Ines Schmidt

Eiskaltes Vergnügen

Es ist ein Sonntag-Nachmittag mitten im Juli. Die Temperaturen draußen liegen so etwa bei 32 Grad.
Es schwitzt einem schon vom "Nichts Machen". Es muss eine Abkühlung her:
Für's nächste Freibad ist es zu spät, also bleibt nur noch eine Erfrischung durch ein leckeres Eis.
Gesagt - getan: Und schon ist man auf den Weg zum nächsten Eisladen, der mit den Eisdielen früher nicht mehr viel gemein hat, außer die Menschenschlange, die sich schon davor gebildet hat. 
Na gut, man stellt sich hinten an und harrt der Dinge, die da kommen...
In der Zwischenzeit könnte man sich ja der Weilen überlegen, auf welche Eissorte man heute so Appetit hat, aber man kommt gar nicht zum Nachdenken.
Da vorn an der Theke ist so ein Tumult: Da hat so ein Kleiner sein Eis fallen lassen und gibt das nun lauthals zum Besten. Die Eltern sind gestreßt, das schreiende Kind zu beruhigen, der Verkäufer hat Streß das fallen gelassene Eis zu entsorgen und die nächsten Kunden "stressen", weil es nicht weiter geht.
Gefühlte 2 Stunden ist man fast an der Reihe. Endlich hat man einen Einblick auf die fast 20 Eissorten und beginnt zu überlegen, welche es sein sollen: Wiklich eine schwierige Entscheidung - nimmt man lieber Schoko oder Stracciatella? Aber im Grunde genommen hat man auch Appetit auf Erdbeer und Zitrone, am besten noch mit etwas Sahne und mit einer leckeren Sauce drüber.
Dann geht alles ganz schnell. Mit einem lachenden Gesicht über sein leckeres Eis verlässt man die Lokalität und die leckere Abkühlung entschädigt für die ewig lange Warterei.
Am Ende fragt man sich:
Wenn es so schnell gehen kann, warum dauert es bei den Anderen so lange und warum muss man dann immer so lange warten?

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 20.10.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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