Heinz-Walter Hoetter

Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Die Frage habe ich mir auch schon oft gestellt, ob es ein Leben nach dem Tod gibt oder nicht. Diese Frage wird immer wieder kontrovers geführt. Eine eindeutige Antwort darauf, ob wir unseren irdischen Tod "überleben", die gibt es nicht und kann es auch nicht für uns geben.

Jedenfalls wäre ein Leben ohne Tod grausam. Das steht auf jeden Fall schon mal fest (jedenfalls für mich). Wer möchte denn schon „ewig“ leben?

Wir wären z. B. im Hier und Jetzt für immer und ewig gefangen und könnten die Gegenwart, in der wir leben, nicht verlassen. - Es gibt jedoch Studien an Patienten, die eine sog. "Nahtoderfahrung" gemacht haben, also bereits klinisch tot waren. Sie berichteten von Wahrnehmungen während ihres todesähnlichen Zustandes, bevor sie die Ärzte reanimierten. Wichtig ist zu wissen, dass bei diesen Menschen das Gehirn aber noch funktionierte und gewisse Vorstellungen produzierte. Diese Menschen waren demnach auf keinen Fall Hirntod.

Ein Gehirn kann übrigens bis zu drei Minuten weiter arbeiten, bevor die Gehirnzellen unwiderruflich zerstört werden (aus Sauerstoffmangel). Grundsätzlich gilt, wie zuvor schon erwähnt: Wer immer etwas berichten kann, war niemals vollständig tot; denn das medizinische Minimalkriterium des Todes ist der unwiderrufliche Verlust aller Hirnfunktionen.

Trotzdem bleibt die Frage interessant, ob es Leben nach dem Tod gibt.

Selbst Albert Einstein hat mal gesagt: "Es ist absolut möglich, dass jenseits der Wahrnehmung unserer Sinne ungeahnte Welten verborgen sind."

Leider ist aber bisher noch keiner von den Toten zu uns leibhaftig zurück gekehrt, der uns von jenseitigen Welten klar und eindeutig berichtet hat. Selbst Jesus ist nicht mehr zurück gekommen. Die sog. Auferstehung ist frommer Betrug und klare, unmissverständliche Beweise für ein Leben nach dem Tod, die wissenschaftlich fundiert sind, gibt es nicht, wohl aber vage Hinweise. Die reichen aber nicht aus, um ein Weiterleben nach dem Tod, unter welchen Bedingungen auch immer, wirklich und schlussendlich klar zu beweisen (ob dieses Weiterleben existiert).

Meiner Ansicht nach ist der Glaube an ein Weiterleben nach dem irdischen Tod eine Frage des (religiösen) Weltbildes. Das „klassische“, naturalistische Weltverständnis, die jede Bewusstseinstätigkeit an Hirnvorgänge bindet, eine Trennbarkeit von Teilen des Bewusstseins und Gehirn also ablehnt, hilft uns da auch nicht entscheidend weiter. Allerdings gibt es eine neue Ausrichtung in der Wissenschaft: der sog. Quantenphysik.

In dem durch die Quantenphysik veränderten Weltbild besteht nämlich grundsätzlich kein Einwand gegen die genannte Trennbarkeit (von Bewusstsein und Gehirn), die ich vorweg bezeichnet habe.

Die Frage, ob es ein Weiterleben nach dem Tod gibt oder nicht, die ist für mich aber gar nicht so wichtig. Für mich ist das, was wir Wirklichkeit nennen, viel wichtiger.

Wirklichkeit ist stets das, was sich einem Wesen wirklich zeigt, welches sich erkennend (beobachtend und denkend) auf Wirklichkeit beziehen kann. Wir Menschen benutzen dazu unser Bewusstsein, das über die Sinne mit Informationen aus unserer Umwelt versorgt wird. Je nach Begabung können wir aus diesen Informationen mit der Hilfe des Denkens entsprechende Schlüsse ziehen. Die Grundlage des Denkens bildet das Bewusstsein. Ohne Bewusstsein keine Denken.

Eine andere Frage ist für mich auch sehr interessant, die da lautet: „Warum aber ist überhaupt irgendetwas und nicht vielmehr nichts?“

Und warum gibt es in dieser Wirklichkeit ausgerechnet uns Menschen, die als klitzekleiner Teil des Ganzen die Frage nach dem Ganzen stellen können? Warum ist die Wirklichkeit so wichtig für uns, die sich in der Gegenwart abspielt?

Alles, egal was, ob Dinge, Ereignisse oder sonstige Vorkommnisse aller Art, die sich in der Wirklichkeit ereignet und als Vorgang stattgefunden haben, gehen im Prinzip als Information, die jeweils aus Gedanken und Energie bestehen, nicht verloren.

Es muss meiner Ansicht nach im Teilchenmeer (alles Materielle und Imaterielle) ein gewaltiges Bewusstsein zuhause sein, in welches das menschliche Bewusstsein möglicherweise nach beenden der körperlichen Existenz wieder vollständig und unversehrt eingeht (ganz getrennt sind wir von diesem Bewusstsein im Teilchenmeer auch als lebendige Wesen aber letztendlich auch nicht).

So gesehen sollte man also vorsichtig damit sein, was man tut oder unterlässt, denn die Schöpfung (damit ist nicht Gott / Allah gemeint), vergisst nichts.

Hinweis dazu, der sich mit der religiösen Frage beschäftigt.

Das Universum hat auf gar keinen Fall einen monotheistischen Hintergrund bzw. einen religiösen Ursprung. Das Universum als solches ist weder jüdisch, christlich noch islamisch oder sonst wie religiös geprägt.

Das Judentum, das Christentum und der Islam sind semitische Gottesvorstellungen ganz eigener Art. Dieser Glaube (eine nicht bewiesene Annahme) fußt eigentlich auf altorientalischen Ur-Ideen, die aus dem Nahen Osten kommen und im alten Ägypten ihren Anfang nahmen Der aufgeklärte Mensch des 21. Jahrhunderts täte gut daran, diesen falschen Glauben abzulegen, um endlich neue Denk- und Geistesufer betreten zu können.

Wir sollten dafür lieber den einzelnen Menschen (oder die gesamte Menschheit) in den Mittelpunkt all unseres Denkens und Handelns stellen und nicht irgendeinen ominösen Gott / Allah, der sich ja sowieso nicht um uns kümmert.

Und genau das aber tut der Humanismus, denn was nützen uns Fragen, die wir niemals profund und schlüssig für uns beantworten können, wie die Frage: „Gibt es ein Leben nach dem Tod?“

Wir sollten uns nicht auf Spekulationen einlassen, sondern vielmehr dafür sorgen, dass es jedem Menschen auf diesem Planeten gut geht und sich an seinem Leben erfreuen kann.



(c)Heinz-Walter Hoetter

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 04.11.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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