Peter Biastoch

Hobby-Ausstellung 2018

(Langenchursdorf, vom 28.10. bis 30.10.2018)

Nun ist die zweite Hobby-Ausstellung der Gemeinde Callenberg, an der wir uns beteiligt haben, Geschichte. Wieder waren es spannende Ausstellungstage und Zeiten intensiver Vorbereitung. Doch, um es vorweg zu sagen, es hat sich für uns wieder gelohnt! Nein, nicht in Form von Geld. Sondern in Form von positivem Feedback, oder auf Deutsch, von Lob und Anerkennung, von Informationen, die uns weiter bringen und von Ideen, die wir vielleicht für andere Projekte verwenden können. Doch der Reihe nach.

Am Freitag, den 29.09. wurde fünfzehn Uhr die Turnhalle geöffnet. Die Veranstalter hatten bis dahin bereits den Fußboden, mit grauen Filzbahnen abgedeckt und Biertischgarnituren bereit gestellt. Diese waren dieses Mal nicht wieder im Karree angeordnet. Zwar gab es die Außenreihe, deren Tische mit ihrer Längsseite an der Wand standen und folglich nur von einer Seite zugänglich waren. Doch der Mittelblock war diesmal in Fischgrätenmanier aufgestellt. Somit konnten die Besucher bequem um diese Stände herum gehen und wir bauten entsprechend auch unsere Erzeugnisse so auf, dass von überall her etwas zu entdecken war.

Wir hatten zwei dieser Tische an der Längsseite aneinander gestellt und eine Bank längs, mittig darauf platziert. Das alles mit einem großen Bettlaken und seitlich mit Damast-Tischdecken überdeckt. Darauf konnten wir dann unsere Mappen auslegen, vier gerahmte Fotos lehnte ich aufrecht an die Mittelbank. Vom letzten Jahr hatte ich auch noch diese Zusammenstellung vieler kleiner Bilderrahmen, die ebenfalls an die Bank gelehnt wurde. Schließlich spannten wir noch einen Bindfaden vor die herabhängenden Tischdecken, an dem wir Fotos, Seite an Seite, mit kleinen Wäscheklammern befestigten. Zu guter Letzt packte ich die Aufsteller für die Holz- und Leinwandbilder aus und platzierte die entsprechenden Bilder darauf. Was es mit diesen Holz- und Leinwandbildern auf sich hat, beschrieb ich ja bereits in „Fotos auf Holz und Leinwand”. Meine Frau hatte ihre Ausstellungartikel oben auf der Bank ausgelegt.

Was wurde so alles gezeigt und oft auch zum Verkauf angeboten? Da gab es die verschiedensten Handarbeiten zu sehen. Korbflechttechnik mit dünn zusammengerolltem Papier, Patchwork Decken, 3D-Karten und andere Motiv- und Klappkarten, Upcycling-Taschen (aus alten Jeans), Gemälde in verschiedenen Techniken, personalisierte Schwibbögen, gefüllte und beleuchtete Bilderrahmen, geformte Betonfiguren, mit Perlen verzierte Kugeln und viele andere mit Perlen und Verzierungen beklebte Gegenstände.

Nebenbei ergaben sich natürlich auch zwanglose Gespräche mit jenen Ausstellern, die um uns herum aufbauten. Zwei Frauen zu unserer Rechten erweckten einen etwas zurückhaltenden Eindruck, was wohl daran lag, dass sie das erste Mal bei so etwas mit machten. Doch sie merkten schnell, dass da auch alle anderen ganz freundliche Leute sind! Innerhalb einer Stunde, war unser Aufbau erledigt und wir fuhren wieder nach Hause.

Der Samstag begann erst einmal damit, dass wir uns um meinen Schwiegervater kümmerten. Das war auch der Grund dafür, dass ich den Vormittag allein unseren Stand betreute. Meine Frau blieb auf Abruf und machte nebenbei das Mittagessen für uns vier (uns und unsere Kinder) und ihren Vater. Halb Zwölf fuhr ich dann erst einmal nach Hause und wir brachten unserer Pflegeperson ihr Mittagessen, dann aßen wir. Gegen zwölf Uhr fünfundvierzig war ich dann wieder, diesmal mit meiner Frau, bei unserem Stand.

Die Zeit vor dieser Unterbrechung war relativ ruhig verlaufen. Nun ja, wenn man bedenkt, dass diese Hobby-Ausstellung in einem Dorf durchgeführt wird, waren es dann doch einige Besucher und auch mehr Besucher, als am ersten Vormittag letztes Jahr.

Doch diese Ruhe gab uns Ausstellern eine gute Gelegenheit, unsere Stände gegenseitig zu bewundern. Bereits dabei bekamen unsere Exponate einige schöne Komplimente. Die, als Girlanden aufgehängten, Fotos begeisterten jemanden, weil sie ausnahmslos Türen und Tore zum Motiv hatten. Meine Holzbilder sprachen jemand anderen, wegen der Motive an. Beide hatte ich während einer Industriebrachenumgestaltung fotografiert. Diese sind natürlich auch passend für die schwarzweiße Umsetzung und den Holzuntergrund.

So ging auch der Nachmittag weiter. Mit vielen Besuchern konnten wir ins Gespräch kommen, ihre Meinung zu den ausgestellten Fotos, Texten, Ansichtskarten und Handarbeiten meiner Frau, erfahren. Andererseits konnten wir den Gästen natürlich auch vieles über unsere Hobbys und die Anfertigung der ausgestellten Dinge erzählen. So war es auch kein Wunder, dass die Zeit nur so verflog!

Sonntag. Auch da begann ich die Standbetreuung erst einmal allein. Doch ab 12.³° Uhr waren wir wieder gemeinsam vor Ort. Selbstverständlich hatte ich an allen Tagen meine Kamera dabei. So konnte ich die besucherschwachen Zeiten dazu nutzen, einige Impressionen dieser Veranstaltung fest zu halten.

Als ich so dabei war, die Erzeugnisse langer Bastelstunden zu fotografieren – natürlich hatte ich vorher gefragt, ob es erlaubt sei – sagte meine anfangs so schüchterne Standnachbarin plötzlich, dass ich dann ja auch ein Bild von ihr und ihrer Freundin machen könne. Anschließend waren beide bereit, mit ihre E-Mail Adressen zu geben, damit ich ihnen die Fotos zusenden kann. Also machte ich erst einmal ein Bild der Künstlerin, neben ihrem Stand und dann von beiden eines, auf der anderen Seite ihrer Auslagen.

Der Anbieter von Schwibbogen kam auf mich zu, nachdem er sich die Ansichtskarten meiner Frau durchgesehen hatte. Er fragte mich, ob ich ihm von zwei Karten einen Scan zuschicken könne? Darauf seien Häuser zu sehen, die er in einem Schwibbogen einarbeiten will und die auf den Karten von einer Seite abgebildet seien, an die er selbst nicht heran gekommen ist.

Bei den Ansichtskarten gab es an diesem Nachmittag noch zwei weitere, sehr positive Rückmeldungen. Da ich versuche, die alten Kartenmotive in der heutigen Zeit neu zu fotografieren, hatten wir noch zwei dieser alten Motive, von denen wir nicht wussten, welches Haus darauf zu sehen ist. Bei einem Bauernhof erhielten wir den Hinweis, doch einmal bei einem bestimmten Gebäude nahe der unserer Kirche nachzusehen.

Das andere Bild, mit dem Wohngebäude eines Gutes und den damaligen Einwohnern, blieb übrig, bis jemand sagte: „Das ist doch unser Hof!“ Dann erzählte er sogar noch, wer da auf der Karte vor dem Haus steht. Ich kenne denjenigen seit unserer gemeinsamen Schulzeit und wusste nun ganz genau, bei welcher Adresse ich demnächst mit meiner Kamera auftauchen werde.

Auch ein Vertreter der Presse schaute herein. Der, bei uns wohl bekannteste, Fotograf der „Freie Presse“ war gekommen, um bei der geplanten Versteigerung ein Bild für die Zeitung zu machen.

Der Kettensägen-Schnitzer, aus unserem Ort, stellte auch dieses Jahr wieder eine seiner Figuren für eine Versteigerung, bereit. Leider gab es nur wenige Bieter, weshalb der erzielte Gewinn recht bescheiden ausfiel. Doch, zusammen mit den Eintrittsgeldern (1 € pro Person) und den Standgebühren, von je fünf Euro, waren doch stattliche fünfhundert Euro zusammen gekommen. Diese wurden auch dieses Jahr einer Vertreterin des Chemnitzer Hospizes, als Spende überreicht.

Anschließend klang die Veranstaltung langsam aus. Der Zustrom an Besuchern versiegte. Die Aussteller unterhielten sich noch untereinander, teilten weitere Erfahrungen aus und bewunderten die jeweiligen Erzeugnisse der Anderen.

Gegen siebzehn Uhr begannen die ersten ihre Kunstwerke wieder in Schachteln und Kisten zu verpacken und in die draußen stehenden Autos zu bringen. Also schlossen auch wir uns dem Trend zum Einpacken an und konnten anschließend, pünktlich zu unserer Pflege  fahren, da unsere Schwägerin und ihr Mann noch einmal fort gegangen waren. Alles war in Ordnung und das Wochenende konnte uns in einer sehr guten Erinnerung bleiben!

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 04.10.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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