Horst Reiner Menzel

Der kleine Nagel, mit der großen Wirkung

Die Sparsamkeit meines Vaters ging so weit, dass es mir schon lächerlich erschien. Als er von der Arbeit kam, fand er kurz vor unserer Haustür einen kleinen Nagel. Er war nur zwei Zentimeter lang und muss ihn wohl in der tief stehenden Sonne angeblinzelt haben. Vielleicht wollte er ihm sagen, „nimm mich doch mit, ich bin hier so allein, ich will zu meinen Brüdern, hier tauge ich doch zu nichts.“ Nun ja, er erbarmte sich, hob ihn auf und legte ihn neben meinen Teller auf den Tisch und fragte mich: „Kennst du diesen Stift“. Ich wurde puterrot, hatte ich ihn doch auf dem Wege zu einer Bastelarbeit mit meinem Freunde verloren.

Ja, so warn‘ s, die Alten, doch auch solch kleine Dinge, sie sind es, die im Leben zählen. Was lernen wir daraus? Dass die „Schlamperei gerade da anfängt und im Chaos endet“, das ist es wohl, was mein Vater mir mit seiner Aktion sagen wollte. Das ich mir diese Episode, die nun über 70 Jahre her ist gemerkt habe, zeugt letztlich auch davon, dass ich etwas dazu gelernt hatte.

„Alles beginnt im Kleinen, wenn etwas Großes daraus werden soll.“

Autor: Horst Reiner Menzel

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