Wilhelm Westerkamp

Der Duft aus dem die Träume sind?

Den Duft der Welt, den die Nase des Menschen filtert bis zur Besessenheit, gilt aber ausschließlich den wohlriechenden Düften, die dem Menschen angenehm und wertvoll sind. Für die Stinkenden hat das Individuum aber nichts weiter als Ekel übrig und es rümpft diesbezüglich angewidert seine empfindliche Nase.
Gerüche aller Art begleiten uns ja den liebelangen Tag, doch manchmal bemerkt man sie garnicht mehr, außer man betritt ein Geschäft, um dort einzukaufen, wo eine Viezahl von Düften auf uns warten. Eine bestimmte Sorte von Düften, können wir vielleicht sofort erkennen, weil wir deren Ursprung kennen, die anderen hingegen, die fremden, lösen Misstrauen beim Menschen aus, denn alles Fremdartige stößt der Mensch zunächst ab und so versucht er nun voller Eifer heraus zu finden, woher denn diese Duftmarke herkommen möge, die für unsere menschliche Nase so befremdlich scheint.
So kann nur eine hartnäckige Erkältung unser Riechorgan eine Weile außer Kraft setzen, bis die Genesung allmählich wieder einsetzt und unsere Nase die Düfte, die sich unsichtbar in den Nasenhöhlen ihren Weg bahnen, wieder lokalisieren kann und die schlechten, die übelriechenden rasch aussortiert, um sich an den wohlriechenden wie an einer Droge zu berauschen. Doch wie bei jeder Droge nimmt der Wirkungsgrad bald schon wieder ab, so dass der Mensch sich ständig auf die Suche danach machen müsste, in Kenntnis dessen, das es auch die übelriechenden gibt, die dem Menschen so zu wider sind, das er sich deswegen heftig übergeben muss, um damit auszudrücken, wie grässlich jene “Düfte” doch riechen würden, woran kein Menschen gefallen findet und es so abscheulich riechen muss, wie frisch abgesonderter Dejekt.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 26.08.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Seinen wohlverdienten Urlaub hat sich Kommissar Heinz Kelchbrunner anders vorgestellt: Erst stößt er beim Graben in seinem Garten auf menschliche Gebeine, dann beschäftigt ihn ein weitaus aktuellerer Todesfall in seiner freien Zeit: Anna Einarsdóttír wird beim Spaziergang von einem Ast erschlagen – und das ist, wie sich herausstellt, nicht dem stürmischen Wetter geschuldet. Kelchbrunner und seine Kollegin Katharina Juvanic nehmen die Ermittlungen auf. Die Spur führt schließlich nach Island, die Heimat der Toten, und zum geplanten Bau eines Staudammes, der eine wertvolle Naturfläche akut gefährdet. Dass Kelchbrunner von oberster Stelle dorthin beordert wird, um weitere Nachforschungen anzustellen, kommt dem umweltbewussten Kommissar gerade recht. Vielleicht gelingt es ihm, nicht nur Licht ins Dunkel zu bringen, sondern gleichzeitig seine eigenen Schlafstörungen und einen schmerzhaften Verlust zu überwinden. Kaum in Island angekommen, muss er sich jedoch gleich mit störrischen Behörden und verstockten bis feindseligen Einheimischen auseinandersetzen. Es scheint, als sei niemandem hier an der Auflösung des Falles gelegen …

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