Peter Biastoch

“Kunst im Park” in Waldenburg

Waldenburg, der 08.09.2018. Dort fand im Grünfelder Park das inzwischen jährliche Ereignis, das sich „Kunst im Park“ nennt, statt. Hier hatten wir erwartungsgemäß einige Probleme einen Parkplatz zu finden. Doch schließlich konnte ich meine Margitta bei ihrer Hand nehmen und mit ihr den Muldendamm entlang, zum Festgelände schlendern. Die Möglichkeit, den Weg abzukürzen und uns mit einem wackligen Floß übersetzen zu lassen, schlugen wir aus und liefen die wenigen Meter bis zur Brücke.

„Kunst im Park“ ist eigentlich mehr ein großes Familienfest für die Waldenburger und all ihre Gäste. Aber gleichzeitig auch eine Gelegenheit für jeden, der sich gern als Künstler sieht, sich zu präsentieren. So finden wir Stände, an denen Upsycling-Objekte, die aus veredelten alten Gegenständen hergestellt wurden, gekauft werden konnten. Da gab es Taschen aus Jeanshosen, oder Kleiderhaken aus Altmetall und vieles mehr.

In einem der Pavillons konnte man sich ein Bildchen auf die Haut sprühen lassen, was  besonders die Kinder begeistert. Der gleiche Künstler kultiviert auch die Kunst des Bodypainting bei erwachsenen, vorzugsweise weiblichen und überwiegend unbekleideten Menschen. Das Markenzeichen der „Kunst im Park“ sind wohl die überall herumstehenden bemalten Fahnen.

Nach der halben Runde um diese Festwiese wurde es Zeit, uns erst einmal zu setzen. So hatten wir die Ruhe, um die vorbei kommenden Leute zu beobachten. Paare, wenige Einzelpersonen, dafür mehr Familien mit Oma, Opa und Kind. Einige Zeit später erinnerte ich mich daran, dass ich in meiner Fototasche schon seit einem halben Jahr die Glaskugel herumschleppe, die ich auf dem letzten Kreativmarkt, in Chemnitz gekauft hatte. Ich nahm sie heraus und suchte nach einem entsprechenden Ort, wo ich sie platzieren könnte. Eine Plastik aus Eisenrohren und Holzleisten bot sich mir an.

Mein nächster Punkt, auf dem ich diese Kugel ablegen wollte, war ein Holzpfahl, der neben einem Wasserbecken aus dem Boden ragte. Leider war dessen Oberfläche nicht sehr eben, so dass ich Mühe hatte, die Kugel so hinzulegen, dass sie nicht herunter rollt. Eine Frau, die ebenfalls gerade dort fotografierte, beobachtete mich und rätselte, was ich denn da treibe. Doch im Gespräch mit zwei weiteren Frauen, mit denen sie wohl unterwegs war, kam man schnell darauf, dass ich Kugelfotos mache. So hatte es jedenfalls Margitta gehört, die in der Nähe stand. Ich war ja mit meiner Kugel beschäftigt und hörte nicht auf die Gespräche anderer.

Unweit dieser Installation entdeckten wir eine Skulptur, die wahllos aus Schrott zusammen geschweißt war. Daneben hing an einem Holzpfahl ein Zettel, mit folgender Aufschrift, die wir recht lustig fanden:

„Liebesleben“

Erbaut: 2016 – 2018

Künstler: zwei renommierte Künstler aus Waldenburg

Beschreibung:

Dieses Gebilde wurde in liebevoller Kleinstarbeit von zwei Waldenburger Künstlern errichtet. Die verschiedenen Objekte spiegeln die zahlreichen Facetten des „Liebesleben“ wider. Die Künstler verzichten bewusst auf eine nähere Benennung der einzelnen Bereiche. Der Betrachter ha  somit die Möglichkeit, sich der Inspiration und Wahrnehmung selbst bewusst zu werden. Gefertigt aus wertvollen Materialien steht diese Gebilde für „Leidenschaft“ und „Fantasie“. Weiterhin bietet es viele Einsatzmöglichkeiten wie zuletzt als Wasserspiel im Garten.

Im Auftrag der Künstler wird dieses Kunstwerk auf der Waldenburger Parkkunst zum Verkauf angeboten. Bei Interesse melden Sie sich bitte unter Tel.:  (Zitat ende.)

So langsam hatten wir unseren Sinn mit genügend Kunst und Kultur gesättigt und machten uns auf den Weg zurück zum Auto. Auch diesmal wieder über die Muldenbrücke, von der aus ich meine Kamera noch einmal in die entgegengesetzte Richtung hielt, um ein Foto der Mulde in ihrem Flussbett zu machen und die übrigen Passanten rätseln zu lassen, was es denn dort zu fotografieren gibt?

Nachdem wir wieder auf dem anderen Ufer angekommen waren, entschieden wir uns, nicht wieder auf dem Muldendamm zum Auto zu gehen, sondern die Straße zu nutzen. Schließlich führte uns diese entlang des Waldenburger Schlossgartens. Dort befindet sich auch ein großes schmiedeeisernes Tor, das an diesem Tag offen stand. Wir gingen hindurch und nur wenige Meter in den Garten hinein. Dort bot sich uns die Südseite des Schlosses in ihrer grandiosen und monumentalen Schönheit! Das strahlende Blau des Himmels, mit seinen locker, flockigen Wölkchen ließ das Gemäuer herrlich erstrahlen und vermittelte den Eindruck der ehemaligen Macht und Herrlichkeit. Ein schöner Anblick, bevor wir endgültig unseren Toyota aufsuchten und die Heimfahrt antraten!

Damit möchte ich auch meine kleine Beschreibung unserer Ausfahrt beenden. Es gab natürlich noch viel, viel mehr Erlebnisse, die wir in diesen wenigen Stunden hatten. Doch es würde dann wohl zu viel werden, das alles zu Papier zu bringen.

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