Jürgen Skupniewski-Fernandez

Im Tal der weißen Tulpen

Einst lag der See der Hoffnung in jenem Tal. In seiner Mitte wuchs der Lebensbaum,von

Elfen beschützt. Seine Wurzeln reichten tief ins Wasser, bewacht von einem Fisch, denn ein garstiger Frosch

versuchte sich an ihnen zu vergehen.

 

Mitten auf der Krone des Lebensbaumes hat der magische Vogel der Erkenntnis sein Nest gebaut.

Zweimal im Jahr, wenn der Baum Früchte trug, schlug der Zaubervogel mit seinen kräftigen

Flügeln und der Samen der Liebe verteilte sich fortwährend erneuernd über die Erde.

Doch der Falke der Geisterwelt, entflohen dem offenen Himmelszelt, verfiel der Lust und Triebe,

schwarze Flügelschatten bedeckten von nun an den Geist der Liebe.

 

Sie waren damals alle weiß, doch durch den fortwährenden Verlust der Liebe wurden sie grau und letztendlich schwarz.

Als die Tulpen ihre weiße Farbe verloren und die Sonne sich traurig mit einem letzten Strahlenkranzkuss verabschiedete,
da weinten sie und erstarrten am gebrochenem Herzen.

Ihre Tränen kullerten von ihren Blättern aufs graue Laub der Heide.

So schliefen sie wartend auf Erlösung, versteinert, bis zum Tag ihrer Errettung, denn im Innersten
trugen sie den Samen der Wiedergeburt, ihre Auferstehung.

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