Heinz-Walter Hoetter

Religionskritik

"Warum sollen wir uns um Gott kümmern, wenn er sich nicht um uns kümmert?"

Steven Weinberg, Nobelpreisträger Physik

 

***

 

Schließen sich Vernunft und religiöser Glaube gegenseitig aus?

 

Liebe Leserin und lieber Leser,

 

wenn Gott (oder Allah – wie auch immer) uns etwas zu sagen hat (bzw. hätte), dann kann (oder könnte) er das sicher klar und eindeutig selber machen und muss (oder müsste) sich nicht der zweifelhaften Methode wie dem „Glauben“ oder ähnliches bedienen, der sonst von Betrügern ebenfalls für ihre dubiosen Zwecke benutzt wird.

 

Und in der Tat ist es so, das „Glauben machen“ die Haupttätigkeit von Schwindlern, Betrügern, Täuschern und ausgebufften Blendern ist. Man findet sie besonders in den drei monotheistischen Religionen, die alle ihren Ursprung im Nahen Osten haben. Ich bezeichne sie gerne als „Lügenreligionen“. Ihre Opfer gehen mittlerweile in die Millionen, die nicht selten grausam dahin geschlachtet wurden (was bis heute noch geschieht = siehe Glaubensterror durch den Islam, der seit seinem Bestehen bis heute an die 270 Millionen Menschen auf die eine oder andere Art und Weise ermordet hat).

 

Was für ein Gott / Allah soll das denn sein, der so handelt und Millionen und Abermillionen unschuldiger Menschen, die ja angeblich nach seinem Ebenbild erschaffen worden sind, einfach so abschlachten lässt?

 

Nun, wenn B ein fehlbarer Mensch ist, dann ist alles, was A dem B gesagt hat, und was B wiedergibt, ebenfalls fehlbar, selbst wenn A unfehlbar war. Zu glauben, etwas, was von Menschen ausgesprochen oder niedergeschrieben wurde, könne die unfehlbare Wahrheit sein, ist die Höhe der Arroganz.

 

Es ist die dreiste Selbsterhöhung von Menschen, die sich selbst an die Stelle Gottes setzen, und die sich oder andere für unfehlbar wie Gott selbst halten.

 

Jede sog. „Offenbarung“ stammt von fehlbaren Menschen und muss in der Tat mühsam interpretiert werden, von jedem ein wenig anders. Auf diesem Fundament eine absolute Wahrheit errichten zu wollen bedeutet, auf Sand zu bauen.

 

Man muss schon mit Strafen drohen, damit das jemand für eine gute Grundlage hält. Von alleine käme kein vernunftbegabter Mensch auf diese Idee. Glauben ist ein bequemer Ersatz für den Einsatz der Vernunft.

 

Das Gott (oder Allah) ein Universum schafft, welches überall vernünftig ist und ohne Ausnahme sein Werk nach widerspruchslosen Naturgesetzen arbeiten lässt, um uns dann zu nötigen, diese Vernunft (oder das Wissen von den Naturgesetzen) über Bord zu werfen, sobald es um die wichtigen Fragen geht, kann man nur glauben, aber nicht vernünftig begründen. Kann Gott / Allah keine vernünftigen Mittel einsetzen? Diese Idee hat *Richard Dawkins in ähnlicher Form in einem Interview geäußert.

 

Das Universum ist genau so beschaffen, wie es beschaffen ist (oder sein müsste), um ohne einen Gott auszukommen. Es ist genau so vernünftig, wie es der Glaube nicht ist.

 

Deswegen ist auch nur im Glauben Platz für Gott, aber nicht im Universum oder der Vernunft.

 

Wenn Gott die Zukunft ganz genau kennt, dann gibt es keinen freien Willen, weil alles genau vorherbestimmt ist.

 

Wenn es aber einen freien Willen gibt, dann kennt Gott die Zukunft nicht. Also ist die Annahme, dass Gott alles Böse besiegen wird, nicht gerechtfertigt, denn nicht einmal Gott weiß, ob dies geschehen wird.

 

Warum wurde das Böse geschaffen oder zugelassen, wenn es doch am Ende besiegt wird oder besiegt werden soll? Wenn es besiegbar ist, WARUM dann nicht SCHON JETZT?

 

Dort, wo Einsicht und Vernunft von wissenden Menschen gelebt werden, haben die verdummenden, amoralischen Monoreligionen keinen Platz unter uns und damit auch kein dauerhaftes Bleiberecht.

 

Sie sind wie schleichendes, tödliches Gift für die freie Seele des Menschen, für die Freiheit des menschlichen Geistes und der daraus resultierenden Wissenschaft.

 

Im Gegensatz zu den sog. „Offenbarungsreligionen“ erhält der Buddhismus auch im Westen immer mehr Zulauf. Möglicherweise liegt das daran, dass im Gegensatz zu den semitischen Religionen (Judentum, Christentum und Islam) im Buddhismus die Suche nach der Wahrheit das Ergebnis individueller religiöser Erfahrung ist. Eigenes Erleben steht im Vordergrund, nicht das dümmliche Befolgen von Dogmen und schwachsinniger religiöser Vorschriften (bis zum Erbrechen).

 


 

Der Buddhismus könnte ein Modell für die friedliche Koexistenz der Religionen sein.


*Clinton Richard Dawkins, FRS, (* 26. März 1941 in Nairobi, Kenia) ist ein britischer Zoologe, theoretischer Biologe, Oxford-Professor und Autor wissenschaftlicher und populärwissenschaftlicher Literatur.

Er wurde 1976 mit seinem Buch The Selfish Gene (Das egoistische Gen) bekannt, in dem er die Evolution auf der Ebene der Gene analysiert. Er führte den Begriff Mem für den Bereich Kultur als hypothetisches Analogon zum Gen in der biologischen Evolution ein (siehe auch Memetik). In den folgenden Jahren schrieb er mehrere Bestseller, unter anderem The Extended Phenotype (1982), Der blinde Uhrmacher (1987), Und es entsprang ein Fluss in Eden (1995), Gipfel des Unwahrscheinlichen (1996) und Der Gotteswahn (2006) sowie kritische Beiträge zu Religion und Kreationismus.

Dawkins ist Atheist, Humanist und eines der bekanntesten Mitglieder der Brights, für die er mehrere Artikel verfasste.


 

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Wer glaubt, der will nicht wissen.

Wer weiß, der will nicht glauben.


 


 

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