Wilhelm Westerkamp

Der Duft aus dem die Träume sind?

Den Duft der Welt, den die Nase des Menschen filtert bis zur Besessenheit, gilt aber ausschließlich den wohlriechenden Düften, die dem Menschen angenehm und wertvoll sind. Für die Stinkenden hat das Individuum aber nichts weiter als Ekel übrig und es rümpft diesbezüglich angewidert seine empfindliche Nase.
Gerüche aller Art begleiten uns ja den liebelangen Tag, doch manchmal bemerkt man sie garnicht mehr, außer man betritt ein Geschäft, um dort einzukaufen, wo eine Viezahl von Düften auf uns warten. Eine bestimmte Sorte von Düften, können wir vielleicht sofort erkennen, weil wir deren Ursprung kennen, die anderen hingegen, die fremden, lösen Misstrauen beim Menschen aus, denn alles Fremdartige stößt der Mensch zunächst ab und so versucht er nun voller Eifer heraus zu finden, woher denn diese Duftmarke herkommen möge, die für unsere menschliche Nase so befremdlich scheint.
So kann nur eine hartnäckige Erkältung unser Riechorgan eine Weile außer Kraft setzen, bis die Genesung allmählich wieder einsetzt und unsere Nase die Düfte, die sich unsichtbar in den Nasenhöhlen ihren Weg bahnen, wieder lokalisieren kann und die schlechten, die übelriechenden rasch aussortiert, um sich an den wohlriechenden wie an einer Droge zu berauschen. Doch wie bei jeder Droge nimmt der Wirkungsgrad bald schon wieder ab, so dass der Mensch sich ständig auf die Suche danach machen müsste, in Kenntnis dessen, das es auch die übelriechenden gibt, die dem Menschen so zu wider sind, das er sich deswegen heftig übergeben muss, um damit auszudrücken, wie grässlich jene “Düfte” doch riechen würden, woran kein Menschen gefallen findet und es so abscheulich riechen muss, wie frisch abgesonderter Dejekt.

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Wilhelm Westerkamp).
Der Beitrag wurde von Wilhelm Westerkamp auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 26.08.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Bücher unserer Autoren:

cover

Vom Ufer aus von Hans Witteborg



Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Essays" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Wilhelm Westerkamp

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Nachts am Schreibtisch von Wilhelm Westerkamp (Satire)
Geht es mir gut ? Eine bittere Erkenntnis...! von Rüdiger Nazar (Autobiografisches)