Sabine Brauer

Machtkampf zwischen Licht und Finsternis



Weich kommst du daher, umschmiegst mich mit deinem seidenen Mantel. Hoffnungsvoll gebe ich mich dir hin und in deinen Zügen ist ein winziger Hauch von Wehmut, doch du lächelst ihn weg. Schlummern möchte ich, entrückt von der Welt, die oft so grausam und laut. Du, meine Freundin Melancholie, bestärkst mich darin. Wie in Daunen gebettet, so schmiege ich mich in dieses Gefühl der leisen Trauer. Tränen rinnen und wollen nicht mehr gehen und du zeigst mir ein neues Gesicht. Darin liegen Zweifel, Mutlosigkeit und Angst, die sich auf mich übertragen und das Daunenkissen stülpt sich mir über den Kopf und schnürt mir den Atem ab. Ich bin gefangen in einem Netz aus Arglist und Tücke. Wie kann ich dem entrinnen? Hoffnungslos eingekerkert und kein Ausweg in Sicht?

Da spricht die Liebe zu mir: „Sage der dunklen Welt ab, sie ist nicht dein. Du gehörst zu mir, ich liebe dich und gebe dir echte Geborgenheit. Kämpfe gegen die Angst.“

„Ja, Herr, ich werde den Kampf aufnehmen mit geistlichen Waffen.“

Immer noch hält die dunkle Seite mein Ich gefangen und lacht ihr höllischen Lachen. Doch nun ist eine Stärke in mir und ich befehle dieser Macht, mich loszulassen: „ Geh, mach dich von Acker, weißt du denn nicht, dass ich nicht dir gehöre? Nimm all deinen Unrat, den du mir aufgebürdet hast und lasse dich hier nie wieder sehen. Ich gehöre zu Christus, und mein Leib ist seine Wohnung. In Jesu Namen, verlasse dieses Haus!“

Still liege ich da. Ruhe und Frieden kehren in mich ein , machen die Seele hell und Angst und Schrecken fliehen vor der Allmacht Gottes.


© Sabine Brauer 13.09.2018

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