aktiven, Kinder, Senioren.
Dudelsackpfeifer liefen auf, Tänzer zeigten was sie konnten und die Aktiven ließen das Publikum an ihrem Können teilnehmen. Es war eine schöne Veranstaltung, die man gesehen haben sollte.
Am nächsten morgen dann ging es am Loch Ness vorbei (ist ja Wahnsinn was da für ein Kommerz herrscht) Richtung Fort William, landschaftlich sehr schön, wir hielten öfters an und machten Pause. Als wir gegen Abend in Fort Williams ankamen, suchten und fanden wir auch einen Campingplatz. Er hieß Glen Nevis Campside nach dem gleichnamigen höchsten Berg in Schottland, vor dem wir auch direkt parkten. Viele Bergsteiger wollen ihn immer wieder bezwingen, das konnten wir auch sehen.
Vom Campingplatz aus sind wir am nächsten Morgen in die sogenannte “ Straße der Inseln“, gefahren. Dort gibt es auch die berühmte Eisenbahnbrücke, die durch die Harry-Potter-Filme berühmt wurde und über die der Jacobite Steam Train fährt. Wir besichtigten noch Fort Williams, die grösste Stadt der westlichen Highlands. Vom Fort selbst ist nicht mehr viel übriggeblieben. Fort William und die Umgebung ist in zahlreichen Filmen als Produktionsstandort verwendet worden, unter anderem Being Human, Braveheart, Highlander, Restless Natives, und Rob Roy.

Nach einer weiteren Übernachtung ging es dann am 25.7. weiter Richtung  Liverpool, aber vorher noch ein kleiner Abstecher nach Gretna Green dem Heiratsparadies. Es gab in Schottland die Regel, das minderjährige auch ohne Erlaubnis der Eltern heiraten dürfen.Diese Regelung sprach sich sehr schnell herum: Viele minderjährige Paare flohen aus England und das erste Dorf hinter der schottischen Grenze war Gretna Green. Das schottische Gesetz verlangte seinerzeit zu einer Eheschließung lediglich eine Erklärung in Anwesenheit von zwei Zeugen. In Gretna Green hatte sich der Schmied als Amtsperson für die Eheschließung etabliert.
Heute ist die Schmiede ein Museum und eine Riesenattraktion für Besucher. Wir hatten das Glück eine Hochzeit dort zu erleben.
Nach einiger Zeit fuhren wir weiter bis Liverpool,-

 Dort hat es uns gar nicht gefallen ( was nicht nur daran lag dass versucht wurde unseren Wohnwagen auf einem Parkplatz zu stehlen), und wir beschlossen uns einen Campingplatz außerhalb zu suchen, was in der Gegend gar nicht so einfach war. Schliesslich fanden wir einen . Er befand sich auf einer Farm deren Zubringerstrassen katastrophal waren. Unser Anhänger hatte aufgesessen, dadurch ging der  Hoover kaputt. Ralf brauchte am andern Morgen fast eine Stunde zum reparieren. Danach  fuhren wir gleich weiter bis zu einem CP  in Banger. Der Besitzer sprach deutsch, da er früher in Deutschland beim Militär war, 1958 als ich geboren wurde.

Da wir in Liverpool nicht bleiben wollten, sahen wir uns noch eine Teilsstrecke von Wales an. Und zwar quer durch den oberen Teil von Wales, eine  landschaftlich sehr schöne Strecke.
So kamen wir am 26.7. in Ruggeley , ca 15 km vor Wolvherhampton an. Ein schöner Waldcampingplatz belohnte uns für unsere Mühe. Wir blieben dort für  2 Tage und machten in einer nahegelegenen Stadt einen Einkaufsbummel.
2 Tage später ging es dann zu dem Benefiz Musikfestival nach Wolverhampton. Das wäre es wert einen alleinigen Bericht zu bekommen. Ein Musiker den ich in Deutschland kennnengelernt hatte, setzt sich sehr für Parkinsonerkrankte ein. Dieses Festival war dafür gedacht Spendengelder zu sammeln.Es fand in einer riesigen Fabrik statt. Die hiesige Parkinsongruppe machte eine Tombola, in einem Raum fanden Lesungen statt in einem andern wurde Musik gespielt. Ich durfte die Veranstaltung um 11 Uhr eröffnen, sie ging bis abends um 22 Uhr. Ab 18 Uhr traten dann tolle Bands auf, wir waren begeistert.

Am nächsten Tag führen wir zusammen mit dem Organisator zum Lunch in ein sehr schönes Resaturant und verabschiedeten uns dann Richtung Cornwall.
Wir schliefen wieder auf einem Farmcampingplatz diesmal ohne Dusche und Toilette, aber er ist für eine Nacht sehr zu empfehlen. Schön abgelegen mit kleinem Teich.
Es gab viele Farmerzeugnisse dort wie Eier, Honig, Marmelade etc.

Am anderen Tag fuhren wir die restl. Kilometer nach Cornwall und bekamen dort auf dem Wooba Campingplatz in der Nähe von Bude einen schönen Stellplatz.
Der erste Tag war wieder zum ausruhen, am zweiten Tag fuhren wir nach Bude und gingen abends an den den sehr schönen Strand und am dritten Tag fuhren wir nach Brixum zum Steamfestival. .Danach brauchten wir erstmal einen Tag Erholung, bevor wir Richtung Land,s End aufbrachen.
Wir fuhren über die Küstenstrasse, die A39, und sahen schon von unterwegs aus die schöne Landschaft, ab und zu da Meer und die Klippen. Bei St.Yves fuhren wir in das Städtchen hinein und konnten und nicht sattsehen an den Bildern die wir sahen. Das war England pur: Kopfsteinpflaster, kleine Tea Rooms und blütenberankte Cottages, dazu dunkelblaues bis grünes Wasser, hohe Felsen, Strand, bunte Häuschen wie hineingeklebt in den Berg. Wir verbrachten fast den ganze Nachmittag da.  Nach Land´s End wollten wir aber noch unbedingt und haben es nicht bereut. Wir fuhren an der Küste Cornwalls entlang bis zum Ende der Klippen, dort war Land`s End.
Wunderschöne, traumhafte Bilder die wir so schnell nicht vergessen werden..

An diesem Tag kamen wir spät auf dem CP an und hatten den nächsten Tag zum ausruhen dringend nötig.

Zwei Tage später packten wir unser Sachen und fuhren weiter nach Salisbury zu den berühmten Stonehenge. Diese gehören seit 1986 zum Weltkulturerbe
Stonehenge wird oft mit der Artussage in Verbindung gebracht. Geoffrey von Monmouth behauptet, dass Merlin Stonehenge aus Irland hergebracht habe, wo es ursprünglich auf dem Mount Killaraus von Giganten erbaut worden sei, die die Steine aus Afrika gebracht hatten.
Sie sind ganz besonders angeordnet und was wir nicht wussten war die Tatsache ,dass sie jetzt eingezäunt sind, sodass keiner mehr direkt an sie herantreten kann.

Sie sind vom Besucherzentrum ca. 2 km entfernt. Es fahren Pendelbusse dorthin, man kann aber auch laufen. Im  Eintrittspreis ist der Bus gleich mitenthalten.
Der Eintrittspreis kostete ganze 22,40 GBP pro Person, nicht schlecht. Und am  Monument angekommen laufen alle in einen Richtung wegen des Audiogeräts. Wir schauten uns alles genau an, bevor wir zum Campingplatz zurückfuhren.

Am nächste Tag ging es dann Richtung Dover. Wir fuhren nach Hause...

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 26.08.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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