Olaf Lüken

Das Land der Dichter und Denker - ein Kommentar

Die Nation ist ein Leseland und strotzt nur so von Verlagen, Buchhandlungen und vor allem - von Büchern. Willkommen im deutschen Leseparadies. Frankfurt am Main und Leipzig öffnen für die Buch-und Lesebegeisterten einmal im Jahr mit einer Messe ihre Pforten. Öffentliche,aber auch privat inszenierte "Lesenächte*" für Jung und Alt ergänzen das länderübergreifende Programm.

Es bleibt einem gar nichts anderes übrig, als ein Buch aufzuschlagen oder eine einschlägige Datei zu öffnen. Soweit so gut.

Einen wesentlichen Zugang zu diesem scheinbar unendlichen Lesestoff ermöglichen die Bibliotheken, die zu den populärsten Kultureinrichtungen im Lande gehören. Ob Bonner oder Kölner Stadtbibliothek, beide vermerken stolz, dass keine andere kulturelle Institution der Stadt mehr Besucher anlocke. Zuspruch kommt von allen Seiten, gäbe es da nicht ein für alle wirksames Hindernis.

Die über 10000 deutschen Stadt- und Gemeindebibliotheken dürfen sonntags nicht öffnen. Was Museen und Theatern möglich ist, bleibt Deutschlands Bibliotheken verwehrt: An Feiertagen darf kein eigenes Personal eingesetzt werden. Und Gesetz ist nun mal Gesetz. Kultureller Wildwest in good old Germany ?

Was in den Niederlanden, in Belgien, Frankreich, Italien, Dänemark und Polen längst machbar ist, sollten auch die Verantwortlichen in unserem Land verwirklichen können. Warum ? Damit das Lesen niemals endet. Und überhaupt:

Wurden wir nicht einmal das Land der Dichter und Denker genannt ?

(c) Olaf Lüken (2018)

* 170.000 Menschen nehmen allein in Deutschland am jährlichen Vorlesewettbewerb teil (ZDF Nachrichten v. 16.11.2018, 17 h)

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