Paul Theobald

Das gerechte Testament

Es war ein Vater, der hatte 3 Kinder. Die Ehefrau war verstorben und so machte sich der Witwer Gedanken, wie er, wenn er nicht mehr auf der Welt ist, seine Kinder durch das Testament gerecht behandeln kann. Er liebte seine drei Kinder und er wollte keines benachteiligen. Er war nicht unvermögend und jedes seiner Kinder hoffte, den größten Erbteil zu bekommen. Jedes Kind sagte seinem Vater, was es besonders haben möchte.
Das älteste Kind war verheiratet und hatte bereits schon Kinder, so dass der Vater dreifacher Opa war. So wünschte sich das älteste Kind das Haus, das für eine große Familie viel Platz bot.
Das zweite Kind war Förster geworden und ging auf die Jagd. So sagte es dem Vater, dass es gerne den Wald hätte, damit es sein eigenes Jagdrevier habe und somit ungehindert auf die Jagd gehen könne.
Das dritte Kind war begeisterter Schwimmer und musste zum Training des Vereins, für den es startete, immer in das einige Kilometer entfernte Schwimmbad fahren. Das war stark frequentiert und ein richtiges Training manchmal nicht möglich. Der Vater hatte auf einem separaten Grundstück, das nicht zum Haus gehörte, eine Schwimmhalle errichten lassen. Das dritte Kind wünschte sich die Schwimmhalle, hoffte aber im Stillen, auch das Haus zu bekommen.
Der Vater errichtete zwei Testamente. Als er verstorben war, wurden seine drei Kinder zur Testamentseröffnung auf das Gericht geladen und alle erschienen. Sie waren gespannt, was der Vater niedergeschrieben hatte. Das erste Testament legte fest, welches Kind das Haus, den Wald und die Schwimmhalle bekommt. Während das älteste Kind sehr zufrieden war, denn das Haus hatte den größten Anteil am Vermögen des Verstorbenen, empfanden dies die beiden anderen Kinder als ungerecht, da sie nur den Wald bzw. die Schwimmhalle bekommen hatten.
Aber es gab ja noch das zweite Testament und die drei Kinder meinten, dass in diesem festgelegt ist, wie der finanzielle Ausgleich vorzunehmen ist. Doch in diesem Testament standen nur zwei Sätze: Liebe Kinder, streitet euch nicht! Es hat jedes Kind bekommen, was es haben wollte, und damit wurde jedes Kind von mir gerecht behandelt.

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