Olaf Lüken

Finanzkrise 2008-2018 - und kein Ende

Bankenrettung kostete Steuerzahler bisher 68 Milliarden Euro

Eine Anfrage der Grünen brachte es an den Tag. Nach dem Ausbruch der Finanzkrise 2008, mussten zahlreiche Bankhäuser vor der Pleite bewahrt werden, mit milliardenschweren Folgen für die deutschen Steuerzahler. Die Kosten für die Bankenrettung betrugen bisher 68 Milliarden Euro. Mindestens. Eine vierköpfige Familie hat im Schnitt mehr als 3.000 Euro für die Pleitebanken bezahlt.Zinsstillstand inklusive. Dazu kommen Probleme mit der zukünftigen Gestaltung der Altersvorsorge und ständig steigende Mieten. Nutznießer der Bankenrettung sind hauptsächlich die Geldgeber der Finanzinstitute,also Menschen mit Finanzvermö- gen.Für die Lasten kommt wieder einmal der Steuerzahler auf. Und hätten die Grünen nicht angefragt, wir hätten es nie erfahren. Ein Ende der Finanzkrise ist nicht abzusehen. Die Banken, ob in Deutschland oder im Trump-Land Amerika, spekulieren weiter auf Deubel komm' raus.

Finanzkrise


Als die Börsenkurse fielen,
regte Kummer sich bei vielen.
Andere blühten wieder auf,
ihr Geheimnis ? Leerverkauf.

Dreist verkauften diese Ratten,
Dinge, die sie gar nicht hatten.
Traten selbst das Chaos los,
bewusst und sorglos. Rigoros.

Steigerten ihre frechen Taten,
mit dem Handel von Derivaten.
Erst wurden Papier und Wert frisiert,
danach die Gewinne potenziert.

Wenn als Folge Banken krachen,
haben Brave nichts zu lachen.
Denn die Hypothek auf's Haus,
wirft den Besitzer gleich mit hinaus.

Und fallen dann die großen Banken,
kommt auch das Kapital ins Wanken.
Jetzt zittert die Spekulantenbrut,
um Geld und Gold und Hab' und Gut.

Politiker, um den Staat nicht zu gefährden,
schreien: "Es muss zur Tat geschritten werden."
Gewinne sind morgen auch weiter privat.
Für  Bankverluste zahlt Vater Staat.

Die Regierung schreit Kredite! Kredite!
Die Banker prosten auf schöne Profite.
So verhält es sich in einem Land,
wenn die Regierung liegt in  Bankenhand.

Fur Lug und Trug all dieser Frechen,
müssen Steuerzahler ständig blechen.
Ob in Europa oder in Amerika,
Zockerschulden sind für Zocker da.

Und wenn die Kurse wieder steigen,
beginnt von vorn der ganze Reigen.
Die ganze Umverteilung nur
erreicht die  eine Richtungsspur.

Und sollten auf den Straßen die Massen,
die Schweinerei verbieten lassen,
so ist als Folge längst bedacht,
dann wird ein bisschen Krieg gemacht.

Info: Das Eigenkapital der Deutschen Bank  AG beträgt gerade einmal 4 Prozent.

Olaf Lüken (2018)

Veröffentlicht im "Querkopf", Überregionales Magazin von Obdachlosen. Ausgabe 11/2018

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 16.09.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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