Wilhelm Westerkamp

Alkoholiker und ihre Therapie

Er war nicht der Schönste, doch seine eigenwillige Persönlichkeit, kam bei den Damen ganz gut an, auch wenn er sich am Wochenende eine Flasche Cognac genehmigte, welches seine ausgeprägte Männlichkeit noch unterstrich.
Aber nach so einer Flasche Cognac waren seine Augen stark gerötet, ein klares Indiz dafür, das der Mann hochprozentigen Alkohol getrunken hat und er einige Promille im
Blut gehabt haben dürfte. Da er aber zu Hause trank und weder in die Psychiatrie noch in eine Verkehrskontrolle geraten ist (und das Trinken also sein Privatvergnügen war) und er zwar eine Frau (die aber zu der Zeit wo er trank, meistens schon schlief), jedoch aber keine Kinder hatte, trank er also heimlich, wie es viele Trinker praktizieren, sie es aber dennoch schaffen am nächsten Tag, mit einem leichten Kater zur Arbeit zu fahren, um dort zu arbeiten wie sonst immer. Was aber nicht heißt, das diese Zielgruppe nicht auch regelmäßig am Arbeitsplatz trinken, weil die Alkoholsucht sie auch dort einholt und sie beispielsweise dann die Toilette aufsuchen müssen und das Hochprozentige dort in schneller Schluckweise durch ihre Kehlen rinnt und die Betroffenen ungeduldig warten, bis sie soweit alkoholisiert sind, das diese Alkoholmenge sie in einer Weise betäubt, um weiterhin ihrer Arbeit nachgehen zu können.
So ein Suchtkreislauf jedoch, kann so belastend für die Alkoholiker werden, das viele von Ihnen eine entsprechende Therapie beginnen, wo sie jedoch bald merken, wie schwer es ist von der Flasche loszukommen. Und es manchmal Jahren dauern kann, bis sich diesbezüglich ein Erfolg einstellen kann.

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