Horst Reiner Menzel

Der Staat: Querdenken, Umdenken, oder untergehen.

Vorwort

Der Autor lebt seit 1959 in der Bundesrepublik und hat alle Ereignisse in diesem Staat seit Adenauer selbst erlebt und auch das Wirtschaftwunder mit aufgebaut. Er ist kein Wissenschaftler, er benutzt nur seinen gesunden Menschen-Verstand. Fehler in seiner Einschätzung sollten ihm nachgesehen werden. Das Anliegen des Autors ist lediglich, Missstände im System zu benennen und Anregungen zu geben, die vielleicht nicht immer realisierbar sind.

 

Regierungsformen

 

Seit es Menschen gibt, versuchen sie Gemeinschaften und Staaten mit Ordnungen und Gesetzen zu bilden. Vergleicht man die bisherigen Ergebnisse mit anderen sich in der Natur gebildeten Staaten, z. B. den Ameisen, oder Bienenstaat, müssen wir erkennen, dass sie damit eigentlich nicht sehr weit gekommen sind. Als Entschuldigung wollen wir gelten lassen, dass sie dafür zu wenig Zeit hatten. Was sind schon ca. 5000 Jahre gegen eine Entwicklungsgeschichte von einigen Millionen Jahren im Ameisen, oder Bienenstaat.

Zugegeben, sie leben vielleicht? nicht im Bewusstsein von uns Menschen, denn angeblich haben wir ja einen Verstand? Aber immerhin sind diese Insekten nicht arbeitslos und begehen auch keine Verbrechen.

Einstein sagte einmal: „Nur das Universum und die Dummheit der Menschen sind unendlich“. Wenn wir diese Erkenntnis in die Überlegungen mit einbeziehen, scheint es nicht verwunderlich, dass unsere Politiker es nicht fertig bringen endlich einmal neue Wege zu gehen. Es fehlt Ihnen nicht an Versand, Einsicht oder Erkenntnis. Sicherlich haben sie auch Visionen, denn es kann ja nicht sein, dass unsere sogenannten Volksvertreter dümmer sind, als der Durchschnitt der Bevölkerung.

Im Kaiserreich hielten die Herrschenden das Volk für dumm, aber sie meinten wohl eher, das Volk wäre nicht gebildet genug um weittragende Entscheidungen treffen zu können, deshalb erfand man die s.g. Wahlmänner. Die gibt es heute noch in den USA, also sind die auch nicht viel weiter gekommen, man hält das Volk immer noch für dumm.

Diese Wahlmänner wurden dann vom Volk gewählt und „wählten“ dann ihrerseits den Reichstag. Von einer demokratischen Wahl konnte da natürlich keine Rede sein, es war natürlich nur eine Zustimmung, ähnlich wie in der ehemaligen DDR.

Wie weit sind wir denn nun 100 Jahre später gekommen? Wenn sie richtig darüber nachdenken, nicht mal einen kleinen Schritt. Wir wählen eine Partei und dabei haben wir keine große Auswahl. Jede Partei schreibt sich andere Parolen in ihre Wahlaussagen und was sie alles machen werden, wenn wir sie wählen würden. Leider gibt es aber keine Partei, die alles was logisch erforderlich und notwendig wäre, auch tun würde. Alle notwendigen Änderungen, die durchgeführt werden müssten, vereinigen sich nie in einem Parteiprogramm. Daraus ergibt sich, sie können wählen wen sie wollen, am Ende bleibt alles beim Alten.

Das Ganze nennt sich dann Demokratie, was heißt das nun überhaupt, „Demokratie“: Volkswille? mitnichten.

In der DDR war die Definition, „Diktatur des Proletariats“. Das Volk stimmte den Wahlmännern, oder der Partei zu, und was daraus geworden ist, ist ja bekannt. Eine Diktatur der Partei und der Wahlmänner, die sich das Volk zur Beschaffung Ihres persönlichen Wohlstandes hielten, wie die Bauern ihre Kühe. Immerhin war das schon ein gewaltiger Fortschritt gegenüber dem Feudalismus.

Was heißt das heute für uns, die wir ja angeblich in einer Demokratie leben? Wir dürfen alle vier Jahre einer Partei wählen. Da ergibt sich doch die Frage, warum nur eine Partei? Logisch wäre doch, wenn wir den Parteien Punkte zuordnen würden, um sie für Ihre Leistungen in der Vergangenheit zu belohnen. Wer die meisten Punkte bekommt, gewinnt die Wahl. Oder, warum wählen wir nicht einfach eine Partei, die uns gefällt, weil wir in der Vergangenheit mit ihren Leistungen zufrieden waren und geben ihr für die nächste Legislaturperiode einen Aufgabenkatalog ins Pflichtenheft, den sie abzuarbeiten hat. Zum Beispiel könnte dem Wahlzettel eine Liste mit den aktuellen Problemen beiliegen, in der wir ankreuzen, was wir für richtig, oder anstrebenswert halten. Natürlich geht das nicht in der Wahlkabine, aber warum eigentlich eine Wahl mit Kreuzchen in der Wahlkabine? Das alles ginge doch über eine generelle Briefwahl viel billiger, oder wie wär`s mit dem Internet und eventuell würden dann auch wieder die Leute „zur Wahl“ gehen, die zu faul sind, am Sonntag ins Wahllokal zu pilgern, oder aus Frust nicht mehr mitmachen.

Ja, warum geht das alles nicht, es wäre doch so einfach: Weil wir als Bürger dieses Staates von den Regierenden immer noch für zu dumm gehalten werden, obwohl wir ja inzwischen einen Bildungsstand erreicht haben, der es uns erlauben würde, mindestens 95 % der Bevölkerung in den Bundestag zu entsenden, die könnten auch nicht weniger zu Wege bringen.

Eigentlich brauchten wir ja überhaupt keine Wahlen zu veranstalten, man könnte auch aus den Bundestag, der ja zu großen Teilen nur von Parteigängern mit Ihrem Pöstchengeschiebe und altgedienten Parteisoldaten besetzt ist, diese Abgeordneten ganz entfernen, und sie durch paritätisch nach Bevölkerungsschichten ausgewählte Personen besetzen, die einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung darstellen, ähnlich der Bestellung zum Beisitzer, oder Geschworenen bei Gericht. Was soll denn aus unserem Staatswesen werden, wenn uns statt der besten Köpfe immer nur hochgedienten Dummköpfe regieren, die doch nur ihre Zeit absitzen, wenn sie dann überhaupt im Parlament erscheinen.

Das ist ja manchmal die traurigste Veranstaltung die die Welt gesehen hat, da sitzen manchmal nur 20 – 30 Abgeordnete herum und meine große Politik zu machen. Was wir brauchen sind Vordenker und keine Hinterbänkler. Kommt so ein gescheiter, bestimmt, stürzt sich gleich die Meute der visionslosen Obergescheiten auf ihn und er wird öffentlich geistig kastriert. So sieht die Realität in unserem Land aus.

Die Schweiz ist in Sachen Demokratie schon ein gutes Stück weiter gekommen, alle wirklich wichtigen Entscheidungen, werden dem Volk zur Entscheidung vorgelegt. Warum kann das bei uns nicht ebenso sein? Einfache Frage, schwierige Antwort. Wir als Volk, sind natürlich zu dumm, solche Entscheidungen zu treffen. Aber ich darf daran erinnern, in der DDR hielt man das Volk auch für dumm, war es aber nicht. Eines Tages hatten sie die Nase voll, vom dummgehalten werden und riefen: „Wir sind das Volk“. Das kann jederzeit wieder passieren.

So könnte beispielsweise per Volksentscheid ermittelt werden, ob wir einen Krieg, der kein Krieg sein darf, in Afghanistan führen wollen. Oder ob wir eine Autobahnmaut wünschen, oder ob weiter Schulden gemacht werde dürfen, oder, wie das Rauchverbot zu lösen ist, ob weiterhin sinnlos Geld in die neuen Bundesländer gepumpt werden darf, oder ob der Soli, oder die Sektsteuer wegfallen sollte. Oder ob wir die Pleitebanken auf Staatskosten sanieren möchten, usw. usf.

Was meinen Sie, wie das Volk entscheiden würde? Eine Antwort erübrigt sich wohl.

Nun ergibt sich aber die Frage, warum tun die gewählten Volksvertreter nicht endlich mal das, was das Volk tun würde, wenn es regieren könnte?

So hört doch endlich zu,

ihr politisch geistig Wirren,

Volkes Stimme kann nicht irren.

Was wir brauchen sind Vordenker

und keine Hinterbänkler.

 

Weil es nicht in der Regierung sitzt, denn dort müssen ja wie auf dem Basar Kompromisse ausgehandelt werden. Gibst du mir das, kriegst du das von mir.

Kommt nun jemand neu, und strotzend vor Energie in die Entscheidungsebenen, wird er sofort von den etablierten niedergeredet, weil ja dies und das, und überhaut alles anders ist, und so und so und deshalb, und überhaupt nicht so geht, weil ja dies und das, und überhaupt alles anders ist, als wir denken, und dann am Ende ja auch wegen dies und das, keiner weiß mehr warum, um was es überhaupt ging, weil alle und jeder da reinredet, ob er eine Ahnung davon hat, oder nicht, ist ja auch egal, wir haben ja eine Demokratie und da werden mehrheitliche Entscheidungen getroffen, wie die zustande kommen, weiß am Ende auch keiner mehr. Immer nach dem Motto: Wie sie wissen, wissen sie nichts, warum sie nichts wissen, werden sie auch gleich wissen. Wenn dann wieder mal das berühmte Kind in den Brunnen gefallen ist, will niemand dafür die Verantwortung übernehmen. Das Rückzugsmuster ist auch immer wieder da Gleiche. Wenn so nach und nach die Einzelheiten bekannt werden, schasst man erst den Ressortleiter, dann den Staatssekretär und wenn dann Presse und Öffentlichkeit immer noch keine Ruhe geben, übernimmt man die politische Verantwortung. Muss mir nur noch jemand erklären, was das sein soll, für die oder den Betroffenen hat es jedenfalls keine nennenswerten Folgen, er kommt dann bei der Industrie als Lobbyist unter, oder geht als Minister in die EU, oder steht in Wartestellung, bis sich die Aufregung gelegt hat, um dann wie Phönix aus der Asche bis zur Pension in den nächsten weichen Sessel zu fallenden, mit einem Wort Vetterleswirtschaft, wie der Schwabe sagen würde.

Alles klar? Ja , mir schon und Ihnen doch schon lange? Ja wenn wir dann mal was zu sagen hätten, oder in die Regierung kommen würden, ja dann! Würden wir es auch nicht anders oder besser machen als unsere Vorgänger, soviel steht für mich felsenfest. Zum großen Teil liegt es auch am System, das heißt, welche Menschen in unsere Regierung und in höchste Staatsämter gelangen. Dazu später mehr.

Nichts gegen die Väter der Verfassung. Das Problem ist aber, dass man im 21. Jahrhundert immer noch versucht unseren Staat wie zu Kaiserzeiten zu steuern und zu lenken, das kann doch nicht gut gehen. Ob sie es glauben oder nicht, siebzehn Menschen, (16 + 1) bestimmen unser Schicksal, das hat bis heute wohl noch keiner bemerkt, sonst wäre es wohl nie soweit gekommen. Da hätte ich dann doch lieber einen Regierungschef mit Beraterteam, der, oder die, mit seinem/ihrem Kabinett entscheidet und sich nicht hinter den Ministerpräsidenten verstecken kann. Was tun wir uns da an, in jeder Affenhorde gibt es einen Chef und der beißt richtig zu, wenn was aus dem Ruder läuft. Wir versuchen mit den unzulänglichen Mitteln, die da sind Demokratie und Kompromiss, einen Staat zu führen, andere haben das schon mit der Diktatur versucht und sind auch gescheitert.

Statt wie beeidet das Wohl des Volkes zu mehren, suchen und finden diese 17 Personen, mit ihrem Gefolge, wie auch immer den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden. Im Laufe der Debatten, wird der immer kleiner und wenn man dann endlich die wichtigsten Erkenntnisse weggeredet hat, sind alle furchtbar stolz auf sich und verkünden den großen Durchbruch. Da sitzt nun schon der dritte, oder vierte Straußverschnitt in Bayern und dem ist immer noch nichts Besseres eingefallen, als seine eigene sog. Schwester-Partei fertigzumachen. Andere Möchtegern Mitreden- und mitregieren Politmiesis und Besserwisser sieben fleißig den Sand aus, um ihn in das Regierungsgetriebe zu schütten. Macht ja richtig viel Spaß.

Bei einer Einstellung, in welchen Betrieb auch immer, muss der Bewerber erst einmal eine Qualifikation- und Eignungsprüfung ablegen bevor eingestellt wird. Politiker müssen überhaupt keine Qualifikation nachweisen, wer am besten reden kann, dem hören alle zu, egal was er für einen Mist quasselt. Manchmal hat man den Eindruck, im Bundestag sitzen, wenn da mal ein paar drin sitzen, nur Leute, die erst reden und dann anfangen nachzudenken, dann ist es meist schon zu spät, sie können von ihrer vorgefertigten Meinung nicht mehr runter, selbst wenn sie es gerne möchten, haben sie furchtbare Angst ihr Gesicht zu verlieren und halten an ihrer schädlichen Intension fest. Bevor sie ins Amt dürfen, sollten Politiker erst mal auf das Vorhandensein eines gesunden Menschenverstandes überprüft werden. Psychiater würden da mehr Egomanen, Profilsüchtige und Neurotiker entdecken als wir uns leisten können. Es scheint so, als ob sich da nur Leute mit ausgeprägter Mobbing- und Ellenbogen Mentalität in die höchsten Sessel boxen. Wohl sind es überdurchschnittlich intelligente Menschen, anscheinend aber mit einem Spezial-Gen ausgestattet, das immer dann aktiv wird, wenn sie in der Opposition sitzen. Dann wissen sie plötzlich was sie selber in der Regierung alles falsch gemacht haben, oder sie machen den Regierenden mit ihrer destruktiven Missgunsthaltung das Leben schwer. Es ist wie in einem Fußballspiel, nur unsere Mannschaft muss gewinnen, klappt das nicht, wird der Trainer gewechselt. Tanzt einer aus der Oppositions- oder Koalitionsspur macht man ich fertig. Wie soll auf diesem Missgunst-Boden im Namen des Volkes eine konstruktive Politik für das Volk entstehen.

Statt der Regierung beim regieren zu helfen, laufen sie mit der Säge in der Tasche herum um zu schauen, wo ein Stuhl steht, der noch keine Sägespuren aufweist. Manche meinen Mitglied in einem Kegelklub zu sein, wo es nur darauf ankommt, möglichst viele Konkurrenten um die Posten herauszukegeln. Weil sie sonst nicht viel zu sagen haben, gefallen sie sich vor den Fernsehkameras genüsslich darin, wieder mal einen Untersuchungsausschuss zu fordern, als wenn es in diesem kaputten Land nicht anderes zu tun gäbe, als die Streitkultur zu Pflegen, egal was es kostet und als ob es nichts Wichtigeres zu tun gäbe. Leider gibt es zu viele, die erst mal losplappern, bevor sie über etwas richtig nachgedacht haben. Der alte Spruch: Erst das Gehirn einschalten, bevor man das Maul aufmacht, gilt mehr denn je. Manche glauben, oder fühlen sich verpflichtet, zu jedem Thema etwas sagen zu müssen, obwohl sie außer Destruktion nichts zum Thema beizutragen haben. Aber Dummheit ist ja leider kein Strafbestand. Was kümmert mich mein dummes Geschwätz von gestern, sagte Konrad Adenauer, aber der konnte es sich leisten, mal dumm zu schwätzen, weil er meistens das Richtige sagte.

Statt eines Untersuchungsausschusses sollte man in Regierungskritikgericht einführen, das alle Fehleistungen der Vergangenheit untersucht und Regeln für die Zukunft in einem Nachschlagearchiv für Politiker und solche die es werden wollen, aufstellt und Schulnoten vergibt, dann könnte man noch in Jahrzehnten nachschlagen, welche Politiker „heiliggesprochen“ werden können. Da bleiben nur so viele übrig, wie man an einer Hand abzählen kann. Damit könnte man auch den BGH entlasten, denn der muss ja z. Z. die schlimmsten Fehlentscheidungen der Politik korrigieren, leider ist dies aber der falsche Ansprechpartner, denn er sollte ja eigentlich das Grundgesetzt hüten, statt dessen mischt er sich immer mehr in das Tagesgeschäft ein.

Für manche Politiker verschiebt sich die Wahrnehmung, er nimmt sich selbst und die politische Kariere wichtiger als die Frage: Warum bin ich gewählt worden, was nützte Deutschland, sondern was bringt mich in meiner politischen Kariere weiter. Wenn einer/ne Glück hat, und länger in politischem Geschäft bleibt, glaubt er/sie unersetzlich zu sein. Die Machtbesessenheit hat das Gewissen überkleistert. Schon nach vier, statt wie Andere nach 40 -50 Jahren hat man ausgesorgt, deshalb sollte der Dienst am und in Staat nicht so gut bezahlt werden, dann würden sich dort statt Berufspolitiker eventuell mehr Idealisten tummeln.

 

Deshalb sind Demokratie und Kompromiss als Staatskunst, leider nur eine Fata Morgana, der wir schon zu lange hinterher hetzen und sie nie erreichen werden. Man muss sie durch die Betriebswirtschaftslehre ersetzen, sonst müssen unsere Politiker bald beim Konkursrichter vorsprechen, denn sie liefern schon zu lange eine Bankrotterklärung nach der anderen ab.

 

Die Staatsmacht ist nur eine Interessengemeinschaft der Machtbesessenen, die sich gegen die Interessen der Ohnmächtigen richtet und alle glauben in einer Demokratie zu leben.

 

Mit den Mitteln der weltweit sehr erfolgreichen Betriebswirtschaft betrachtet, sind wir wie jeder intelligente Mensch erkennen kann, eine Megapleite. Wenn wir unser gesamtes Gemeinwesen als Firma betrachten und nach kaufmännischen Gesichtspunkten führen, würden wir meiner Meinung nach sehr schnell auf den Weg der Besserung gelangen.

Als Grundsatz muss aber festgelegt werden. Jedermann im Staat muss arbeiten und seine Pflicht an der Gesellschaft erfüllen. Dazu wäre es aber erforderlich, dass alte Zöpfe rigoros abgeschnitten werden.

Kostenrechnungen

Zunächst einmal muss die Kleinstaaterei wie im Mittelalter gestoppt werden. Es kann nicht sein, dass jeder Stadt- und Land Krämer nur in seinen Säckel reinschaut und rechnet, wie er mit möglichst geringen Kosten durch die Saison kommt. Man handelt nach dem Credo, wenn wir kein Geld haben, müssen wir eben sehen, wo wir Neues beschaffen können, und schon langt man wieder dem Bürger in die Tasche. Der hat ja von jeher Steuern bezahlt, aber wenn er den Staat braucht, wird er ein zweites Mal zur Kasse gebeten. In letzter Zeit ist es sogar vorgekommen, dass man aufgrund einer falschen Gesetzesänderung rückwirkend Steuern erhoben hat, da muss sich keiner mehr wundern, wenn die Berliner Crew unglaubwürdig wird. Anscheinend ist ihnen der siebente und der achte Sinn, nämlich der Gerechtigkeitssinn, auch noch abhanden gekommen, bestes Beispiel dafür war die teilweise Abschaffung der Pendlerpauschale.

Beispiele gibt es da zuhauf, gehen sie mal auf ein Amt, und holen sie sich einen Ausweis, oder eine Genehmigung für irgendetwas, da kommen sie ohne ihren Obolus zu entrichten nicht wieder raus, dabei haben die Steuerzahler die Verwaltungen, die Ämter und die Beamten schon mal bezahlt. Was die da machen, ist anscheinend schon so normal, dass keiner mehr drüber nachdenkt, warum das so normal ist. Natürlich kann sich niemand eine Baugenehmigung auf Kosten der Steuerzahler ausstellen lassen, aber die Polizei lässt sich ungeniert für Ihre Einsätze bezahlen und die Feuerwehr will bei unnötigen Einsätzen ebenfalls kassieren. Wo kommen wir denn da hin, wenn sich niemand mehr traut die Einsatzkräfte anzufordern, wenn es brennt, weil er Angst haben muss finanziell ruiniert zu werden. Bisher war die Devise, die Feuerwehr lieben einmal unnötig rufen, bevor die ganze Stadt abbrennt. Wenn es aber um Veranstaltungen der Fußballigen geht, arbeitet die Polizei kostenlos, das nennt man dann Gemeinnützigkeit.

Milliarden werden für unsinnige, oder Projekte verplempert, die wir uns nicht leisten können, oder die unnötig sind. Wenn man kein Geld hat, kann man keine Schlösser bauen, oder muss Projekte zurückstellen. Musste denn in Berlin eine Museumsinsel sein, oder musste man sofort nach Berlin umziehen, oder warum werden immer mehr Denkmäler und Stiftungen errichtet. Wer soll denn diese Paläste instandhalten. Natürlich ist alles sehr wichtig schön und erhaltenswert, aber dann sollen die Initiatoren das bezahlen und für die Erhaltung aufkommen. Man kann dem Steuerzahler nicht immer mehr Wünschenswertes- und erhaltenswertes bezahlen lassen. Hätten unsere Altvorderen schon so gehandelt, würden wir heute in denkmalgeschützten Gebäuden ertrinken. Man muss auch mal was Altes wegwerfen können, das macht jeder Haushalt so.

Wenn da nicht umgedacht wird, werden die nächsten Generationen, die mit der größer werdenden Schuldenlast sowieso nicht mehr fertig werden, diese Errungenschaften verkommen lassen müssen, bestes Beispiel hierfür sind die baulichen Hinterlassenschaften der DDR, die dann nicht einmal für eine DM weggingen.

Unsere Berliner Crew redet immer von der Nachhaltigkeit, also, dann sollen sie mal anfangen nachhaltiger zu denken, nicht nur bei der Bausubstanz, sondern schon beim Bau von Gebäuden. Es gibt zwar tausende Bauvorschriften, aber keine einzige, die eine Nachhaltigkeit beim Bauen vorschreibt. Was heißt das? Wir wissen es alle, doch keinen interessiert es, aber in einigen Städten und Gemeinden hat man doch gemerkt, dass die Betonarchitektur der 60ziger Jahre inzwischen Riesensummen für die Sanierung und Instandhaltung en verschlingen. Inzwischen hat man seitens der Architekten auch mitbekommen, dass unsere Breiten für Flachdächer ungeeignet sind. Viel zu viele und zu hohe Niederschläge. Die Folgen sehen wir, wenn Hallendächer mit den Regenfluten nicht mehr fertig werden, oder durch Schneelasten einstürzen. Auf Kosten der Bauherren, werden von Architekten Fassaden zerstückelt und die Satteldächer in unendlich kleine Einheiten zerteilt. Innenliegende Terrassen und mit Fleiß kleine und kleinste Gauben mit riesengroßen Angriffsflächen für das Wetter hergestellt, ohne die Folgekosten zu berücksichtigen. Alles was heutzutage im Bauwesen möglich ist wird bis zu Exzess strapaziert. Da werden Altenheime an Hauptstraßen errichtet und jede freie Fläche in den Innenstädten muss überbaut werden komme was da wolle. Das Zauberwort ist Investoren suchen.

Inzwischen hat sich diese Bauwut verselbständigt, da werden in Kleinstätten mit 20.000 Einwohnern, massenhaft Mediazentren, Baumärkte und Lebensmittelketten aus den knappen Boden gestampft, manchmal so dicht beieinander, das man die Orientierung verliert.

Der Ausschreibungswahnsinn

Riesenkosten, nichts, aus Webside übernehmen

 

 

Gesundheitswesen:

Nachdem das Gesundheitswesen zum Unwesen verkommen ist, eiern die Politiker nur noch herum, von einer Misere in die nächste. Die letzte Gesetzes-Schöpfung dieser Art, verschlimmbessert es zur Katastrophe.

Allgemein ist doch bekannt, dass die privatversicherten das gesetzliche System subventionieren und gerade noch so über Wasser halten. Alle die aus der gesetzlichen Versicherung aus welchen Gründen auch immer rausgefallen sind, dürfen nicht wieder rein. Alle die sich die Private nicht mehr leisten können, müssen nun zwangsweise von dieser aufgenommen werden. Was passiert, ist ja wohl klar, die Mehr-Kosten die dadurch der Privaten entstehen, müssen von den Privat-Versicherten aufgefangen werden.

Der Gesetzgeber sagt, jeder kann sich ja bitte schön den billigsten Privatanbieter raussuchen und wechseln. Sehr schön, nur musste man dies bis September 2008 tun, danach konnte keiner seine Altersrückstellungen in die neue Versicherung mitnehmen, dass neue Gesetz mit Zwangsaufnahme der nichtmehr Versicherten kam aber erst 2009. Das Gesetz weis anscheinend auch nichts davon, dass die Privaten nur jemand aufnehmen mögen, der jung und gesund ist, an Alten und Kranken haben die kein Interesse, das sind knallharte Kapitalisten, die müssen Geld verdienen, die haben ihren Laden nicht aus sozialen Erwägungen gegründet! Außerdem sind da noch die Gesundheitsprüfungen beim Arzt zu absolvieren, bevor man aufgenommen wird. Da erhebt sich doch die Frage, warum werden die Nichtversicherten nicht in die Gesetzliche aufgenommen? Weil die sowieso schon pleite ist. Man holt sich das Geld dort, wo man es vermutet, man hat das ja schon bei der Deutschen Einheit so gemacht, es hat nur nicht funktioniert und nun bastelt man an den Folgen, denn bekanntlich ist das ja der Fluch der bösen Tat, die uns bis ins bis ins letzte Glied fortzeugend böses gebiert..

Was muss also getan werden? Felix der Schweizer Showmaster, hat es uns schon in einer Talkshow vor zehn oder mehr Jahren erklärt. In der Schweiz gibt es nur ein Gesundheits-System, in das alle je nach Ihrer Wirtschaftkraft über die Steuern einzahlen. Warum machen wir das nicht auch, man könnte elegant den Soli umleiten, das wäre schon die halbe Miete.

Verkehrswesen

Was zeichnet einen moderneren Industriestaat aus, gute Verkehrswege fortschrittliche Bahnen wie den Transrapid sind schon erfunden, nur werden sie auch wieder in anderen Ländern gebaut, statt bei uns. Wir versuchen immer noch mit den Mitteln des 19 Jahrhunderts das überhaupt absolut Wichtigste im Land zu machen. Das Verkehrswesen, das mit LKW`s, Bussen und altertümlichen Bahnen schaffen zu wollen, ist lächerlich. Denn die automatische Beförderungs-Systeme entlang der Autobahnen sind schon lange erfunden, werden aber warum auch immer nicht gebaut. Wären wir ein Wirtschaftsbetrieb, z. B. ein Autohersteller, würden die Bauteile nicht nur von den LKWs und aus den Lagern direkt ans Band laufen, sondern direkt von Zulieferer in Container und in die automatischen Beförderungssysteme und von dort in die Bandstraße.

 

 

 

Die s. g. Kommunikationssysteme sind ja bis auf den Ausbau von DSL Anschlüssen einigermaßen in Ordnung, aber die Organisation von EDV Systemen macht den meisten Betrieben immer noch größte Zahnschmerzen, weil die Softwareschmieden mit ihrem Änderungswahnsinn und dem ungezügelten Gewinnstreben mit allen machen was sie wollen. Man überlege sich nur einmal, was passieren könnte, wenn ein Terroristengruppe Microsoft in die Luft sprengen würde. Soviel Fantasie kann überhaupt niemand haben.

 

 

 

Entwicklungshilfe ins Ausland?

Wir sollten statt dessen lieber die Neuen Bundesländer entwickeln, da haben die nächsten Generationen noch genug zu tun, und dafür wird man im Ausland doch wohl Verständnis haben, wir können doch nicht alles gleichzeitig stemmen.

So hart das klingen mag, und die heutige Generation, ist in dieser Frage sehr empfindlich. In früheren Zeiten war man da nicht so zart besaitet, aber die ganze Entwicklungshilfe haben die meisten Länder nur dazu genutzt, noch mehr in die Bevölkerungsexplosion zu investieren., Es hat überhaupt nichts gebracht, das zum Thema entwickeln, aber trotz besserem Wissen, macht man immer so weiter wie gehabt. Vor 70 Jahren waren es 1,3 Milliarden, inzwischen haben wir 6,3 Milliarden Menschen auf der engen Erde. Man kann sich vorstellen, was in Zukunft passieren wird. Wenn nicht ein Wunder geschieht, werden immer mehr verhungern. Wenn das aber jemand wagt das auszusprechen, wird er gnadenlos verrissen. Es hilft aber alles nichts, Einstein hat entdeckt, dass die Lichtgeschwindigkeit als das schnellste angesehen werden muss, und das es gibt und das Ende der Menschheit hängt sehr eng mit den Naturgesetzen zusammen, die kann niemand aushebeln. In unserer Gesellschaft ist dieses Thema genauso tabu, wie in früheren Zeiten das Thema Sex. Aber man muss sich langsam auch daran wagen und die Länder die ein diese unverantwortliches Bevölkerungswachstum haben, in die Pflicht nehmen, schließlich haben sie mit ihrer Überbevölkerung schon einen Großteil der Umweltverschmutzung zu verantworten. Neulich war ein Afrikaner in der Thomas Gottschalk Sendung, der sagte, dass sein Vater 60 Kinder hätte und darauf sei er sehr stolz. Deshalb glaube ich, dass sich auch in diesem Köpfen etwas ändern muss, denn der lebt immer noch in der Steinzeit.

Es sind eben nicht nur die Industrieländer, die immer an Allem schuld sind, denn in Europa und in Nordamerika ist seit Kriegsende 1945 die Bevölkerung nicht mehr wesentlich gewachsen, sondern eher zurückgegangen. Nun schreien alle Politiker und solche die es auch sein möchten, wir brauchen mehr Kinder. Ich bi gegenteiliger Meinung, wir brauchen weniger, damit diese ein besseres Zukunft haben können. Man kann nicht immer alles auf die Bevölkerungspyramide schieben, Credo, wir Vergreisen, man muss en sehen, wie wir die älteren bis zu ihrem seligen Ende begleiten können, dazu haben wir doch genug Arbeitslose. Dabei vergessen unsere Experten nämlich, dass uns die Technik immer mehr un mehr Arbeit abnimmt und somit immer mehr Leute für andere Aufgaben frei werden.

Teurer Verschiebebahnhof

Ich weiß, dass ich in diesem Kapitel eine heilige Kuh schlachten muss, ich weiß auch, dass ich deshalb verlacht und schlimmer noch als paranoid bezeichnet werde. Aber, deshalb nennt sich mein politisches Essay ja auch umdenken und querdenken. Es hat im Laufe der Menschheitsgeschichte schon immer Vor- und Querdenker gegeben und viele wurden verlacht. Ich ordne mich gern in diese Reihe der am Ende berühmten Vordenker ein, wenn es uns denn irgendwie weiterbringt.

Eine der fürchterlichsten Folgen unseres so tollen Bundes-Länder-Systems ist nicht, dass die Kompetenzen in unendlich viel Befehlsebenen aufgeteilt sind und am Ende niemand mehr etwas zu sagen hat, wie man es im Moment an der Bundeskanzlerin sehen kann, denn sie wird von allen und allem genötigt und erpresst. Sieht denn niemand wie sie leidet, warum soll sie bei ihrer scheren verantwortungsvollen Arbeit nicht auch ein bisschen Freude haben. Jeder <Mensch, auch ein Bundeskanzler muss Erfolgserlebnisse haben, sonst resigniert er, wir brauchen uns dann nicht wundern, wenn nur noch Fehlleistungen zustande kommen.

Viel schlimmer ist die Zersplitterung der Kassen-Systeme in unserem Staat. Die Geldverschiebungs-Mechanismen sind so vertrackt, das keiner mehr nachvollziehen kann wohin das Geld verschwindet. Am besten kann man das sich ansehen und erkennen, wenn man sich die Finanztransfers in die neuen Bundesländer ansieht.

Das läuft in etwa so: Schon lange bevor eines der Neuen Bundesländer weiß, für was und wie viel Geld es benötigt, wird schon beschlossen wie viel es bekommen soll. Da erhebt sich dann die Frage, ist schon mal übriges Geld von da zurückgeflossen? Mitnichten, es wurde verbraten, egal wie unnötig und für was, sonst hätte es ja zurückgegen werden müssen, ja und was nicht sein kann, darf nicht sein. Alles klar. Genau nach diesem Muster funktioniert unsere ganze Republik, dass glauben sie nicht? Jeder Bundes-Finanz-Minister, Landesfinanzminister, bis zum allerkleinsten Kassenwart, arbeitet genau nach diesem Prinzip. Das Geld, welches er aus der Staats- oder Landeskasse bekommt, wird vergraben egal für was, egal ob sinnvoll oder nicht, bloß nichts zurückgeben. Diese Leute hocken darauf, als gelte es die Unschuld der Jungfrau von Orleans zu verteidigen. Sie tun so als wäre es ihr eigenes Geld. Das fatale dabei ist, das diese natürlichen guten Eigenschaften des Menschen hier konterkariert werden und in sehr nachteiliger Weise unser ganzes Staatswesen bedrohen.

Was können wir daraus lernen und was können wir dagegen tun?

Meinen Vorschlag dazu haben sie schon weiter oben gelesen, der betriebswirtschaftlich geführte Staat.

1. Alles Geld was der Staat einnimmt, muss in eine Kasse fließen

2. Bevor es ausgegeben wird ist zu prüfen ob es wichtig, richtig und notwendig ist

3. Es muss überwacht werden, ob die Mittel weisungsgemäß ausgeben worden sind

4. Und das Einfachste um dies zu erreichen, ist das Kassenwartsystem, das man schon vom kleinsten Unternehmen über jeden kleinen Kaninchenzüchterverein in jedem Haushalt, bis zum größten Konzern vorfindet.

Ich weiß schon was sie jetzt denken, der man hat doch keine Ahnung. Natürlich habe ich die nicht und wie dieses Ziel erreicht werden kann müssen wir Experten zur Bearbeitung überlassen.

Ich möchte nicht in den Verdacht geraten etwas gegen die Neuen Bundesländer zu haben, aber auch hier kann man wunderschön beobachten, dass meine Beobachtungen richtig sind. Jedes Jahr mokieren sich viel darüber, dass die gebundenen Fördermittel dort zu großen Teilen einfach in den Länderhaushalten verschwinden. Wenn sie mir nun beim lesen gedanklich damit kommen, das keiner diese Mammut-Aufgabe bewältigen kann, frage ich sie, wozu es Computer gibt. Die SAP schreibt unserem Finanzminister bestimmt gern eine solche Software.

 

 

 

 

 

Was braucht der Mensch zum Leben

Schiller schrieb vor über 200 Jahren in seiner Glocke: Jeder freut sich seiner Stelle, bietet dem Verächter trotz. Dies gilt auch heute noch unverändert. Ein Dach über dem Kopf, zu essen und zu trinken, Kleidung und Zufriedenheit mit seiner Arbeits- und Lebenssituation. Wir aber glauben mit einem Drittel der Bevölkerung alle Anderen ernähren, kleiden und behausen zu können.

Das war nicht immer so, in alten Gesellschaftstrukturen hatte entsprechend seinen Fähigkeiten, oder seiner Leistungskraft, jeder irgendeine Beschäftigung. Wobei Beschäftigung nicht mit Arbeitsstelle gleichzusetzen ist. Die Jungen schwangen die Sense und führten den Pflug, die Älteren waren im Stall, oder im Haushalt der Gemeinschaft tätig, jeder leistete zum Sozialprodukt seinen Betrag, wie wir heute sagen würden. Natürlich hatten viele außer Arbeit nur Essen, Kleidung, Unterkunft und eventuell ein kleines Taschengeld, ausgegrenzt wurde kaum einer.

Was ist also zu tun:

Zuerst brauchen wir eine Bestandsaufnahme, was wollen wir eigentlich für einen Staat haben.

Den Ameisen, oder Bienenstaat? Ja die haben alle Arbeit und zu Essen, müssen sich keine Sorgen um den nächsten Tag machen und sind in ihrer Gemeinschaft offensichtlich glücklich, nur offensichtlich wissen sie das nicht einmal.

Den Arbeiter und Bauernstaat a`la DDR? Aber bitte sorgenfrei, mit Mercedes, ohne Stasi, mit Reisefreiheit und harter Währung.

Einen Staat mit mehr Basisdemokratie, oder etwas mehr Diktatur?

Sie sehen, den idealen Staat gibt es natürlich nicht, daraus folgt, wir müssen unser Staatswesen völlig neu überdenken und völlig neu organisieren.

Zu allererst benötigen wir eine große Bestandsaufnahme. Wie können wir uns in unserer heutigen Welt mit 6,3 Milliarden Menschen, mit Globalisierung, Krieg und Terrorismus besser einrichten, ohne ganz aus der Völkergemeinschaft auszuscheren, wie das ja schon einmal passierte.

1989 hat man uns unseren Bundesdeutschen Wirtschaftswunder Wohlstandsstaat weggenommen, aber auch den ehemaligen DDR Bürgern ist ihr Staat abhanden gekommen. Das ist ungefähr so, wie wenn man am selben Tag den Lebenspartner, die Kinder, die Eltern und die Wohnung verliert. Ein Psychiater wurde uns zunächst mal auf die Couch legen, um unser Trauma abzuarbeiten. Wir aber tun so, als ob da nichts geschehen wäre. Stellen sie sich doch mal vor, Chinesen und Deutsche müssten ab sofort in einem gemeinsamen Land leben, na begreifen sie nun das Trauma. Sicher ist es nicht ganz so schlimm, aber es ist zweifellos vorhanden. Was haben wir nun auf beiden Seiten unternommen, um es abzubauen. So gut wie Garnichts. Wir reden nicht miteinander, sondern nur übereinander. Als ehemaliger DDR Bürger, (ich bin schon 1959 in die BRD gegangen), kann ich das besser nachvollziehen als reine Ossis, oder Wessis, auch weil ich in der alten Heimat noch sehr viele Freunde habe und mit ihnen auf unseren gemeinsamen Unternehmungen viel über die Dinge reden kann. Kurz nach der Wende, hatten wir die größten Schwierigkeiten, einigermaßen miteinander über politische Themen zu diskutieren, aber inzwischen, tauschen wir uns besser aus und besprechen alle Ereignisse ohne Emotionen.

Mein Vorschlag zum besseren Verständnis für die gegenseitigen Befindlichkeiten:

Wir haben genug Partnerstädte, aber leider keine Partnerschaften. Warum sucht sich nicht jede Familie einen Partner in der jeweils anderen Hemisphäre zwecks Gedankenaustauschs?

Transferleistungen:

Schon unser verehrter Herr Gothe sagte: Ein voller Bauch studiert nicht gern.

Wohl war! Soll aber nicht heißen, das die „da drüben“ alle faul sind, sie würden mit Sicherheit gerne arbeiten, wenn man sie ließe. Andererseits kann man mit Transferleistungen auch keinen Wohlstand schaffen, denn was nützen denen denn nun die schönen Häuser, die sie nicht anknabbern können, und die tollen Straßen, wenn man zuhause Däumchen drehen muss und einem die Decke auf den Kopf fällt.

Mein Spruch dazu:

Mit Arbeit verplempert man seine ganze Zeit, aber ohne Arbeit sein ganzes Leben.

Das kann nur jemand nachvollziehen, der schon einmal arbeitslos zuhause rumgesessen hat. Wie kommen wir da nun weiter, bestimmt nicht mit ewigem alimentieren. So macht man mit Sicherheit den einen Staat zu Gunsten des anderen kaputt, dann stirbt auch der Rest.

Inzwischen sind wir am Scheideweg, in der Mitte des Zusammenbruchs angekommen. Wer dass nicht wahrhaben will, gehe gern weiterhin mit der Filzbrille durch die Republik.

 

Was machen denn die Bienen, wenn dass Stockwerk voll ist? Sie ziehen sich eine ihrer Larven zur neuen Königin heran, und schwärmen mit voller Honigblase ins Ungewisse, ab nun heißt es irgendwie überleben, oder untergehen.

Was machen wir, wir ziehen in die Ballungsräume, dahin wo schon zu viele sind! Statt Raumordnung und Dezentralisierung, Konzentration

Wie bekommen alle wieder Arbeit

Sie werden es nicht glauben, indem alle wieder Arbeiten, egal wo, nur arbeiten für die Gesellschaft, so wie die Menschen es früher taten. Da fragte doch keiner, was bekomme ich dafür, man nahm den Besen und fegte die Straße sauber. Man bückte sich, hob den Dreck auf und entsorgte ihn. Man schaute auf die Kinder der Anderen und wenn die Unfug machten, ja dann mischte man sich ein. Jeder Erwachsene war eine Führungs- und Respektperson, die Erziehung leistete. Wie es heute ist, brauche ich nicht aufzulisten.

Probleme wurden in der Familie gelöst, nicht vor Gericht. Jeder kannte jeden, wenn einer aus der Norm fiel, wurde er durch gemeinschaftliche Erziehung wieder auf den rechten Weg gebracht. Wer wurde da zum Dieb, wenn er in seiner Lebensgemeinschaft wegen dieser Tat verachtet wurde.

Jeder Mensch strebt nach Achtung und Anerkennung, ohne sie kann keiner leben. Auf Achtung folgt Beachtung. Das ist uns allen schon in die Gene geschrieben. Erhalten wir dieses Zuckerbrot nicht, versuchen wir Beachtung zu erzwingen.

Ob der Amokläufer, der Totschläger, die Hooligans, der kleine Dieb, oder nur der schlechte Schüler, alle haben zu wenig Beachtung gefunden. Das hatte auch Jesus schon herausgefunden, als er verkündete: „Lasset die Kindlein zu mir kommen“, da meinte er mit Sicherheit nicht nur die Kinder, sondern auch alle, die sonst keine Beachtung fanden.

 

Wie muss nun eine Gesellschaft aussehen, in der alle Beachtung, statt Ausgrenzung erfahren? Jeder weiß es doch. Seit der zweiten großen Industriealisierungswelle nach dem

2. Weltkrieg, sind in einem maß- und ziellosen Aufbau-Wahnsinn, alle gesellschaftlichen Normen zerstampft worden. Es konnte ja nicht schnell genug gehen, also mussten zusätzlich Arbeitskräfte her, egal von wo sie kamen, man holte Menschen in die Industriegesellschaft, die noch in der jüngeren Steinzeitgesellschaft lebten.

 

Globalisierung, DDR Anschluss, Euro, EU Erweiterungen, haben ein Übriges getan und nun stehen wir vor dem Scherbenhaufen unserer jüngeren Geschichte.

Wie kommen wir da wieder heraus. Meiner unmaßgeblichen Meinung nach, indem wir anfangen in der Vergangenheit zu lernen, oder wie es die Amerikaner sagen würden: „back to the roots“ und zwar so weit wie nötig und soviel wie möglich.

Globalisierung in diesem Tempo, war ein nicht wieder gut zu machender Fehler. Man wollte Exportweltmeister und noch schneller reich werden. Inzwischen brauchen die Anderen den Exportweltmeister nicht mehr, Knowhow-Transfer und Industrieauslagerung in Billiglohnländer haben uns den Rest gegeben. Es soll doch niemand glauben, dass mit noch mehr Bildung, technischen Entwicklungen und Wachstum diese Spirale zurückgedreht werden kann. Dieser Zug ist abgefahren.

Was ist zu tun? Zurückgedreht kann die Globalisierung keiner mehr, andererseits können wir nicht zuwarten, bis sich die Lebensverhältnisse in der ganzen Welt angeglichen haben. Gegen Billiglohnländer können wir mit dem besten Knowhow der Welt auch nicht mehr konkurrieren, dass ist wie mit dem berühmten Hasen und dem Igel. Wenn wir so weiter machen und weiterdenken fallen wir in den Stand eines Entwicklungslandes zurück. Unsere soziale Marktwirtschaft ist schon lange nicht mehr vorhanden, nur keiner will es wahrhaben. Wenn wir den Kampf gegen diesen Teufelskreis nicht verlieren wollen, gibt es nur eine Lösung.

Alle ausländischen Produkte müssen nicht nur auf ihre EU - CE Kennzeichnung, sondern auch dahingehend geprüft werden, ob sie nach den bei uns gültigen gesetzlichen Bestimmungen gefertigt wurden. Wenn nötig müssen sie ausgesondert werden. Mittel und Arbeitslose für diese Kontrollen dafür haben wir genug. Wenn ein Produkt nicht mit unseren Gesetzen konform ist, wird es nicht rein gelassen, oder nicht zurückgeschickt, man kann dem Hersteller ja offenlassen, ob er es auf eigene Kosten zurückholen möchte.

Wir dürfen in die EU nur soviel Waren hereinlassen, wie wir auch in die entsprechenden Länder exportieren. Da klingt brutal, doch bei näherer Betrachtung ist das kein neuer Zoll, sondern ein Selbstschutz für unser Sozialwesen. Denn in diesen Billiglohnländern gibt es keine Sozialwesen, da müssen ja bekanntlich Leute für 5 € am Tag arbeiten. Aber mit der Zeit werden wir es auch noch soweit bringen.

Eine weitere Maßnahme wäre die Banken unter Kontrolle zu bekommen. Man könnte z. B. zwei Arten von Banken zulassen, diejenigen, die der Gesellschaft nützlich sind, also die gemeinnützigen Banken und die anderen. Die Gemeinnützigen werden von der Bundes- oder Europäischen Zentralbank unterstützt, die anderen nicht.

Warum haben wir immer mehr Arbeitslose. Wenn ehemalige Staatsbetriebe kaputtsaniert werden, wird die Fahrkarte, oder die Briefmarke auch nicht billiger. Mann wirft nur tausende Leute raus die man dann nicht mehr bezahlen muss, dafür stehen sie dann in den neuen schönen Jobcentern und müssen von der Allgemeinheit ausgehalten werden. Bei der völlig überlasteten Polizei, oder der Pflege- und Ärzteschaft werden auch nur noch fleißige Fachkräfte freigestellt, wie es in Neudeutsch heißt, die dann alle wieder in den Kreislauf von Arbeitslosigkeit, Umschulungs-Maßnahmen entlassen werden. Was vergeuden wir hier an Wissen, Leistungswillen, Können und Energie. Wie sollen wir mit diesen Wahnsinn, wo immer weniger für immer mehr arbeiten müssen den Anschluss an die Weltwirtschaft halten?

Betrachtet man diesen Unfug von der betriebswirtschaftlichen Seite, würde jeder Ökonom sich die Haare raufen. Stellen sie sich doch einmal die BRD als gesamtwirtschaftlich geführten Betrieb vor, und nun vergleichen sie das mal mit einem unserer Industriebetriebe, wenn diese fiktive Firma zu viele Beschäftigte hätte, und würde entlassen müssen, dann sie natürlich auch weiterhin für den Unterhalt dieser Menschen sorgen. Was würde das Management dann wohl tun, bestimmt niemanden nachhause schicken, selbst wenn keine andere Arbeit da wäre, wie den Hof zu fegen.

Auf den gesamten Staat übertragen würde das heißen, alle die arbeiten können, müssen auch etwas tun, und da wäre sehr viel zu tun. Wenn wir sie über Hartz IV, oder als Arbeitslose sowieso bezahlen müssen, können wir sie auch bei der Polizei in der Verkehrsüberwachung, im Pflegedienst, zur Straßenreinigung, in den Schulen und Unis, Kindergärten usw. usf. einsetzen, da würde vielen noch vieles einfallen, man könnte bei der Bundesbahn wieder Leute haben, die die Bahnsteige überwachen, oder einen Zugbegleiter mehr, oder dem Busfahrer nicht auch noch das Kassieren anhängen, man braucht nur mal in die Vergangenheit zurückschauen, da war keiner Genervt, gestresst oder überfordert, eben weil für die erforderlichen Arbeiten eben genug Leute eingestellt wurden. Das einzige was wir tun müssten, wäre das Geld, dass fürs verordnete Nichtstun und für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen rausgeschmissen wird, als gebundene Mittel für Sozialarbeitsstellen dorthin weiterleiten, wo es gebraucht wird.

Nur mit einer einzigen Maßnahme könnten zehntausende Arbeitsplätze geschaffen werden, wenn man auf die völlig überforderten Bus- und LKWs einen weiteren Fahrer setzen würde. Dann hätte man weniger Unfälle und natürlich auch dementsprechens weniger Folgekosten in der Gesellschaft, die durch diese Unfälle entstehen. Das müsste EU weit geregelt werden, dadurch wäre der Wettbewerb weiter vorhanden und die zwei Fahrer könnten sich beim Fahren abwechseln. Nicht EU LKWs dürften nur mit zwei Fahrern einreisen.

Da erhebt sich doch die nächste Frage. Durch den immer schärfer werdenden Konkurrenzdruck, ist mittlerweile in fast allen Betrieben der Laufschritt eingeführt worden. Auf den Autobahnen rasen wildgewordene Kleinlasterfahrer durch das Verkehrsgewühl, als ob sie sieben Leben hätten. Die sollte man mit orangener Sicherheitsfarbe ausstatten, damit andere Autobahnbenutzer eine Überlebenschance haben.

 

Lohnkosten. Preisspirale

Warum müssen alle immer mehr Geld verdienen, natürlich, weil die Kosten ständig steigen. Ja warum steigen die Kosten ständig, weil diese Lohn Preisspirale sich inzwischen immer schneller dreht und keiner kommt mehr mit. Alle könnten weniger Geld auskommen, wenn sie nicht so viel für den Lebensunterhalt ausgeben müssten.

Seit Jahren können die Renten nicht mehr erhöht werden, ja zum Donnerwetter nochmal, ich habe die BRD mit aufgebaut, in der Hoffnung von meiner Rente leben zu können. Jetzt kann ich davon nur noch Wegetieren. Von allen Rücklagen und Ersparnissen zieht der Staat inzwischen eine Zusatzsteuer ein. Selbst von den Altersrückstellungen in den Betrieben, werden große Teilbeträge an die Pflegekassen abgezogen. Mit welchem Recht. Man kann alles machen, aber bitte nicht nachträglich. Damals, als die Betroffenen von den Politikern händeringend gebeten wurden, zusätzliche Altersrückstellungen zu machen, war nicht davon die Rede, dass man 30 Jahre später alles wieder abgezogen bekommt.

Viele Leute in unserer Gesellschaft leben nur von Ihrem Einkommen aus Vermietung und Verpachtung, weil sie zufällig ein Haus in bester Lage gerbt haben. Sie könnten auch mit Weniger auskommen, aber man muss ja mithalten können.

Die Städte und Gemeinden verkaufen einfach das von den Bürgern in langen zähen Aufbaujahren erwirtschaftete Vermögen an s. g. Investoren, das Gleiche gilt auch für die Post und Bahn. Was denken die sich dabei eigentlich. Das ist Volksvermögen und wer das Verscherbelt, gehört hinter Gitter. Wo sind für diese Straftaten die Gesetze?

Nötigung

Geht man in so ein Monster hinein, unterliegt man dem Ikeaeffekt, d.h. man wird zur Laustallmaus und kommt aus dem Ding nicht mehr raus. Hat man dann die endlosen Regalreihen hinter sich gebracht, und immer noch nichts gekauft, kommt bestimmt ein Prospektverteiler, oder einer der Häppchen anbietet, alles normal. Vom sog. Warenangebot wird man erschlagen, nur das was man sucht, findet man nicht. Sucht man dann entnervt nach Verkaufspersonal, bleibt nur der Infostand mit unerträglichen Wartezeiten, der Bürger hat ja soviel Zeit. Gegen jegliche Vernunft und Wirtschaftlichkeitsberechnung muss jeder Konzern in jedem kleinen Nest vertreten sein, dass nennt sich freie Marktwirtschaft.

Mit Tchibo hat es angefangen. Inzwischen gibt es nur noch die drei AAA´S „ Alle wollen Allen Alles“ verkaufen, die frühere Spezialisierung auf bestimmte Produkte, die mit Fachpersonal den Kunden ein Einkaufserlebnis verschafften, gibt es nicht mehr.

Der Verdrängungswettbewerb hat inzwischen zur Folge, dass die Ketten, mit immer mehr krimineller Energie versuchen den Kunden übers Ohr zu hauen, irgendwie müssen sie ja ihre Paläste bezahlen, Kosten sparen und so kostet inzwischen im Baumarkt eine VA-Schloss schraube 3,50 €.

An den Autobahnen kommt man nicht mal mehr auf die Toiletten, ohne durch einen Shop genötigt zu werden, das ist moderner Straßenraub. Hat man dann erfolgreich einen Klo-Schipp ergattert und sich noch nicht in die Beinkleider gemacht, steht in einer Ecke bestimmt ein Klofrau, die auch noch ihren Obolus fordert.

Die meisten dieser Einkaufsketten haben nur noch Nottoiletten, die dann auch noch für Behinderte eingerichtet sind, sodass ein kleines Kind da ohne fremde Hilfe nicht mehr auf den Thron hochkommt und selbst durchschnittlichen Erwachsenen baumeln die Beine in der Luft herum. Nichts gegen Behindertenklos, aber dann bitte getrennt. Mit Sicherheit sind in diesen Verkaufspalästen nur in einem einzigen Stockwerk und so versteckt, dass möglichst wenige diese Einrichtung finden, Toiletten vorhanden und diese sind mit so wenigen Zellen ausgestattet, dass man sich überlegen sollte, ob man nicht den armen Kaufhäusern ein paar Dixi Toiletten zu Weinachten schenken sollte. Es ist unerträglich was dem Bürger zugemutet wird.

 

Raumordnung und Bevölkerung

Vielleicht haben wir jetzt noch eine zweite Chance, aber eine Dritte werden wir nicht bekommen. In Versuchsreihen wurde nachgewiesen, dass sich Ratten in die Schwänze beißen, wenn sie in zu engen Käfigen eingesperrt werden.

Wenn wir unser Land als Lebewesen verstehen, und realisieren, dass es nach dem Krieg kleiner geworden ist, aber immer noch 80 Millionen Menschen beherbergt, sollten wir eigentlich froh darüber sein, dass wir die Neuen Bundesländermit ihrer geringeren Bevölkerungsdichte dazugekommen sind.

Alle schreien, wir müssen mehr Kinder haben, oder mehr Zuwanderung. Welche Überlegung steht hinter dieser Forderung? Die Angst vor der Alterspyramide? Die Angst, die vielen Alten nicht mehr versorgen zu können? Sicher haben die Soziologen diese Überlegungen freigelassen. Aber wenn man das Problem zu Ende denkt, werden wir auch in Zukunft genug arbeitslose Menschen haben, um die Alten bis zu ihrem seligen Ende begleiten zu können. Was hindert uns, sie einzusetzen, zumal anzunehmen ist dass die Arbeitslosigkeit weiter ansteigen wird. Nicht zuletzt, weil wir ja so erfindungsreich sind und immer mehr Maschinen erfinden, die uns noch arbeitsloser machen.

Deshalb meine ich, es sind schon zu viele im Boot, deshalb brauchen wir uns nicht wundern, dass die Lebens- und Arbeitswelt immer stressiger wird. In den Ballungsgebieten ist zum Leben kein Platz mehr. Wir aber leisten es uns weiterhin, dass im Westen unseres Landes riesige Flächen zugepflastert werden, mit allen negativen Folgen des Umweltverbrauchs, bis hin zu den rot, gelb, grünen, „wir haben etwas gegen die Schadstoffe getan“, Plaketten-Spielereien an unseren Windschutzscheiben.

 

Heute kommen die Arbeits- und leistungsträger der neuen Bundesländer in den Westen und suchen Arbeit. Zwei Millionen sind schon umgezogen, oder pendeln und drüben werden die Wohnblöcke abgerissen. Stattdessen hätten die Westbetriebe nach Osten nach Osten gehen müssen, wenn sie expandieren wollen, aber ohne Fördergelder. Die ehemalige ehemalige DDR hätte heute nachhaltige neue Industrieansammlungen statt Arbeitslosigkeit. Jeder Kämmerer schaut nur in seine kleine Kasse, das Zauberwort Arbeitsplätze und Gewerbesteuereinnahmen. Auf diese Weise schaffen wir nun in der zweiten Welle die Arbeitsplätze, die wir im Osten nicht ansiedeln konnten im Westen. Na toll nicht wahr? Dummerweise müssen wir die Wohnungen und die Infrastruktur auch noch mitliefern und drüben steht alles leer und verkommt, keiner kann was mit den „blühenden Landschaften“ anfangen, vielleicht einmal dort Urlaub machen, wenn man das Geld dafür im Westen Geld verdient hat.

Eine alte Weisheit lautet, Man kann sein Geld nur einmal ausgeben, das haben wir getan, aber es war falsch ausgegeben, wenn wir es nun im zweiten Anlauf wieder so viel falsch machen, werden weitere Generationen unter diesen Fehlentscheidungen zu leiden haben.

Es muss daher unbedingt umgesteuert werden, und es muss eine neue Raumordnung geschaffen werden, die nachhaltig ist und die Arbeit und Wohnwelten wieder vereint. Es kann nicht sein, dass jede kleine Gemeinde nur um mehr Geld in ihren Säckel zu bekommen, Entscheidungen von so großer Tragweite trifft, ohne das ein Ordnungsprinzip diese wichtigste Aufgabe der Gesellschaft regelt.

Das heißt, wenn eine Firma bauen, oder vergrößern möchte, muss erst einmal festgestellt werden, was im Umfeld so an Gebäuden leersteht. Es kann nicht sein, das ein Gebäudebesitzer leerstände haben darf, nur weil ihm das so gefällt. Es gehört ja auch zu den gemeinnützigen Aufgaben eine Straße zu bauen, oder ein neues Industriegebiet zu erschließen, da wird ja auch enteignet, wenn jemand nicht verkaufen möchte. Bei größeren Bauvorhaben, oder neuen Industriegebieten muss eine Genehmigungsbehörde entscheiden, wer wohin bauen darf.

 

 

 

Klima-Schutz

Es gibt viele Ursachen für die drohende Klimakatastrophe, aber eine der Hauptursachen dafür, ist das ungezügelte Bevölkerungs-Wachstum und niemand traut sich ernsthaft diesen Aspekt beim Namen zu nennen, am allerwenigsten der Papst. Er zitiert nur die Entwicklungspolitik von Moses, der uns ja den Auftrag gegeben hatte: Seid fruchtbar und mehret euch. Damals gab es aber nur ein paar Millionen Menschen auf dieser Erde. Nun sollte Moses mal langsam stopp sagen, ihr seid genug, es geht nicht so weiter, sonst stoppen euch die Naturgesetze. Zu Zeiten von Jesus Christus lebten ungefähr 300 Millionen Menschen, 1950 waren es schon 2,5 und heute 6,5 Milliarden. Diese Wachstumsraten sind aber keineswegs in den Industrieländern, ca. 1,4 %, sondern in den Entwicklungsländern bis zu 5,0 % zu finden. Wenn man nun diese Zuwachsraten der Entwicklungsländer in die Überlegungen mit einbezieht, stehen wir vor einer ganz anderen Gewichtung der Schuldfrage, denn 4,0 Milliarden Menschen mehr, seit 1950 müssen schließlich auch ernährt, bekleidet und behaust werden, auch wenn dies zu oft unter menschenunwürdigen Verhältnissen geschieht. Eine weitere Überlegung zeigt, dass wir eigentlich die in den Industriestaaten hergestellten Waren und Güter nicht allein konsumieren, sondern über die Hälfte exportieren. Somit müssen wir einen erheblichen Anteil der bei uns entstehenden Emissionen den Käuferländern zurechnen. Da die Entwicklungsländer eine Menge Geld von den Industriestaaten fordern, damit sie Ihren Emissionsschutz vorantreiben können, stellt sich doch die Frage, ob diese Forderungen so berechtigt sind, wie es scheint. Aber auch darüber scheinen die Experten nicht nachzudenken, jeder plappert immer das nach, was jemand vorgedacht hat, statt nachzudenken. Nun bin ich keineswegs gegen den Klimaschutz, aber dies Mammut-Aufgabe kann nur gelingen, wenn man den Hebel an allen, Fronten ansetzt, Wir können uns kein Stückwerk leisten, denn die Zeit wird knapp. Außerdem befürchte ich, dass der Klimaschutz wieder mal eine günstige Gelegenheit für die Schwellen- und Entwicklungsländer ist, an neue Entwicklungshilfe Gelder heranzukommen, die dann wie alle anderen Gelder in den letzten 50 Jahren in undurchschaubaren Kanälen versickern.

Energie

Es gibt doch nur eine Frage, die ist, ob es uns gelingen wird, für die Versorgung der 6,8 Milliarden Menschen auf dem Globus genügend zur Verfügung zu stellen. Da die natürlichen Ressourcen zu Ende gehen, gibt es im Prinzip nur eine Möglichkeit, nämlich die Sonnenenergie abzuzapfen. Das ist ja nun hinlänglich bekannt, leider sind in dieser Hinsicht bisher nur klitzekleine Gehversuche gemacht worden. Statt im ganz großen Stil diese Energiequelle zu nutzen und sie in andere Energieformen umzusetzen, streiten sich die Kleingeister immer noch ums Prinzip, wie dies zu realisieren wäre. Da kann ich nur sagen, der Herr Benz wusste auch nicht ob seinem Motorwagen das Beförderungsmittel schlechthin werden würde, aber man sieht ja, was heute nach 100 Jahren Entwicklungsgeschichte aus dieser Idee, geworden ist. Also muss man eben mal ins kalte Wasser springen, sonst streiten sich die Experten noch in 100 Jahren um das richtige Konzept. Es muss doch jeden halbwegs gebildeten Menschen klar sein:

Steht uns genügend Energie zur Verfügung, können wir fast alle Probleme der Menschheit lösen. Also packen wir`s doch an.

Rohstoffe und andere natürlichen Ressourcen

 

Schulwesen

Die Lerngeschwindigkeit in den Schulklassen, richtet sich immer nach den Fleißschülern, die aber nicht unbedingt die Intelligentesten sind. Man muss die Schüler nach ihren Anlagen, Eignungen und ihren Talenten sortieren, unterrichten und fördern, stattdessen wird der Unterricht danach ausgerichtet, wie viel Wissensmüll sie in möglichst kurzer Zeit in sich hineinstopfen können. Spätestens wenn die Zensuren im Zeugnisheft stehen, klicken sie dann auf das Papierkorb-Symbol, um ihre Festplatte wieder zu löschen.

 

Schulunwesen

 

Die Lerngeschwindigkeit in den Schulklassen, richtet sich immer nach den Fleißschülern, die aber nicht unbedingt die Intelligentesten sind. Man muss die Schüler nach ihren Anlagen, Eignungen und ihren Talenten sortieren, unterrichten und fördern, stattdessen wird der Unterricht danach ausgerichtet, wie viel Wissensmüll sie in möglichst kurzer Zeit in sich hineinstopfen können. Spätestens wenn die Zensuren im Zeugnisheft stehen, klicken sie dann auf das Papierkorb-Symbol, um ihre Festplatte wieder zu löschen.

 

Schule sollte daher Lehren zu lernen, nicht nur Lehren und lernen um des Lernens willen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lernen macht Spaß

 

In der Schule lernen wir,

Spaß macht lernen dir und mir.

Immer hört man, du lernst doch fürs Leben,

aber wie man hört, soll es auch noch Anderes geben.

 

Deshalb Freund gib acht,

ob es dir auch Freude macht.

Darfst ein bisschen faul sein, lern nur das,

was dir wirklich macht, ein Heiden-Spaß.

 

Goethe sagt: ein voller Bauch studiert nicht gern,

solche Ansicht liegt dir fern.

Nimmt`s dich Wunder, wenn du keine Lust zum lern.

Lernst du richtig, lernst du gern.

 

Aber bitte lern was Richtiges,

unterscheide Wichtiges und Nichtiges.

Ist für dich wichtig, was dein Vater schaffte,

denk dran, dass man damals anders dachte.

 

Lässt auch das Mütterlein dich nicht in Frieden,

lern trotzdem nicht nur zum Geldverdienen.

Lerne nicht nur zum Zeitvertreib,

später bleibt dir dafür nicht mehr Zeit.

 

Sonst hast am End viel Zeit verplempert,

und dein Lebens-Schiffchen ist gekentert.

Und wie du nun am Ende siehst,

lernen ist auch relativ.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 06.11.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Lebenseindrücke: Gedichte von Annette Messerschmidt



Die Autorin, geboren 1960, wohnt im Dreiländereck Nordrhein-Westfalen/Hessen/Rheinland-Pfalz. Erst spät hat sie ihr Talent zum Dichten entdeckt und ihre Gedanken und Erfahrungen zusammengetragen. So entstand eine Gedichtsammlung, an der die Autorin gerne andere Menschen teilhaben lassen möchte, und daher wurde der vorliegende Band zusammengestellt.

Das Leben ist zu kurz, um es mit Nichtigkeiten zu vergeuden oder um sich über die Schlechtigkeit der Welt allzu viele Gedanken zu machen. Wichtig ist, dass man sich selbst nicht vergiften lässt und so lebt, dass man jederzeit in den Spiegel schauen kann.

In diesem Sinn denkt die Autorin über Natur, Naturereignisse und ihre Lebenserfahrungen nach. Dem Leser wünscht sie eine positive Lebens-einstellung, viele gute Gedanken und Freude an der Lektüre.

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