Siebenstein

Gedankenbohren zu Bordeaux

„Was weiß ich,“
fragte Michel Eyquem de Montaigne,
"... die Pest des Menschen ist,
dass er zu wissen wähnt ...
Ich ... bekenne mich aufs Lebhafteste
zu meinen Meinungen
und zeige mich ganz so
wie ich bin ...
Unterhändler, der lieber seinen Auftrag verfehlt
als sich selbst.
Wir nehmen unsere Religion
nur auf unsere Weise
und an
aus unsren eigenen Händen
und nicht anders, als die anderen Religionen
angenommen werden ...
Und wie zügellos man mich auch mag halten,
befolgte ich ... die Gesetze des Ehestandes
strenger, als ich es versprochen und selbst erwartet hatte ...
Von mir aus würde ich sogar der Weisheit,
falls sie mich gewollt hätte,
die Ehe ausgeschlagen haben.
Was wir immer auch daherreden,
Sitte und Brauch führen uns am Gängelband ...
Weil ich nicht zu wählen bin im Stande,
folge ich der Wahl anderer
und bleibe in dem mir von Gott gesetzten Geleise ..."
"Ich weiss, dass ich nichts weiss,"
sprach Cicero im Gelehrtenkreis.
Es entgegnete Pontius Pilatus mit "was ist Wahrheit?"
einst Jesus Christus.
"Was weiss ich,"
fragte der zwischen wegen Religion zerstrittenen Kriegsparteien
einst vermittelnde Monsieur.
Des wahren Rechts und Unrechts Differenz,
trotz, oder gar wegen "Bordeaux"
auch ihm verborgen blieb.
"Alles ist relativ,"
plappern in ihrer Toleranz selbstgerechte Intellektuelle
teils ausserst destruktiv.
Sie studieren, schreiben viel, die "Weisen" dieser Welt,
und doch nicht erkennend, was Jehovas Wort
wirklich hin zum Glueck enthaelt.

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