Felicia Rüdig

Buchbesprechung: Nolte Religion und Bürgergesellschaft

Paul Nolte: Religion und Bürgergesellschaft Brauchen wir einen religionsfreundlichen Staat?; Berlin University Press Berlin 2010; 138 Seiten; ISBN: 978-3-940432-64-3
 
Die Bedeutung von Religion und die Rolle von Kirchen ist zu Beginn des 21. Jahrhunderts unklar. Leben wir in einer Zeit der Säkularisierung und Entkirchlichung? Oder erlebt Kirche eine Renaissance?
 
Auch die Bürgergesellschaft befindet sich in einem Umbruch. Zuwanderung und die deutlichere Präsenz des Islam sind sichtbare Zeichen dafür. Sie führen zu der Frage nach der eigenen Identität - ist dies die Ursache für die Hinwendung zur Religiosität?
 
Die "Berliner Reden zur Religionspolitik" werden von der Humboldt-Universität zu Berlin, dem "Program on Religion and Politics", um genau zu sein, organisiert und durchgeführt. Das Programm gibt es seit dem Jahre 2004. Der Ausgangspunkt: Trotz des Laizismus, der Trennung von Staat und Kirche, können Religion und Politik nicht ignorieren. Welche transatlantischen religionspolitischen Paradoxien gibt es? Welche Risiken gehen von Religionen aus? Diese Fragen seien beispielhaft für die bisherigen Schwerpunkte der Forschung genannt.
 
Leider haben sich die bisherigen nur auf einen akademischen und universitären Diskurs beschränkt. Zu abstrakt und ohne jeglichen Bezug zur Tagesaktualität sind die Ausführungen und einfach nur auf wissenschaftliche Auseinandersetzung angelegt, ohne daß die praktische Bedeutung offensichtlich wird.
 
So auch bei diesem Buch. Ausgehend von religions-, sozial- und politikwissenschaftlichen Erkenntnissen wird hier über die Bedeutung von Religion und Staat im Allgemeinen diskutiert. Dabei wird beispielsweise nicht auf die Aussagen von Programmen von politischen Parteien oder Kirchen / Religionsverbänden eingegangen - Philosophen wie Jürgen Habermas kommen mit ihren theoretischen Aussagen zu Wort. Dies macht die Ausführunen nicht nur für eine nichtwissenschaftliche Leserschaft schwierig geistig zu verdauen - auch die Bedeutung für den Alltag, für die Umsetzung in die Tagespolitik sind so nicht ersichtlich.

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