Olaf Lüken

Wissenswertes um den Wein (Teil I)


 Es gibt smarte Smalltalker und krasse Party Crasher. Die einen unterhalten und bilden uns, die anderen schwadronieren über die Welt der Weine auf Deubel komm raus.Der Nonsens beginnt mit dem ach so tollen "Lieblingswein", den man nur allein oder mit den liebsten Menschen trinken mag.Leider unterliegt auch der Geschmack Schwankungen. Heute noch ein Liebling  und morgen  schon ein alter Hut oder ein kalter Kaffee.
 

Andere Weinliebhaber schwärmen von ihren "Lebensabschnittweinen", eine Art Liaison zwischen Mensch und Wein.Der so geschätzte Rebensaft berücksichtigt auch die Stimmungen Wetter, Umgebung und das augenblickliche Selbstwertgefühl, beeinflusst auch von Freude und Ärger. Gefühle, die viele Menschen, mal mehr,mal weniger ausleben. Im Urlaub scheint alles zu stimmen. Wie steht es aber um den gleichen Wein, den wir aus dem Urlaub mit nach Hause anschleppen? Zu Hause will er  uns partout nicht stimulieren. Ganz anders als eben noch an der Strandbar. Liegt es an der fehlenden Sonne ?  Vermissen wir unser Urlaubs-Ambiente - die Bar, den Strand oder den mediterranen Sonnenuntergang mit Wein, Dame und Gesang ?  Und weil  uns der Alltag  wieder hat, bekommt auch der gleiche Wein eine völlig neue Note. Auf das Wort "Weib" habe ich bewusst verzichtet, weil heutzutage nicht ganz ungefährlich.

'Die ersten Weine waren rot. Wie gut, dass man heute so viele Weine zur Auswahl hat. Bei den Rebsorten sieht es nicht  anders aus, wobei die Zahlen zwischen acht- und sechzehntausend  schwanken. Von ihnen ist jedoch nur ein Drittel zum Weinbau zugelassen. Sicher ist, dass mehr als die Hälfte der weltweit produzierten Weine Weißweine sind. Zu Beginn der Weingeschichte waren aber alle Weine rot. 

Wein und Mönche. Wie es wirklich dazu kam, ist kein Geheimnis, doch hält sich allgemein der Glaube, dass Mönche den Wein erfunden haben. Haben sie aber nicht, dafür aber das Bier, das von ihnen kultiviert wurde, nachdem es vor etwa 6000 Jahren in Mesopotamien aus vergorenem Getreidebrei entstand. Zum Wein kam die Menschheit durch Zufall.  Den Champagner aber erfand ein Mönch, ein gewisser Dom Perignon. 

Am Anfang stand der wilde Wein. Fossilienfunde im heutigen Georgien datieren die wohl ältesten Reben. Ihr Alter? 80 Millionen Jahre. Der Wein wuchs wild auf. Die ersten aus Kernen gezüchteten Weinstöcke kamen um 8000 v. Chr. aus der heutigen Türkei. Andere Weintheoretiker verorten den gezielten Weinanbau in die Jungsteinzeit (Beginn um 11500 v.Chr.). Sicher ist das nicht, weil der Mensch in dieser Zeit noch ein Jäger und Sammler gewesen sein soll und er  zu dieser Zeit noch nicht sesshaft war. Leif Eriksson (um 1000 n.Chr.), Sohn Erik des Roten, fuhr von Grönland nach Nordamerika und soll bei Neufundland  das sagenhafte Vinland gefunden haben. Schon das Wort irritiert. Die einen übersetzen "Vinland"  mit "Weinland", die anderen mit "Weizenland". 

Kostbare Weine als Grabbeigaben. Einst galt der Wein als kostbare Grabbeigabe. Gilgamesch, Gott der Unterwelt, wurde um 3000 v.Chr. mit ungezählt vielen Amphoren kostbaren Weines bestattet. Für die Beisetzumg Gilgameschs wurde der Euphrat, der längste Fluss Vorderasiens, nahe der Stadt Uruk extra umgeleitet. Der Grund ? Niemand sollte Grab und  Leichnam auffinden. können. Gilgamesch war zu Lebzeiten ein halbgöttliches und ein halbmenschliches Wesen. Er ist nach seinem Tod  im wahrsten Sinne des Wortes "untergetaucht".



(c) Olaf Lüken (2018 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 11.10.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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