Heinz-Walter Hoetter

Das Luftschiff der Träume

Manchmal gibt es Augenblicke, da wünschte ich mir, ich wäre der Kapitän eines riesigen Luftschiffes für all jene, die Sehnsucht danach haben, sich einfach forttragen zu lassen – irgendwohin.

 

Ja, ein Luftschiff der Träume, das uns überall dort hinbringt, wo wir so gerne wären.

 

Eine Reise ohne Ballast, den wir mit uns herumtragen.

 

Auf der Suche nach einem neuen Leben, das voller Frieden, Glück und Harmonie ist.

 

Ein Neubeginn, wie der erwachende Morgen im strahlenden Licht einer aufgehenden Sonne.

 

Unbeschwert wie kleine Kinder und ebenso neugierig vor Abenteuerlust flögen wir davon und hielten Ausschau nach einem Land, wo all unsere Träume zur Realität werden.

 

Noch sind wir gefangen, gebannt von der Macht des Lebens und dazu gezwungen, mit den irdischen Sinnen die Welt zu erfahren, wie das Leben ist, wie es sein kann oder wie wir es gerne hätten.

 

Aber wir sind im Dasein des Hier und Jetzt gefangen, gebannt und gehalten, bis zum letzten Tag.

 

Doch das Luftschiff der Träume wartet geduldig auf alle, die sich fort tragen lassen wollen in ein fernes, unbekanntes Land, das tief in unserem Innern verborgen liegt und uns eines Tages dort hinbringen wird, wo alle Geheimnisse des Universums auf uns warten.

 

Fliegst auch du mit, wenn es soweit ist?

 

 

©Heinz-Walter Hoetter

 

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Seinen wohlverdienten Urlaub hat sich Kommissar Heinz Kelchbrunner anders vorgestellt: Erst stößt er beim Graben in seinem Garten auf menschliche Gebeine, dann beschäftigt ihn ein weitaus aktuellerer Todesfall in seiner freien Zeit: Anna Einarsdóttír wird beim Spaziergang von einem Ast erschlagen – und das ist, wie sich herausstellt, nicht dem stürmischen Wetter geschuldet. Kelchbrunner und seine Kollegin Katharina Juvanic nehmen die Ermittlungen auf. Die Spur führt schließlich nach Island, die Heimat der Toten, und zum geplanten Bau eines Staudammes, der eine wertvolle Naturfläche akut gefährdet. Dass Kelchbrunner von oberster Stelle dorthin beordert wird, um weitere Nachforschungen anzustellen, kommt dem umweltbewussten Kommissar gerade recht. Vielleicht gelingt es ihm, nicht nur Licht ins Dunkel zu bringen, sondern gleichzeitig seine eigenen Schlafstörungen und einen schmerzhaften Verlust zu überwinden. Kaum in Island angekommen, muss er sich jedoch gleich mit störrischen Behörden und verstockten bis feindseligen Einheimischen auseinandersetzen. Es scheint, als sei niemandem hier an der Auflösung des Falles gelegen …

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