Marlene Remen

SONNTAGSGESCHICHTEN 44

So, nun haben wir ihn, den ersten Sonntag im November,
der auch der Nebelmonat genannt wird. Ja und er machte
seinem Namen heute früh alle Ehre. So eine graue Suppe da
draussen, man konnte nicht mal bis auf die andere Strassenseite
sehn. Doch die Sonne war stärker und hat alles wieder aufgelöst.
Und nun strahlt sie herab auf die noch goldenen Blätter der Bäume
und Sträucher und läßt den Nebel vergessen.

Schön wäre es, wenn auch der Nebel im Kopf und in den Gedanken
sich ein wenig auflösen würde, damit wieder ein klarer Weg zu sehen ist.
Leider will dies aber nicht immer gelingen und man läßt das Näschen
hängen. Ja, auch das hat wohl mit dem November zu tun, es ist der
Novemberblues, geht auch wieder vorbei, oder ??!!
Doch diese Zeit bringt auch Ruhe ins Herz, welches sich sehr danach sehnt.

So wie die Natur sich auf diese Zeit der Stille vorbereitet, sollte das auch
der Mensch tun. Doch liegt es im Wesen des Menschen, zu schnell in
Hektik zu fallen und sich keine Ruhe zu gönnen. Ja, ich schließe mich da
auch nicht aus und das rächt sich gewaltig. Irgendwann kann man nicht mehr
pusten und fühlt sich nur noch schlapp. Also, ruhig mal Fünfe gerade sein
lassen, es läuft nichts weg, wohin auch ? Morgen oder Übermorgen ist auch
noch ein Tag zum Weitermachen, mit neuem Elan.

In der vergangenen Nacht träumte mir, ich säße auf einer Wiese voller
Schneeglöckchen und sie alle haben geläutet, den Frühling eingeläutet.
Dies war wohl die Sehnsucht nach einer schönen, leichteren Zeit , nach dem
sich das Herz sehnt. Sie wird ja wieder kommen, doch nun braucht die Natur
auch die Erholung, um sich zu erneuern und diese muß sie auch haben.

Geniessen wir die Novembersonne, auch wenn sie nicht wärmt, aber sie hat
die Kraft, alles in ein goldenes Licht zu tauchen und das Herz fühlt Freude.

Habt alle einen schönen Sonntag, bis zum nächsten sage ich Tschüüüüüüß.


 

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