Dieter Strohbach

Die Plejaden Connection



Liebe Leserin, lieber Leser! Statt in einem so genannten Vorwort die ganze story als Konzentrat anzubieten, was einige dann veranlassen könnte das script mit der Bemerkung <Inhalt bekannt> wieder weg zu legen, kommen hier Infos zu einigen Leuten und Locations bevor es richtig los geht!

Hauptdarsteller
Ed Marineris: 
der Protagonist. Eigentlich dreht sich hier alles um ihn; relativ früh pensioniert, sein Leben, ein recht bewegtes Leben, verlief eigentlich immer weit abseits genormter, schienengleicher Vorgaben. Seinen Familiennamen verdankt er Vorfahren, die unter den ersten Siedlern im späten 21. Jhrdrt die Gegend der südwestlichen Valles Marineris bevölkerten. Der antike Vorname soll von einem Ahnen, dem Ed angeblich extrem ähnlich sieht, von der Erde des 20. oder 21. Jahrhunderts stammen. Wortkarg und sarkastisch und daher nicht überall beliebt vor allem weil er sagt was er denkt und meidet wen er nicht mag, trifft man ihn meist unter Gleichgesinnten an. Scheich und Scheich gesellt sich eben gern. Allesamt schräge Vögel, aber sie haben den Ruf der absoluten Zuverlässigkeit. Ihr Wort gilt.

Sheila:
Ed's Tochter, verheiratet mit Matti Huttinen, einem Computerwissenschaftler aus irgendeiner verschneiten Ecke hinter dem nörlichen Polarkreis der Erde. Seine Herkunft liess Ed damals hoffen, dass er als Nordmann den Abrutsch seiner Tochter ins Bürgertum verhindern würde. Aber er ist ein echter Nerd, der sogar an der Copa Cabana, in deren Nähe er ein Haus in einem Wohlstandsghetto für seine Familie bauen liess, ein Unterhemd unter dem Hawaii-Hemd trägt. Ein Weichei und Vorwärtseinparker in Ed's Augen, aber er machte Sheila sehr glücklich, weiss der Geier wie und Futo hat es gut bei den beiden.

Futo:
Ed's 15 jähriger Enkel. Sein richtiger Name war Tom aber Ed nennt ihn immer -meine Zukunft-, Ed's Umfeld, welches Ed's Tochter ein Riesendorn im Auge war, nannte den Jungen anfangs Future-Tom. Aber daraus wurde dann mit der Zeit das Kürzel Futo. Er ist in den Ferien am liebsten bei Ed auf dem Mars, sehr zu Sheila's Leidwesen. Ed übernahm schon seit 2 Jahren Futo's Erziehung zum Mann. Futo hat seine ersten Biere auf dem Mars unter Ed's Leitung geschlürft und nicht zusammen mit irgendwelchen Arschlöchern in der Schule, die ihn abgefüllt und sich auf seine Kosten lustig gemacht hätten. Sheila darf das nie wissen, sonst würde sie Ed am Strand bis zum Hals eingraben und auf die Flut warten.

Ümit Yüksel: 
Ed's Nachbar, Leidgenosse und Weggefährte. Er hat mit Ed zusammen Stollen in Asteroiden gebohrt und mit Ed im Krieg massenhaft Kriegsschiffe der Macro-Ki aus dem All gepustet. Aishe, die Liebe seines Lebens kam bei dem selben Shuttleunglück ums Leben wie Ed's Nele. Er ist stolz auf seinen riesigen Stammbaum im Wohnzimmer. Ok, nicht jeder kann seine Wurzeln über 600 Jahre zurück verfolgen. Er ist zwar kein Vorzeigemoslem, schliesslich weiss er dank Ed's Unterstützung wie lecker Wildschweinsteaks vom Grill sind, hat aber als einziger Siedler auf dem Mars ein eigenes Minarett auf seinem Grundstück.

Nmba Massai:
sein Vorname wird von den allermeisten Nimba ausgesprochen damit die Zunge heil bleibt, er glaubt fest daran, dass seine Familie vom Kilimandscharo auf Terra stammt. Er ist der schrägste freie Schrauber des Sonnensystems und mit Abstand der beste. Ed kennt niemand, der die hohe Kunst des Schmuggels so perfekt drauf hat wie Nmba

Yailin und CL:
die Hernandez Zwillinge von Terra, genauer gesagt von Cuba. Sie strandeten nach einer wilden Odysse vorübergehend in Nmba's Bungalow. Ihre Fähigkeiten gingen weit über Musik machen hinaus, wie Ed schnell feststellen sollte, ausserdem sahen sie verdammt gut aus und wer absolut nicht ganz dicht ist spielt am Besten Poker mit ihnen. Mit ihnen zusammen was trinken ist auch nicht ungefährlich, denn niemand weiss genau wieviel Whiskey wirklich in diese Frauen rein passt.

Admiral Johns van der Kaan:
in der Flotte anfangs heimlich JFK genannt, angeblich nach einem antiken Präsidenten des Nuklear-Zeitalters, aber es bedeutete einfach <John führt Krieg> auf Grund seiner unpopulären Methoden, er schickte Ed nach dem Sieg über das Macro-Imperium in Pension, während er selbst bei der Flotte blieb
Macro-Ki: eine künstliche Intelligenz, die eigentlich das Leben für alle in der Konföderation leichter machen sollte, sich dann aber verselbständigte und die Macht übernehmen wollte

Admiral Murray Vaughn:
Sicherheitsdienst der Pleyedian League Force

Admiral Hans Keppler:
Taktiker im Stab der Pleyedian League Force

Ito Mishuma:
Soft- und Hardwarespezialist als Berater bei der Pleyedian League Force

Muhittin: 
Nachfahre von kurdischen Einwanderern und der ultimative Schlachter, die meisten seiner Kunden sind Moslems die es zu den äusseren Planten verschlagen hat, aber auch andere schätzen seine Qualität. Er hat auf Titan eine riesige Farm mit etwas Rinderzucht aber sein Hauptgeschäft ist die Vermarktung der Mufflons (Wildschafe), die vor über 100 Jahren im <Titan Wild Life Resort> ausgesetzt wurden um das Gras kurz zu halten. Die 23 Felle, die Ed für seinen OM-Schlafsack verarbeitet hat stammen ausschliesslich aus Muhittins Gerberei.

Rosita und Jose:
Betreiber eines kleinen, antiken Flugplatzes mit der dazu gehörenden Cantina im Urwald Brasiliens

Locations
Al Raziq:
der 2. Planet im Pinetree System und gut getarntes Hauptquartier der Marco Ki, untergebracht in alten Ruinen von Siedlungsversuchen der Pleyedian League in den Wüstendünen dieses unwirtlichen Ortes

Confederation of Planets:                  
Siedlungsgebiet der Menschen im Sol-System und den umliegenden Sonnensystemen mit Sitz der zentralen Regierung auf Terra
Pleyadian League: ein Zusammenschluss von Planeten, der sich in und um das Taygeta System in den Plejaden etabliert hat

O M - Base: 
der Ort an dem Ed's Baracke (so nennt seine Tochter sein Zuhause) stand, ein ehemaliges Basiscamp für total bekloppte Bergsteiger, die dann den Olympus Mons bestiegen haben. Heute kann man den Berg mit dem Rover befahren. Die echten Tourist-Schwuchteln steigen am Point Willy's in die Magnetgleitbahn und schweben dann zum Gipfel. Für diese völlig überflüssige Sorte Touries hatte Ed extra ein grosses <Betreten verboten, verpisst euch von meinem Grundstück> Schild vor seiner Auffahrt angebracht

Pinta Roros:
der einzige Mond von Worlow 8 und die berüchtigste Mine des bekannten interstellaren Raums, hergerichtet als Strafkolonie

Marques d' Orinoco:
antikes Flugfeld aus der Mitte des 20. Jhdrts im brasilianischen Urwald

Q-9AT13:
ein grosser Asteroid im unbewohnten Sektor des Asteroidengürtels. Hier hatten einige Mining Corps ein Schulungszentrum errichtet, dann aber wieder aus Kostengründen aufgegeben.  JFK nahm die Anlage zum Schein wieder in Betrieb.

Moth Koo: 
Aussenposten der <Pleyadian Legue Force> in der Nähe vom Pinetree System

Mount Isikato:
Die grösste Insel auf Silent Waters, in der Grösse vergleichbar mit Gross    Britannien

Silent Waters: 
der Name mag an den terranischen Pazifik errinern aber es handelt sich hier um einen Planeten in einem namentlich nicht erwähnten Sonnensystem in den Plejaden, der mit einem riesigen Ozean und nur 15% Landmasse bedeckt ist

Worlow Prime: 
der zentrale Planet des Worlow Systems, das die Aussengrenze der Confederation of Planets bildet und Sitz der Verwaltung des Worlow-Systems ist



Die Plejaden Connection
Der Sandsturm hatte sich in den frühen Morgenstunden gelegt und die Sonne ging über dem Olympus Mons auf. Ed beschloss heute im Wintergarten zu frühstücken und nicht im Diner. Aber ein Blick in den Kühlschrank brachte die traurige Wahrheit an den Tag: der Bacon war seit 3 Wochen abgelaufen, die Eier waren letzte Woche fällig und der Ketchup war auch alle, genau wie der Kaffee. "Oh no!!!" brüllte Ed und begab sich direkt auf den Weg zu Ümit Yüksel, Nachbar, Ex-Kollege und Ex-Kriegskamerad, aber auch der hatte keinen richtigen Kaffee. Ümit konnte als Chay Trinker nur mit Instand statt mit richtigem Kaffee dienen. Zu allem Überfluss liess Ümit auch noch einen blöden Spruch ab: "Gute Menschen trinken Tee! Du bist nicht gut!" 'So fangen Tage an die richtig Scheisse werden!' dachte Ed düster, zog sich den Druckanzug über und machte sich notgedrungen auf den Weg zum Diner.
Aber die anstehende Tour nach Worlow Prime liess die nähere Zukunft für ihn wieder im Licht erscheinen. Nach einem Frühstück für alkoholkranke Weltraumpenner gab's nur eines: den Outbacker, wie er seinen Gleiter liebevoll nannte, hochfahren und einen kleinen Testflug im Asteroidengürtel starten. Wozu hat man dieses Stück Wellness-Weltraum direkt vor der Haustür? Man woht ja nicht umsonst auf dem geilsten Planeten des ganzen Sonnensystems, auf Mars! Ed's Laune wurde proportional besser wenn er über diesen anstehenden Flug nachdachte. Es machte immer wieder Spass beim Beschleunigen den Brocken auszuweichen. Oder wie damals im Krieg mit auf -alert standby- runtergefahrenem Antrieb in den Asteroidengürtel eintauchen um beim Gegner die volle Verwirrung zu stiften und dann die grösseren Brocken als Gravitatiosschleuder benutzen. Eine in Vergessenheit geratene Art der Fortbewegung im Raum, die sogár noch von den ersten Siedlern auf Mars, den Helden von -Mars One-, verwendet wurde.
Diese Taktik hatte Ed im Krieg oft das Leben gerettet wenn er allein auf eine Staffel Macro Schiffe traf und die ihn unter Feuer nahmen. Gegen ihre Standartstaffeln von 4 Schiffen hatte ein einzelner Gleiter wenig Chancen. Die als Waffenträger umgebauten Frachter, die von der Macro-Ki benutzt wurden, waren zwar nicht längst so wendig wie ein Jagdgleiter aber dafür wahnsinnig schwer bewaffnet. Alles was als Zuladungsgewicht gedacht war, strotzte vor Waffen. Etliche Male hatte Ed das Feuer auf sich gezogen um die Macros von anderen Aktionen abzulenken und zwar um dann ohne Antrieb, und damit schwer ortbar, entweder im Asteroidengürtel zu verschwinden oder einen Kampflooping einzuleiten um die Schiffe dann an ihrer schwächsten Stelle zu treffen, im Antriebsbereich.
Die Macros hatten ihre Bordcomputer so eingerichtet, dass sie die Antriebssignatur anderer Schiffe zur Verfolgung nutzten. Eine einfache aber auch unzuverlässige Methode denn schaltet der Gejagte seinen Antrieb aus, was verboten war Aufgrund der confederated security procedures und sich in keiner normalen Maschine während des Fluges so einfach realisieren liess, waren die Macros blind und blieben auf dem zuvor errechneten Kurs. Diesen Umstand nutzte Ed gerne um die Macros abzuschiessen. Ihre Kampfschilde hielten nur elektromagnetische Schäden ab, waren aber für kinetische Energie durchlässig. Ed hatte ausser den Desruptoren mit der nicht ganz legalen Verstärkung noch 5 Flak-Kanonen für den Nahkampf nach uralten Vorlagen aus WWII und 2 Railguns aus WWIII an Bord und brachte so mit oft belächelter antiker Technik die hochmodernen Macro-Antriebe zur Explosion.
Admiral v.d.Kaan befahl Ed diese Vorhehensweise geheim zu halten. Zum einen wollte der Admiral gerne ein Ass im Ärmel behalten. Für schlechte Zeiten, wie er betonte. Zum anderen würde sowieso niemand von den Betonköpfen des Confederation High Command diese Story glauben, denn alles, was nicht auf der Akademie der Flotte gelehrt wurde taten diese ewig gestrigen Kalkleisten als Guerillataktik ab.
Irgendetwas klang merkwürdig mittschiffs steuerbord. Der Antrieb wars nicht meinte Ed, das schnarrende Geräusch klang wie ein undichter radialer Hydraulikdiffusor aber grade in dem Moment als ein Felsbrocken von der Grösse seiner marsianen Wohneinheit vor ihm auftauchte und Ed den Gleiter voll hochziehen wollte gab es 3 Explosionen in oder beim Antrieb und nichts geschah. Der Brocken war gross, verdammt gross, es musste schnell, sehr schnell etwas passieren. Ed drosch seine Handkante auf die Notverriegelung für die oberen Korrekturdüsen, riss die sich langsam öffnende Abdeckung weg und schob den Starter auf -I.C.E-. Knapp, sehr knapp tauchte der Outbacker unter dem Brocken durch. Im Krieg hatte Ed oft reichlich enge Situationen erlebt aber so knapp war es seitdem nie wieder, bis eben.
Er setzte den Gleiter auf dem nächstgrösseren Asteroiden auf und holte Vodka aus dem Aktenstaufach. Nach dem ersten kräftigen Schluck aus der Flasche dachte er 'saulecker das Zeug! Ja, wer brennt den besten Stoff im ganzen Sonnensystem? Der Ed ist's!' Zeitgleich aktivierte er den Comlink und versuchte Nimba Massai ans Rohr zu bekommen.
"Ed du Chaosrentner, was geht ab man?" Nimba grinste breit über den ganzen Holoscreen. Ed schilderte die Panne und das Lächeln verschwand aus Nimba's Gesicht. Das verhiess nichts Gutes, die Lage war also ernst. Ed sollte bleiben wo er war, alle Systeme runterfahren und  auf Nimba's Bergegleiter warten. "Alle Systeme? Was für'n Kraut rauchst du eigentlich?" wollte Ed wissen. "Soll ich mir den Arsch abfrieren, oder was?"  "Ich sage alle Systeme und meine alle Systeme! Mach dir'n Lagerfeuer man. Schieb eben deine Raumkoordinaten rüber und ich bin schon so gut wie unterwegs!" Nimba's Stimme klang ernst und bestimmt.
Ed kannte diesen verrückt/genialen Typ schon sehr lange und wusste, dass er es ernst meinte, auch die Sache mit dem Lagerfeuer, denn das hatten sie im Krieg einige Male machen müssen. Also zog Ed den Stecker raus, wie er die totale Abschaltung zu nennen pflegte, zog seinen Raumanzug an und suchte noch etwas Ausrüstung zusammen. Mit einem 2. Versorgungsmodul und 2 Laserknarren stieg er aus dem Outbacker und ging zu einem kleinen Krater in der Nähe. Er suchte sich ein paar Gesteinsbrocken und schichtete sie neben sich auf, schoss dann mit einem Lasergewehr auf den Steinhaufen bis der glühte und setzte sich daneben auf die 2. Versorgungseinheit. So würde er jede Menge Energie sparen weil die Heizung im Anzug dann nicht mehr auf voller Leistung arbeiten muss.
Er sah zu den Sternen, es sah fast aus wie zu Hause. Der Mars war ja nicht weit weg, er stand gross und wie gewohnt rot fast im Zenith über ihm. 'Da wäre ich jetzt lieber' dachte Ed sich und nickte ein. Das durchdringende Piepen des Versorgungalarms liess ihn aufschrecken. Hatte er tatsächlich 8h geschlafen? Anscheinend ja denn das "Lagerfeuer" war schon lange wieder kalt und die Batterie und O² auf Reserve. Ed rupfte das Notsiegel ab und warf es achtlos neben sich in den kosmischen Staub worauf das Piepen des Alarms noch von der Ansage "Achtung, Sie begehen eine Straftat" verstärkt wurde. Gemäss der -Confederation Emergency Rules- durfte diese Notreserve nur im Ernstfall und nur nach Freigabe der Regierung benutzt werden. Ed schloss in aller Ruhe das 2. Versorgungsmodul an das ebenfalls verbotene T-Stück im Anzug an und setzte sich wieder.
Diese ganzen Regelungen hatte die Confederation nach dem Krieg getroffen damit zu lange Raumspaziergänge nicht mehr möglich waren und deshalb die Belastung des Organismus durch die kosmische Strahlung auf ein ungefähliches Mass reduziert werden konnte.
Etwa 2h später nahm Ed eine Bewegung am tiefschwarzen Himmel wahr. Er konnte noch nicht sagen, ob es ein Brocken oder Nimba's Bergekreuzer war. Er machte erst noch einmal richtig "Feuer", denn seine Heizung stand auf minimum und ihm wurde kalt. Das Objekt am Himmel hatte inzwischen seinen Kurs geändert, also war es kein Asteroid. 'Hoffentlich keine Bullen' dachte Ed und blieb ruhig sitzen. Nach weiteren 2h war klar dass Nimba im Anflug war. Ed wunderte sich, dass der Comlink ruhig blieb, normaler Weise hätte Nimba ihn schon längst ausgelacht und ohne Ende verspottet. Aber Ed verhielt sich auch ruhig, Nimba würde schon seine Gründe haben. Der Bergegleiter setzte in einem kleinen Krater neben Ed's Lager auf und so machte Ed sich auf in die Richtung.
Als er auf der Kratersohle ankam konnte er schon die offene Schleuse am Gleiter erkennen. 'Endlich aus dem Drecksanzug raus und erstmal richtig abkacken' dachte Ed sich aber Nimba kam ihm draussen schon entgegen und machte das taktische Zeichen für Funkstille. Ed schaltete Comlink und intercom ab. Die beiden Männer trafen sich in der Nähe des Gleiters und Nimba schloss ein Notkabel an die Raumanzüge an. "Da soll wohl asolut keiner mithören oder was?"  "ich erkläre dir alles bei mir an der Kellerbar aber jetzt verschwinden wir hier erstmal und zwar pronto!" sagte Nimba.
Diese Bergeaktion war etwas anders als sonst! Statt traction beam wollte Nimba diesmal manuell bergen. Mittelalter total wie Ed es fand. Er steuerte den Berger während Nimba den Bergekran mit Seilen und Haken bediente. Als der Outbacker sicher auf den Schienen des Bergers verriegelt war, ging Ed erstmal in den Sanitärbereich und liess sich Zeit beim Frischmachen. als er zurück auf die Brücke kam, ging Nimba in den Sani-Bereich. Ed war gespannt auf Nimba's Reaktion denn er hatte bewusst den Schalter für Luftreinigung nicht betätigt. Nimba kam nach einiger Zeit zurück, setzte sich in den Commandersitz und blieb ruhig. 10 min später drehte er den Kopf rum und sah Ed an: "Ey man schon mal was gehört von Fenster aufmachen nach dem Kacken? Das stinkt da unten wie im Mufflon-Gehege auf Titan"  "Du solltest doch auch was davon haben man!" Ed freute sich, dass sein Gruss vom Asteroiden angekommen war.
Nimba begann Ed von seinem Verdacht zu erzählen und stufte das Ganze als Sabotage ein. "Yo man, da hat dir so einer ne richtig fette Lampe gebaut! Und zwar einer der in der Dreckshirarchie ziemlich weit oben steht und auch noch deine Gewohnheiten und deinen Flugstil ziemlich genau kennt. Der wollte dich platt machen, endgültig! Zum Glück hat er dich unterschätzt! Du hast dir irgendwo auf der letzten Tour einen fiesen Virus eingefangen. Höchst wahrscheinlich über einen Kontrollsateliten beim Ein- oder Auschecken. Eventuell auch über die aktivierte Com. Die Tatolabschaltung sollte verhindern dass ein miteingeschleuster Tracker den Standort vom Outbacker verriet und deswegen auch die manuelle Bergung." Nimba wollte alles vermeiden, was sich orten lässt.
 "Aber wenn sie dich unbedingt am Arsch haben wollen dann doch spätestens über deine Antriebssignatur!" meinte Ed. "Nö!"  "Wie, nö?" wollte Ed wissen. "Wir tauchen auf deren Anzeigen als Trooper-Schiff auf, das ist der Gag!" antwortete Nimba gelassen und steckte sich einen Joint an. Ed fiel nichts mehr ein. "Und wenn..." Nimba fiel ihm ins Wort: "Mach dich  locker man, ne andere Troopergurke hat uns als Trooperschiff auf dem Schirm und auf deren Comscreens tauchen wir als Beamte vom TTS (Trooper technical Service) auf. Die Penner müssten schon an Bord kommen damit sie sie durchblicken, aber die kommen nicht an Bord! Noch nicht mal in meine Nähe weil ich schneller bin als die Halbaffen!" Nimba grinste über das ganze Gesicht. Ed wollte absolut nicht wissen wie viele Firewalls Nimba geknackt hatte um das hinzubiegen. Wahrscheinlich waren da auch Trooper bei seiner Schmuggelei mit dabei!
Nimba setzte den Berger mit dem darunter befestigten Outbacker vorsichtig auf die Landeplattform neben seinem Werkstattbunker, löste die Verriegelungen und hob vorsichtig wieder etwas ab. Die Plattform begann im Boden zu versinken und der Outbacker wurde dann automatisch zur Seite gezogen in die Wekstatt worauf sich die Plattform wieder hob um den Berger aufzunehmen. Zu guter letzt verschloss sich die Öffnung an der Oberfläche und der Druckausgleich wurde eingeleitet. Nimba würde morgen früh anfangen den kompletten Hauptrechner, alle Consolen und die komplette Com ausbauen, Hard- und Software scannen und dann an die Triebwerke gehen. Es hatte schon einge solcher Fälle gegeben und daher konnte Nimba sich denken, was da los war.
Als sie die Kellerbar betraten und das Licht anging fiel Ed's Blick sofort auf 2 Frauen die vor ihm standen. Beide dunkelbraun, fast schwarz und sehr hübsch, um die 40, wie Ed schätzte und entweder waren sie Zwillinge oder geklont. Diese Ähnlichkeit war verwirrend. Die linke von beiden fiel Nimba sofort um den Hals "Endlich bist du wieder da! War's gefährlich?"  "No chica todos buen!" Nimba liess den Macho raushängen. "Darf ich dir die Hernandez Schwestern vorstellen? CL und Yailin" er zeigte erst auf die rechte Lady und dann auf die andere. "Hola Ed, schön dich kennen zu lernen!"  "Si, hola Ed" sagte Yailin kurz. "Hallo Ladies! Ich bin überrascht, sehr angenehm überrascht! Mit Damenbesuch hätte ich hier am Arsch des Sol-Systems nicht gerechnet und Nimba hat nichts von euch erzählt, aber auch nicht eine einzige Silbe!"  "Ey yo chicas, habt ihr was zu essen für uns? Wir könnten n halbes Mufflon auf Toast vertragen!"  "Mit Zwiegelringen dazwischen" gab Ed seinen Senf dazu.
Die Schwestern nahmen die beiden mit auf die "Terrasse", einem Vorbau von Nimba's Wohnzimmer bei dem sich eine Kuppel wegschieben liess und so ein wahnsinnig schöner Ausblick auf den Asteroidengürtel, die Sterne und je nach Konstellation die Sonne und die Planeten sichtbar wurde. In der Ecke befand sich ein stilisierter Kamin, in dem Steine glühten, auf dem man aber auch grillen konnte. Und hier auf der Terrasse hatten die beiden Frauen ein karibisches Buffett, wie sie es nannten, aufgebaut. Seafood für 4 Personen, dazu Wein und Sekt aus Spanien in allen Farben, chilled served! Wahnsinn, Ed war sprachlos. Zwischendurch ging CL in die Ecke gegenüber des Grills, liess die Entertainconsole hochfahren und schon füllte sich der Raum mit uralter Musik auf uralten Instrumenten gespielt, Rhytmus pur. Diese Musik spiegelte soviel Lebensfreude wider, dass man meinte die Sterne ausserhalb der Glaskuppel würden sich mit dem Rhytmus auf ihren Bahnen bewegen. Ed hatte so etwas noch niemals in seinem Leben gehört oder je so eine Stimmung erlebt.
Im Laufe des Abends erfuhr Ed einiges über die Hernandez Schwestern: sie kamen von der Erde, genauer gesagt von Cuba. Ed sah vor seinen Augen Palmen, ein Piratenschiff und Rumfässer. Die Schwestern hatten in Havanna auf Cuba Musikgeschichte studiert und spielten diverse alte Instrumente, aber statt in irgend einem vertrockneten Institut langsam zu sterben, gründeten sie eine Band, traten im ganzen bekannten Raum auf und brachten den Menschen eine längst vergessene Kultur zurück.
Auf Worlow Prime wurden sie dann 2 mal von ihren Agenten über den Tisch gezogen und von korrupten Beamten der Kulturbehörde wegen angeblichem Diebstahls geistigem Eigentums zu hohen Geldbussen verdonnert. Sie hatten grade noch genug um ins Sol-System zurück zu kehren und in einer heruntergekommenen Spelunke auf der anderen Seite des Asteroidengürtels für Unterkunft, Verpflegung und einen Hohn an "Taschengeld" eine Art Sklavendasein zu fristen. Eine Antriebspanne des Gleiters ihres Chefs während einer "Promotiontour" im Asteroidengürtel führte die Schwestern dann mit Nimba zusammen. Der hatte ganz schnell raus was für ein dummes Schwein der "Chef" der Frauen war und liess dann den Schrottgleiter zusammen mit dem Schrottchef irgendwo im Niemansland des Asteroidengürtels abstürzen. Seitdem leben die Schwestern auf Nimba's Asteroid und mit der Zeit hat es zwischen Yailin und Nimba gefunkt. CL will sich noch weiter orientieren und dann später zur Ruhe kommen.
Der weitere Abend verlief ruhig wurde aber von dem Zauber dieser fremden, fast versunkenen Kultur geprägt. Die 4 tanzten etwas. Tanzen? Für Ed eigentlich völlig unlogische Bewegungen aber er fühlte sich wie in einer anderen Welt! Zum Schluss wurde die Musik ruhiger. Für Ed aber trotzdem spannend!  CL ging hinter die Bar und begann Cocktails zu mixen. Yailin nahm vor der Bar auf einem der Hocker Platz und rief die Männer zu sich. Jetzt sassen sie zu dritt vor der Bar, lauschten der Musik und CL erklärte die Cocktails. So lernte Ed den Mojito, den Presidente, den El Carraibo und andere kennen, die sehr lecker waren, deren Namen er sich aber nicht merken, geschweige denn aussprechen konnte. Mit einem mal waren die Frauen verschwunden und kamen nach kurzer Zeit mit antiken Instrumenten zurück. CL liess die Musik aus der Entertainconsole verstummen und dann begannen die beiden zu spielen und zu singen. Guantanamera, El Commandante, Baylando und andere fantastisch einfache Songs, die die Männer nach kurzer Zeit mitsangen. Die Frauen legten die Gitarren, wie diese alten Instrumente hiessen, nach einiger Zeit zur Seite und Nimba meinte, die Uhr stände auf sleep mode und verschwand mit Yailin nach oben.
CL kramte 2 Zigarren unter dem Thresen hervor und hielt sie hoch "du auch Amigo?"  "Si gracias!" Ed suchte noch nach einem passenden Messer da hatte CL die Zigarren auch schon bearbeitet und ein Pack lange Streichhölzer in der Hand.  "El fuego Senor?"  "Muchas gracias!" mit der souveränen Lässigkeit des Könnens zündete CL erst Ed's und dann ihre Zigarre mit dem gleichen Streichholz an.
Es entwickelte sich eine intensive Unterhaltung zwischen den beiden, Sie befragten sich gegenseitig und lachten auch viel. Nach ein paar Stunden, man konnte auch sagen, als die Nacht vorbei war, wusste jeder im Leben des Anderen einigermassen bescheid. In der oberen Etage entstand Bewegung. Türen klappten, Wasser lief, Nimba's Bungalow füllte sich mit Leben. "CL, schnell noch eine Frage bevor der Tag losgeht, wofür steht CL?"  "Ich dachte schon du wolltest nie danach fragen. Das ist meist die 1.Frage die man mir stellt. Aber danach erklärst du mir kurz was es mit deinem Nachnamen zu tun hat und warum du deinen Gleiter 'Outbacker' nennst. Also CL heisst -Cuba Libre- und in meiner ID steht Yailet als Vorname" Ed war begeistert! CL -Cuba Libre-, das klang nach Freiheit auf See und Piraterie. ARRRRRR! Aber er wurde eines Besseren belehrt. Dieser Longdrink aus Rum, Eis, Cola und einer Scheibe Limette war ursprünglich eine Schöpfung der Söldner die vor 600 Jahren die Befreiung Cuba's von der spanischen Kolonialmacht und die Gründung einer eigenen cubanischen Regierung unterstützten und sich nach dem Sieg dafür in den Tavernas feiern liessen.
Jetzt war Ed an der Reihe in seine Familiengeschichte einzutauchen und etwas Licht ins Dunkel vergangener Jahrhunderte zu bringen. "Bis Mitte des 19. Jahrhunderts kann ich meine Wurzeln zurück verfolgen. Da verkaufte ein Leif Vargsön seine Rentierfarm in Lappland, ging nach Australien ins Outback und kaufte eine Schaffarm. Dessen Enkel wurde von seinen Eltern Edgar genannt aber alle die ihn kannten benutzten nur die Kurzform. Auf alten Fotos sehe ich dem Ed so verdammt ähnlich dass meine Eltern mich auch Ed nannten. So und dieser Ed liess bei seiner Hochzeit seinen Nachnamen übersetzen und hiess ab dann Wolfson. Einer von Ed's Enkeln wollte kein Farmer sein und wurde Trucker. Er donnerte mit einem Road Train, wie sie die Frachter damals nannten, durchs Outback, an die Küste und zurück. Der Typ nannte seinen Road Train -Outbacker-! Er hatte sogar ein riesiges, beleuchtetes Schild mit dem Namen an seinem Frachter angebracht.
Mit der Besiedlung des Mars bezogen Ed Wolfson's Nachkommen als erste Siedler überhaupt ein Gebiet am Rand der Valles Marineris und durch einen Fehler bei der Siedlungsregistratur wurde der Name 'Wolfson' durch 'Marineris' vertauscht. Ja und so wurden mein Raumschiff und ich zu dem was wir heute sind!" CL hing an Ed's Lippen. Sie liebte es wenn vor ihrem geistigen Auge ein Stück Geschichte lebendig wurde und sie hätte noch stundenlang zuhören können, aber aus der Küche kam schon Kaffeeduft rüber und in der Werkstatt wartete der lädierte Outbacker auf helfende Schrauberhände.   
Die nächsten 3 Tage waren angefüllt mit Reperaturarbeiten. Ed hatte Zweifel ob sein Gleiter jemals wieder fliegen würde, denn die komplette Einrichtung der Brücke war auseinander gerupft. Nimba baute den kompletten Hauptrechner und alle vernetzten Steuerungen aus und weil das nicht genug war lagen später auch noch alle Com-Einheiten neben dem Gleiter, genau wie er es auf dem Flug angekündigt hatte. Ed konnte da nicht zusehen. Er öffnete lieber die Waffendome auf dem Haupt- und auf dem Gegendeck und checkte die Uraltkanonen durch. Die waren für die Erdatmosphäre konstruiert und nicht für über -200°C kaltes Vakuum. Deshalb hatte Nimba noch während des Krieges alle 5 Kanonen mit einer aufwendigen Vorwärmung versehen: Munitioszuführung, Verschluss, den Lauf und sogar die bewegliche Staubkappe über dem Kartuschenauswurf. Wenn schon, denn schon. Die Schwestern waren die ganze Zeit mit dabei und es stellte sich heraus dass die beiden reichlich Ahnung von Comsystemen hatten. Gegen Ende der Flickerei an den Steuerungen nahm Nimba den Gleiter Stück für Stück wieder in Betrieb und kümmerte sich dann um die Intersol-Antriebskammer, die bei der Explosion einiges abbekommen hatte. Ed kroch derweil in die letzten Winkel und suchte nach Schwachstellen. Er markierte einige Ecken, in die er dann Knotenbleche einschweisste.
Fertig! Der Outbacker konnte wieder durchs Sonnensystem smashen! Ed half noch die Werkstatt wieder aufzuräumen und zum Schluss gab es ein wohlverdientes Feierabendbier. "Wow, Strong Ale von der New Holland Brauerei!" Ed war begeistert. "Yo man die machen das beste Bier auf dem Mars!" meinte Nimba. "Wir müssen abrechnen!" sagte Ed. "400!" kam als Antwort. "Alter du hast..."  "400!" unterbrach Nimba. "Du kannst es auch für 150 haben" Er deutete auf 2 Pakete im Regal und meinte "du brauchst nur die beiden mit nach Worlow Prime nehmen und bei nem Kumpel abwerfen." Ed brauchte nicht lange zu überlegen und holte ein paar Scheine aus seinem Arbeitsanzug "Ich geb dir 450 und gut is! Die Pakete sehen mir viel zu harmlos aus. Da sind doch für mindestens 30 Jahre Pinta Roros (das berühmt/berüchtigte Bergwerkgefängnis auf Worlow 8) drin und ich hab 0 Bock meinen Rentnerlöffel in irgendeinem beschissenen, einstürzenden Minenstollen weg zu legen!" Nimba steckte die Scheine mit einem breiten Grinsen ein und meinte "keine Panik man, da is nur n bisschen BM drin. Zu medizinischen Zwecken."  "logo wozu sonst!" mehr fiel Ed dazu nicht ein. "Hakuna Mattata man, ich krieg das Zeug schon da hin" "Was ich schon immer mal wissen wollte" sagte Ed "wofür steht BM eigentlich?"  "Yo man das hab ich letztens erst Yailin gefragt. Sie sagt -B- steht für -Bob- und -M- für -Marley-!"  "Bob Marley?" wunderte Ed sich "nie gehört man. Wer oder was ist das ?"  "Das war voll der Crashman aus Jamaica, Cuba's Nachbarn ausm 20. Jahrhundert. Der hat saugeile Reggae Musik gemacht und ohne Ende Hanfblätter geraucht, das hat wohl reichlich gedröhnt und die Jungs warn dann richtig entspannt drauf! Und aus Hash oder Dope ist mit der Zeit BM geworden!"  "Du ! gehst da ja voll drin auf, du bist 500 Jahre zu spät geboren man." meinte Ed
Als die beiden Richtung Küche kamen roch es nach lecker Gebruzzeltem und frisch geduschten Frauen. 'Da könnt ich mich dran gewöhnen' dachte Ed. "Los Jungs duschen! In 15 Minuten gibts Futter!" meinte Yailin.
Die 4 sassen noch eine Weile am Tisch und sprachen über dies und das. Mit einem Mal sah CL Ed tief in die Augen  "wo willst du morgen hin?"  "Ich muss erst mal nach Hause. Dann pack ich mein Geraffel und fliege nach Worlow Prime. Auf dem Rückweg halte ich auf Titan an, ne Runde Gelbzackbarsche angeln und ein, zwei Wildschweine platt machen und dann muss ich noch bei Muhittin vorbei, meine Mufflonbestände gehn auf Reserve. Drei, vier Felle kann ich auch noch ab, der Marswinter ist frisch! Bei mir am Olympus Mons geht es nachts schon mal bis -140 C° runter, da kommen n paar Felle ganz gut!"  "Das passt gut, kannst mir 2 Viecher mitbringen" sagte Nimba schnell. Bevor Ed antworten konnte sagte CL: "nimm mich bitte mit!" Eine kleine Pause trat ein. Yailin ergriff als erste wieder das Wort "wir haben letzte Nacht viel geredet was werden soll und es ist so, dass ich gerne hier bei dem Verrückten bleiben möchte und CL fühlt sich hier zwar wohl, aber manchmal kommt sie sich auch vor wie ein leerer Zusatztank."  "Ja und ausserdem ist Yailin die häuslichere von uns beiden. Ich bin gerne mal längere Zeit auf einem Fleck aber dann fehlt mir wieder die Weite im offenen Raum und das Fliegen" sagte CL dann.  Ed kratzte sich am Kopf "ich möchte nicht derjenige sein, der euch beide auseinander reisst" sagte er. "Das tust du nicht, wir Zwillinge haben eine sehr feste Verbindung. Da machen ein paar Lichtjahre nicht viel aus." antwortete Yailin "Und von meinem Felsen zu deiner Baracke ist nur Nahverkehr. Wenn dir nicht wieder der halbe Antrieb um die Ohren fliegt, brauchst du nur zwischen 4 und 9 Stunden" gab Nimba zum Besten. Die Reisezeiten entsprachen tatsächlich der Realität der Abhängigkeit des Marsorbits zum Asteroidengürtel. Also hatte Nimba sich schon mit der Thematik befasst.
Am nächsten Morgen gab es nur einen Tee denn Ed wollte unbedingt los und die Frauen waren nicht gut drauf. Je eher los, desto besser! Nimba brachte CL's Gepäck in den Gleiter. Sie war schon an Bord und hatte sich in der Gästekabine eingeschlossen. Nimba sagte "Alter, nicht gleich Vollstoff, hörst du? Such dir n freies Stück, geh auf  30% Ionenantrieb und drück auf -automatischer Abgleich- in der Maschinenkontrollkonsole. Das dauert 10 Minuten. Da machst du gar nichts weiter, klar? In der Zeit synchronisieren sich die Antriebsgondeln. Danach gibt dir der Zentralrechner green for go! Voll durchtreten dann, gib alles was du hast und meinetwegen noch mehr."  "Check!" sagte Ed militärisch knapp und nahm Nimba in den Arm und grunzte "pass gut auf euch auf, du Geiselgangster!"  "Logo man!"  Yailin hatte Tränen in den Augen und konnte nicht sprechen. Sie nahm Ed in den Arm "ich passe gut auf deine Schwester auf, das schwöre ich!" sagte Ed zum Abschied, stieg in den Gleiter und schloss die Luftschleuse.
Der Outbacker stieg langsam höher und als er freien Raum hatte aktivierte Ed den Abgleich. Als das Display -green for go- anzeigte, synchronisierte er den Intercom und sagte "CL megasorry wenn ich störe aber du musst dich jetzt anschnallen ich soll den Antrieb einfliegen. Die Kabinentür ging auf und CL kam zur Steuerkonsole beim Kontrollpult. Sie hatte eine Crewmankombi aus Flottenbeständen an und die Haare hinten zusammen gebunden. Sie setzte sich in den CoCommandsessel, legte den T-Gurt an und begann Tanks, Leitungen und alle beweglichen Kabel- und Rohrdurchführungen zu checken als hätte sie noch nie etwas anderes gemacht. Überhaupt wirkte sie so routiniert als wäre sie schon Jahre an Bord. Sie bemerkte dass Ed sie musterte und erstaunt war  "Ich habe nicht nur Musikgeschichte studiert! Basic check ok. Engine ready for go, Scipper!"
'Man wie doppelcool ist das denn' dachte Ed und schob den Hebel für Ionenantrieb einfach auf Anschlag. CL sah ihn fragend an "ich soll voll durchtreten und alles geben, was ich habe und von Nimba aus auch noch mehr! Alles was geht!" Nimba's Anweisungen nahmen CL die Besorgnis und sie lehnte sich wieder entspannt zurück. Der Outbacker wurde schneller und schneller. Ed konnte es nicht fassen wie schnell der "Tacho", wie das LSFD in der Transportbranche genannt wurde, Richtung grün/rote Marke ging. Das ist der Punkt in der Beschleunigungssymetrie wenn der Hyperraumantrieb gestartet wird um dann rechtzeitig in den Hyperraum zu springen.
"Wahnsinn!" entfuhr es Ed. "Mit dem Antrieb bin ich schon auf Sprunggeschwindigkeit wenn die Trooper in ihren Gurken noch Zwischengas geben!"  "Den Text habe ich schon öfter gehört," sagte CL "aber niemand konnte mir erklären was das zu bedeuten hat."  Genau weiss ich das auch nicht aber das kommt aus dem Transportgewerbe von vor einigen 100 Jahren als meine Vorfahren noch mit ihren Roadtrains durchs Outback geheizt sind. Damals mussten die beim Beschleunigen oder beim Verzögern Zwischengas geben, also die Maschinen einmal ohne Last hochfahren. Weiss der Staubteufel warum, hatte aber irgendwas mit dem Abgleich Power zu Geschwindigkeit oder anders rum zu tun."  "Ok" meinte CL "soweit bin ich in dem Thema noch nie gekommen. Man merkt, dass du Ahnung vom Transport hast!"  "15 Jahre interstellar mit Frachtern unterwegs, das färbt ab!"  "Dann hast du auf dem Raumschiff gelebt?" wollte CL wissen  "Nee ich war Springer. Nach dem Krieg hat v.d. Kaan mich mit Pension entlassen und anfangs war das auch richtig gut. Angeln und jagen im Titan Wild Life Resort und ab und zu ne fette Kneipentour durch den Asteroidengürtel mit Ümit und Nimba. Das hat schon Spass gemacht. Zwischendurch ne Runde Sprit ins Worlow System schmuggeln nur so für den Nervenkitzel. Aber dann kam der Punkt, als das alles relativ sinnlos wurde für mich und darum habe ich mich dann bei 3 verschiedenen Agencies als Springer gemeldet und bin dann nur befristet geflogen."
"Man merkt noch was!" meinte CL  "Yo und was?"  "Dass du vom Mars kommst, so wie du sprichst!"  Ed zog die rechte Augenbraue hoch "schlimm, oder was?"  "Nönö" beeilte CL sich "absolut nicht, ich finde das eher interessant, irgendwie bodenständig."
Ein kaum merklicher Ruck ging durch das Schiff  "Shit, was war das?" entfuhr es Ed. CL checkte sofort den Antrieb und Ed die Navigation.  "Antrieb innerhalb normaler Parameter, Scipper!"  'Der beste Cocommand, den ich jemals hatte' dachte Ed  "Danke CL! Wir sind zwar nicht auf Autopilot, aber trotzdem hat der Kursrechner ne leichte Kursänderung eingeleitet."  "Ok, wie kann das sein?" wollte Cocommand CL wissen. "Ich ruf dann mal die Curse History auf!"  Der Kontrollscreen sah ganz normal aus aber es gab eine neue Funktion -Route Map Holo-. Ed wollte es wissen und drückte auf den touchbutton. Vor den beiden öffnete sich ein Hologramm mit dem gesamten Raumsektor den sie schon durchflogen und den sie noch vor sich hatten. Sie würden in Kürze ein Gebiet mit Fährverkehr durchfliegen und aus Sicherheitsgründen nahm der Navirechner eine Korrektur vor.
"Hammer! Das total entspannte Spacesmashing!" Ed war begeistert. Es waren über 2 Stunden her seit sie von A-3XK7 abgeflogen sind und Ed hatte jetzt Hunger und Durst, schliesslich haben Männer ja auch Gefühle. Er öffnete den Gurt, streckte sich und sagte: "wird Zeit was zu spachteln, der kleine Hunger ist da. Ich mach n paar Sandwiches klar! Magst du Kaffee oder Tee?"  "Welchen Tee hast du denn?"  "Türkischen chay!"  "Auja!" CL war besgeistert "Den kenne ich von der Erde, der ist richtig gut!"
Ed setzte sich auf den Cocommandsessel und goss Tee ein und zwar nach uralter türkischer Art: erst das Chayglas halb voll mit dem konzentrierten Tee und dann mit heissem Wasser auffüllen. "Wow, wie in Klein-Asien" meinte CL "aber original und dann der Käse hier. Sehr lecker! Kommt mir auch irgendwie bekannt vor!"  "Yo" antwortete Ed "das ist türkischer Kashkaval mit schwarzen Oliven."
"Der Navi-Rechner hat eben eine Komplettverzögerung eingeleitet!" sagte CL auf einmal!  "Ne Vollbremsung? Was soll der Scheiss?" wollte Ed wissen. CL antwortete gelassen: "Ich hab rausgefunden, dass der Navi-Rechner automatisch deine Heimatadresse als Ziel annimmt, wenn du bei der Kurbestimmung kein Endziel eingibst. Und deshalb sind wir jetzt in der Verzögerung!" "Jetzt schon, krass!" Ed wollte lieber auf Nr sicher gehen:"CL, kannst du bitte mal nachsehen bei welchen Koordinaten der Rechner die Automatik ausschaltet?"   "Wir schwenken in 23 Minuten in einen Standartabstandsorbit ein und können dann einchecken"  
Ed war total begeistert von den neuen Flugeigenschaften des Outbackers und sagte: "yo, merkst du was?" "Äh, nö im Moment nichts!" "Genau das meine ich!" sagte Ed "Beim beschleunigen voll die Ruhe, beim Bremsmanöver, voll die Ruhe und ich möchte wetten, dass wir vom Einschwenken in den Orbit auch nichts merken!"  "Stimmt" sagte CL "jetzt wo du es sagst fällt mir das auch auf! Irgendwie hat Nimba sich auch mit den Trägheitsdämpfern auseinander gesetzt, das habe ich beim schrauben mitbekommen!"  "Der Wahnsinnstyp muss die Dinger ja total neu konfiguriert und aufgemotzt haben!" bemerkte Ed immer noch voll begeistert.  
Die beiden landeten den Gleiter ganz sanft auf dem Landeplatz. Alles verlief total ruhig. Ob beim Einschwenken in den Orbit, beim Landeanflug oder bei der Landung selbst, alles blieb ruhig. Der Outbacker landete weich wie eine Feder.
Die Luftschleuse war noch nicht ganz offen, da konnten die beiden schon Ümit Yüksel's Stimme hören: "Alter, wie sieht bei dir eigentlich 'n kleiner Testflug aus? Mal eben in die übernächste Galaxie, oder was? Und bloss gut, dass du dich nicht gemeldet hast, da konnte ich mir wenigstens genug Sorgen machen! Oder hast du vielleicht jemand kennen gelernt, heh, heehh?"  Da kam der Südländer in ihm durch. "Lass mich mal vorgehen!" flüsterte CL "Doppelcool, dem fällt garantiert der Hoden zu Boden!" war Ed's Reaktion auf den Vorschlag. CL musste sich richtig beherrschen um nicht laut aufzulachen. Sie trat aus dem Halbdunkel der Luftschleuse heraus und blickte in Ümit's Augen, die sich grade weiteten "Hallo Ümit!" sagte sie wie selbstverständlich und dann kam auch schon Ed aus der Schleuse "Hallo Ümit!" Die riesigen Augen in diesem überraschten Gesicht waren eigentlich ein Foto wert. Aber Ümit fing sich sehr schnell wieder "du bist ja noch heile, ein Glück man!" sagte er und klopfte Ed auf die Schulter, wandte sich aber gleich darauf CL zu "sorry Lady, ich bin Ümit, aber das weisst du ja bestimmt schon! Salam Alejkum und willkomen auf OM Base!" "Danke Ümit, Alejkum U Salam! Ich bin CL!"  "CL??"  "CL!!"     
CL hatte eine Ledertasche geschultert. Sie holte einen Tranmitterscanner aus der Tasche und sagte: "Nimba meinte, wir sollten als erste Massnahme überhaupt eure beiden Einheiten nach Wanzen scannen!"  "Ist vielleicht nicht verkehrt denn vor 3 Tagen ist hier ein fremder Rover rumgegurkt! Schwarz, zugeklebte Scheiben und die taten so als wenn sie was suchten." sagte Ümit "hängt das mit den Wanzen zusammen?"  "Keine Ahnung man, aber lass CL mal lieber die Buden durchscannen! Die hat von sowas richtig Ahnung"
Zum Abendessen hatte CL wieder ihre Ledertasche mit und sagte: "bevor ich's vergesse, schönen Gruss noch von Nimba! Er wollte euch noch was rüber schieben!" sie griff in die Tasche und kramte 2 Armbänder raus. "Die Dinger sind richtig gut aber leider völlig illegal! Die hauen nen hammerstarken EMP raus, aber nur als Richtbeam. Damit kann man auf 10-15 Metern einiges an Schaden anrichten. Z.B. Strahlenwaffen unbrauchbar machen oder jemand sämtliche ID's, Dossiers und Geldkarten löschen. Der hat dann als Unscannbarer erstmal viel Spass mit den Bullen! Die Dinger können bestimmt mal sehr nützlich sein wenn man abhauen muss!"  "Nimba ist für jede Art Überraschung gut!" meinte Ed dazu.
Während des Essens brachten Ed und CL Ümit auf den neuesten Stand und sie beschlossen morgen zu dritt einen zweiten Testflug mit dem Outbacker zu machen um die manuelle Steuerung und das Flugverhalten in Flucht- und Kampfsituationen zu testen. Danach wollten sie zusammen nach Worlow Prime und sich mal umhören, was es mit den letzten Aktionen auf sich hatte.                 
CL hatte die Nacht im Gleiter zugebracht. Sie wollte sich noch die Subroutinen für die manuelle Steuerung ansehen und dann in Ruhe ausschlafen. Ed bereitete sich gedanklich auf die Tour nach Worlow Prime vor. Morgen am 24.03.2435 um 0900 zero median time solls losgehn. Deswegen schaltete Ed auch vor jeder Tour erneut im Kopf um von der lokalen Ortszeit auf die interstellare Einheitszeit um Fehler zu vermeiden. Ed würde hier und da einen Zwischenstop einlegen, schliesslich ist er Rentner und nicht auf der Flucht, man hat ja auch einen Ruf zu verlieren und auch weil er, wie üblich, die offiziellen und somit legalen Routen weitesgehend aus seiner Planung ausgeklammert hatte, um den einen oder anderen Deal sauber und gewissenhaft abzuwickeln und um sich überall mal etwas umzuhören.
Er ging in den Keller um zu sehen was noch an schrottigen Teilen mit in den Gleiter musste damit man abseits der Routen glaubhaft eine  Panne vortäuschen kann falls im offenen Raum mal wieder kontrollwütige Trooper aufkreuzten. Ed hatte auf der letzten Tour schon viel Schrott verkauft oder reparieren lassen. "Shit das reicht niemals!" murmelte er und machte sich auf zu Nachbar Ümit Yüksel. Der hat bestimmt auch wieder Pakete für Verwandte und Freunde gepackt dachte Ed sich und bollerte nun schon das 3. mal an Yüksels Kellertür, diesmal aber richtig. "Hau ab man, ich bin am Kacken!" kam von irgendwo. Ed drehte sich um und dachte sich nur  'wer viel frisst macht auch viel Scheisse!'    
Der "Keller", wie Ed und Ümit die Verbindung ihrer Wohneinheiten unter der Oberfläche nennen, ist eine Ansammlung von Gängen und Räumen die ausschliesslich illegalen Zwecken  dienen  zB. Ed's Destille für den besten Vodka auf ganz Mars und Yüksels kleine aber sehr feine Schlachterei haben hier ihren Platz und werden auch regelmässig genutzt und zudem muss Schmuggelgut unsichtbar aber trotzdem sicher aufbewahrt werden. Deshalb führt auch ein Gang direkt unter die Doppelgarage, die beide Wohneinheiten auf der Oberfläche und somit legal verbindet. Ein Antigravlift erleichtert den Transport vom legalen in den illegalen Bereich und umgekehrt erheblich. Schliesslich ist man nicht total beknackt und schleppt Feuerwasser, Waffen und alles was sonst noch Spass macht Treppen rauf und runter, ausserdem ist man keine 20 mehr.
Eigentlich nur logisch und konsequent unter der Oberfläche zu agieren da das Anlegen von privaten Anlagen unter der Oberfläche verboten ist. Niemand kommt auf die Idee dass jemand so behindert ist und sich unter grossen Mühen Platz unter der harten Marsoberfläche schafft. Denn wer braucht hier schon einen Keller als Lager oder Werkstatt? Rasen mähen und am Sonnabend vormittag für alle Siedlungsspiesser schön sichtbar den Gleiter waschen entfällt auf dem Mars. Die Grundstücke sind gross genug und billig und selbst nach fast 400 Jahren Besiedlung gibt es immer noch noch genug Platz.
Grade wieder im Wohnzimmer angekommen quiekt die comlink Kontrolle! Eingehendes Signal von der Erde! "Opa Ed, wie gehts?" Futos breites Grinsen füllt den ganzen Holoscreen. "Sollst du mich Opa nennen, du Strauchdieb?" Futos Grinsen wurde noch breiter "Ich hoffe, du hast mich nicht vergessen" meint Futo. "Niemals!"  'Ich hasse es schon am frühen Morgen lügen zu müssen' dachte Ed und machte in Gedanken einen grossen Haken hinter seine Worlow-Tour. Er hatte Futo vergessen aber der hat nun Vorrang. Der Junge muss unbedingt ab und zu aus seiner weichgespülten Umgebung raus damit er nicht schwul wird, wie Ed immer betonte.
"Wann holst du mich ab? Oder soll meine Mam mich bringen?"  "Warum kommst du nicht alleine rüber? Oder lässt dich die Mam nicht?" "Allein? Das darf ich bestimmt erst in 100 Jahren, verdammte Scheisse!" Ed sah Sheila um die Ecke kommen und wollte Futo schnell noch warnen aber Sheila war zu schnell: "das habe ich alles gehört Papa! Man, 5 min comlink mit dir machen 2 Jahre wertvolle Erziehung bei Tom zunichte! Du kommst hier her und holst den Jungen ab! Und dann erklärst du mir genau was ihr vorhabt und dann, wirklich erst dann entscheide ich ob er mit kommt. Und glaubt ja nicht, dass ihr mir einen vom Kometen erzählen könnt. Tom bekommt einen Transponder mit, ich will wissen wo ihr euch rumtreibt! Entweder ihr akzeptiert das oder die Sache ist gelaufen!"
Bevor Futo durch pubertäres Auftreten alles total zerstören würde sagte Ed schnell: "das klingt doch alles sehr durchdacht. Morgen Abend bin ich da." Futo war wütend und entäuscht und schob Ed noch einen langgestreckten Mittelfinger in den Comlink. Ed war klar, dass der Junge enttäuscht war aber eins war sicher, Futo würde sich die Nacht über Gedanken machen, wie er den blöden Transponder cheaten kann.
Ed aktivierte den Intercom und informierte die anderen über die Planänderung. Ein paar Tage Erde fanden beide gut. CL meinte sie würde dann rüber nach Cuba fliegen, Familie besuchen und bot Ümit an mit zu kommen, was er dankend annahm.
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Ed setzte den Outbacker auf der einzigen Landebahn auf dem unter Denkmalschutz der Confederation stehenden -Marques d' Orinoco- Flugfeld auf. Dieser kleine vewunschene Platz mitten im kochenden Dschungel Brasiliens hatte es Ed angetan. Für CL war Dschungel nichts neues und Ümit freute sich riesig auf das Wiedersehen mit Rosita und Jose, die Betreiber dieses "Flughafens".
 Hier schien alles noch so zu sein wie 1943 als die kleine Anlage als Ausgangspunkt für irgendwelche irrwitzigen und mit Sicherheit saugefährlichen Kommandos gebaut wurde. Nur dass hier heute nach 500 Jahren keine Propellerflugzeuge mehr starten oder landen. In der Cantina von Rosita, angeblich die ehemalige Offiziersmesse, hängen die Dinger als verstaubte Modelle an der Decke. Eigentlich hängt da ein richtiges Vermögen aber Rosita und ihr Mann Jose waren nicht geldgierig und fanden die Dinger einfach nur passend zur Location. Ed hat richtig Bock so ein Fossil mal zu fliegen aber das würde wohl für immer ein Traum bleiben.
Sie liessen den Gleiter einfach vor einem der Hangars stehen und gingen Richtung Cantina, "erstmal ein paar lecker frisch gezapftge San Miguels abpumpen" wie Ed sich ausdrückte. Er wollte grade das erste Glas ansetzen als die Bürotür aufflog.  Jose, der hier gleichzeitig als Zöllner fungiert, kräht: "hombre komm erst mal registrieren man!" Rosita sah Ed durchdringend an und machte mit dem Kopf eine Bewegung Richtung Büro. Also bewegten sich die drei erst mal rüber ins Büro denn Ed hatte keinen Bock auf Stress und er wollte auf keinen Fall, dass die beiden Wirtsleute Schwierigkeiten mit ihrer Konzession bekamen, dafür waren die beiden einfach zu nett, zu rustikal und zu integer.
"Drecksbürokratie hier auf Terra! Bei mir zu Hause schieb ich der Standartorbitalstation einfach meine Daten rüber und das wars" grunzte Ed. Jose grinste und breitete die Arme aus "hombre" meinte er feierlich, "hier ist Sol Prime, man nennt uns auch Terra, hier ist keine Kolonie, hier ist das wahre Leben und dazu brauchstu lebendige Bürokratie man " Der Sarkasmus aus dieser Szene ergoss sich über den Schreibtisch und begann an der linken Seite herunter zu tropfen.
Die drei gaben ihm ihre 'Hundemarken' wie die neuen Ident-Dossiers in Anlehnung an die Erkennungsmarken der Army, genannt werden. "Respekt, ihr habt alle schon das neue Teil man" Jose ist begeistert, reduziert das neue Dossier doch seine Arbeit auf ein einmaliges Auflegen auf der Schnittstelle. Kein Schreibkram und kein Computergenerve! "Ja hab ich mir  gleich zu Anfang geholt das Ding als das losging mit dem Quatsch. Im Worlow System haben die Trooper in ihren Gurken nur noch die neuen Lesegeräte. Zeigst du denen das alte Dossier, dann fliegst du mit Eskorte zum Basisschiff und dann das volle Programm: Foto, Anhörung, die alten Daten einscannen und dann geleitet dich ein freundlicher Bulle zur Kasse."
"Kasse? Hombre willst du mich verarschen? Bar löhnen oder was???" Jose war einiges gewohnt aber die Story klang für ihn wie Science-Fiction. "Bar" sagte Ed "cash down und zwar passend. Wechseln is nich. Hast du's nicht passend bekommst du ein Zeitfenster, fliegst nach Worlow Prime und löhnst in der Trooper Central Bank!"  "Das können die nich machen man, da fliegt doch kein Schwein mehr hin!"  "Sie können und sie machen! Glaub mir Jose ich hab den Scheiss hinter mir! Und im Worlow System wird nun mal richtig Kohle gemacht und darum kommen die Leute immer wieder"
"Kommst du mit der neuen Hundemarke schieben sie dir beim Eintritt ins System am Checkpoint ne Trägerwelle rüber, da modulierst du deine Daten drauf und bist herzlich willkommen, oder auch nicht, wenn du zu dusselig bist!"  "Madre de Dios" war Jose's abschliessender Kommentar "Komm Jose, lass uns was trinken" meinte Ed aber Jose war noch nicht fertig.  "Hombres eure Ballermänner! Ihr wisst doch, Terra und Waffen passen nicht zusammen!"  Ed vergass das Waffenverbot immer wieder. Er klinkte den Holster aus und legte ihn samt der gekürzten Uralt- 12/75 auf den Tisch.  Jose hatte bis jetzt noch nicht kapiert was da auf dem Tisch vor ihm lag.  "Alle Waffen, hombre!" Ja, der gute Hirte erkennt seine Schweinehunde am Tritt! Also legte Ed das antike Survivalknife, das Elektronenstilett und eine uralte 45er automatic aus seinem Stiefel daneben. Ümit hatte nur einen, auf den ersten Blick, normalen Lasergrinder dabei, CL einen Desruptor und ein Elektronenstilett.
Es war einen Augenblick totenstill. 'Django betritt den Saloon' schoss es Ed durch den Kopf, er liebte antike Filme.  "Hombre que pasa? Hast du n Museeum überfallen man? Oder hast du antike Gräber geplündert? Hier liegen ja n paar hundert Jahre auf dem Tisch man!!" Jose's Stielaugen wurden immer länger! "Yo man ich steh auf son antiken Kram und effektiv ist das Zeug auf jeden Fall, täusch dich man nicht!" Jose schüttelte immer noch den Kopf  "Was ist Amigo, schiessen wir ein bisschen?"  "Das lässt sich ein echter Mex nicht 2 mal sagen Gringo!" Ümit und CL gingen zurück an die Bar und die beiden anderen schlichen durch den Hinterausgang ein Stück weit in den Dschungel.
Sie kamen zu einer Minilichtung, hier hatte Jose etwas Schrott entsorgt. "Ay Ed die Dinger schlagen zurück oder? Hab ich im Film gesehen!"  "Sehen und selbst schiessen ist wie Bier oder Tequila saufen" versuchte Ed zu vergleichen und drückte Jose die leere 45er in die Hand.  "Das hier ist das Magazin, da sind 10 Schuss drin"  Jose schob das Magazin in den Schacht, liess es einrasten und lud durch als hätte er noch nie etwas anderes gemacht. Er grinst "hab ich im Film gesehn, jetzt ist das Ding geladen!"  "Ja man und gefährlich! Halt das Teil ruhig und fuchtel nich so rum damit! Da is die Sicherung die schiebst du auf -F- dann kannst du abdrücken. "Ay man, was zum Teufel bedeutet eigentlich -F-?". Ed grinste und meinte nur lapidar: "-F- steht für Frieden!" Jose steckte die Waffe in seinen Gürtel, steckte sich eine Cigarette an und sagte: "Ed, du bist 'n Arschloch!"  "Das ist ja nun nix neues und ich weiss absolut nicht, was du von mir willst man, zu der Zeit, als die Knarren in Gebrauch waren sagte doch jeder 2. Penner 'ich komme in Frieden', schob den Sicherungshebel auf -F- und schoss um sich! Also, los jetzt, aber den Arm nicht ganz durchdrücken, dann fängst du den Rückstoss etwas ab. Und hinterher wieder sichern, comprende  hombre?"   "Si Capitan todos claro" zischte Jose und  brachte die 45er mit 2 Händen in Anschlag, entsicherte und drückte ab.
"Scheisse" schrie Ed laut als Jose die 45er noch im Schuss aus der Hand rutschte, aber Ed konnte sie grade eben noch festhalten.  "Madre de Dios" damit hatte der 'echte Mex' nicht gerechnet. Jose schüttelte nur mit dem Kopf und machte sich für den nächsten Schuss bereit. Er gab also nicht auf und nach dem 2. geleerten Magazin ging ihm das Ganze recht gut von der Hand.
"Ich würd gern noch die 12/75 ausprobieren, aber es wird gleich dunkel und ich muss  zurück man" Es wird gleich dunkel! Das war die Kernaussage, die Ed klar machte, dass er noch nicht gelernt hatte in der 4. Dimension zu denken! Deshalb sagte er nur lapidar:"Alles gut, wir machen nächstes mal weiter" Ed war vollkommen klar, dass er mal wieder die temporale Disposition total in den Sand gesetzt hatte und schon quiekte sein remotecom "hi Matti, ich bin schon unterwegs" sagte er. Ed wollte ruhig und ausgeglichen wirken aber das kam anscheinend nicht wirklich an.  "Wir erwarten dich sowieso erst morgen, also mach dir keinen Stress"  "Ich bin zum Frühstück da" versicherte Ed.  "Zum 1. oder zum 5.?"  "Zum 2. man" zischte Ed wütend und brach den Link genervt ab. 'Kotzsocke!' dachte er obwohl er genau wusste dass Matti Huttinen zwar nicht auf seiner spirituellen Hemisphäre wohnte aber trotzdem zu den Guten gehörte.
"Und jetzt gibts Caipirinha" freute er sich aber Rosita schubste ihn zum 2. Tisch an dem die anderen schon sassen und sagte "nix da, jetzt gibts erst mal mein Chili! Hier ist der prolock von Wohnung 6 für euch, um 0700 gibts Eier mit Speck und um 0900 hat Jose ne Überraschung für euch!"  Ed war jetzt nicht ganz klar was er sagen sollte und darum meinte er nur  "was soll ich ohne dich bloss machen?"  "Wahrscheinlich nicht zurecht kommen auf Terra" und schon war Rosita wieder weg hinter der Bar. CL grinste über das ganze Gesicht, sie mochte Rosita auf Anhieb.
Punkt 0700 und die drei sassen draussen vor der Cantina unter dem Laubdach. Die Blätter rauschten leise im Wind. 'Sieht merkwürdig aus' dachte Ed und stand auf vom Stuhl um die Blätter zu untersuchen 'Fuck die sind ja aus Plastik' durchfuhr es ihn. Er wühlte noch ein bisschen in den Bättern und fand ein Netz auf dem die Blätter befestigt waren.  "Das ist ein antikes Tarnnetz. Das haben die früher zwischen die Bäume gespannt und darunter alles mögliche vor feindlichen Fliegern versteckt" Jose kam mit einem Kaffee zu Ed an den Tisch und setzte sich "Aber jeder Uraltscanner sieht doch durch das Zeug durch" wunderte Ed sich. "Nicht wenn du auf die Augen angewiesen bist. Scanner gab es damals noch nicht" bemerkte Jose. CL klinkte sich in das Gespräch ein: "Ey man du gehst angeln und jagen und kennst kein Tarnnetz? Du kommst wohl vom Mars, oder was?"
Während Ed mit Rosita abrechnete meldete sich der Satelitenfunk. Rosita hörte kurz zu, bejahte und beendete das Gespräch. "Um 1000h wird der Platz gesperrt! Hurricane-Alarm! Wir sind dann Stützpunkt für Hilfsflüge, Verwundetentransport usw. Das ist normal in dieser Jahreszeit! Die ganze westliche Karibik ist gesperrt!"  "Was ist mit Cuba?" wollte Ed wissen. "La Isla Bonita? Die ist mittendrin man!"
Jose war währenddessen in einem der alten Hangars verschwunden. Auf einmal dröhnte und hämmerte draussen etwas und das Geräusch kam näher. "Rosita schnell meine Kanone" rief Ed in den Morgen. Rosita grinste und das Geräusch verstummte. Ed ging raus und staunte nicht schlecht als er Jose aus einem antiken Gerät auf 4 Rädern aussteigen sah. CL und Ümit standen auch vor dem Gerät und staunten. "Was zur Hölle ist das?" wunderte Ed sich.  "Das ist ein  Hummer, Gringo! Ein antiker Kampfwagen aus dem 20. Jhrhdrt, gebaut 1993! Wir haben ihn nach alten Vorlagen aus dem Con-Net wieder aufgebaut. Dichtungen und Schmierzeug aus dem Replikator  geholt und Motor und Getriebe zerlegt, gereinigt und nach alten Reparaturanleitungen wieder zusammengebaut." "Ein alter Hummer man!" Ümit war überwältigt. Alte Technik, grade aus dem Industriezeitalter, fesselte ihn. Man könnte fast meinen, er fiel in Trance.
"Alter Krater! Wie fährt son Teil eigentlich? Ich seh hier keine Kabel, keine Konsolen, nichts, nur Stahl!" Ed konnte das alles kaum fassen, er war euphorisch wie ein kleiner Junge, der seine 1. Modelleisenbahn geschenkt bekommt. "Hier ist alles mechanisch Gringo, du stehst hier vor einem Dieselmotor, dem direkten Nachfahren der Dampfmaschine." So langsam kam die Erinnerung wieder. Ed hatte in New Amsterdam auf der marsianischen Maschinenbauschule kurz etwas von diesen Dingern gehört. Vor allem auch welchen Schaden diese Technik dem terranen Ökosystem zugefügt hatte. "Was frisst son Dinosaurier eigentlich" wollte er jetzt wissen. "Die haben früher Gasöl, Kerosin und solche ähnlichen  Kohlenwasserstoffe in den Tank gekippt aber dafür haben wir keine Genehmigung gekriegt. Wir dürfen nur CO²-neutral tanken und deshalb fahren wir mit Palmöl! Das Ding hat ne Vorwärmung, da kannst du jede Art Pflanzenöl reingiessen" meinte Jose nicht ohne Stolz.
Rosita kam aus der Cantina und sagte:" Schluss jetzt, um 1000h ist hier alles dicht! Jose stellt euren Gleiter in den Hangar! Ihr müsst jetzt los! Hurricane-Alarm! " "Scheisse was jetzt?" fragte CL. Sie kannte den Alarm ja noch von Cuba. "Wir fahren zu meiner Familie, die haben ein richtig fettes Gästehaus im Garten!" sagte Ed.
Ed genoss die Fahrt raus aus den Dschungel, rein in die City in dem lauten, urigen, nach Öl riechenden Hummer, er nannte ihn nur -Dinosaurier-, total. Das Lebenserhaltungssystem bestand aus nicht vorhandenen Türen und Fenstern. Ihn trennte nur eine Kette von der Strasse. Als sie an den Knotenpunkten anhalten mussten konnten sie die Gaffer direkt anpöbeln.  "Glotz nich so du Fischkopp!" warf CL einem eierköpfigen Spiesser entgegen, der sein SUV-Fenster extra öffnete um besser sehen zu können. Ed genoss es richtig!
Im Nobelviertel angekommen in dem seine Familie wohnt drehte Ed noch 10 min lang ein paar Runden und überzog die heile Welt der Neureichen und Verwöhnten mit einem mittelalterlichen Lärmteppich. Als er in die Strasse einbog und aufs Grundstück bretterte standen mindestens 6 Familien vor ihren Häusern um zu sehen was für ein Lärm das war. Ed wollte die 'Gaffer' eigentlich anpöbeln aber zum Glück bemerkte er vorher, dass eine 'Gafferfamilie' seine eigene war.
Motor aus, Kette weg, die Zigarre in den Mundwinkel geklemmt, dann aus dem Hummer raus gehechtet und mit einem lauten "Aloah!" die ganze Siedlung begrüsst! Das war Ed's Auftritt in Valle del Sol, dem Wohlstandsghetto, wie Ed die Siedlung immer nannte. Dann stiegen die anderen beiden aus dem Kampfwagen. Sheila war erstaunt und auch erfreut über den Besuch von Ed's Freunden aber seinen Auftritt fand sie extrem peinlich. Dagegen war Futo total begeistert. "Aloah Ed" brüllte Futo zurück, rannte auf Ed zu und begrüsste ihn mit einem lässigen -high 5-. Die nächsten Tage würde Futo sich nur noch in Ed's Nähe aufhalten. "Damit sind wir wohl erstmal abgemeldet" bemerkte Sheila gefrustet. Sie begrüsste erstmal CL und Ümit herzlich. Ed erklärte warum die beiden mit gekommen waren und Sheila sagte dann zu den beiden: "mi casa este su casa!" und ging mit CL ins Gartenhaus, die beiden Gästezimmer vorbereiten.
"Wer soll denn wo schlafen?" wunderte sich CL und blickte in Richtung der beiden Zimmer. "Ich würde sagen, du suchst dir das beste aus und Ümit drücken wir das andere aufs Auge. Mein Vater schläft sowieso nur auf der Couch." CL war erleichtert und meinte: "Sorry, dass wir uns euch so aufdrängen"  "Ohno, alles klar, ihr seit hier echt richtig herzlich willkommen. Endlich lerne ich mal Freunde von meinem Vater kennen. Den Ümit kennt er ja schon seit vor dem Krieg, als die beiden noch bei Interplanet Mining Stollen in Asteroiden gebohrt haben." CL wurde schlagartig einiges klar: "Das erklärt natürlich warum die beiden einen Keller unter ihren beiden Einheiten auf Mars haben." meinte sie und sah mit einem mal auch Nimba's Zuhause in neuem Licht und fragte sich ob der überhaupt auf dem Felsen gemeldet war. "Die haben was?? Nen verdammten Keller?" Sheila war entsetzt. "Oh, du wusstest das nicht, sorry!"  "Ist ok CL! Aber ein Keller auf Mars ist illegal! Der Keller an sich ist schon illegal. Und was da abläuft will ich gar nicht wissen weil das auf jeden Fall illegal ist!" "Das wusste ich nicht, ich bin nicht vom Mars, ich komme von Terra, nicht weit von hier von Cuba." erklärte CL "Oh, so dicht dran und doch so weit weg, im Moment jedenfalls! Scheiss Hurricanes!" meinte Sheila.
Sie ging zum Wandschrank, öffnete eine kleine Seitentür und holte eine Flasche und zwei Gläser raus. Sie deutete mit der Hand aufs Sofa und die beiden Frauen setzten sich gegenüber. "Wow, estupendo, el ron de Cuba! 15 Jahre alt!" CL war im siebten Rumhimmel. "Du, was machen die beiden eigentlich in dem Keller?" der Rum und die Neugier hatten Sheila besiegt und so unterhielten sie sich über Ed, über schwarz brennen und schwarz schlachten und über das Leben.
Wieder im Haus zog Sheila ihren Vater auf die Seite "Musste das unbedingt wieder so ein wilder Auftritt sein heute? Papa du bist Rentner und kein Pirat der Karibik! Kannst du nicht in Würde alt werden? Und dann der Scheiss mit dem Keller! Wollt ihr unbedingt nach Pinta Roros?"  "Erfahrene Miner können die dort immer gebrauchen!" bestätigte CL. Matti entschärfte die Situation "He Jungs, n kaltes Bier?" "Du hast schon schlechtere Ideen gehabt man!"  Ed war angekommen auf Terra! "Und was ist mit uns?" fragte Sheila "Ihr habt genug!" sagte Matti bestimmt.  "Am Arsch hängt der Hammer!" kam als Antwort und dann drehte Sheila sich um Richtung Minibar. "Darf ich mal?" CL zwängte sich sich hinter den kleinen Thresen und begann zu mixen. Es dauerte nicht lange und die Frauen begannen zu kichern und lachten über die neuesten Männerwitze.
Später am Abend quiekte Ed's comlink: "Hola Jose! Que tal? Was willst du? Den Hummer oder was?" begrüsste Ed Jose auf dem Holoscreen. Jose wollte aber etwas anderes: "Hola Gringo! Hier herrscht Chaos aber ich habe für Freitag Abend ne extra Starterlaubnis für euch geholt, die müsst ihr ausnutzen!"  "Geht klar Jose, wir verschwinden hier am Vormittag und danke man!" So konnte Ed noch eine Weile auf Terra zu bleiben und etwas Zeit mit seiner Familie verbringen.
Ed war früh hoch heute, er konnte nicht mehr schlafen. Die 3 mal höhere Schwerkraft auf Terra war für ihn immer erst mal gewöhnungsbedürftig. CL und Ümit hatten die selben Probleme. Ed kochte Tee und setzte sich zusammen mit Ümit in den Garten unter einen Baum, Tee trinken. CL legte sich im Bikini in die Morgensonne. "Wo willst du denn noch braun werden?" fragte Ümit aber CL antwortete nur mit einem halbherzigen Stinkefinger. Als Ed grade sass öffnete Futo sein  Zimmerfenster recht geräuschvoll. Direkt darauf raschelte es im Baum und ein schwarzer Vogel flatterte weg. Ed spürte etwas auf seiner Hand. Der Vogel hatte ihm auf die Hand und in die Tasse gekackt. "Scheisse man!" brüllte Ed durch den Garten. Futo hatte alles beobachtet und bog sich vor Lachen. Zu allem Überfluss tauchte Matti auch noch im Garten auf und faselte irgendwas von -schöner Tag  heute-! Ed's Laune war weit unter 0 gefallen, wie die Temperatur auf Olympus Mons Camping bei Nacht.
Nachdem sie alle ein paar Bahnen im Swimmingpool geschwommen hatten und nach einem (für die spiessige Umgebung ungewohnt rustikalem) Frühstück sah die Welt für Ed schon wieder besser aus. Futo schnappte sich sein Gleitboard und ging zu Ed: "Können wir ne Runde drehen? Ich würd dir gern mal n paar Leute vorstellen!" "Klar man, gerne! Was dagegen, wenn die beiden anderen Strandpiraten mitkommen?" "Nee absolut nich, die sind cool!"  Ed war froh, dass Futo ihm sein Umfeld vorstellen wollte.
Nach 10 Minuten Fahrt sagte CL: "wir sind nicht alleine!" "Was ein Wunder!" machte Ed sich lustig "Buenos Aires ist nicht OM Base, da fahren schon mal Leute rum, manchmal sogar nebeneinander." er und Ümit grinsten. "Bin ich vielleicht blond ihr Penner? Dreht euch nicht um, aber ich sage euch, seit wir in Valle del Sol los sind gurkt ein brauner Rover hinter uns her!"  "Oy meine Mam ist blond und die ist cool und nicht doof!" fühlte Futo sich angesprochen. "Ja sorry Futo, deine Mam ist blond und richtig voll in Ordnung, war nicht so gemeint!" Futo grinste "alles cool Lady!" Ümit meinte: "wenn ihr fertig seit können wir ja mal überlegen, wie wir den Typ da hinten los werden!"  "Wäre besser wenn man wüsste, was das dumme Schwein von uns will!" meinte Ed.
Der braune Rover setzte zum Überholen an und blieb dann einige Zeit neben dem Hummer. Der Beifahrersitz war leer und die hinteren Scheiben so stark verdunkelt, dass man nicht in die Karre rein sehen konnte. Der Rover beschleunigte etwas und fuhr dann links vor ihnen. "Der will nichts von uns" sagte Futo. "Achte drauf, der hat grade gekuckt, wer hier so im Auto sitzt und jetzt sucht er sich die passende Knarre aus. Bei der nächsten roten Ampel steigt er hier ein und macht sich wichtig!" sagte CL. Sie wirkte gelassen, aber Ed wusste, dass sie voll konzentriert war. "Ampel wird rot, es geht los!" sagte sie.
Die beiden Autos kamen nebeneinander zum Stehen. In zwei-drei Sekunden wechselte ein schmaler Mann im hellen Anzug aus dem Rover in den Hummer. Er hielt eine Laserknarre in der Hand und sagte: "Nächste rechts und Ruhe hier!". Ed bog rechts ab, es ging Richtung Freight Space Center und der Verkehr wurde etwas weniger. "Noch mal rechts!" Ed bog wieder rechts ab in eine Seitenstrasse und dachte 'So, Makker, das war dein Fehler!' Er sah aus dem Augenwinkel in den Spiegel ob hinter ihm alles frei war und trat dann mit beiden Füssen voll auf die Bremse. Der Typ flog nach vorne bis kurz vor die Amaturen, CL drosch ihm die Handkante in den Nacken und nahm ihm die Knarre weg. Das alles war fast wie eine einzige Bewegung. Gleich danach hatte sie eine Aerosoldüse in der Hand, hielt sie dem Typ ins Gesicht, drückte ab und rief: "Luft anhalten!" Der Anzugmann sackte in sich zusammen.
"Boah ey, was war das denn?" Futo war aufgeregt. "KO Aerosol!" meinte CL nur trocken. Futo meinte eigentlich die ganze Situation, denn das alles ging nur in einigen Sekunden ab. Ümit murmelte: "Inshallah, was für ein einfältiger Mensch! Ed was hast du jetzt vor mit dem Stinktier?"  "Ich will wissen was das sollte und vor allem wer da hinter steckt"  "Freiwillig redet der bestimmt nicht." "Doch" war sich Ed sicher "doch, das macht er. Futo, du kennst doch bestimmt ne schöne einsame Stelle am Strand."  "Logo, da geh ich mit meinen Leuten immer nackt baden!" CL drehte sich im Sitz etwas um, sah Futo direkt ins Gesicht "Der Tom geht also nackt baden? Mit Mädchen zusammen etwa??" sie wirkte in der Tat entrüstet "Logo Lady" Futo konnte vor Kraft kaum laufen.  'Wir sind echt kein schlechtes Team' dachte Ed.
Ümit hatte so eine gewisse Ahnung "Was willst du mit dem da machen?"  "Bis zum Hals eingraben am Strand und auf die Flut warten. Freiwilliger hat der noch nie in seinem Leben geredet" sagte Ed. CL hatte sofort ihren remotecom in der Hand und suchte etwas. "Geile action" meinte Futo dazu. CL fragte: "Futo gibts da am Strand Mangroven?" "Jede Menge! Warum?" Dann können wir den Spast einfach an die Wurzeln fesseln, das spart ne Menge Arbeit, in 2h ist nämlich schon Hochwasser!" "Dann wird sein Anzug aber dreckig" meinte Futo. Ed musste lachen.
Sie kamen zum Strand. Optimale Bedingungen hier, nicht nur zum Nacktbaden sondern auch um Spinner an Wurzeln zu fesseln. In den Staukästen fanden sie ein Seil mit elektronischen Riegeln an beiden Enden. Die Wellen schlugen schon langsam kurz vor den Mangroven auf den Strand. CL zog Hose und Tanktop aus. Sie hatte praktischerweise einen Bikini an. "Futo was ist? Keine Unterhose an oder hast du Angst, dass ich dir den kleinen Tom abkucke, oder was?" Ed und Ümit schleiften den Anzugträger zum Strand und gingen zurück zum Hummer. Ruckzuck hatten CL und Futo den Typ am Baum befestigt. Er kam langsam zu sich. Als ihm klar wurde in welcher Lage er sich befand begann er zu schreien: "macht mich los! Ihr Schweine, macht mich sofort los!" CL sah Futo an. "hat der eben echt Schweine zu uns gesagt?"  "Hat er!"  "Komm wir schwimmen ne Runde!" schlug CL vor und sprang in die Wellen, Futo sprang hinterher! Ed stand mit Ümit über den Wurzeln und grinste. "Wir haben alle unseren Spass" sagte er zu Ümit. "Wir können dem Penner schön beim Ertrinken zusehen und die beiden da draussen haben richtig Spass mit den Wellen genauso wie unser Mitfahrer auch." Der Mitfahrer war schon völlig nass und stand schon bis zum Gürtel im steigenden Wasser. "Macht mich endlich los!" "Sag uns wer dahinter steckt und du bist frei!" sagte Ümit. "Ich bin angerufen worden, ich kenne keine Namen!" "Falsche Antwort!" sagte Ed und ging zurück zum Hummer. Der Mitfahrer schrie laut als der braune Rover wieder auftauchte. "Ümit, Deckung!" rief Ed "Armbänder aktivieren und wenn die aussteigen auf deren Knarren zielen und dann verpassen wir denen sofort n Satz heisse Ohren!"
Die Beifahrertür öffnete sich und ein Mann im Tropenanzug mit dunkler Sonnenbrille stieg aus. Er nahm die Brille ab. Es war Admiral van der Kaan! Ed traute seinen Augen nicht aber er war es tatsächlich. Zwei weitere Männer, um einiges jünger als JFK, stiegen aus dem Auto und der eine sagte. "Sir, was wird mit Major Harris?" "Ja, ja holt den mal da raus!" "Aye Sir!" riefen beide synchron. "Major Harris? Sir, Ich würde das hier gern verstehen, aber dazu fehlen mir die Eckdaten." sagte Ed  "Wir haben uns lange nicht gesehen Sarge! E gibt viel zu erklären, sehr viel! Aber erstmal eins: ich muss dich reaktivieren, ich weiss dass du aus der Call of Duty raus bist, aber ich brauche dich, Staffsergant Marineris!" "Gleich zu Anfang ne Beförderung, Sir? Sie müssen was grösseres vorhaben" "Was Gewaltiges Ed und dafür brauche ich dich dringend!" Ed trat einen Schritt zurück, nahm soldatische Grundhaltung an, salutierte und sagte. "Staffsergant Marineris meldet sich zum Dienst, Sir!" "Sehr gut, das bringt uns einen grossen Schritt nach vorn!"
"Der junge Mann da bei CL im Wasser, ist das Futo?" tat JFK ganz normal. "Sie sind wie immer sehr gut informiert, Sir, verdammt gut!" "Das gehört dazu, wenn man überleben möchte, Ed. Der Junge ist doch bestimmt schon 14!" "Wird morgen 16 Sir!" "Mit der Zeit ist es wie mit dem Outbacker, Ed" sagte JFK geheimnisvoll "Wird mit dem Alter immer schneller!" Ed wurde nachdenklich, JFK schien alles aus den letzten Tagen von ihm zu wissen und er kannte CL! "Ich weiss, was in dir vorgeht, aber die Sabotage habe ich nicht veranlasst, das waren die anderen. So und jetzt willst du wissen wer die anderen sind und was die wollen?" "Sir, ja Sir!" sagte Ed knapp. "Wir warten noch auf CL und Tom und in der Zwischenzeit gibts ne gute Zigarre" sagte JFK und öffnete eine Zigarrenkiste. "Oh, Cohiba!" meinte Ed aber der Admiral legte sein Veto ein: "Flossen weg, die ist für CL! Für uns sind die Brazils!"
Inzwischen war der "Mitfahrer" wieder aus dem Wasser zurück und suchte im Rover nach einem Handtuch. Ed wandte sich an Major Harris: "Sir, tut mir leid, ich wusste ja nicht.." Harris unterbrach ihn leicht säuerlich: "ich auch nicht, man ich auch nicht. Ich hätte vielleicht auf den Admiral hören sollen. Der sagte von vornherein, ich sollte den Job nicht auf die leichte Schulter nehmen, aber die Entführung sollte ja auch echt aussehen!"  "Entführung? Sir?" wandte sich Ed an den Admiral.  "Ja Ed, habe ich das noch nicht erwähnt? Ihr 4 seid offiziell Opfer einer Entführung" "Sir was wird mit Sheila und Matti?" "Die trefft ihr in ein paar Tagen, keine Panik! Bis jetzt waren sie in Gefahr, aber in diesem Augenblick werden sie Opfer einer Gasexplosion in ihrem Haus, offiziell jedenfalls! Danach sind sie in Sicherheit!"
CL und Futo kamen jetzt zu der Gruppe. " Wie war das Wasser?" fragte JFK "Danke Sir, sehr angenehm!" antwortete CL "Yo man abgefahren!" fiel Futo ins Wort. Ed holte Luft aber JFK hob beschwichtigend die linke Hand und wandte sich Futo zu:"hi Tom, alles senkrecht?" Er gab ihm die Hand und sagte. "mein Name ist van der Kaan!" Futo ging einen Schritt zurück "Admiral van der Kaan?" fragte Futo. "Genau der!" Er drehte sich um "Ümit Yüksel! Du stehst da so abseits! Salam Alejkum!" "Alejkum U Salam Admiral, wenn ich das richtig mitbekommen habe bin ich auch entführt!" "Richtig! Du warst auch in Gefahr, ausserdem brauche ich dich, Sergant Yüksel!"  "Auch ne Beförderung!" er nahm Haltung an und salutierte. "Sergant Yüksel meldet sich zum Dienst, Sir!"
"Hervorragend! Jetzt bin ich mir sicher, dass die bevorstehende Mission Erfolg hat! So, wir müssen hier weg jetzt! Ed du kannst dir mal ein Stück Hemd abreissen und hier lassen, CL einen Schuh hier hin und den anderen in den Wald werfen, Ümit auch einen Schuh hier lassen und von Futo reichen die Fussabdrücke! Dann ab in den Rover und weg hier, es wird Zeit. Ach ja und bevor wir losfahren macht ihr eure Coms aus. Ganz aus!"
Ed liess den Hummer nicht gern zurück, aber das musste nun sein und JFK hatte das garantiert mit Jose so besprochen. Der Rover setzte sich in Richtung Urwald in Bewegung, aber der Fahrer bog noch in Buenos Aires zwei Abfahrten früher von der Drei-Ebenen-Tangente ab. Ed blieb ruhig, CL sowieso aber für Ümit wurde es mulmig, das sah man deutlich. Sie fuhren in ein Industrieterminal in eine Waschanlage. Sofort als die Tore zu waren kamen 10, 12, 15 Mann und jeder hatte etwas in der Hand. In Windeseile wurden die Scheiben zugeklebt und dann konnte man nur noch hören, dass da etwas vor sich ging. Luft wurde auf den Rover geblasen und dann wurden auch schon die Scheiben wieder frei gemacht und die Tore öffneten sich wieder. "Zwei Minuten, elf Sekunden! Das kann sich doch sehen lassen, oder?" meinte JFK. Der Rover war jetzt rot/blau und sah aus wie frisch gewaschen. "Spezieller Reperaturlack, ziemlich neu in der Flotte! Trocknet bei diesem Wetter in 10 Sekunden!" sagte JFK gelassen. Mit dem 'frisch gewaschenem' Rover gings über Umwege zurück zur Tangente, an der Ausfahrt in den Dschungel vorbei ins nächste Industrieterminal, diesmal ein unterirdisches. Sie fuhren direkt zu einem Gebrauchtgleiterhändler aufs Gelände. "Senhor, der Rover ist nicht mehr braun, sondern rot/blau!!" mokierte der Verkäufer. "Wieder rot/blau, mein Guter, wieder rot/blau! Wir haben den Dreck aus dem Dschungel noch vorher abgewaschen!" sagte JFK. Der Verkäufer bedankte sich und liess einen Vangleiter vorrollen. Papiere und Schlüssel wurden getauscht und die Fahrt ging weiter. Diesmal Richtung Marques d' Orinoco.
"Admiral, war das nicht etwas leichtsinnig eben bei dem Händler? Ich habe massenhaft Scanner und Kameras gesehen!" meldete Futo sich. "Du bist gut Futo, sehr gut! Aber genau das war der Plan!" erklärte JFK "so haben die Trooper ne Spur und die führt in die Unterwelt, da haben die gut zu tun und wir sind dann weg, weit weg! In einer Woche geht bei den Troopern ne Lösegeldforderung ein und das bindet die Nachforschungen dann nochmal lange Zeit an die Erde. Bis die drauf kommen, dass wir das Sol-System verlassen haben ist unser Auftrag vielleich schon erledigt."  "Genialer Plan, Sir!"  "Einfach nur ein kleines Spielchen, mehr nicht Futo!"
Auf dem Flugfeld sah es ganz anders aus als noch vor ein paar Tagen, als Ed hier gelandet war. Eine Menge Gleiter und dementsprechend viel Personal. Viele Militärs aber auch sehr viele Zvilisten waren unterwegs. Gleiter wurden beladen, Piloten verstauten ihre Ausrüstung, persönliche Dinge wurden in die Gleiter gebracht. Der Outbacker soll im ersten Hangar stehen. Ed öffnet die Nebentür und erschrickt sich, als sein Blick auf seinen Gleiter fällt. Neu lackiert und zwar in den Farben der Flotte und mit dem Zeichen Des Admirals auf Bug und Seiten und der Waffendom auf dem Gegendeck sah völlig anders aus. "Hat sich verändert!" war CL's knapper Komentar dazu. "Wusstest du was davon?" wollte Ed wissen. "Nein, nichts! Wir sollten in die Cantina gehn, es sieht so aus als wenn sich alle da treffen." meinte CL.
In der Cantina trafen sie auf JFK. "Sir, soll ich zur Befehlsausgabe antreten lassen?"  "Ed wir haben hier einen zusammengewürfelten Haufen sehr guter Leute. Viele Zivilisten und die Soldaten sind aus allen Bereichen. Wir stehen zwar alle unter Highcommand Confederation Starfleet, aber diese Mission, die wir gern erfolgreich beenden würden, ist ein Spezialkommando und wir verzichten auf militärisches Machtgehabe. Die Leute hier verstehen einen Befehl auch wenn er nicht gebrüllt wird. Im Einsatz sogar unter Morsezeichen. Ja, verdammt, wir verwenden teilweise Waffen und Munition, die schon vor 500 Jahren in Gebrauch waren, warum dann nicht auch so kommunizieren wenn's nötig ist!"  "Die Sache scheint sehr interessant zu werden, Sir!"  "Wird sie, Ed wird sie! Du wirst, nein IHR werdet noch richtig staunen! Ok dann hol die Leute mal alle zusammen Ed!"  "In 15min, Sir?" fragte Ed denn dann wäre es punkt 5. Gegen alle militärischen Regeln hob JFK nur den rechten Daumen und wandte sich wieder seinem Bourbon auf dem Thresen zu.
Ed ging in Jose's Büro und schaltet die Lautsprechereinheiten an:" In 15 Minuten, um 1700zmt findet in der Cantina ein briefing für alle statt! Briefing für alle um 1700 in der Cantina!" JFK nickte zustimmend.
Rosita's Cantina füllte sich schnell und es wurde eng. JFK stand auf und begann zu reden:"Willkommen zu unserem ersten Mission Briefing. Infos zu unserer Mission gebe ich hier noch nicht ab, aus verschiedenen Gründen. erstmal etwas organisatorisches! Hat jeder und ich meine jeder seinen Platz auf seinem Schiff gefunden? Oder weiss jemand noch nicht wohin?" Er machte an dieser Stelle eine Pause. Niemand meldete sich. "Sehr gut!" fuhr JFK fort: "Direkt nach diesem Briefing geht ausnahmslos jeder auf seinen Platz an Bord und falls noch nicht verladen, mit der persönlichen Ausrüstung, die Ihr bekommen habt! In der Ausrüstungsliste ist auch ein versiegelter Umschlag angeheftet, den ihr als aller erstes untersucht auf Beschädigung. Und zwar des Siegels und des Umschlags. Ihr findet euren Auftrag und einen Zeitplan von jetzt bis zum Erreichen der Zielkoordinaten vor. Wir starten hier mit wechselnden Zeitfenstern und völlig unterschiedlichen Zielkoordinaten, das dient nur der Verschleierung und hat nichts zu bedeuten. Und achtet bitte sehr genau auf die Stelle im Auftrag in der es heisst -kein Autopilot-! Wechselt euch mit steuern ab, aber schaltet auf dieser Tour nie, und ich sage niemals, den Autopiloten ein. Der eine oder andere wird sehr spät das Ziel erreichen, das liegt in der Natur des Auftrags. Mehr Infos gibt es am Ziel! Jetzt erstmal alle an Bord! Wir sehen uns am Ziel und dann erfahrt ihr alles, was ihr jetzt fragen wollt. Tally Hoe!"
"Tally Hoe, Admiral!" kam als geschlossene Antwort und dann war Chaos! Alles stand auf von den Stühlen. Alle liefen durcheinander, aber das Chaos hatte System, denn jeder ging zielstrebig zu einem der Gleiter oder zu den Hangars. Die ersten zwei Gleiter stiegen schon auf als noch Leute auf dem Flugfeld waren und noch nicht alle Gleiter aus den Hangars gebracht wurden.
Ed und CL betraten den Outbacker und staunten nicht schlecht! Mit auf der Brücke waren Matti, Sheila und Futo! "Was geht denn hier ab?" wunderte sich Ed. "Ich freue mich auch dich zu sehen!" sagte Sheila zu ihm und dann umarmte sie CL. Nachdem sich alle begrüsst hatten, sagte Ed: "Leute, lasst uns zuerst den Auftrag lesen, wir haben einen engen Zeitplan!" Dann setzte er sich ins Command und begann zu lesen, genau wie CL. Währenddessen wurde der Outbacker aus dem Hangar gezogen und Ed checkte zusammen mit Sheila alles durch und liess sich dann vom guide beam controle die Eingabe des Zwischen- und des Endziels bestätigen. Schon zwei Minuten später lief der Interatmosphere Drive und der Gleiter hob ab.
"Wir bewegen uns südwärts!" wunderte Matti sich. Ed meinte nur "Ich hab auch keinen Plan, aber JFK macht solche Dinger nie umsonst!" Sie flogen tatsächlich nach Süden. Sie kamen sogar zur Antarktis, aber auch nur um über dem Südpol in den senkrechten Steigflug zu wechseln, der sie, unter Ausnutzung der elektromagnetischen Interferrenzen am Pol, dann direkt raus aus der Atmosfäre brachte und direkten Kurs auf den Asteroidengürtel nehmen liess.
Ed schnappte sich sein Outerspacebag und ging in den Sanitärbereich. Er zog die neue Uniform an und steckte die bereitgestellten Waffen ein. Anschliessend ging er zurück in die Pantry. Sheila und Matti sahen ihn mit grossen Augen an. "Ich bin reaktivert! Und wir sind so gut wie im Krieg, mit wem auch immer," meinte Ed, "aber jetzt haben wir erstmal Zeit uns zu organisieren!"  "Wer soll den wo schlafen?" wollte Sheila zuerst wissen. "Da wir manuell steuern müssen, werden CL und ich uns hauptsächlich auf der Brücke aufhalten und daher dachte ich dass ihr drei als Familie die Gästekabine nehmt." "Nenene, aus dem Alter bin ich raus!" maulte Futo "gibt's hier keine Hängematte?"  "Das ist hier kein Piratenschiff!" warf Matti ein. "Ich wünschte, es wär eins!" meinte Ed "Aber im Kabelgatt vorne liegt eine, die kannst du dir aufhängen. Aber erst, wenn du hier auf der Brücke fertig bist!"  "Was soll das heissen? Soll Tom vielleicht das Ding hier fliegen, oder was? Der hat nicht eine einzige Lizenz!" Da war sie wieder, Sheila, Tochter und besorgte Mutter in einer Person. "Wir sind hier im offenen Raum und hier herrscht das Gesetz des offenen Raums!" sagte Ed, "Futo ist hier Rudergänger und ich sein Commander, also fliegt er die Kiste!"
Als Futo zur Brücke ging, nahm Sheila Ed an die Seite: "Was hast du vor? Willst du Tom an dich binden und einen Keil zwischen Tom und mich treiben?" Sie hatte Tränen in den Augen. Ed war geschockt. Ihm war nicht bewusst, dass sein vertrauenvolles Verhältnis, dass er zu Futo aufgebaut hatte bei seiner Tochter zu solchen Befürchtungen geführt hat. Er nahm Sheila in den Arm und sagte: "Es tut mir leid, wenn du das so empfindest. Das wollte ich absolut nicht! Ich will doch nur, dass er selbständig wird und dass er aus Fehlern lernt, damit er nicht überheblich wird. Der Junge hat Potential! Viel Potential! Tu dir und Tom doch mal den Gefallen und beobachte ihn beim Steuern des Gleiters. Dann wirst du sehen mit wieviel Enthusiasmus er an Aufgaben geht, wenn man die Leine etwas länger lässt. Und ich weiss genau dass er sich über ein kleines Lob von dir n Bein abfreut! Na, was meinst du?"  "Ich habe das so noch nicht gesehen. Tom ist für mich immer noch der kleine Junge, aber er ist inzwischen ein junger Mann geworden! Das muss ich jetzt realisieren!"  "Das ganze nennt sich 'Loslassen', da hab ich schon Erfahrung mit!" tröstete Ed seine Tochter.
Futo nahm begeistert auf dem Cocommand Platz. Ed wusste, dass Futo sich sehr viel mit Raumflug  theoretisch und im Simulator beschäftigt hatte, also fragte er ihn über Steuersubroutinen, interplanetare Navigation, Beschleunigungsdiagramme und einiges mehr aus. Sheila kam aus dem Staunen nicht mehr raus! Soviel Fachwissen hatte sie ihrem Sohn nicht zugetraut. Ed und auch CL waren so sehr überzeugt von Futo, dass er das Steuer sofort übernehmen konnte. Ed überliess CL das Kommando und wandte sich Sheila und Matti zu.
Die drei gingen in die Essecke der Pantry und tauschten sich über die Ereignisse der letzten Tage aus. Matti berichtete von Problemen in seiner Firma und wollte nur weg da. Sheila würde gerne wieder in der Meeresforschung aktiv werden. Ed befürchtete, dass die drei das Leben in Valle del Sol vermissen würden, wenn sie ganz da weg gingen, aber beide meinten, dass es immer spiessiger geworden sei und dieses Leben machte allen keinen Spass mehr. Da kam eine "Gasexplosion" genau richtig, zumal sich beide inzwischen sicher waren, dass Futo in Ed's und CL's Obhut bestens aufgehoben war. Sie wussten nicht, was auf sie zukommen würde, aber JFK versicherte ihnen, dass sie ein völlig neues und spannendes Leben haben könnten, wenn sie wollten. Für Futo hatte JFK eine besondere Ausbildung im Sinn. Alles in allem fiel es den beiden leicht auf JFK's Vorschläge einzugehen. Ed war recht erstaunt über die Flexibilität der beiden.
Ein Beepsignal von der Steuerkonsole liess Ed aufhorchen und er ging auf die Brücke. "Kursänderung in 90 Sekunden Scipper!" meldete Futo. CL hatte viel erreicht bei dem Jungen in so kurzer Zeit, Ed war mit den beiden sehr zufrieden. "30 Sekunden!" Futo machte Anstalten den Sitz zu verlassen aber weder Ed noch CL reagierten. "10 Sekunden, 5-4-3-2-1 neuer Kurs liegt an, Scipper!" Genau zum richtigen Zeitpunkt an den passenden Koordinaten mit der exakt errechneten Geschwindigkeit. Ed war völlig begeistert, schliesslich war dies Futo's erster manueller Kurswechsel in der Praxis. Er klopfte Futo auf die Schulter: "Gut gemacht man!" Sheila war sprachlos! Einen Gleiter allein mit Interface switch durchs Koordinatengitter steuern hätte sie ihrem Sohn niemals zugetraut. Ihr wurde klar, dass Ed recht hatte und war jetzt sehr stolz auf Futo.
Q-9AT13, ein Minenkomplex in einer unbewohnten Ecke des Asteroidengürtels, war das Zwischenziel. Direkt nach der Landung wurde der Outbacker in die Stollen geschleppt und die fünf sollten so lange an Bord bleiben, bis der Gleiter an seinen endgültigen Platz geschleppt worden war. Der Outbacker kam zum Stehen. Nachdem CL und Ed sich von den dreien verabschiedet hatten stiegen sie zuerst aus, denn sie liessen ihre Ausrüstung an Bord. Die anderen nahmen alles mit raus und wurden von einem Minigleiter abgeholt.
Ein anderer Minigleiter, offenbar vom Instandsetzungscorps, bog um die Ecke eines abzweigenden Stollens und hielt an. Nimba Massai und Yailin stiegen aus. Die Schwestern fielen sich in überschwenglicher Freude um den Hals, aber auch Ed und Nimba waren froh, dass sie sich hier wiedersahen. Nimba trug inzwischen die Kluft der Instandsetzungszivilisten und Yailin war wie ihre Schwester Corporal.
Ed und CL stiegen mit in den Gleiter und es ging zum Headquarter, dem ehemaligen Schulungsgebäude. Sie bekamen gleich am Eingang ihre Zugangcodes für die vielen gesicherten Zugänge und die Anweisung sich in die Videodivision zu begeben. Als sie die Videodivision betreten hatten verschlossen sich hinter ihnen die Tür und alle Fenster mit Antischalldrucklamellen. Der Raum war jetzt absolut abhörsicher. JFK begrüsste die vier und begleitete sie in einen Nebenraum, in dem ein gedeckter Frühstückstisch stand und an dem drei Männer sassen. Ihre Uniformen waren Ed völlig unbekannt. Die Männer standen auf als die vier auf sie zukamen und JFK machte alle miteinander bekannt.
Da war zum einen der Admiral Murray Vaughn vom Sicherheitsdienst der Pleyedian League Force 'Was immer das zum Geier auch sein mag' dachte Ed. 'Soviel is klar, rauchen kann ich den Scheiss nich' ging es Nimba durch den Kopf. Dann war da noch Admiral Hans Keppler, Taktiker bei der Pleyedian League Force und ein Zivilist, Ito Mishuma, ein Soft- und Hardwarespezialist der Pleyedian League Force. "Einer fehlt noch" sagte JFK und öffnete eine Seitentür und herein kam zum Erstaunen aller, bis auf JFK natürlich, Futo in einer Crewman Uniform der Flotte. Er ging zügig auf JFK zu, nahm Haltung an, salutierte und sagte: "Crewman Huttinen meldet sich wie befohlen, Sir!"  "Stehen Sie bequem Crewman!" sagte JFK.
Ed Sagte "Sir, was..."  JFK unterbrach ihn: "Ed, es klärt sich jetzt alles, wir sollten uns erstmal setzen und frühstücken" Alle fanden diesen Vorschlag praktikabel und umsetzbar, denn bis jetzt hatte noch niemand etwas gegessen. Die übliche Frage kam. "Kaffee oder Tee?" Bis auf die beiden Frauen entschieden sich alle für Tee, selbst JFK, wie Ed staunend feststellte. Ed roch den Tee! 'Irgendwie fremd, aber sehr gut' dachte er. "Wie ist der Tee?" wollte Ito Mishuma wissen. "Ausgeteichnet!" antwortete Ed "erinnert mich an Orange Broken Pekoe, ist er aber nicht!"  "Korrekt, das ist nämlich Mount Isikato, aus meiner Heimatwelt Silent Waters!" "Nie gehört, Mishuma San!" antwortete Ed wortgewand. JFK lächelte, er schien sich irgendwie unheimlich zu amüsieren.
"Admiral, Sir ihr Familienname Vaughn, sind Sie mit Colonel Vaughn verwandt,dem Leiter der ersten Aussenplanetenmission, die vor 300 Jahren so tragisch im All verscholl?"  "Ja Tom, das war mein Ur-Ur-Urgrossvater!" "Du kennst dich gut aus!" lobte JFK ihn. "Das war und ist heute noch eine Tragödie." sagte CL. "Das kommt auf den Standpunkt an!" gab jetzt Hans Keppler zum Besten. "Schliesslich hat Colonel Vaughn mit seiner Crew eine grosse Siedlung auf Taygeta vier errichtet und wir siedelten auf vielen schönen Planeten in den Plejaden!" Jetzt fühte Nimba sich angesprochen: "Sind Sie Raucher, Sir?" "Ab und zu!"  "Muss sehr gut sein das Kraut darf ich das auch mal probieren, Sir?" JFK musste lachen.
Admiral Vaughn meinte: "Ich glaube, es ist Zeit, die Karten aufzudecken! Also die Mission Vaughn ging nicht verloren, sondern gelangte zufällig in ein Wurmloch und wurde um ein Vielfaches der normalen Hyperraumgeschindigkeit im Innern beschleunigt. Der Bordcomputer hat das Wurmloch als normalen Hyperraum eingestuft und deshalb keinen Alarm gegeben. Als die Besatzung schliesslich aus den Kryokammern stieg, begannen sie sich zu orientieren und eine Siedlung zu bauen. An einen Rückflug dachte damals niemand aufgrund der ungeheuren Entfernung denn wir haben erst vor kurzem entdeckt wie man das Wurmloch auch in der Gegenrichtung nutzen kann.
Eine Weile liess JFK die Fragen und Antworten ihren Lauf nehmen, unter anderem wurde auch die Frage nach dem Tee und dem Frühstück an sich geklärt, denn das stammte alles aus plejadischen Beständen. Aber dann wandte er ein: "Leute, wir müssen ein Problem lösen, deshalb sind wir hier. Hans, fängst du bitte an?"
Admiral Keppler stand auf, ging etwas hin und her und berichtete: "vor ca drei Monaten war ich mit drei Schiffen auf Erkundung ausserhalb des plejadischen Raumes in der Nähe vom Pinetree System, hier besser bekannt als S-7X34. Wir hatten grade Kurs auf den fünften, den habitablen Planeten gesetzt als vier fremde Schiffe auftauchten. Wir aktivierten im Com alle Grussautomatismen, bekamen aber keine Antwort. Dafür wurden wir sofort unter Feuer genommen. Und das mit einer enormen Feuerkraft, obwohl die Schiffe aussahen wie gewöhnliche Frachter..." "MACROS!!!" rief Ed sofort. JFK hob nur die Hand und es wurde wieder ruhig. "Nun, wir wollten uns zurück ziehen, aber die liessen nicht locker und für uns sah es verdammt übel aus. Da tauchten auf einmal noch mehr fremde Schiffe auf, diesmal Gleiter, die auch sofort feuerten, aber nicht auf uns. Es war eine Patrouille der CPF! Und so lernten wir uns kennen!"
JFK sagte: "das war reiner Zufall, dass wir zur gleichen Zeit im selben Sektor waren. Es waren schon öfter Gleiter von uns vom Stützpunkt auf Worlow acht auf Erkundung im Pinetree System, aber wir haben uns nie vorher getroffen. Eigentlich merkwürdig, denn das Pinetree System liegt als einziges  System zwischen Worlow und Moth Koo, dem letzten plejadischen Aussenposten. Aber die Sache geht weiter!"
"Ja," setzte Admiral Keppler seinen Bericht fort "wir konnten mit unseren zusammen geschossenen Schiffen mit nach Worlow acht ins Flottenraumdock und tauschten dann die ersten Informationen aus. Wir haben dort übrigens unser erstes terranisches Guinness getrunken. Soweit die Infos wie wir uns getroffen haben und jetzt sollten wir uns ein paar Holos ansehen, die unsere Geheimdienste gemeinsam erstellt haben."
Ito Mishuma stellte einen Holotransmitter auf den Tisch und die ersten Macro-Schiffe erschienen in der Holomatrix. Ümit bat um Unterbrechung. "Das sind die selben umgebauten Frachter wie im Krieg, aber die Waffen auf dem Gegendeck sehen anders aus." "Sieht nach Railgun aus!" bemerkte Ed "Sind Sie damit beschossen worden?" wandte er sich an Admiral Vaughn. "Wir gehen davon aus, denn die Schilde zeigten keinen Anstieg von Partikelstrahlung. Anscheinend haben diese Geschosse eine elektromagnetische Feldverstärkung generiert auf die unsere Kampfschilde reagiert haben, denn die Einschläge waren zwar heftig aber es gab keinen einzigen Hüllenbruch." "Dann verwenden die jetzt die selbe Technik wie wir!" sagte Ed "Vielleicht haben sie sogar ihre Schilde oder zumindest ihre Hüllen konfiguriert."
"Wir brauchen also leistungsfähigere Railguns! Irgendwelche Vorschläge für eine schnelle aber effektive Lösung?" JFK wirkte etwas angespannt. "Ich könnte neue, stärkere Endstufen für die Inverter bauen." meinte Nimba. "Dauer?" wollte JFK wissen. "Acht bis zehn Wochen!" Futo rührte sich: "Supraleitung!" Es wurde ruhig im Raum. Admiral Vaughn sagte als erster wieder etwas: "Wie sollte das deiner Meinung nach aussehen? Ich gehe davon aus, dass du dir Gedanken in diese Richtung schon gemacht hast!"
"Ja, Sir! Eigentlich wollte ich vorschlagen die Prozessoren der Feuerleitstände und der Bordcomputer runterzukühlen um wesentlich schneller das Feuer erwidern oder umdirigieren zu können. Aber natürlich kann man auch die Feldgeneratoren der Railguns kühlen, das kann bis zu zehnfache Steigerung bringen." JFK lächelte: "Vorschläge für die Praxis?" Nimba wollte grade ansetzen, da meldete sich Futo noch einmal zu Wort: "Ich habe erste Berechnungen angestellt und eine Skizze gezeichnet."  Ito Mishuma bat ihn nach vorne zur Holokonsole. Futo steckte einen Minispeicher in den Slot und in der Matrix erschien ein Gleiter im Längsschnitt und rot-blau die Leitungsführung. "Auf der Aussenhaut werden Tanks für Flüssig-N² angebracht und die Pumpen schaffen das N² zu den Kompressoren kurz vor den Kühlflächen, egal wo die sind!"
Alle Köpfe flogen rum zu Nimba. "Deine Meinung?" wollte JFK wissen. "Das ist der Hammer, absolut genial Sir! Übermorgen habe ich den ersten Gleiter umgerüstet!"  "Sehr gut, dann müssen wir nur noch festlegen, welcher Gleiter zuerst dran ist!" sagte JFK "Ich schlage vor, wir nehmen den modernsten, dann können wir gleich mit Waffentests anfangen und die fertigen Gleiter dann sofort nach Moth Koo verlegen! Andere Vorschläge?" Allgemeine Zustimmung! So kam der Outbacker als erstes an die Reihe, danach vier plejadische Gleiter und dann die restlichen auf dem Stützpunkt.
Ed rollte den Outbacker in den Instandsetzungs-Hangar und während Nimba und seine Crew sich sofort auf den Update stürzte begann Ed die Waffen zu warten. Dann kamen Berge von Munition auf Schwebecontainern. Ed staunte nicht schlecht zum einen über die Mengen aber auch über die Art von Munition. Das waren keine einfachen Geschosse! Immer abwechselnd Spreng-Brand- und panzerbrechend und das Ganze mit Leuchtspur. 'Wo zum Geier hat JFK diese Massen an Material her?' wunderte Ed sich.
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Der nächste Minengleiter stoppte vor dem Outbacker. Die Pilotin kam direkt auf die Brücke des Outbackers und wandte sich an Matti: "Mr. Huttinen, ich bringe Sie und Ihre Familie jetzt in Ihr Quartier. Ihr komplettes Gepäck wird sofort dort hin gebracht. Der Gleiter geht dann  umgehend in den Instandsetzungshangar!"  "Ich denke, das hier ist nur ein Zwischenstopp, oder was?" fragte Sheila genervt. "Das ist völlig korrekt!" antwortete die Pilotin "aber der Gleiter wird in Kämpfe verwickelt werden und wir bringen Sie aus der Combat Zone raus! Bitte versuchen Sie ruhig zu bleiben. Der Admiral wird Sie über alles informieren!"
Der Minengleiter war bequemer als sein Äusseres vermuten ließ und nach 10 min durch Stollen und über 2 Freiflächen kam er vor einer Wohneinheit zu stehen. Die Einheit bestand aus einem geräumigen 3-Zimmer Apartement mit Wellnessbereich. Kurz nachdem sich die 3 umgesehen hatten kam auch schon der Gleiter mit dem Gepäck.
"Ok, richten wir uns erst mal ein hier!" sagte Matti und holte sich Bier aus dem Kühlschrank. Sheila ging duschen und Futo checkte die Entertainconsole. Etwa eine 1/2h später tauchten JFK und Admiral Murray Vaughn in der Wohneinheit auf.
"Admiral, Sirs!" Matti wusste nicht genau wie er fortfahren sollte. JFK nahm den Druck aus der Situation "Matti lass uns auf steife Förmlichkeiten verzichten, wir kennen uns schon lange über deinen Schwiegervater und deshalb bin ich John für euch und mein Admiralskollege Murray! Wenn ihr das wollt, versteht sich!"
"Wir haben auf dein Wort unser gewohntes Leben aufgegeben und unsere Zukunft liegt in deinen Händen, John! Also was ist hier los?" wollte Sheila jetzt konkret wissen. "Ja, du hast recht! Absolut! Natürlich müsst ihr wissen wie es weiter gehen soll, aber das kann euch Murray viel besser erklären als ich es jemals könnte." sagte JFK. Und so erfuhren die Huttinens die Wahrheit über Colonel Vaughn's Mission und deren angeblichen Scheiterns so wie den Aufbau der Pleyedian Legue und das Zusammentreffen der Plejader mit JFK.
"Ok" sagte Matti "aber wo kommen wir da ins Spiel?"  Die folgenden 90min sollten die kürzesten, aber auch die interessantesten 1 1/2h in Matti's Leben werden.
JFK sagte "euer derzeitiges Problem wurzelt in Ed's Rolle im Macro Krieg! Seine extrem hohe Abschussrate hat ihn zum Feind Nr uno bei der Macro Ki gemacht!"  "Die Ki ist doch nach dem Krieg deaktiviert worden und ist in Worlow Prime unter Bewachung eingelagert" wandte Matti ein. "Das war auch so und nach der offiziellen Darstellung ist das immer noch so, aber die Lage hat sich verändert!" fuhr JFK fort.
"Bevor wir euch auf den neuesten Stand bringen, müsst ihr euch drüber im klaren sein, dass es sich hier um hochgeheime Informationen handelt!" gab Admiral Vaughn zu bedenken. "Niemand ausserhalb unserer Mission darf wissen, was wir euch zu sagen haben, weder in der Confederation, noch in der League und erst recht nicht die Ki!"
Im folgenden erfuhren die Huttinens alles über die sogenannten Macro-Piraten, korrupte Beamte, unehrenhaft entlassene Soldaten und andere Kriminelle übelster Sorte, die den Krieg mit der KI ausnutzten um sich durch brutale Überfälle auf konfederierte Geleitzüge zu bereichern. Diese Typen sind eiskalt, äusserst brutal! Sie schrecken vor nichts zurück. Seit 9 Monaten sind diese Bastarde wieder aktiv. Zur Zeit konzentrieren sie sich darauf ehemalige Kriegsteilnehmer aus dem Kommandobereich Jfk's zu liquidieren und diese Tatsache liess JFK zu dem Schluss kommen, dass die Ki wieder aktiv ist und sie ist auch nicht mehr in Worlow Prime eingelagert.
"Als ich dann von dem Anschlag auf Ed erfahren habe, entschied ich mich euch alle aus der Gefahrenzone zu holen." JFK sah in Sheila's ungläubiges Gesicht und unterbrach seinen Bericht. "Ihr wisst nichts davon, oder? Oh man das ist typisch für Ed. Aber ich denke, er wollte euch nicht beunruhigen!"
"Ed's Tochter zu sein ist schon beunruhigend genug, aber diesmal hat er etwas übertrieben. Statt in meiner Küche auf Terra bin ich jetzt auf nem Felsbrocken mitten im beschissenen Weltraum weil mein Haus explodiert ist!"
Murray Vaughn klinkte sich jetzt ein "Das ist natürlich ein heftiger Einschnitt in euer Leben, aber ich garantiere euch ein neues Leben! Ein gutes Leben auf einem wunderschönen Planeten in den Plejaden. Die Zeit hier geht vorbei und ihr könnt euch auf eure neuen Jobs und eure neue Heimat vorbereiten."
"Das war aber noch nicht alles" fuhr JFK jetzt fort. "Wir haben doch in Marques d' Orinoco über Futo's Ausbildung gesprochen. Ich würde ihn gern auf einer Militärakademie unterbringen. Den 1. Schritt in diese Richtung hat er ja schon gemacht, er ist in die Flotte eingetreten!"  "Tom ist zu jung für's Militär. Und ausserdem ist er ein Hitzkopf und in den angehenden Kämpfen hat er keine Chance, dafür fehlt ihm jede Erfahrung." meinte Matti. Admiral Vaughn schaltete sich jetzt ein: "Tom würde, euer und sein Einverständnis voraus gesetzt, auf der Akademie der Pleyadian League ausgebildet. Weit weg von der Combat Zone, sehr weit! Aber nicht weit von eurer neuen Heimat!" "Gut, wir reden mit Tom" sagte Sheila. "Ich halte das für eine gute Sache" meinte Matti "das ist ein guter Einstieg in unser neues Leben."
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Der Instandsetzungshangar füllte sich langam wieder mit Leben nach der Pause. "Ümit, kannst du Leitungsverläufe lesen?" wollte Nimba wissen. "Bin ich Analphabet man? Logo kann ich und mit nem Plasmapointer kann ich auch umgehen!"  "Cool man!" Nimba war begeistert und gab Ümit das Pad mit den Verläufen für die N²-Leitungen. Ümit kannte den Outbacker fast so gut wie seine alte Destille und kam sehr schnell voran. "Alter, nicht so schnell! Ich könnte mir vorstellen, dass da noch n Update hinterher kommt." meinte Nimba. "Update? Was meinst du?" wollte Ümit wissen. "Ey yo man, überleg mal, wir kühlen den Hauptrechner und die Railguns. Das ist cool man, aber warum nicht auch die Laserdesruptoren und die Schilde gleich mit versorgen? Und warum nicht gleich die Schilde mit Metalldetektoren aufrüsten? Dann können die Arschlöcher auf uns ballern mit ihren beschissenen WKIII-Railguns und unsere Gleiter lösen sich nicht gleich in schlecht verwertbaren Schrott auf."
"Ey man hast du das schon JFK gesagt? Das sind so geile Massnahmen man. Die können Leben retten!" Ümit war richtig aufgedreht. "Die Idee is mir heute morgen beim Kacken gekommen man. Meinst du ich soll den grossen Sahib mal anhauen?" Nimba war sich nicht ganz sicher. "Ümit mach du das, man ich bin kein Soldat und mein Ruf ist, diplomatisch  ausgedrückt, eher zweifelhaft." "Scheiss auf deinen Ruf man" sagte Ümit "du bist der Oberschrauber und rüstest für ihn die Gleiter um und ich bin sicher, er wird einiges für dich tun, wenn wir mit den Drecksmacros fertig sind."
JFK rief Futo zu sich, berichtete von Niimba's Vorschlägen und bat ihn um Lösungsvorschläge. Futo war enttäuscht dass er nicht selbst auf diese Verbesserungen gekommen war, war aber stolz dass JFK ihn fragte und nicht nur die etablierten Techniker.

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Als Ed mit aufmunitionieren durch war wurde er in die Videodivision gerufen. Er war der letzte denn nach ihm wurden alle Verbindungen nach draussen gekappt und zur Abhörsicherung ein faradaischer Schutzschild aufgebaut. Ausser Ed waren Ümit, Admiral Vaughn, Admiral Keppler, Ito Mishuma und eine Reihe plejadischer Soldaten anwesend. Ed vermisste JFK bei diesem Briefing. Er hätte eigentlich dabei sein müssen schliesslich waren es auch seine Pläne, die hier umgesetzt werden sollten.
Alle waren angespannt denn jeder wusste, dass es jetzt um die Vorbereitung für den Einsatz ging. "Leute, wir verzichten auf Förmlichkeiten! Ihr könnt euch nachher gegenseitg vorstellen, erst mal einige Vorabinfos" war Admiral Vaughn's Einstieg. Ito Mishuma ging zum Holotransmitter und startete wortlos eine Videosession.
Zu Beginn sahen sie eine Ansammlung von Ruinen aus der plötzlich 4 Macroschiffe kurz nacheiander aufstiegen. Dann flogte ein Rundblick über die Ruinen und das Bild stoppte am rechten Rand der ehemaligen Stadt und focussierte sich auf eine technische Anlage, die offensichtlich in Betrieb war. Es sah aus wie ein riesiger Schildreaktor. Danach wechselte die Szene und einige Roboter wurden sichtbar. die Roboter bewegten sich auf eine Freifläche in der Ruinensadt zu. Mit einmal sah man einige Zielhologramme aufleuchten. Die Roboter begannen sofort auf die Ziele zu schiessen und das mit einer enormen Feuerkraft. Als letzte Szene sah man eine Gruppe antiker Flugzeuge im Formationsflug und dann stoppte die Aufnahme.
Es wurde unruhig im Raum aber Ito Mishuma hob eine Hand und sagte: "Leute, Ruhe bitte! Was Ihr gesehen habt ist nur ein kleiner Einblick in die augenblickliche Situation!" "Sir, was haben die antiken Uraltflieger mit den Macros zu tun?" fragte einer der PL Soldaten. "Mir war klar, dass diese Frage kommen muss, aber, Leute, das heben wir uns für den Schluss auf. Die Ruinen sind ein Überbleibsel eines Siedlungsversuchs einiger Nachkommen von arabischen Missionsteilnehmern. Aber die Wüste dort ist doch zu lebensfeindlich für eine dauerhafte Besiedlung und so wurde das Projekt aufgegeben und die Regierung der League hat dann Moth Koo als Aussengrenze der PL festgelegt. So wie die Confederation of Planets Worlow als Grenze bestimmt hat. Und durch diesen Umstand wurde Pinetree zu einer neutralen Zone und somit zu einem idealen Unterschlupf für die Macros."
Admiral Keppler ergriff das Word: "Und durch den Beschuss unserer Gleiter haben wir erst von der Existenz dieser Arschlöcher erfahren. Aber so haben wir die Chance dieses Übel früh genug zu bekämpfen, und das heisst jetzt! Und unsere gemeinsamen Kräfte werden diese Ansammlung aus Schaltkreisen und Altmetall richtig zusammen stauchen!"
Alle sprangen von den Stühlen auf und johlten vor Begeisterung. Einer der PL Leute brüllte: "lasst uns den Pennern den Arsch aufreissen!" und fand lautstarke Zustimmung aber Ito Mishuma sorgte wieder für Ruhe und fuhr mit seinem Bericht fort: "Wir haben heraus gefunden dass in diesen Ruinen Waffen gefertigt werden und zwar keine Laser oder Desruptoren, nein, sondern verdammte Gattling- guns, bestens geeignet für Häuser- und Strassenkampf, mit denen dann die Kampfroboter ausgerüstet werden. Und die Tatsache, dass die Ki solche Roboter einsetzt, lässt darauf schliessen, dass sie diesmal eine Invasion planen. Anscheinend sind sie noch nicht sehr weit weil wir noch nicht sehr viele Roboter gesehen haben. Aber täglich werden es mehr! Und diese Anlage, die ihr am Rand der Ruinen gesehen habt ist höchstwahrscheinlich ein verdammter Schildreaktor, zur Zeit noch in der Testphase. Ja und nun zu den Uralt-Fliegern die ihr zum Schluss gesehen habt!"
Admiral Keppler fuhr jetzt fort: "Wir wollen den Angriff auf die Macros nicht mit EM-Emittern beginnen und so der Ki unnötig Zeit geben auf den bestehenden Angrif zu reagieren und haben uns deswegen was irres, was total wahnsinniges ausgedacht. Aber das Ganze ist so verrückt, dass es schon wieder einfach klingt! Wir drehen einen Film! Das daraus ein Angriff, ein sehr effektiver Angriff, werden kann glaubt niemand. Auch nicht ein brutal logisch denkendes Dreckstück von Festplatte!"
Es wurde unruhig im Raum. Aber Keppler liess sich nicht beirren: "Wir drehen für das Bildungsministerium der PL einen Film über den 2. Weltkrieg, genauer gesagt über den Luftkrieg in Europa und zwar nicht als Animation sondern weitesgehend original als Dokumentation und Forschungsobjekt. Dazu werden wir in den Ruinen Brandsätze anbringen die eine brennende Stadt darstellen werden. 3 Tage vor dem echten Angriff wird eine komplette Staffel B17 Bomber, das sind 12 Maschinen, die Ruinen überfliegen und als Übungsflug getarnt werden wir die Anlagen im Detail aufnehmen und dann auswerten. Der Angriff selbst wird mit der kompletten  Staffel, ausgeführt. 3 Maschinen werden vollgestopft mit Sprengmasse und werden direkt auf den Reaktor gesteuert. 6 weitere werden mit Cluster-Bomben beladen. Damit wird das Gebäude mit dem Hauptrechner der KI geknackt. Das bedeutet ein sehr genaues einhalten des Flugplans denn die Cluster-Bomber fliegen direkt hinter den Spreng-Bombern und gleich nach dem die Spreng-Bomber im Zielanflug sind, stellen die Piloten die Motoren aus und springen ab. Sie werden dann unten von einem Gleiter wieder aufgenommen. Die antriebslosen Maschinen stürzen dann direkt auf den Schildgenerator und zerlegen das Ding. Die restlichen Maschinen haben Spreng-Teams an Bord. Die Teams springen kurz vor der Stadt ab und warten bis das Bombardement zu Ende ist. Die Teams gehen rein und überprüfen ob der Zentralrechner, alle Roboter und die Anlagen zur Herstellung zerstört sind oder ob sie noch nachlegen müssen. Vor und während der Aktion sind sämtliche Gleiter, die während der Aktion nicht gebraucht werden, in Stellung und sichern Luftraum und Orbit gegen Macro-Schiffe ab."
Admial Keppler und Ito Mishuma beantworteten noch viele Fragen. Danach wurden die Piloten für die B17 ausgesucht. Ed wollte unbedingt CL als Copilotin dabei haben aber Keppler bestand darauf, dass sie selbst einen der Bomber fliegen sollte. Ed erwischte sich wie er in Gedanken die Fliegermodelle in Jose's Cantina bewunderte und sich wünschte so etwas antikes einmal zu fliegen. Nun sollte dieser Traum tatsächlich wahr werden. Das Leben geht manchmal merkwürdige Wege!
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Als die Besprechung zu Ende war und der Raum sich leerte ging Ed zu Admiral Keppler und erkundigte sich nach dem Verbleib von JFK und CL. Als Ed mit Mishuma und Keppler allein war, drückte Mishuma auf ein paar Knöpfe und der Raum war wieder total abhörsicher.
"Gut, dass du fragst!" sagte Admiral Keppler "darauf haben wir schon gewartet!" "Die Lage ist kompliziert" meinte Mishuma jetzt und kam dann direkt auf den Punkt "Die beiden sind verhaftet worden und wahrscheinlich schon in Pinta Roros zum Verhör."
Ed musste sich setzen. Er fragte nach einer Zigarette und bekam von Mishuma einen Zigarillo. Er zündete den Zigarillo an und fragte dann ganz ruhig "wie verdammt kann das angehen? JFK war doch immer derjenige, der die entscheidenden Schlachten für die Konföderation gewonnen hat! Ohne ihn hätten wir den verdammten Macro Krieg verloren! Wieso steckt er jetzt in der Hölle von PR? Und was hat CL damit zu tun? Die Frau ist doch völlig unbeteiligt?"
Ito Mishuma begann zu erklären: "JFK hat erfahren, dass einer seiner besten Leute wegen angeblicher Piraterie verhaftet wurde. Daraufhin wollte er nach Worlow Prime um die Sache zu klären und den Mann aus der Haft raus zu holen und ist sofort wegen Hochverrats festgestzt worden und CL gleich mit ihm wegen Beteiligung!"
Ed war unfähig sich zu der Sache zu äussern, er verstand die Welt nicht mehr. Mishuma fuhr fort: "Es sieht so aus als wenn eine oder mehrere Personen mit den Macros zusammen arbeiten und eine Invasion und die Machtübernahme vorbereiten. Wir haben Agenten mit terranischen Identitäten ausgestattet und die haben sich in der Konföderation mal umgesehen und herausgefunden dass es auf Worlow Prime ein Kartell gibt, dass in den Jahren nach dem Krieg alle anderen Kartelle entweder aufgesogen oder ausgelöscht hat. Diese Leute wollen jetzt an die Macht. Dazu haben sie schon viele Entscheidungsträger auf ihre Seite gezogen, oder gezwungen."
"Ok" warf Ed ein "dann sind diese Typen auch für die Attentate verantwortlich!"  "Genau" fuhr Ito Mishuma fort "die wollen alles aus dem Weg räumen was ihnen gefährlich werden könnte und deshalb haben sie sich jetzt auch JFK gegriffen. Aber die Sache hat einen grossen Vorteil!" Ed blickte auf und wollte nachfragen aber Ito sprach einfach weiter: "Sie gehen davon aus dass sie jetzt die Spitze der Kräfte, die gegen sie antreten werden, eliminiert haben und das bedeutet, dass sie sich jetzt sicher fühlen und aus der Deckung kommen werden. Für übermorgen zB ist ein Flug der Kartellspitze nach Terra Prime angesetzt! Wahrscheinlich wollen sie dort irgendwelche Forderungen stellen und massenhaft Drohungen aussprechen. Ausserdem wollen sie JFK mitnehmen und ihn auf Terra öffentlich vor Gericht stellen und jetzt kommst du ins Spiel!"
Ed rutschte fast vom Stuhl und als er sich wieder gefangen hatte meinte er: "das ist grosse und üble Politik! Was soll ich da ausrichten?" "Du wirst JFK da raus holen!" sagte Admiral Keppler und klang sehr überzeugend. "Ich glaube, ihr überschätzt mich und meine Möglichkeiten da etwas!" sagte Ed. "Du bist genau der Richtige für diese Mission denn offiziell bist du schon einige Zeit tot! Du hast den Stolleneinsturz im OM-Base nicht überlebt."  "Was, ihr habt meine Baracke gesprengt?" fauchte Ed "Ja, das war das sicherste!" meinte Keppler "Wenn du zurück bist zeige ich dir Bilder von deinem neuen Haus." Ed beruhigte sich wieder.
Ito mischte sich jetzt ein: "Ausserdem können wir hier gar nichts machen! Wenn wir im Hoheitsgebiet der Confederation Kampfhandlungen durchführen ist dass ein erstklassiger Kriegsgrund! Uns gibt es offiziell nicht und das muss auch vorerst so bleiben sonst wird die konföderierte Regierung noch weiter destabilisiert und das können wir absolut nicht gebrauchen!"
"Hier ist der Plan" fuhr Keppler fort "Wir haben deinen Gleiter mit unserer neuesten Technik nachgerüstet. Damit kannst du dich völlig unsichtbar machen und mit dem Teleporter kannst du jetzt Dinge und sogar Personen teleportieren! Und diese Technik wendest du an um JFK aus dem Kartell-Gleiter raus zu holen. Gleichzeitig wird Nimba Massai mit seinem Bergegleiter die Kiste vom Kartell mit einem EMP lahmlegen und abschleppen. Dann kehrt ihr beide nach Moth Koo zurück."
Ito Mishuma fuhr fort: "Aber ihr solltet nicht direkt Worlow Prime/Pinta Roros anfliegen. Macht eine Schleife über Worlow 6 und dann könnt ihr Pinta Roros von der Rückseite getarnt anfliegen und legt euch auf die Lauer im Hinterland der Mine. Hinter den Abraumhalden ist Niemansland, da wird nichts überwacht aber ihr bekommt sofort mit wenn der Gleiter des Kartells startet."
"Das klingt alles recht einfach!!" meinte Ed "aber was ist, wenn wir verfolgt werden? Dann verraten wir die Lage von dem Stützpunkt auf Moth Koo!" Keppler sagte: "Kein Problem, Ed! Der Bergegleiter hat eine Troopersignatur und dein Gleiter übernimmt die Signatur von der Kartellgurke und so kann niemand Verdacht schöpfen." "Das ist riskant! Wenn das Kartell den Flug überwacht und die stellen fest, dass der Gleiter gar nicht nach Terra fliegt sondern sich Richtung Pinetree System verpisst, wird bestimmt jemand misstrauisch und macht Alarm!" warf Ed ein. "Das hoffen wir, Ed!" sagte Keppler mit Blick auf Ed's ungläubige Mimik. "Natürlich ist das gepokert, aber du kannst deinen Arsch drauf verwetten, dass im Kartell einer dem anderen nicht über den Weg traut. Das gibt richtig Chaos, wenn die feststellen, dass der Gleiter nie im Sol-System angekommen ist! Und die Situation nutzen wir aus! Das einzige, was du jetzt noch brauchst ist ein fähiger Copilot und zwar einer, dem du dein Leben anvertrauen würdest!"
Ed meinte ausser CL wäre da nur noch Ümit Yüksel. Admiral Keppler schickte Ed daraufhin in die Instandsetzungs Division. Er sollte sich mit der neuen Technik im Outbacker vertraut machen und Ümit Yüksel in die bevorstehende Mission einweisen.
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Als Admiral van der Kaan erwachte war es stockdunkel. Er fühlte sich schlecht, sehr schlecht, als wenn eine Streitaxt in seiner Stirn steckte. Langsam kam die Erinnerung zurück! Er sah sich selbst im Arbeitszimmer des Governers von Worlow Prime sitzen. Ihm gegenüber sass der Governer selbst und bot ihm eine Zigarre an aber statt aus der Schreibtischschublade ein Feuerzeug zu holen, hatte er auf einmal einen Desruptor in der Hand und feuerte ohne Vorwarnung.
Die Tatsache, dass JFK wieder wach wurde, belegt dass die Knarre auf Betäubung stand. Er wollte grade mit dem Erkunden seiner Umgebung beginnen, als gleissend helles Licht seine an die Dunkelheit gewöhnten Augen traf. Er blinzelte um seine Umgebung zu prüfen, aber das Licht stach in seinen Augen. Eine Intercomstimme quäkte unpersönlich: "Commander Umberti heisst Sie herzlich willkommen an Bord der Fähre Sirius II, Herr Admiral! Unsere Überfahrt nach Pinta Roros wird ca 50min in Anspruch nehmen. Bitte bleiben Sie für die Dauer des Fluges auf Ihrem Sitz und bleiben Sie bitte angeschnallt! Zur Durchführung der Anmeldeformalitäten werden Sie von unserem freundlichen und kompetenten Servicepersonal begleitet. Wir wünschen Ihnen eine angenehme Überfahrt!"
'Sitzen bleiben fällt nicht schwer, wenn man an diesen Drecksstuhl gefesselt ist' dachte JFK immer wieder bis auf einmal die Tür aufflog und 2 widerlich arrogante Typen in schwarzen Anzügen, mit Desruptoren bewaffnet, den Raum betraten. Wortlos öffnete einer der beiden die Fesseln während der andere mit der Knarre auf JFK zielte. 'Yes! Freundlich, kompetent und wortgewand!" dachte er sich. Die beiden sahen aus wie Mafiaschläger, beide 30 Jahre jünger als JFK und höchstwahrscheinlich reichlich Kampferfahrung und darum verzichtete er erstmal auf eine Prügelei.
Der Mafiagleiter, oder Fähre wie die Quäkstimme meinte, war inzwischen auf Pinta Roros gelandet und die beiden Hauertypen schubsten JFK in Richtung Gefängnisverwaltung und gleich nach dem Haupteingang rechts in ein Büro. Sie stiessen JFK auf einen Stuhl vor einem klobigen Schreibtisch und verschwanden.
Ein paar Minuten später tauchte ein widerlicher Bürokratentyp in der Uniform der Confederated Corrections auf, setzte sich wortlos hinter den Schreibtisch und aktivierte ebenso wortlos einen Holoscreen im Schreibtisch und sagte kalt und verachtend: "Name?" JFK platzte der Kragen: "was soll der Scheiss hier? Heh? Sie wissen genau wer ich bin!" Urplötzlich und wie aus dem Nichts tauchten 2 XXL Schlägertypen, auch in CC-Uniformen, auf und stellten sich wortlos links und rechts neben JFK's Stuhl. "Name?" brüllte der eklige Typ hinter dem Schreibtisch. 'Arschloch, dir tret ich irgendwann in die Eier, das schwör ich!' dachte JFK sich. Die beiden Typen neben ihm waren auch jünger und wirkten brutal und unfair, darum vermied er jetzt auch eine Prügelei und zog die entwürdigende "Aufnahmeprozedur" durch. Die enthielt unter anderem eine "medizinische" Untersuchung und zum Schluss das Ablegen seiner Uniform um dann in den orangen Gefängnisoverall zu steigen.
Als die Prozedur beendet war musste er wieder vor dem Schreibtisch Platz nehmen. "Herr Kaan, ich werde Ihnen jetzt erklären wie es mit Ihnen weiter geht." sagte der Vollzugsbeamte!" JFK fiel ihm genervt ins Wort: "ich heisse van der Kaan und ich bin Admiral! Beachten Sie dies in Ihren weiteren Ausführungen!" Der arrogante Vollzugsbeamte blieb erstaunlich ruhig: "Sie sind absolut nicht in der Lage hier und jetzt und anderenorts oder in Zukunft irgendwelche Forderungen zu stellen denn Sie sind seit 12h kein Admiral mehr. Sie wurden unehrenhaft aus der Flotte entfernt und zwar wegen Hochverrats und Piraterie. Aus diesem Grund werden Sie morgen früh nach Terra Prime verlegt. Dort werden Sie sich vor dem High Supreme Court verantworten und dann werden wir uns hier garantiert wieder sehen."
JFK konnte es nicht fassen, was er da hören musste. Gehässig und schadenfroh unkte der Vollzugsbeamte: "na, Kaan, hat es Ihnen die Sprache verschlagen?" Aber JFK belehrte dieses Ekelpaket eines Besseren: "eine letzte Frage, was ist mit meiner Assistentin passiert?" "Von einer 'Assistentin' ist mir nichts bekannt!" sagte der Beamte kalt. 'Wenn Cl was passiert, schmeiss ich dich in einen der Methanseen auf Titan!' dachte JFK.
Er wurde in eine Zelle gebracht und eingeschlossen. Wenig später erlosch das Licht aber JFK kam diese Nacht nicht zur Ruhe und als am nächsten Morgen um 0500h das Licht wieder anging, war es für ihn wie eine Erlösung. Er wurde zur Eile angetrieben, bekam Handschellen und Fussfesseln mit Ketten umgelegt und schon 20 min später befand er sich an Bord eines Gleiters. Ein Teil des Steuerbordfachtraums war zu einer Zelle umgerüstet worden und JFK wurde hier eingeschlossen. Es gab ein Doppelstockbett und am Aussenschott waren 2 Sicherheitssessel mit Trägheitsdämpfern angebracht. Dies alles liess JFK schliessen, dass er nicht allein nach Terra gebracht wurde und er hoffte, dass sich bei seinem Zellengenossen um CL handeln würde.
Kurz vor 0530h öffnete sich die Zellentür und tatsächlich, CL wurde rein geschubst! Sie hatte die Handschellen noch um, auf dem Rücken sogar! An der Zellentür öffnete sich eine Klappe und eine Stimme befahl ihr an die Klappe zu treten und die Hände raus zu strecken. Daraufhin wurden ihr die Handschellen abgenommen.
"Hallo Admiral!" "Hallo CL! Schön dich zu sehen, ich hab mir schon Sorgen gemacht. Ich habe nach dir gefragt aber angeblich wusste niemand etwas von dir. Aber ich dachte mir schon, dass das ein mieser Psychotrick sein sollte." JFK war erleichtert dass CL unversehrt vor ihm stand. "Mir wurde nur gesagt, dass Sie auch in Haft sind, sonst nichts." sagte CL. Eine Intercomstimme unterbrach den Erfahrungsaustausch: "Gefangene! Wir starten jetzt, begeben Sie sich in die Sicherheitssitze und legen Sie die T-Gurte um. Bleiben Sie angeschnallt bis wir den Orbit verlassen!" "Idioten! Als wenn wir zum ersten mal im All sind!" grunzte JFK und setzte sich neben CL.  
"Wieso haben sie dir eigentlich die Ketten auf dem Rücken angelegt? Hatten die Angst vor dir?" JFK war neugierig. "Die Untersuchung hat eine hässliche, fette Kuh von Wärterin bei mir gemacht. Das Vieh war pervers und wurde anhänglich. Da hab ich sie verprügelt. Aber grade als es richtig Spass machte kamen 2 riesige Schlägertypen rein und haben mich mit Aerosol betäubt. Ich bin dann mit Handschellen gefesselt im Büro wieder zu mir gekommen, genau gegenüber von dieser aufgeblasenen Beamtenschwuchtel die mich vor der Untersuchung schon vollgequatscht hat."
"Mit dem Penner habe ich auch noch ein Huhn zu rupfen! Ach übrigens, ich bin kein Admiral mehr. Die haben mich kurzfristig rausgeschmissen!" "Für mich sind Sie immer Admiral!" meinte CL entrüstet "wieso machen die das?" "Als Soldat müssten sie mich exekutieren bei den Anschuldigungen aber damit schaffen sie einen Märtyrer und damit eine solide Grundlage für Aufruhr und Rebellion. Für Zivilisten gibt es keine Todesstrafe, die verschwinden nämlich in den Stollen von Pinta Roros." "Berechnende Schweine!" zischte CL "wir müssen hier raus, so schnell wie möglich!" "Das sehe ich genauso!" sagte JFK "aber hier haben wir keine Chance, das habe ich schon gecheckt. Wenn wir uns erst mal passiv verhalten, wird unsere Bewachung mit der Zeit nachlässig und so geben wir unseren Leuten Zeit, uns zu befreien." CL fragte: "von wieviel Zeit gehen Sie aus?" Aber während sie sprach erlosch das Licht in der Zelle und JFK wurde auf einmal mit einer Säule von grün/gelbem Licht umhüllt und verschwand spurlos!
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Als Ed wieder in den Instandsetzungshangar zurück kam fiel ihm sofort auf, dass sein Gleiter eine andere Farbe hyatte und kein Wappen oder Logo mehr führte das auf eine Zugehörigkeit zum Militär hinweisen könnte.  "Ey man, erkennst du deinen Gleiter eigentlich noch wieder, oder soll ich dich lieber zu dem Teil hinführen?" lästerte Nimba. Ed, Ümit und Nimba gingen auf die Brücke des Outbackers zur Einweisung in die neue Technik. "Sieht eigentlich vertraut aus aber die Commandkonsole ist irgendwie voller geworden und der Feuerleitstand hat 3 neue Einheiten." sagte Ed. "Yo man, das auf der Commandconsole sind die Kontrollen und die Bedienfelder für die Supraleiter, die Tarnvorrichtung und den Teleporter. Am Feuerleitstand kannst du jetzt auch auf 2 Gattlings auf Haupt- und Gegendeck zurückgreifen und neben der Gattlingkontrolle hast du nen Raketenwerfer. Damit kannst du entweder oberlästigen Verfolgern ne Wand aus Sprengstoff vor die Nase stellen, oder n fetten Torpedo mit Invertzünder rüberschieben." Nimba wollte grade weiter machen als plötzlich Ito Mishuma und Admiral Keppler auf der Brücke erschienen.
"Wir haben grade erfahren, dass Admiral van der Kaan schon morgen früh zwischen 0500h und 0600h nach Terra verlegt werden soll." sagte Ito Mishuma "ihr müsst sofort los!" "Aber ich habe von der neuen Technik überhaupt keine Ahnung!" warf Ed ein. "Nimba bleibt während der Aktion hier an Bord bis das Abschleppen beginnt und weist euch weiter ein." sagte Admiral Keppler. Nimba räusperte sich und meinte: "Yailin kann den Berger nicht die ganze Zeit allein fliegen, ausgeschlossen" "Das soll sie auch nicht!" meinte Keppler und drehte sich um zur Brückentür "Komm rein!" rief er. Die Tür schob sich auf und Futo erschien auf der Brücke.
Ed glaubte seinen Augen nicht zu trauen: "Nein!" brüllte er "Niemals! Ihr habt mir versprochen, dass ihr Futo aus der Combat Zone raus fliegt und jetzt wollt ihr ihn auf ein beschissenes Himmelfahrtskommando schicken? Die Sache muss nicht gut ausgehn, die können uns auch aus dem All pusten oder sie suchen uns nen verdammten Stollen auf Pinta Roros aus!" Futo unterbrach Ed's Wortschwall: "das war meine Idee, Ed! Ich habe meinen Eltern die Erlaubnis abgerungen und jetzt mache ich auf dem Berger den Copiloten, 100%ig! Und die Sache geht gut aus, das weiss ich! Dieser neuen Technik haben die andern nichts, aber auch garnichts entgegen zu setzen!"  
Ed beruhigte sich langsam wieder: "wann solls losgehn?" "Jetzt, in diesem Augenblick!" sagte Admiral Keppler "Guten Flug!" Keppler und Ito gingen von Bord und Futo wechselte in den Berger. Während die beiden Gleiter auf eine Freifläche gezogen wurden, checkte Ümit Energiereserven und Waffen. Ed nahm derweil die Flagge der Confederation Fleet aus der Wandhalterung, warf sie in den Müllkonverter und sagte: "Confederierten Scheiss will ich hier an Bord nicht mehr sehen! Mit den Pennern bin ich fertig! Die haben versucht mich im Asteroidengürtel zu töten!" Dann hängte einen richtigen Jolly Roger auf. Ümit schüttelte nur den Kopf und murmelte: "Inshallah! Jetzt geht's auf Kaperfahrt!" Nimba grinste über das ganze Gesicht und war begeistert: "15 Mann auf des toten Seemann's Kiste, ja man, Captain Flint lebt!"
Die beiden Gleiter gingen direkt auf Sprunggeschwindigkeit um dann im Hyperraum Kurs auf Worlow 6 zu nehmen. Nmba meinte: "kurz bevor wir bei Worlow 6 aufschlagen sollten wir die Tarnung schon mal anschmeissen. Die haben ihre ersten Verifikationssatelliten schon bei den Lagrange Punkten! Hoffentlich denkt Yailin auch daran! Tut nicht not, dass die Trooper uns hier sehen!"
Ed liess den Outbacker aus dem Hyperraum zurück in den Normalraum verzögern und blickte gespannt auf den Scanner. 2 km steuerbord fiel auch der Berger aus dem Hyperraum, noch sichtbar, aber er verschwand einige Sekunden nach dem Wiedereintritt im Tarnmodus. Ed und die anderen waren erleichtert.
Im Direktflug ging es jetzt nach Pinta Roros. "Wird das eng mit der Zeit? Is schon fast Mitternacht!" wollte Ümit wissen. "Schätze mal, dass wir so gegen 0400h da sind." meinte Ed. "Das reicht ja grade mal zum pipi machen!" unkte Nimba. "Wir machen hier ja auch keine Brauereibesichtigung man!" Ed war etwas genervt. "Schade eigentlich!" kam dann noch von Nimba, der sich jetzt aber entschied lieber erstmal die Klappe zu halten.
0420h! Ed hatte den Outbacker schön sanft auf Pinta Roros aufgesetzt und die Antriebe auf -stand by- gestellt. Ümit verschwand in der Pantry und kochte Chay. Auf dem Bergegleiter gabs spanischen Kaffee. Um kurz nach halb 6 wurden auf dem Minengelände Beleuchtungskonsolen aktiviert. "Es geht los, hinsetzen, anschnallen!" bellte Ed.
Der Kartellgleiter hob schwerfällig vom Minenkomplex ab und nahm Kurs auf den Orbit. Ed blieb dicht hinter ihm und Yailin hielt den Berger leicht versetzt auf der gleichen Position. Der Kartellgleiter blieb nur eine halbe Umrundung im Orbit und nahm dann Kurs auf Terra. "Jetzt beam mich rüber!" sagte Nimba "Ich muss die Fischkiste lahmlegen bevor er auf Sprunggeschwindigkeit ist! Sobald ich drüben bin lasst ihr euch etwas sacken, damit ich freies Schussfeld für den EMP habe. Wenn das klappt gehen bei der Gurke alle Lichter aus und das Ding fängt an zu driften. Dann holt ihr sofort JFK da raus und ich schnapp mir die Krücke!" Ed meinte: "wenn ich JFK und CL an Bord habe, drehe ich ab. Dann hast du freie Bahn!"
"Los jetzt!" sagte Ümit und aktivierte den Teleporter. Nimba wurde in eine grün/gelbe Lichtsäule gehüllt und verschwand. Ed nahm augenblicklich etwas Fahrt zurück und der Gleiter konnte sich jetzt frei bewegen.
Im Bergegleiter erschien mit einmal eine grün/gelbe Lichtsäule auf der Brücke und Nimba tauchte direkt vor der Bergekonsole auf. Yailin und Futo waren fasziniert von der Erscheinung  "Völlig abgefahrn!" war Futo's Kommentar. Nimba fuhr sofort den EMP-Richtbeam hoch und zielte auf den Kartellgleiter. Sofort als er grünes Licht bekam feuerte er den Richtbeam ab. Augenblicklich fiel der Antrieb aus, sämtliche Beleuchtungen erloschen am und im Kartellgleiter und er bekam Schlagseite.
Ümit richtete den Teleporter auf JFK's Signal aus und aktivierte ihn. JFK tauchte augenblicklich vor Ed und Ümit auf. Sein Gesichtsausdruck war wie in Beton gegossen aber er fing sich sofort wieder: "CL ist noch drüben!" sagte er schnell. "Ich hol sie da raus!" meinte Ed. Aber JFK meinte: "Da drüben herrscht das totale Chaos, die haben sogar keine künstliche Schwerkraft mehr! Schnell, richtet das Ding nochmal auf die selbe Stelle wie eben. CL sass direkt neben mir!" sagte JFK.
Sofort hatte Ümit den Teleporter wieder klar und aktivierte ihn. "Was zum..." murmelte CL aber sie verstummte als sie sah wo sie sich jetzt befand. Ed liess den Outbacker sofort zurück fallen und Nimba begann damit den Kartellgleiter auf den Bergekufen zu verankern und dessen Energiekupplungen zu kappen für den unwahrscheinlichen Fall, dass die Kartelltypen ihre Kiste wieder in Betrieb nehmen konnten. Als der Gleiter befestigt war konfigurierte Nimba die Identifikationsmatrix neu um das Feld auf 2 Schiffe zu erweitern. Anschliessend nahmen Ed und Nimba Kurs auf Moth Koo und verschwanden im Hyperraum.
"Wow, bin ich froh da raus zu sein!" sagte CL und fiel Ed um den Hals. "Das sehe ich genauso!" fügte JFK zu "Aber jetzt mal was anderes! Die Ärsche hatten noch nicht mal was zu essen und zu trinken für uns!" "Ja, stimmt ich hab richtig Durst und Hunger!" stimmte CL zu und ging in die Pantry. Aus einigen Eiern, etwas Bacon und 2 Flottennotrationen zauberte sie ein heftiges Frühstück für alle. Nach dem Frühstück drängte JFK darauf, dass Ed eine Notheizung in den Kartellgleiter beamte, denn er wollte die Typen nachher gerne aushorchen und nicht auftauen, danach ging er schlafen. CL war zum schlafen viel zu aufgekratzt und wechselte sich mit Ed und Ümit am Steuer ab. Glücklicherweise verlief der Rest des Rückflugs ohne Zwischenfälle.  
Auf Moth Koo wurden die Gleiter per Leitstrahl zum plejadischen Flottenstützpunkt gelotst. Am Landeplatz parkten einige Flottenfahrzeuge und die Admirals Vaughn und Keppler, Ito Mishuma mit einigen Zivilisten und ca 30 Soldaten waren vor den Fahrzeugen versammelt. Als Ed die Luftschleuse vom Outbacker öffnete und Nimba die Schleuse des Bergers, entrollten einige der Soldaten ein Banner vor den Fahrzeugen. Eine Aufschrift wurde sichtbar  -Willkommen in der Pleyedian League-  und als sie alle aus den Gleitern raus waren, klatschten alle Anwesenden stürmisch Beifall. Admiral Vaughn ging auf die Gruppe zu, schüttelte jedem die Hand und bat alle in einem Personentransporter Platz zu nehmen. Er fuhr mit ihnen zusammen zur Administration: "gab's irgendwelche Komplikationen?" wollte er von Ed wissen und als Ed verneinte hakte er neugierig nochmal nach: "die Tarnung und der Teleporter? Hat alles hingehauen?" "Perfekt! Aber keine Ballerei im All, kein Enterkommando, keine wilde Hauerei auf dem feindlichen Schiff! Also auch wenig Spass, dafür aber effektiv, schnell, sauber und unauffällig!" meinte Ed.
Als sie die Administration erreichten führte Admiral Vaughn die Gruppe in einen Saal, in dem ein Zivilist im Anzug neben der Tür stand. Vaughn schloss die Tür und wandte sich recht straff an den Zivilisten: "Mr. President, das Kommando Pinta Roros ist erfolgreich zurück!"
Das war er also, live und in Farbe! Präsident der -Pleyedian League- Henry Warner! Präsident Warner begrüsste alle mit Handschlag, erst CL, dann JFK und den Rest der Gruppe. Er wandte sich an JFK und sagte: "Ich habe schon viel von Ihnen und Ihren Leuten gehört, Admiral!" "Mr President, Sir, ich bin kein Admiral mehr! Man hat mich unehrenhaft aus der Flotte entlassen und deswegen habe ich auch die Uniform gegen Gefängniskleidung getauscht." Henry Warner drehte sich um zu dem Tisch neben ihm und nahm ein gerahmtes Dokument in die Hand. "Hier ist Ihr neues Offizierspatent, Admiral! Oben haben wir ein Büro für Sie eingerichtet und dort finden Sie auch ihre neue Uniform!" "Ich weiss nicht, was ich sagen soll, Mr President, das verschlägt mir die Sprache!" "Nun, ein einfaches -ja- würde mir reichen! Ich, nein wir brauchen Sie! Unsere Flotte hat keine Kampferfahrung und Sie kennen den Feind. Sie haben diese Blechbüchsen schon einmal aus dem All gepustet." "Das ist richtig Sir und wir machen die auch diesmal fertig!" sagte JFK  "Aber ich hatte und habe auch ein verdammt gutes Team!" "Gut dass Sie das ansprechen! Ich habe sämtliche Berichte über Sie alle gelesen. Mit sehr grossem Interesse! Und da ich weiss, dass Sie alle für tot gehalten werden, ist es eine Leichtigkeit ihnen eine neue Identität auszustellen und in Verbindung damit einen neuen Wohnsitz in den Plejaden. Die Urkunden und alle relevanten Infos dazu liegen auf Admiral van der Kaan's Schreibtisch."  
JFK ging mit Vaughn in sein neues Büro, dort trafen sie auf Keppler und Ito Mishuma. Nachdem JFK seine neue Uniform angezogen hatte, besprachen die 4 das weitere vorgehen. Im Saal nutzte Henry Warner die folgenden 2h um sich bei der Gruppe über ihre Erfahrungen im Macro-Krieg und das alltägliche Leben in der Confederation zu erkundigen. Nebenbei gab es ein sehr gutes Stout und einen hervorragenden Whiskey, hergestellt von Nachkommen irischer Missionsteilnehmer, wie Henry Warner betonte.
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Einige Soldaten stellten sich  in einer Reihe an der Luftschleuse des Kartellgleiters auf. Von innen wurde an das Schott gehämmert und einige Stimmen waren zu hören: "Aufmachen! Los Aufmachen! Lasst uns endlich hier raus!" Das Schott wurde geöffnet und der Offizier an der Schleuse rief: "einzeln rauskommen, die Hände über den Kopf und Ruhe! Keine Tricks, wir schiessen sofort und ohne Vorwarnung!" Einer nach dem anderen, teils uniformiert, teils in Zivilkleidung trat aus der Schleuse und liess sich wortlos abführen bis ein Zivilist um die 50, Anzug, grauer Vollbart, raus kam und sofort laut wurde: "wer ist für diese Schweinerei verantwortlich? Ich bin Stepe Sesevic, Govener von Worlow Prime und will sofort den Verantwortlichen sprechen! Sofort!!" Der Offizier drehte ihm den Arm auf den Rücken, legte ihm Handschellen an und meinte ruhig und gelassen: "halt deine grosse Schnauze, Arschloch, sonst verpass ich dir auch noch n Maulkorb!" Sesevic verstummte augenblicklich. Die komplette Besatzung des Kartellgleiters wurde in vorbreitete Zellen gebracht. Sie wurden durchsucht, mussten ihre Kleidung ablegen und gegen hellrote Gefängnisoveralls tauschen. Danach bekamen sie Essen und dann wurden sie von Ito's Leuten einzeln zur Befragung abgeholt.
Beim Essen in der Messe trafen Ed und die anderen wieder auf JFK und Ito Mishuma. Ed fragte: "meint ihr, dass die Verhöre wirklich was bringen? Diese Typen lügen doch schon beim einatmen!" "In diesem Fall nicht!" sagte Ito "die Regierung hat in diesem besonderen Fall den Einsatz von Wahrheitsserum genehmigt und das haben die vorhin schon im Essen gehabt." "Und, wirkt das Zeug?" wollte Ed wissen. "Die Gespräche laufen ruhig ab und jede Frage, die wir stellen, wird sofort beantwortet. Wir sammeln jetzt die Informationen und lassen die dann vom Geheimdienst überprüfen!" antwortete Ito. "Was passiert eigentlich mit den Pennern, wenn wir den ganzen Spuk auf Al-Raziq endgültig beendet haben?" wollte Ed noch wissen. "Al-Raziq! Respekt! Du redest schon wie ein alteingesessener Plejader!" staunte Ito.
 "Die Sache ist für mich ganz einfach Ito. Irgendwelche confederierten Ärsche wollten mich im Asteroidengürtel platt machen und darum bin ich fertig mit dem Saftladen. Die Plejaden sind jetzt meine neue Heimat, soviel ist klar und ich helfe jetzt gerne beim Ausschalten der Feinde meiner neuen Heimat!" antwortete Ed. "Aufrichtige und ehrgeizige Leute, die helfen, die Confederation zu säubern können die nachher aber auch gut gebrauchen!" meinte Ito. "Ich bin eigentlich zu alt für diese Hauerei, aber JFK meinte, er braucht mich für diese Aktion, da gab's für mich keine Frage und so wie die Sache sich jetzt entwickelt hat, will ich nicht mehr zurück. Die Confederation kann mich mal! Diesmal hab ich die Chance für meine Familie zu sorgen und endlich zur Ruhe zu kommen und diese Chance werd ich nutzen." sagte Ed. "Das klingt alles gut durchdacht Ed! Nun zu deiner Frage: die Todesstrafe gibt es hier nicht und darum gibt es für diese Gefangenen nur 2 Möglichkeiten. Entweder sie bekennen sich schuldig und werden auf eine Insel verbannt, auf der sie sich zwar frei bewegen, die sie aber nie wieder verlassen können, Australien 2.0 sozusagen, oder sie sind total behämmert und bekennen sich nicht schuldig, dann verschwinden sie in Iso-Haft bis sie kotzen." antwortete Ito.
Die nächsten Tage verbrachten Ed und die anderen zusammen mit einigen plejadischen Piloten damit, im Flugsimilator das Starten, Fliegen und Landen der antiken B17 zu erlernen und zu üben. Währenddessen wurden die ersten Maschinen schon in Containern nach Al-Raziq ins 'Studiocamp' gebracht wo sie von Nimba und einer Inst-Crew zusammen gebaut wurden.
Ed kam grade aus dem Simulator als er und die 23 anderen zu JFK und Admiral Vaughn gerufen wurden. "Leute, es ist soweit! Ihr müsst rüber nach Al-Raziq! Eure Gleiter sind aufmunitioniert und Energiestatus ist 130%. Morgen Abend überfliegt ihr die Ruinen! Dann werten wir alles aus und entscheiden wann der Angriff beginnt." sagte Vaughn. JFK fügte zu: "wir sind ab morgen Nachmittag mit 3 getarnten Kreuzern im geostationären Orbit und geben euch Rückendeckung!"
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Präsident Warner beraumte eine Hypercom-Konferenz mit seinen Admirälen und Ito Mishuma ein. Er wirkte angespannt. "Ersparen wir uns langwierige Begrüssungen. Es wird langsam Zeit, die Öffentlichkeit zu informieren. Bevor Gerüchte aufkommen!" Hans Keppler antwortete: "Das ist meiner Auffassung nach noch zu früh, Mr President! Das sollte nicht vor Beginn der Mission erfolgen!" Die anderen stimmten ihm zu. "Gut, bleiben wir auf der sicheren Seite, man weiss ja nie...! Informieren Sie mich umgehend wenn es losgeht! Dann brauche ich Vorschläge wie und wann wir die Confederation kontaktieren!"
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Auf den ersten Blick sah das "Filmcamp" total chaotisch aus und stach sehr auffällig aus der weissen Wüstenumgebung heraus. 2 lange Rollbahnen, zwischen den Rollbahnen standen die Bomber in einer Reihe und überall Filmrequisiten und Materialkisten aber im Hauptfilmstudio war zB die Infozentrale untergebracht und hier sollten auch die Briefings stattfinden. Und schon eine 1/2h nach ihrer Ankunft wurden Ed und die 23 anderen Piloten und Copiloten zum Briefing geholt.
Admiral Keppler, in einer authentischen Airforceuniform des 20ten Jahrhunderts gekleidet, rief Ed zu sich und ging mit ihm in ein Zelt das als Funkstation diente. "Ich will es kurz machen, Ed" begann Keppler das Gespräch "aussergewöhnliche Situationen erfordern aussergewöhnliche Massnahmen! Du bist bei diesem Flug und auch beim scharfen Einsatz Flight Command und Staffelführer! Wenn irgend etwas unvorhergesehenes geschieht und sofortiges handeln erforderlich wird, hast du das Kommando. Diese Mission muss klappen! Eine 2. Chance bekommen wir vielleicht nicht!" Er machte eine kurze Pause, sah Ed tief in Die Augen und sagte: "Staffseargent Marineris, stillgestanden!" Ed nahm sofort Haltung an und Keppler löste die Seargentstreifen von Ed's Uniform und steckte an deren Stelle Schlaufen mit 3 Sternen und sagte: "Captain Marineris, stehen Sie bequem!"
Ed war sprachlos. "Wir verlassen uns auf Sie, Captain!" sagte Keppler. Die beiden gingen zurück zum Briefing. Keppler begrüsste die Gruppe kurz und kam dann sofort zum Wesentlichen: "Leute, ich möchte euch euren Commander und Staffelführer vorstellen: Captain Marineris! Wenn ihr in der Luft seid ist er für euch zuständig! Eure Maschinen sind startklar! Sie sind aufgetankt und beladen!" Es wurde still! Man konnte jetzt nur noch den Wüstenwind hören wie er ab und zu etwas Sand aufs Zeltdach blies. Jeder wusste dass die Aktion jetzt beginnt. "Beladen bedeutet, dass die Clusterbomben an Bord sind und die Maschinen 1 - 3 sind voll mit Sprengstoff. Beide, Bomben und Sprengstoff, haben bei dieser Runde noch keine Zünder. Das Risiko wollten wir beim Erstflug nicht eingehen. Die Sprengteams fliegen voll ausgerüstet, aber auch ohne Zünder, in den Maschinen 10 - 12 mit. Nach dem Start hoch auf 10000m und dann Kurs 1-8-0 auf die Ruinen zu. 2km vor den Ruinen runter auf 3000m und in geschlossener Formation über die Ruinen. 3km hinter dem Schildgenerator wieder hoch auf 10000m und dann drehen die Maschinen mit den ungraden Zahlen über Steuerbord ab zur Landebahn 1 und die mit den graden über Backbord zur Landebahn 2. Eure Ausrüstung bekommt ihr am Rollfeld im Hangarzelt. Die Maschinen sind offen! Ihr solltet also die komplette Ausrüstung anlegen. In 10000m ist es -20° C kalt und der Sauerstoff ist reduziert! Noch Fragen?" Es blieb sehr ruhig im Zelt. "Dann zu den Maschinen!" Vor dem Zelt standen einige antike Geländewagen, die wie früher die Mannschaften zu ihren Maschinen brachten.
Ed ging sofort zum Pilotensitz, setzte die Com-Einheit auf und sagte: "all engines check and run!" In diesem Augenblick kam eine Stimme über den Kopfhörer: "Maschine 3 kein Öldruck Motor 3 und 4!" "Motoren sofort stopp!" befahl Ed und begab sich zu Maschine 3. Er fühlte, dass irgendwas in der Luft lag. An der Maschine traf er Eugene Baker, den Copiloten von Maschine 3! Der ging um den Motor rum und blinzelte gespannt auf das Rinnsal Öl, das aus dem Sternkranz reichlich leckte. Irgendetwas an Eugene Baker kam Ed merkwürdig vor. So wie er würde niemand blinzeln, selbst wenn er ein Sandkorn im Auge hätte. Admiral Keppler traf zusammen mit Nimba Massai und einem Inst -Team auf der Runway ein. Ed bat Keppler hinter das Inst - Fahrzeug und meinte: "Das war Sabotage und Baker hat was damit zu tun. Der fotografiert den Schaden jetzt grade! Ich hoffe, dass er keinen Transmitter hat! Sonst weiss die Ki sofort bescheid!" Keppler trat einen Schritt neben das Fahrzeug und rief: "Baker! Gut dass Sie sofort reagiert haben und den Schaden meldeten! Kommen Sie bitte mal eben!"
Eugene Baker fühlte sich sicher und begab sich arglos hinter das Inst - Fahrzeug. Ed schob  Baker die antike 45er in den Rücken: "Hände über den Kopf und mach ja kein Scheiss oder ich verteile dein Drecksverrätergehirn hier im Sand!" Keppler hatte inzwischen einen Breitbandscanner aus dem Fahrzeug geholt und Baker auf Transmitter gescannt aber keinen gefunden. Er zog seinen Desruptor und feuerte wortlos auf Baker. Der sank bewusstlos auf dem Fahrzeugboden zusammen. "Wir müssen jetzt losschlagen!" sagte Ed "Wir können es uns nicht leisten jetzt entdeckt zu werden!" "Ich fürchte, du hast recht, aber 3 ist ohne Copilot!" "Kann meinen haben!" sagte Ed "ich kann das Ding auch allein ins Ziel stürzen lassen! Jetzt müssen nur noch die Zünder unbemerkt an Bord!" Admiral Keppler sah Ed einen Augenblick schweigend an. "Die Zünder sind schon an Bord?" wunderte Ede sich. Keppler nickte: "für alle Fälle! Ich aktiviere die Dinger per Subsignal von meinem Fahrzeug aus sobald ihr im Anflug auf eure Zielkoordinaten seid. An Bord erfolgt dann eine Ansage und du bestimmst dann die Einzelheiten vor Ort!" "Jetzt oder nie!" sagte Ed und ging zurück zu seiner B17.
Jetzt lief alles so ab wie früher. Die Motoren wurden gestartet und liefen etwas warm. Die Steuerungs- und Landeklappen wurden getestet und die Piloten meldeten ihre Maschinen 'ready for take off'. Dann wurde an der runway controle ein rotes Leuchtsignal abgefeuert und die Maschinen bewegten sich hintereinander zur runway. Die ungraden Zahlen zur 1, die graden zur 2.
Die Maschinen gewannen schnell an Höhe und eine nach der anderen meldete 'Anflughöhe erreicht'. "Einschwenken in Formation und auf Kurs 1-8-0 gehen! Maschine 2 übernimmt Führung, 3 folgt!" befahl Ed. Kurz nachdem alle Piloten den Kurs bestätigt hatten ertönte in allen Lautsprechern an Bord die Stimme Admiral Kepplers: "Alle Sprengmaterialien sind ab sofort scharf! Achtung! Dies ist keine Übung!"
Im selben Augenblick tauchte neben Ed eine grün/gelbe Lichtsäule auf und Futo wurde auf den Copilotsitz gebeamt. "Scheisse, hau sofort wieder ab! Das ist gefährlich hier!" Gleichzeitig meldeten die Maschinen mit den Clusterbomben: "Zielkoordinaten erreicht in 23, 22....." Ed wartete den Rest der Ansage nicht ab sondern befahl: "Bombs away!" Überschattet wurde diese Szene von einem Hilferuf aus Maschine 3: "Hilfe!! Wir werden gerammt!" Ed sah wie Bomber 2 ganz dicht auf Nr 3 aufgerückt war und versuchte die Maschine am Leitwerk zu schieben. Er sagte: "Halt die Kiste auf Kurs!" und verliess den Pilotensitz.
"Wo willst du hin?" fragte Futo hektisch. "Ich hab noch n Ass im Ärmel!" zischte Ed und hechtete in den oberen Gechützdom und begann sofort mit dem über Nacht eingebauten Doppelkaliber 50  auf den äusseren Backbordmotor von Nr 2 zu feuern. "Futo, nimm Speed weg!" Sofort wurde der Abstand grösser. "Ed, die Kiste sackt ab, was soll ich tun?" "Lass sacken und halt Kurs!" sagte Ed und feuerte weiter. Der erste Motor fing Feuer und ging aus. Inzwischen explodierten die ersten Bomben und die B17 wurden von mehreren heftigen Druckwellen durchgerüttelt. Nr 2 begann zu sacken und bekam Schräglage. Ed feuerte sofort auf den inneren Motor und als der Feuer fing direkt weiter auf die Steuerbordmotoren! Die Maschine begann mit brennenden Motoren und Tragfächen zu trudeln und stürzte ab. "Ümit, hol die Penner da raus und nimm sie fest!" sagte Ed in dem Vertrauen dass Ümit mit dem Outbacker in der Nähe war. "Schon passiert, Captain! Crew Nr 3 ist auch an Bord nachdem sie n Volltreffer hingelegt hat!" kam als Antwort.
Ed hatte keine Zeit zum Antworten. Er schwang sich wieder in den Pilotensitz und nahm den Kurs zum Generator wieder auf. "Ümit......." rief Ed und wurde augenblicklich in den Outbacker gebeamt. "Gutes Timing man!" bedankte Ed sich und nahm auf dem Commandsitz Platz. Ümit brachte Ed kurz auf den neuesten Stand: "Wir müssen sofort in den Orbit! Getarnt, volle Schilde! Da oben ist die Hölle los, alles voll mit Macros. Unsere Kreuzer brauchen Jagdunterstützung! Die Drecksmacros rücken den Kreuzern zu dicht auf die Pelle, die können nicht effektiv feuern. Unten ist alles klar, da schlägt demnächst Verstärkung von Moth Koo auf!"
Wortlos hatte Ed schon während Ümit's Briefing den Kurs Richtung Combat Zone eingegeben und beschleunigt und sagte: "Ümit, du machst die Railguns klar, Futo, du bleibst an der Kampfkonsole! Diesmal schnappen wir uns die Penner seitlich, die ballern nach unten und oben ins leere! Man, wie hohl ist das denn? Die gehn von der gleichen Taktik aus wie letztes mal! Jungs, wir gehn zum Bowling!" "Aye, Scipper!" riefen Ümit und Futo.
Ed schaltete die Tarnung aus damit die anderen Gleiter nicht aus Versehen seine Bahn kreuzten und damit die Macros auf ihn aufmerksam wurden. Sie stürzten sich auch sofort mit 2 Staffeln auf den Outbacker. "Acht gegen einen, ihr feigen Schweine! Wie arm seid ihr denn? Heute is Zahltag, heute reissen wir euch den Arsch auf bis zum Hals!" zischte Ed.
Er flog einen Zick-Zack Kurs und lockte die Ki-Schiffe weg von den Kreuzern. So gab er JFK die Gelegenheit die Schiffsartillerie wieder einsetzen zu können. Gleich die erste Salve erwischte 2 Macros der einen Staffel und Ed nutzte das Chaos um seitlich auszubrechen und nahm den ersten Macro der zweiten Staffel mit den Gattlings unter Feuer. Die uralte Spreng-Brand Munition zerfetzte die Ladeluken des Macroschiffs, es gab eine Reihe Explosionen unter Deck und das Macroschiff begann zu trudeln.
Zwei Stunden später war alles vorbei. Die anderen Jäger wandten Ed's Taktik an und JFK schoss mit der Schiffsartillerie die havarierten Macro-Schiffe in handliche Pakete um das Verglühen beim Eintritt in die Atmosphäre von Al-Raziq zu erleichtern.
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Der taktische Alarm war immer noch aktiv aber alles war gelaufen. "Admiral, Alarm auf zero?" fragte Ed ins Comlink aber statt einer Antwort beamte JFK an Bord und fragte: "Gibt's hier Vodka? Da drüben ist ein riesiges Kriegsschiff ohne Platz für eine einzige Schnapsflasche!"  "Sie haben sich für Ihren Besuch die einzig richtige Adresse ausgesucht, Admiral!" dröhnte Futo, öffnete das Aktenstaufach und holte die Vodkaflasche raus. Die Flasche ging rum und war schon nach der ersten Runde leer. "Futo, wir müssen zum Stützpunkt!" "Aye, Admiral!" antwortete Futo, ging auf die Brücke und startete Richtung Stützpunkt Moth Koo.
Futo war die meiste Zeit allein auf der Brücke während des Fluges. JFK, Ümit und Ed hielten sich in der Pentry auf aus der abwechselnd laute Wortfetzen und dröhnendes Gelächter zu ihm rüber schallte.
Die Zielkoordinaten wiesen Futo an einen Orbit extra zu fliegen. Ed kam grade vom Pinkeln als er die Extrarunde bemerkte. "Ey, falsch abgebogen, oder was?" fragte er gehässig aber die Antwort kam von JFK: "Lass stecken Ed! Tom ist verdammt gut geflogen!" und klopfte Futo auf die Schulter. "Das ist wegen President Warner!" fuhr JFK fort "Der war mit an Bord der Taygeta Star während der ganzen Aktion und landet jetzt direkt vor uns und er will uns sofort sehen, wenn wir unten sind!"  "N Präsident in der Combat Zone! Respekt! Hier in der Liga weht n anderer Wind!" meinte Ed. "Ich würde sagen wir haben nichts verkehrt gemacht mit unserem Umzug in die Plejaden!"  "Das sehe ich genauso, Ed!"
Gleich nach der Landung ging es mit einem antiken Armyfahrzeug direkt zur Administration und die Gruppe wurde an dem Gebäude, vor dem eine Ansammlung Journalisten Stellung bezogen hatte, vorbei zum abgesperrten Hintereingang geleitet und von dort direkt in die Privaträume des Präsidenten.
Sie betraten umgehend das Jagdzimmer der Präsidentenlounge. Vor dem brennenden Kamin stand Präsident Warner in einer Fliegerkombi der Airforce aus WW II und hielt ein Glas Whiskey in den Händen. JFK liess die Gruppe in einer Reihe Aufstellung nehmen, nahm Haltung an und sagte straff: "Mission erfüllt Mr President!" "Danke Admiral, danke Leute! Stehn Sie doch alle bequem bitte! Sie haben viel erreicht! Sehr viel! Und das mit einer gut ausbalanzierten Mischung aus antiker, neuer und zukunftsorientierter Technik!" Warner wurde von einem Klopfen, oder besser gesagt, einem hämmernden Bollern an der Tür unterbrochen. "Scheisse!" murmelte JFK und zog seinen Desruptor. "Alles klar, das sind alte Bekannte! Auf die wollte ich in dieser Situation nicht verzichten." sagte Warner und öffnete die Tür. Herein kamen Vaughn, Keppler und Mishuma.
Bevor einer was sagen konnte, begrüsste Warner die Neuankömmlinge und versicherte ihnen: "Sie haben noch nichts verpasst, meine Herren! Ich habe mich mal etwas schlau gemacht und habe herausgefunden, dass es zu der Zeit als diese Uniformen getragen wurden üblich war nach einer geglückten Mission eine 'Fat Lady' zu rauchen und ich finde, wir sollten diesen Brauch wieder aufleben lassen!" Er griff unter den Kaminsims und holte eine antike Zigarrenkiste hervor, öffnete sie und bat jedem eine grosse Zigarre an.
"Eins noch!" unterbrach Warner den Fat-Lady Kult:  "Captain Marineris, verraten Sie uns doch eben noch den Trick wie Sie mit der antiken Bordkanone so ohne weiteres die Attentäter-B 17 ausgeschaltet haben."  "Zielen, abdrücken, Leuchtspur beobachten und lächeln wenn die Kugeln mit dem Ziel verschmelzen!" "Klingt recht einfach, Ihre Schilderung!"  "Ist es, Sir!" Präsident Warner: "Zum Schluss- warum lächeln?"  "Falls man fotografiert wird, Sir. Man will ja positiv rüber kommen!" dröhnte Ed. Präsident Warner schüttelte den Kopf und musste lachen "wissen Sie Captain, ich habe in Admiral Vaughn's Bericht von der Pinta Roros Mission gelesen, dass Sie einen Jolly Roger gehisst hatten und dass Ihnen 'die Ballerei im All und die wilde Hauerei an Bord' fehlten. War das Übertreibung?"  "Nun Sir, die Aktion lief perfekt ab, aber etwas eintönig war's auf jeden Fall!"  Präsident Warner klopfte Ed auf die Schulter und meinte nur: "Ed, Sie sollten unbedingt wieder heiraten!" Als die Zigarren alle brannten bat Warner die Gruppe am Jagdtisch vorm Kamin Platz zu nehmen, liess den Whiskey rumgehen und von den Ordonanzen Stout und gegrillte Wildscheinwurst bringen. Präsident Warner unterhielt sich im Verlauf des Abends mit jedem einzeln über seine Pläne in der Zukunft. Auf den Einwand von Ed dass Futo noch nicht volljährig ist, bemerkte JFK nur dass Futo zum eventuellen Sterben im Kampfeinsatz nicht zu alt war und sich einen Siegeswhiskey durchaus verdient hätte.
Happy End!!! Die Gefahr durch die Macro-Ki war eliminiert, alle hatten neue Perspektiven in ihren Leben. Was will man mehr? An dieser Stelle würde unsere kleine Story normalerweise enden, aber wir wollen uns kurz noch ansehen, was aus unseren Helden und Nichthelden geworden ist.
-Ed, Sie sollten unbedingt wieder heiraten!- Dieser Ausspruch von Präsident Warner liess Ed nicht mehr los und er beschloss CL einen Heiratsantrag zu machen. Schon am nächsten Tag liess er sich von Ito Mishuma nach New-Portstown zu einem Juwelier fahren. Diesen Gefallen tat Ito ihm sehr gerne. "Hoffentlich versiebe ich das Ding nicht, Ito! Ich habe doch überhaupt keine Ahnung von Frauen man!" meinte Ed nervös. Ito wunderte sich: "wie kommst du denn da drauf?" "Ok, hier ein Beispiel, das für viele steht. Als meine Nele irgendwann meinte, sie würde gern mal im Bett frühstücken hab ich ihr gesagt sie soll doch in der Küche schlafen. Ich hab mir da nichts bei gedacht aber das Ding kam gar nicht gut an!" berichtete Ed.
Ito konnte Ed's Lampenfieber auf ein erträgliches Mass senken und ihn beruhigen. Mit der Zeit hatte sich eine Freundschaft zwischen den beiden Männern entwickelt und Ito war sich völlig sicher dass seine Frau Keiko Ed und vor allem auch CL mögen würde und deshalb hatte er es sich auch zur Aufgabe machen lassen, den Neuankömmlingen Wohnraum zu besorgen. Er konnte Ed sogar davon überzeugen dass er den Outbacker der Akademie der Raumflotte als Vorlage für die künftige Jagdgleitergeneration zur Verfügung stellte. Dafür bekamen Ed und  CL interplanetar und interstellar alle Flüge frei und für den Verkehr auf Silent Waters einen tauchfähigen Spezial-Katameran.
Ed und CL heirateten schon sehr bald nach dem Sieg über die künstliche Intelligenz und obwohl Ed noch eine gewisse Zeit im Dienst bleiben sollte um sein Wissen über alte Waffensysteme und alternative Kampftechniken an der plejadischen Militärakademie weiter geben sollte, bezogen sie eine alte Farm auf einer Insel südlich von Mount Isikato, ganz in der Nähe der Insel auf der sich Ito Mishumas Wohnsitz befand. Er hatte wohlweislich darauf geachtet, dass das Farmhaus gross genug für 2 Familien ist. Das war eine sehr kluge Entscheidung, denn nur 3 Wochen nach Ed's und CL's Hochzeit zogen Ümit und Heidi in den hinteren Wohnbereich des Farmhauses ein. Ümit hatte Heidi, eine Nachkomme von Siedlern aus Zentraleuropa, in einem Pub in New-London auf Mount Isikato kennen gelernt und sich sofort in diese lebensfrohe Tierärztin verliebt. Er wollte eigentlich Möglichkeiten ausloten wie er als Rentner, der er jetzt war, in seiner neuen Umgebung Mufflons züchten könnte, aber Heidi hatte eine bessere Idee. Sie schlug vor eine uralte Schafrasse aus Zentraleuropa zu züchten, eine Mischung aus wilden und domestizierten Rassen, bekannt als Heidschnucke. Die Zucht dieser und anderer alter Haustierrassen stand unter dem Schutz der plejadischen Regierung und wurde von ihr gefördert.
Matti und Sheila hatten einige Besprechungen mit den Admirälen und Vertretern aus Forschung und Wirtschaft und es stellte sich heraus, dass beide in der Abteilung für Ozeanografie an der Universität in New-London/Mount Isikato Forschungsaufträge erhalten sollten. Sie bezogen ein sehr schönes, 200 Jahre altes Haus in einem Waldstück in der Nähe von New-London.
Futo wurde zu JFK, Keppler und Vaughn zu einem langen Gespräch über seine Zukunft in den Plejaden gerufen. Für Futo war dieses Treffen nicht leicht denn er wusste dass die Admiräle ihn sehr gerne weiter aufbauen wollten aber er hatte beschlossen nicht beim Militär zu bleiben. Er wollte lieber studieren, in die Forschung gehen und neue Technologien entwickeln. Zu seinem Erstaunen verlief das Gespräch in aller Ruhe und die Admiräle hatten volles Verständnis für ihn und so wurde er als Sergeant aus der Flotte entlassen. Bevor dieses Treffen zu Ende ging übergab JFK ihm noch ein Memo von Präsident Warner, in dem ihm der Präsident für seinen Einsatz gegen die Macro-Ki dankte und ihm ein Stipendium in Verbindung mit einem Platz in einem Forschungslabor für zukunftsorientierte Technologien zusicherte und zwar auch an der Universität in New-London/Mount Isikato.  
Nimba und Yailin blieben in Moth Koo. Die beiden bekamen die gesamte zivile Leitung der Instandsetzung angeboten und übernahmen zusätzlich noch die Ausbildung angehender Techniker. Diese Entwicklung liess Nimba einen totalen Schlussstrich unter seine Vergangenheit machen. Er hängte alle illegalen Geschichten an den Nagel, strich den Konsum von illegalen Drogen aus seinem Leben und wurde so zum ersten Mal in seinem Leben ein ehrlicher Mensch.
Er und Yailin konnten einen kompletten Hangar auf dem Stützpunkt für ihre Hochzeit nutzen und richteten diese riesige Halle im Stil einer cubanischen Finca ein. Man sagt die Live Musik von ausgesuchten Freaks aus der ganzen terranischen Karibik in Verbindung mit Rum, in Strömen fliessend dargereicht, sei nicht nur wie eine Bombe bei den fetenbegeisterten Plejadern eingeschlagen, sondern hätte auch die Basis für einen komplett neuen Livestyle in den Plejaden gelegt.
Erwähnenswert ist hier am Schluss vielleicht noch die Tatsache, dass Ed's letzter Auftritt in der plejadischen Raumflotte so prägnant sein sollte, dass sich das eine oder andere Schlagwort in den Wortschatz einiger Generationen von Raumkadetten eingebrannt hat.
Es war Ed's letzter Tag in der Truppe und er hatte ein Lamm für den grossen Spiess über offenem Feuer vorbereitet aber bis in die Vormittagsstunden kam ein heftiger Starkregen runter. Als dann mit einem Mal die Sonnen durch die Wolken brachen trocknete der Grillplatz recht schnell ab aber Ed's junge Leute, die er als letzte unterrichtet hatte, meinten einhellig dass das vorbereitete Lagerfeuer zum Anzünden noch viel zu nass sei und man lieber auf den Elektronengrill ausweichen sollte.
"Habt ihr Matschbacken denn gar nichts von mir gelernt?" war Ed's genervte Reaktion auf diesen Vorschlag. Er verschwand dann für einige Minuten und alle wunderten sich nur und rätselten, was Ed wohl vor haben könnte. Als Ed wieder auftauchte hatte er eine antike Signalpistole und einige Leuchtraketen dabei. Ohne zu zögern lud er die Signalpistole und feuerte in den vorbereiteten Holzstoss. Drei mal. Es dauerte nicht lange und das nasse Holz begann dank des Magnesiums aus den Signalraketen unter extremer Rauchentwicklung zu brennen. Schon bald, oder anders gesagt, nachdem man die besorgte, alarmmässig angerückte Feuerwehr beruhigt und wieder weg geschickt hatte, drehte sich das Schaf über den Flammen und auf der Flotten Akademie gab es nur noch ein Thema - Captain Marineris schiesst den Grill in Brand. Das letzte was Ed mit auf den Weg bekam war Admiral Vaughn's Bemerkung: "Ed, du hast dir deine Pension verdient!"

NOT TO BE CONTINUED






 





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Liebe Leserin, lieber Leser! Statt in einem so genannten Vorwort die ganze story als Konzentrat anzubieten, was einige dann veranlassen könnte das script mit der Bemerkung <Inhalt bekannt> wieder weg zu legen, kommen hier Infos zu einigen Leuten und Locations bevor es richtig los geht!

Hauptdarsteller
Ed Marineris:  der Protagonist. Eigentlich dreht sich hier alles um ihn; relativ früh pensioniert, sein Leben, ein recht bewegtes Leben, verlief eigentlich immer weit abseits genormter, schienengleicher Vorgaben. Seinen Familiennamen verdankt er Vorfahren, die unter den ersten Siedlern im späten 21. Jhrdrt die Gegend der südwestlichen Valles Marineris bevölkerten. Der antike Vorname soll von einem Ahnen, dem Ed angeblich extrem ähnlich sieht, von der Erde des 20. oder 21. Jahrhunderts stammen. Wortkarg und sarkastisch und daher nicht überall beliebt vor allem weil er sagt was er denkt und meidet wen er nicht mag, trifft man ihn meist unter Gleichgesinnten an. Scheich und Scheich gesellt sich eben gern. Allesamt schräge Vögel, aber sie haben den Ruf der absoluten Zuverlässigkeit. Ihr Wort gilt.
Sheila: Ed's Tochter, verheiratet mit Matti Huttinen, einem Computerwissenschaftler aus irgendeiner verschneiten Ecke hinter dem nörlichen Polarkreis der Erde. Seine Herkunft liess Ed damals hoffen, dass er als Nordmann den Abrutsch seiner Tochter ins Bürgertum verhindern würde. Aber er ist ein echter Nerd, der sogar an der Copa Cabana, in deren Nähe er ein Haus in einem Wohlstandsghetto für seine Familie bauen liess, ein Unterhemd unter dem Hawaii-Hemd trägt. Ein Weichei und Vorwärtseinparker in Ed's Augen, aber er machte Sheila sehr glücklich, weiss der Geier wie und Futo hat es gut bei den beiden.
Futo: Ed's 15 jähriger Enkel. Sein richtiger Name war Tom aber Ed nennt ihn immer -meine Zukunft-, Ed's Umfeld, welches Ed's Tochter ein Riesendorn im Auge war, nannte den Jungen anfangs Future-Tom. Aber daraus wurde dann mit der Zeit das Kürzel Futo. Er ist in den Ferien am liebsten bei Ed auf dem Mars, sehr zu Sheila's Leidwesen. Ed übernahm schon seit 2 Jahren Futo's Erziehung zum Mann. Futo hat seine ersten Biere auf dem Mars unter Ed's Leitung geschlürft und nicht zusammen mit irgendwelchen Arschlöchern in der Schule, die ihn abgefüllt und sich auf seine Kosten lustig gemacht hätten. Sheila darf das nie wissen, sonst würde sie Ed am Strand bis zum Hals eingraben und auf die Flut warten.
Ümit Yüksel:  Ed's Nachbar, Leidgenosse und Weggefährte. Er hat mit Ed zusammen Stollen in Asteroiden gebohrt und mit Ed im Krieg massenhaft Kriegsschiffe der Macro-Ki aus dem All gepustet. Aishe, die Liebe seines Lebens kam bei dem selben Shuttleunglück ums Leben wie Ed's Nele. Er ist stolz auf seinen riesigen Stammbaum im Wohnzimmer. Ok, nicht jeder kann seine Wurzeln über 600 Jahre zurück verfolgen. Er ist zwar kein Vorzeigemoslem, schliesslich weiss er dank Ed's Unterstützung wie lecker Wildschweinsteaks vom Grill sind, hat aber als einziger Siedler auf dem Mars ein eigenes Minarett auf seinem Grundstück.
Nmba Massai: sein Vorname wird von den allermeisten Nimba ausgesprochen damit die Zunge heil bleibt, er glaubt fest daran, dass seine Familie vom Kilimandscharo auf Terra stammt. Er ist der schrägste freie Schrauber des Sonnensystems und mit Abstand der beste. Ed kennt niemand, der die hohe Kunst des Schmuggels so perfekt drauf hat wie Nmba
Yailin und CL: die Hernandez Zwillinge von Terra, genauer gesagt von Cuba. Sie strandeten nach einer wilden Odysse vorübergehend in Nmba's Bungalow. Ihre Fähigkeiten gingen weit über Musik machen hinaus, wie Ed schnell feststellen sollte, ausserdem sahen sie verdammt gut aus und wer absolut nicht ganz dicht ist spielt am Besten Poker mit ihnen. Mit ihnen zusammen was trinken ist auch nicht ungefährlich, denn niemand weiss genau wieviel Whiskey wirklich in diese Frauen rein passt.
Admiral Johns van der Kaan: in der Flotte anfangs heimlich JFK genannt, angeblich nach einem antiken Präsidenten des Nuklear-Zeitalters, aber es bedeutete einfach <John führt Krieg> auf Grund seiner unpopulären Methoden, er schickte Ed nach dem Sieg über das Macro-Imperium in Pension, während er selbst bei der Flotte blieb
Macro-Ki: eine künstliche Intelligenz, die eigentlich das Leben für alle in der Konföderation leichter machen sollte, sich dann aber verselbständigte und die Macht übernehmen wollte
Admiral Murray Vaughn: Sicherheitsdienst der Pleyedian League Force
Admiral Hans Keppler: Taktiker im Stab der Pleyedian League Force
Ito Mishuma:Soft- und Hardwarespezialist als Berater bei der Pleyedian League Force
Muhittin:  Nachfahre von kurdischen Einwanderern und der ultimative Schlachter, die meisten seiner Kunden sind Moslems die es zu den äusseren Planten verschlagen hat, aber auch andere schätzen seine Qualität. Er hat auf Titan eine riesige Farm mit etwas Rinderzucht aber sein Hauptgeschäft ist die Vermarktung der Mufflons (Wildschafe), die vor über 100 Jahren im <Titan Wild Life Resort> ausgesetzt wurden um das Gras kurz zu halten. Die 23 Felle, die Ed für seinen OM-Schlafsack verarbeitet hat stammen ausschliesslich aus Muhittins Gerberei.
Rosita und Jose: Betreiber eines kleinen, antiken Flugplatzes mit der dazu gehörenden            Cantina im Urwald Brasiliens

Locations
Al Raziq: der 2. Planet im Pinetree System und gut getarntes Hauptquartier der Marco Ki, untergebracht in alten Ruinen von Siedlungsversuchen der Pleyedian League in den Wüstendünen dieses unwirtlichen Ortes
Confederation of
Planets:                   Siedlungsgebiet der Menschen im Sol-System und den umliegenden Sonnensystemen mit Sitz der zentralen Regierung auf Terra
Pleyadian League: ein Zusammenschluss von Planeten, der sich in und um das Taygeta System in den Plejaden etabliert hat
O M - Base:  der Ort an dem Ed's Baracke (so nennt seine Tochter sein Zuhause) stand, ein ehemaliges Basiscamp für total bekloppte Bergsteiger, die dann den Olympus Mons bestiegen haben. Heute kann man den Berg mit dem Rover befahren. Die echten Tourist-Schwuchteln steigen am Point Willy's in die Magnetgleitbahn und schweben dann zum Gipfel. Für diese völlig überflüssige Sorte Touries hatte Ed extra ein grosses <Betreten verboten, verpisst euch von meinem Grundstück> Schild vor seiner Auffahrt angebracht
Pinta Roros: der einzige Mond von Worlow 8 und die berüchtigste Mine des bekannten interstellaren Raums, hergerichtet als Strafkolonie
Marques d' Orinoco: antikes Flugfeld aus der Mitte des 20. Jhdrts im brasilianischen Urwald
Q-9AT13:ein grosser Asteroid im unbewohnten Sektor des Asteroidengürtels. Hier hatten einige Mining Corps ein Schulungszentrum errichtet, dann aber wieder aus Kostengründen aufgegeben.  JFK nahm die Anlage zum Schein wieder in Betrieb.
Moth Koo:  Aussenposten der <Pleyadian Legue Force> in der Nähe vom Pinetree System
Mount Isikato: Die grösste Insel auf Silent Waters, in der Grösse vergleichbar mit Gross    Britannien
Silent Waters:  der Name mag an den terranischen Pazifik errinern aber es handelt sich hier um einen Planeten in einem namentlich nicht erwähnten Sonnensystem in den Plejaden, der mit einem riesigen Ozean und nur 15% Landmasse bedeckt ist
Worlow Prime:  der zentrale Planet des Worlow Systems, das die Aussengrenze der Confederation of Planets bildet und Sitz der Verwaltung des Worlow-Systems ist



Die Plejaden Connection
Der Sandsturm hatte sich in den frühen Morgenstunden gelegt und die Sonne ging über dem Olympus Mons auf. Ed beschloss heute im Wintergarten zu frühstücken und nicht im Diner. Aber ein Blick in den Kühlschrank brachte die traurige Wahrheit an den Tag: der Bacon war seit 3 Wochen abgelaufen, die Eier waren letzte Woche fällig und der Ketchup war auch alle, genau wie der Kaffee. "Oh no!!!" brüllte Ed und begab sich direkt auf den Weg zu Ümit Yüksel, Nachbar, Ex-Kollege und Ex-Kriegskamerad, aber auch der hatte keinen richtigen Kaffee. Ümit konnte als Chay Trinker nur mit Instand statt mit richtigem Kaffee dienen. Zu allem Überfluss liess Ümit auch noch einen blöden Spruch ab: "Gute Menschen trinken Tee! Du bist nicht gut!" 'So fangen Tage an die richtig Scheisse werden!' dachte Ed düster, zog sich den Druckanzug über und machte sich notgedrungen auf den Weg zum Diner.
Aber die anstehende Tour nach Worlow Prime liess die nähere Zukunft für ihn wieder im Licht erscheinen. Nach einem Frühstück für alkoholkranke Weltraumpenner gab's nur eines: den Outbacker, wie er seinen Gleiter liebevoll nannte, hochfahren und einen kleinen Testflug im Asteroidengürtel starten. Wozu hat man dieses Stück Wellness-Weltraum direkt vor der Haustür? Man woht ja nicht umsonst auf dem geilsten Planeten des ganzen Sonnensystems, auf Mars! Ed's Laune wurde proportional besser wenn er über diesen anstehenden Flug nachdachte. Es machte immer wieder Spass beim Beschleunigen den Brocken auszuweichen. Oder wie damals im Krieg mit auf -alert standby- runtergefahrenem Antrieb in den Asteroidengürtel eintauchen um beim Gegner die volle Verwirrung zu stiften und dann die grösseren Brocken als Gravitatiosschleuder benutzen. Eine in Vergessenheit geratene Art der Fortbewegung im Raum, die sogár noch von den ersten Siedlern auf Mars, den Helden von -Mars One-, verwendet wurde.
Diese Taktik hatte Ed im Krieg oft das Leben gerettet wenn er allein auf eine Staffel Macro Schiffe traf und die ihn unter Feuer nahmen. Gegen ihre Standartstaffeln von 4 Schiffen hatte ein einzelner Gleiter wenig Chancen. Die als Waffenträger umgebauten Frachter, die von der Macro-Ki benutzt wurden, waren zwar nicht längst so wendig wie ein Jagdgleiter aber dafür wahnsinnig schwer bewaffnet. Alles was als Zuladungsgewicht gedacht war, strotzte vor Waffen. Etliche Male hatte Ed das Feuer auf sich gezogen um die Macros von anderen Aktionen abzulenken und zwar um dann ohne Antrieb, und damit schwer ortbar, entweder im Asteroidengürtel zu verschwinden oder einen Kampflooping einzuleiten um die Schiffe dann an ihrer schwächsten Stelle zu treffen, im Antriebsbereich.
Die Macros hatten ihre Bordcomputer so eingerichtet, dass sie die Antriebssignatur anderer Schiffe zur Verfolgung nutzten. Eine einfache aber auch unzuverlässige Methode denn schaltet der Gejagte seinen Antrieb aus, was verboten war Aufgrund der confederated security procedures und sich in keiner normalen Maschine während des Fluges so einfach realisieren liess, waren die Macros blind und blieben auf dem zuvor errechneten Kurs. Diesen Umstand nutzte Ed gerne um die Macros abzuschiessen. Ihre Kampfschilde hielten nur elektromagnetische Schäden ab, waren aber für kinetische Energie durchlässig. Ed hatte ausser den Desruptoren mit der nicht ganz legalen Verstärkung noch 5 Flak-Kanonen für den Nahkampf nach uralten Vorlagen aus WWII und 2 Railguns aus WWIII an Bord und brachte so mit oft belächelter antiker Technik die hochmodernen Macro-Antriebe zur Explosion.
Admiral v.d.Kaan befahl Ed diese Vorhehensweise geheim zu halten. Zum einen wollte der Admiral gerne ein Ass im Ärmel behalten. Für schlechte Zeiten, wie er betonte. Zum anderen würde sowieso niemand von den Betonköpfen des Confederation High Command diese Story glauben, denn alles, was nicht auf der Akademie der Flotte gelehrt wurde taten diese ewig gestrigen Kalkleisten als Guerillataktik ab.
Irgendetwas klang merkwürdig mittschiffs steuerbord. Der Antrieb wars nicht meinte Ed, das schnarrende Geräusch klang wie ein undichter radialer Hydraulikdiffusor aber grade in dem Moment als ein Felsbrocken von der Grösse seiner marsianen Wohneinheit vor ihm auftauchte und Ed den Gleiter voll hochziehen wollte gab es 3 Explosionen in oder beim Antrieb und nichts geschah. Der Brocken war gross, verdammt gross, es musste schnell, sehr schnell etwas passieren. Ed drosch seine Handkante auf die Notverriegelung für die oberen Korrekturdüsen, riss die sich langsam öffnende Abdeckung weg und schob den Starter auf -I.C.E-. Knapp, sehr knapp tauchte der Outbacker unter dem Brocken durch. Im Krieg hatte Ed oft reichlich enge Situationen erlebt aber so knapp war es seitdem nie wieder, bis eben.
Er setzte den Gleiter auf dem nächstgrösseren Asteroiden auf und holte Vodka aus dem Aktenstaufach. Nach dem ersten kräftigen Schluck aus der Flasche dachte er 'saulecker das Zeug! Ja, wer brennt den besten Stoff im ganzen Sonnensystem? Der Ed ist's!' Zeitgleich aktivierte er den Comlink und versuchte Nimba Massai ans Rohr zu bekommen.
"Ed du Chaosrentner, was geht ab man?" Nimba grinste breit über den ganzen Holoscreen. Ed schilderte die Panne und das Lächeln verschwand aus Nimba's Gesicht. Das verhiess nichts Gutes, die Lage war also ernst. Ed sollte bleiben wo er war, alle Systeme runterfahren und  auf Nimba's Bergegleiter warten. "Alle Systeme? Was für'n Kraut rauchst du eigentlich?" wollte Ed wissen. "Soll ich mir den Arsch abfrieren, oder was?"  "Ich sage alle Systeme und meine alle Systeme! Mach dir'n Lagerfeuer man. Schieb eben deine Raumkoordinaten rüber und ich bin schon so gut wie unterwegs!" Nimba's Stimme klang ernst und bestimmt.
Ed kannte diesen verrückt/genialen Typ schon sehr lange und wusste, dass er es ernst meinte, auch die Sache mit dem Lagerfeuer, denn das hatten sie im Krieg einige Male machen müssen. Also zog Ed den Stecker raus, wie er die totale Abschaltung zu nennen pflegte, zog seinen Raumanzug an und suchte noch etwas Ausrüstung zusammen. Mit einem 2. Versorgungsmodul und 2 Laserknarren stieg er aus dem Outbacker und ging zu einem kleinen Krater in der Nähe. Er suchte sich ein paar Gesteinsbrocken und schichtete sie neben sich auf, schoss dann mit einem Lasergewehr auf den Steinhaufen bis der glühte und setzte sich daneben auf die 2. Versorgungseinheit. So würde er jede Menge Energie sparen weil die Heizung im Anzug dann nicht mehr auf voller Leistung arbeiten muss.
Er sah zu den Sternen, es sah fast aus wie zu Hause. Der Mars war ja nicht weit weg, er stand gross und wie gewohnt rot fast im Zenith über ihm. 'Da wäre ich jetzt lieber' dachte Ed sich und nickte ein. Das durchdringende Piepen des Versorgungalarms liess ihn aufschrecken. Hatte er tatsächlich 8h geschlafen? Anscheinend ja denn das "Lagerfeuer" war schon lange wieder kalt und die Batterie und O² auf Reserve. Ed rupfte das Notsiegel ab und warf es achtlos neben sich in den kosmischen Staub worauf das Piepen des Alarms noch von der Ansage "Achtung, Sie begehen eine Straftat" verstärkt wurde. Gemäss der -Confederation Emergency Rules- durfte diese Notreserve nur im Ernstfall und nur nach Freigabe der Regierung benutzt werden. Ed schloss in aller Ruhe das 2. Versorgungsmodul an das ebenfalls verbotene T-Stück im Anzug an und setzte sich wieder.
Diese ganzen Regelungen hatte die Confederation nach dem Krieg getroffen damit zu lange Raumspaziergänge nicht mehr möglich waren und deshalb die Belastung des Organismus durch die kosmische Strahlung auf ein ungefähliches Mass reduziert werden konnte.
Etwa 2h später nahm Ed eine Bewegung am tiefschwarzen Himmel wahr. Er konnte noch nicht sagen, ob es ein Brocken oder Nimba's Bergekreuzer war. Er machte erst noch einmal richtig "Feuer", denn seine Heizung stand auf minimum und ihm wurde kalt. Das Objekt am Himmel hatte inzwischen seinen Kurs geändert, also war es kein Asteroid. 'Hoffentlich keine Bullen' dachte Ed und blieb ruhig sitzen. Nach weiteren 2h war klar dass Nimba im Anflug war. Ed wunderte sich, dass der Comlink ruhig blieb, normaler Weise hätte Nimba ihn schon längst ausgelacht und ohne Ende verspottet. Aber Ed verhielt sich auch ruhig, Nimba würde schon seine Gründe haben. Der Bergegleiter setzte in einem kleinen Krater neben Ed's Lager auf und so machte Ed sich auf in die Richtung.
Als er auf der Kratersohle ankam konnte er schon die offene Schleuse am Gleiter erkennen. 'Endlich aus dem Drecksanzug raus und erstmal richtig abkacken' dachte Ed sich aber Nimba kam ihm draussen schon entgegen und machte das taktische Zeichen für Funkstille. Ed schaltete Comlink und intercom ab. Die beiden Männer trafen sich in der Nähe des Gleiters und Nimba schloss ein Notkabel an die Raumanzüge an. "Da soll wohl asolut keiner mithören oder was?"  "ich erkläre dir alles bei mir an der Kellerbar aber jetzt verschwinden wir hier erstmal und zwar pronto!" sagte Nimba.
Diese Bergeaktion war etwas anders als sonst! Statt traction beam wollte Nimba diesmal manuell bergen. Mittelalter total wie Ed es fand. Er steuerte den Berger während Nimba den Bergekran mit Seilen und Haken bediente. Als der Outbacker sicher auf den Schienen des Bergers verriegelt war, ging Ed erstmal in den Sanitärbereich und liess sich Zeit beim Frischmachen. als er zurück auf die Brücke kam, ging Nimba in den Sani-Bereich. Ed war gespannt auf Nimba's Reaktion denn er hatte bewusst den Schalter für Luftreinigung nicht betätigt. Nimba kam nach einiger Zeit zurück, setzte sich in den Commandersitz und blieb ruhig. 10 min später drehte er den Kopf rum und sah Ed an: "Ey man schon mal was gehört von Fenster aufmachen nach dem Kacken? Das stinkt da unten wie im Mufflon-Gehege auf Titan"  "Du solltest doch auch was davon haben man!" Ed freute sich, dass sein Gruss vom Asteroiden angekommen war.
Nimba begann Ed von seinem Verdacht zu erzählen und stufte das Ganze als Sabotage ein. "Yo man, da hat dir so einer ne richtig fette Lampe gebaut! Und zwar einer der in der Dreckshirarchie ziemlich weit oben steht und auch noch deine Gewohnheiten und deinen Flugstil ziemlich genau kennt. Der wollte dich platt machen, endgültig! Zum Glück hat er dich unterschätzt! Du hast dir irgendwo auf der letzten Tour einen fiesen Virus eingefangen. Höchst wahrscheinlich über einen Kontrollsateliten beim Ein- oder Auschecken. Eventuell auch über die aktivierte Com. Die Tatolabschaltung sollte verhindern dass ein miteingeschleuster Tracker den Standort vom Outbacker verriet und deswegen auch die manuelle Bergung." Nimba wollte alles vermeiden, was sich orten lässt.
 "Aber wenn sie dich unbedingt am Arsch haben wollen dann doch spätestens über deine Antriebssignatur!" meinte Ed. "Nö!"  "Wie, nö?" wollte Ed wissen. "Wir tauchen auf deren Anzeigen als Trooper-Schiff auf, das ist der Gag!" antwortete Nimba gelassen und steckte sich einen Joint an. Ed fiel nichts mehr ein. "Und wenn..." Nimba fiel ihm ins Wort: "Mach dich  locker man, ne andere Troopergurke hat uns als Trooperschiff auf dem Schirm und auf deren Comscreens tauchen wir als Beamte vom TTS (Trooper technical Service) auf. Die Penner müssten schon an Bord kommen damit sie sie durchblicken, aber die kommen nicht an Bord! Noch nicht mal in meine Nähe weil ich schneller bin als die Halbaffen!" Nimba grinste über das ganze Gesicht. Ed wollte absolut nicht wissen wie viele Firewalls Nimba geknackt hatte um das hinzubiegen. Wahrscheinlich waren da auch Trooper bei seiner Schmuggelei mit dabei!
Nimba setzte den Berger mit dem darunter befestigten Outbacker vorsichtig auf die Landeplattform neben seinem Werkstattbunker, löste die Verriegelungen und hob vorsichtig wieder etwas ab. Die Plattform begann im Boden zu versinken und der Outbacker wurde dann automatisch zur Seite gezogen in die Wekstatt worauf sich die Plattform wieder hob um den Berger aufzunehmen. Zu guter letzt verschloss sich die Öffnung an der Oberfläche und der Druckausgleich wurde eingeleitet. Nimba würde morgen früh anfangen den kompletten Hauptrechner, alle Consolen und die komplette Com ausbauen, Hard- und Software scannen und dann an die Triebwerke gehen. Es hatte schon einge solcher Fälle gegeben und daher konnte Nimba sich denken, was da los war.
Als sie die Kellerbar betraten und das Licht anging fiel Ed's Blick sofort auf 2 Frauen die vor ihm standen. Beide dunkelbraun, fast schwarz und sehr hübsch, um die 40, wie Ed schätzte und entweder waren sie Zwillinge oder geklont. Diese Ähnlichkeit war verwirrend. Die linke von beiden fiel Nimba sofort um den Hals "Endlich bist du wieder da! War's gefährlich?"  "No chica todos buen!" Nimba liess den Macho raushängen. "Darf ich dir die Hernandez Schwestern vorstellen? CL und Yailin" er zeigte erst auf die rechte Lady und dann auf die andere. "Hola Ed, schön dich kennen zu lernen!"  "Si, hola Ed" sagte Yailin kurz. "Hallo Ladies! Ich bin überrascht, sehr angenehm überrascht! Mit Damenbesuch hätte ich hier am Arsch des Sol-Systems nicht gerechnet und Nimba hat nichts von euch erzählt, aber auch nicht eine einzige Silbe!"  "Ey yo chicas, habt ihr was zu essen für uns? Wir könnten n halbes Mufflon auf Toast vertragen!"  "Mit Zwiegelringen dazwischen" gab Ed seinen Senf dazu.
Die Schwestern nahmen die beiden mit auf die "Terrasse", einem Vorbau von Nimba's Wohnzimmer bei dem sich eine Kuppel wegschieben liess und so ein wahnsinnig schöner Ausblick auf den Asteroidengürtel, die Sterne und je nach Konstellation die Sonne und die Planeten sichtbar wurde. In der Ecke befand sich ein stilisierter Kamin, in dem Steine glühten, auf dem man aber auch grillen konnte. Und hier auf der Terrasse hatten die beiden Frauen ein karibisches Buffett, wie sie es nannten, aufgebaut. Seafood für 4 Personen, dazu Wein und Sekt aus Spanien in allen Farben, chilled served! Wahnsinn, Ed war sprachlos. Zwischendurch ging CL in die Ecke gegenüber des Grills, liess die Entertainconsole hochfahren und schon füllte sich der Raum mit uralter Musik auf uralten Instrumenten gespielt, Rhytmus pur. Diese Musik spiegelte soviel Lebensfreude wider, dass man meinte die Sterne ausserhalb der Glaskuppel würden sich mit dem Rhytmus auf ihren Bahnen bewegen. Ed hatte so etwas noch niemals in seinem Leben gehört oder je so eine Stimmung erlebt.
Im Laufe des Abends erfuhr Ed einiges über die Hernandez Schwestern: sie kamen von der Erde, genauer gesagt von Cuba. Ed sah vor seinen Augen Palmen, ein Piratenschiff und Rumfässer. Die Schwestern hatten in Havanna auf Cuba Musikgeschichte studiert und spielten diverse alte Instrumente, aber statt in irgend einem vertrockneten Institut langsam zu sterben, gründeten sie eine Band, traten im ganzen bekannten Raum auf und brachten den Menschen eine längst vergessene Kultur zurück.
Auf Worlow Prime wurden sie dann 2 mal von ihren Agenten über den Tisch gezogen und von korrupten Beamten der Kulturbehörde wegen angeblichem Diebstahls geistigem Eigentums zu hohen Geldbussen verdonnert. Sie hatten grade noch genug um ins Sol-System zurück zu kehren und in einer heruntergekommenen Spelunke auf der anderen Seite des Asteroidengürtels für Unterkunft, Verpflegung und einen Hohn an "Taschengeld" eine Art Sklavendasein zu fristen. Eine Antriebspanne des Gleiters ihres Chefs während einer "Promotiontour" im Asteroidengürtel führte die Schwestern dann mit Nimba zusammen. Der hatte ganz schnell raus was für ein dummes Schwein der "Chef" der Frauen war und liess dann den Schrottgleiter zusammen mit dem Schrottchef irgendwo im Niemansland des Asteroidengürtels abstürzen. Seitdem leben die Schwestern auf Nimba's Asteroid und mit der Zeit hat es zwischen Yailin und Nimba gefunkt. CL will sich noch weiter orientieren und dann später zur Ruhe kommen.
Der weitere Abend verlief ruhig wurde aber von dem Zauber dieser fremden, fast versunkenen Kultur geprägt. Die 4 tanzten etwas. Tanzen? Für Ed eigentlich völlig unlogische Bewegungen aber er fühlte sich wie in einer anderen Welt! Zum Schluss wurde die Musik ruhiger. Für Ed aber trotzdem spannend!  CL ging hinter die Bar und begann Cocktails zu mixen. Yailin nahm vor der Bar auf einem der Hocker Platz und rief die Männer zu sich. Jetzt sassen sie zu dritt vor der Bar, lauschten der Musik und CL erklärte die Cocktails. So lernte Ed den Mojito, den Presidente, den El Carraibo und andere kennen, die sehr lecker waren, deren Namen er sich aber nicht merken, geschweige denn aussprechen konnte. Mit einem mal waren die Frauen verschwunden und kamen nach kurzer Zeit mit antiken Instrumenten zurück. CL liess die Musik aus der Entertainconsole verstummen und dann begannen die beiden zu spielen und zu singen. Guantanamera, El Commandante, Baylando und andere fantastisch einfache Songs, die die Männer nach kurzer Zeit mitsangen. Die Frauen legten die Gitarren, wie diese alten Instrumente hiessen, nach einiger Zeit zur Seite und Nimba meinte, die Uhr stände auf sleep mode und verschwand mit Yailin nach oben.
CL kramte 2 Zigarren unter dem Thresen hervor und hielt sie hoch "du auch Amigo?"  "Si gracias!" Ed suchte noch nach einem passenden Messer da hatte CL die Zigarren auch schon bearbeitet und ein Pack lange Streichhölzer in der Hand.  "El fuego Senor?"  "Muchas gracias!" mit der souveränen Lässigkeit des Könnens zündete CL erst Ed's und dann ihre Zigarre mit dem gleichen Streichholz an.
Es entwickelte sich eine intensive Unterhaltung zwischen den beiden, Sie befragten sich gegenseitig und lachten auch viel. Nach ein paar Stunden, man konnte auch sagen, als die Nacht vorbei war, wusste jeder im Leben des Anderen einigermassen bescheid. In der oberen Etage entstand Bewegung. Türen klappten, Wasser lief, Nimba's Bungalow füllte sich mit Leben. "CL, schnell noch eine Frage bevor der Tag losgeht, wofür steht CL?"  "Ich dachte schon du wolltest nie danach fragen. Das ist meist die 1.Frage die man mir stellt. Aber danach erklärst du mir kurz was es mit deinem Nachnamen zu tun hat und warum du deinen Gleiter 'Outbacker' nennst. Also CL heisst -Cuba Libre- und in meiner ID steht Yailet als Vorname" Ed war begeistert! CL -Cuba Libre-, das klang nach Freiheit auf See und Piraterie. ARRRRRR! Aber er wurde eines Besseren belehrt. Dieser Longdrink aus Rum, Eis, Cola und einer Scheibe Limette war ursprünglich eine Schöpfung der Söldner die vor 600 Jahren die Befreiung Cuba's von der spanischen Kolonialmacht und die Gründung einer eigenen cubanischen Regierung unterstützten und sich nach dem Sieg dafür in den Tavernas feiern liessen.
Jetzt war Ed an der Reihe in seine Familiengeschichte einzutauchen und etwas Licht ins Dunkel vergangener Jahrhunderte zu bringen. "Bis Mitte des 19. Jahrhunderts kann ich meine Wurzeln zurück verfolgen. Da verkaufte ein Leif Vargsön seine Rentierfarm in Lappland, ging nach Australien ins Outback und kaufte eine Schaffarm. Dessen Enkel wurde von seinen Eltern Edgar genannt aber alle die ihn kannten benutzten nur die Kurzform. Auf alten Fotos sehe ich dem Ed so verdammt ähnlich dass meine Eltern mich auch Ed nannten. So und dieser Ed liess bei seiner Hochzeit seinen Nachnamen übersetzen und hiess ab dann Wolfson. Einer von Ed's Enkeln wollte kein Farmer sein und wurde Trucker. Er donnerte mit einem Road Train, wie sie die Frachter damals nannten, durchs Outback, an die Küste und zurück. Der Typ nannte seinen Road Train -Outbacker-! Er hatte sogar ein riesiges, beleuchtetes Schild mit dem Namen an seinem Frachter angebracht.
Mit der Besiedlung des Mars bezogen Ed Wolfson's Nachkommen als erste Siedler überhaupt ein Gebiet am Rand der Valles Marineris und durch einen Fehler bei der Siedlungsregistratur wurde der Name 'Wolfson' durch 'Marineris' vertauscht. Ja und so wurden mein Raumschiff und ich zu dem was wir heute sind!" CL hing an Ed's Lippen. Sie liebte es wenn vor ihrem geistigen Auge ein Stück Geschichte lebendig wurde und sie hätte noch stundenlang zuhören können, aber aus der Küche kam schon Kaffeeduft rüber und in der Werkstatt wartete der lädierte Outbacker auf helfende Schrauberhände.  
Die nächsten 3 Tage waren angefüllt mit Reperaturarbeiten. Ed hatte Zweifel ob sein Gleiter jemals wieder fliegen würde, denn die komplette Einrichtung der Brücke war auseinander gerupft. Nimba baute den kompletten Hauptrechner und alle vernetzten Steuerungen aus und weil das nicht genug war lagen später auch noch alle Com-Einheiten neben dem Gleiter, genau wie er es auf dem Flug angekündigt hatte. Ed konnte da nicht zusehen. Er öffnete lieber die Waffendome auf dem Haupt- und auf dem Gegendeck und checkte die Uraltkanonen durch. Die waren für die Erdatmosphäre konstruiert und nicht für über -200°C kaltes Vakuum. Deshalb hatte Nimba noch während des Krieges alle 5 Kanonen mit einer aufwendigen Vorwärmung versehen: Munitioszuführung, Verschluss, den Lauf und sogar die bewegliche Staubkappe über dem Kartuschenauswurf. Wenn schon, denn schon. Die Schwestern waren die ganze Zeit mit dabei und es stellte sich heraus dass die beiden reichlich Ahnung von Comsystemen hatten. Gegen Ende der Flickerei an den Steuerungen nahm Nimba den Gleiter Stück für Stück wieder in Betrieb und kümmerte sich dann um die Intersol-Antriebskammer, die bei der Explosion einiges abbekommen hatte. Ed kroch derweil in die letzten Winkel und suchte nach Schwachstellen. Er markierte einige Ecken, in die er dann Knotenbleche einschweisste.
Fertig! Der Outbacker konnte wieder durchs Sonnensystem smashen! Ed half noch die Werkstatt wieder aufzuräumen und zum Schluss gab es ein wohlverdientes Feierabendbier. "Wow, Strong Ale von der New Holland Brauerei!" Ed war begeistert. "Yo man die machen das beste Bier auf dem Mars!" meinte Nimba. "Wir müssen abrechnen!" sagte Ed. "400!" kam als Antwort. "Alter du hast..."  "400!" unterbrach Nimba. "Du kannst es auch für 150 haben" Er deutete auf 2 Pakete im Regal und meinte "du brauchst nur die beiden mit nach Worlow Prime nehmen und bei nem Kumpel abwerfen." Ed brauchte nicht lange zu überlegen und holte ein paar Scheine aus seinem Arbeitsanzug "Ich geb dir 450 und gut is! Die Pakete sehen mir viel zu harmlos aus. Da sind doch für mindestens 30 Jahre Pinta Roros (das berühmt/berüchtigte Bergwerkgefängnis auf Worlow 8) drin und ich hab 0 Bock meinen Rentnerlöffel in irgendeinem beschissenen, einstürzenden Minenstollen weg zu legen!" Nimba steckte die Scheine mit einem breiten Grinsen ein und meinte "keine Panik man, da is nur n bisschen BM drin. Zu medizinischen Zwecken."  "logo wozu sonst!" mehr fiel Ed dazu nicht ein. "Hakuna Mattata man, ich krieg das Zeug schon da hin" "Was ich schon immer mal wissen wollte" sagte Ed "wofür steht BM eigentlich?"  "Yo man das hab ich letztens erst Yailin gefragt. Sie sagt -B- steht für -Bob- und -M- für -Marley-!"  "Bob Marley?" wunderte Ed sich "nie gehört man. Wer oder was ist das ?"  "Das war voll der Crashman aus Jamaica, Cuba's Nachbarn ausm 20. Jahrhundert. Der hat saugeile Reggae Musik gemacht und ohne Ende Hanfblätter geraucht, das hat wohl reichlich gedröhnt und die Jungs warn dann richtig entspannt drauf! Und aus Hash oder Dope ist mit der Zeit BM geworden!"  "Du ! gehst da ja voll drin auf, du bist 500 Jahre zu spät geboren man." meinte Ed
Als die beiden Richtung Küche kamen roch es nach lecker Gebruzzeltem und frisch geduschten Frauen. 'Da könnt ich mich dran gewöhnen' dachte Ed. "Los Jungs duschen! In 15 Minuten gibts Futter!" meinte Yailin.
Die 4 sassen noch eine Weile am Tisch und sprachen über dies und das. Mit einem Mal sah CL Ed tief in die Augen  "wo willst du morgen hin?"  "Ich muss erst mal nach Hause. Dann pack ich mein Geraffel und fliege nach Worlow Prime. Auf dem Rückweg halte ich auf Titan an, ne Runde Gelbzackbarsche angeln und ein, zwei Wildschweine platt machen und dann muss ich noch bei Muhittin vorbei, meine Mufflonbestände gehn auf Reserve. Drei, vier Felle kann ich auch noch ab, der Marswinter ist frisch! Bei mir am Olympus Mons geht es nachts schon mal bis -140 C° runter, da kommen n paar Felle ganz gut!"  "Das passt gut, kannst mir 2 Viecher mitbringen" sagte Nimba schnell. Bevor Ed antworten konnte sagte CL: "nimm mich bitte mit!" Eine kleine Pause trat ein. Yailin ergriff als erste wieder das Wort "wir haben letzte Nacht viel geredet was werden soll und es ist so, dass ich gerne hier bei dem Verrückten bleiben möchte und CL fühlt sich hier zwar wohl, aber manchmal kommt sie sich auch vor wie ein leerer Zusatztank."  "Ja und ausserdem ist Yailin die häuslichere von uns beiden. Ich bin gerne mal längere Zeit auf einem Fleck aber dann fehlt mir wieder die Weite im offenen Raum und das Fliegen" sagte CL dann.  Ed kratzte sich am Kopf "ich möchte nicht derjenige sein, der euch beide auseinander reisst" sagte er. "Das tust du nicht, wir Zwillinge haben eine sehr feste Verbindung. Da machen ein paar Lichtjahre nicht viel aus." antwortete Yailin "Und von meinem Felsen zu deiner Baracke ist nur Nahverkehr. Wenn dir nicht wieder der halbe Antrieb um die Ohren fliegt, brauchst du nur zwischen 4 und 9 Stunden" gab Nimba zum Besten. Die Reisezeiten entsprachen tatsächlich der Realität der Abhängigkeit des Marsorbits zum Asteroidengürtel. Also hatte Nimba sich schon mit der Thematik befasst.
Am nächsten Morgen gab es nur einen Tee denn Ed wollte unbedingt los und die Frauen waren nicht gut drauf. Je eher los, desto besser! Nimba brachte CL's Gepäck in den Gleiter. Sie war schon an Bord und hatte sich in der Gästekabine eingeschlossen. Nimba sagte "Alter, nicht gleich Vollstoff, hörst du? Such dir n freies Stück, geh auf  30% Ionenantrieb und drück auf -automatischer Abgleich- in der Maschinenkontrollkonsole. Das dauert 10 Minuten. Da machst du gar nichts weiter, klar? In der Zeit synchronisieren sich die Antriebsgondeln. Danach gibt dir der Zentralrechner green for go! Voll durchtreten dann, gib alles was du hast und meinetwegen noch mehr."  "Check!" sagte Ed militärisch knapp und nahm Nimba in den Arm und grunzte "pass gut auf euch auf, du Geiselgangster!"  "Logo man!"  Yailin hatte Tränen in den Augen und konnte nicht sprechen. Sie nahm Ed in den Arm "ich passe gut auf deine Schwester auf, das schwöre ich!" sagte Ed zum Abschied, stieg in den Gleiter und schloss die Luftschleuse.
Der Outbacker stieg langsam höher und als er freien Raum hatte aktivierte Ed den Abgleich. Als das Display -green for go- anzeigte, synchronisierte er den Intercom und sagte "CL megasorry wenn ich störe aber du musst dich jetzt anschnallen ich soll den Antrieb einfliegen. Die Kabinentür ging auf und CL kam zur Steuerkonsole beim Kontrollpult. Sie hatte eine Crewmankombi aus Flottenbeständen an und die Haare hinten zusammen gebunden. Sie setzte sich in den CoCommandsessel, legte den T-Gurt an und begann Tanks, Leitungen und alle beweglichen Kabel- und Rohrdurchführungen zu checken als hätte sie noch nie etwas anderes gemacht. Überhaupt wirkte sie so routiniert als wäre sie schon Jahre an Bord. Sie bemerkte dass Ed sie musterte und erstaunt war  "Ich habe nicht nur Musikgeschichte studiert! Basic check ok. Engine ready for go, Scipper!"
'Man wie doppelcool ist das denn' dachte Ed und schob den Hebel für Ionenantrieb einfach auf Anschlag. CL sah ihn fragend an "ich soll voll durchtreten und alles geben, was ich habe und von Nimba aus auch noch mehr! Alles was geht!" Nimba's Anweisungen nahmen CL die Besorgnis und sie lehnte sich wieder entspannt zurück. Der Outbacker wurde schneller und schneller. Ed konnte es nicht fassen wie schnell der "Tacho", wie das LSFD in der Transportbranche genannt wurde, Richtung grün/rote Marke ging. Das ist der Punkt in der Beschleunigungssymetrie wenn der Hyperraumantrieb gestartet wird um dann rechtzeitig in den Hyperraum zu springen.
"Wahnsinn!" entfuhr es Ed. "Mit dem Antrieb bin ich schon auf Sprunggeschwindigkeit wenn die Trooper in ihren Gurken noch Zwischengas geben!"  "Den Text habe ich schon öfter gehört," sagte CL "aber niemand konnte mir erklären was das zu bedeuten hat."  Genau weiss ich das auch nicht aber das kommt aus dem Transportgewerbe von vor einigen 100 Jahren als meine Vorfahren noch mit ihren Roadtrains durchs Outback geheizt sind. Damals mussten die beim Beschleunigen oder beim Verzögern Zwischengas geben, also die Maschinen einmal ohne Last hochfahren. Weiss der Staubteufel warum, hatte aber irgendwas mit dem Abgleich Power zu Geschwindigkeit oder anders rum zu tun."  "Ok" meinte CL "soweit bin ich in dem Thema noch nie gekommen. Man merkt, dass du Ahnung vom Transport hast!"  "15 Jahre interstellar mit Frachtern unterwegs, das färbt ab!"  "Dann hast du auf dem Raumschiff gelebt?" wollte CL wissen  "Nee ich war Springer. Nach dem Krieg hat v.d. Kaan mich mit Pension entlassen und anfangs war das auch richtig gut. Angeln und jagen im Titan Wild Life Resort und ab und zu ne fette Kneipentour durch den Asteroidengürtel mit Ümit und Nimba. Das hat schon Spass gemacht. Zwischendurch ne Runde Sprit ins Worlow System schmuggeln nur so für den Nervenkitzel. Aber dann kam der Punkt, als das alles relativ sinnlos wurde für mich und darum habe ich mich dann bei 3 verschiedenen Agencies als Springer gemeldet und bin dann nur befristet geflogen."
"Man merkt noch was!" meinte CL  "Yo und was?"  "Dass du vom Mars kommst, so wie du sprichst!"  Ed zog die rechte Augenbraue hoch "schlimm, oder was?"  "Nönö" beeilte CL sich "absolut nicht, ich finde das eher interessant, irgendwie bodenständig."
Ein kaum merklicher Ruck ging durch das Schiff  "Shit, was war das?" entfuhr es Ed. CL checkte sofort den Antrieb und Ed die Navigation.  "Antrieb innerhalb normaler Parameter, Scipper!"  'Der beste Cocommand, den ich jemals hatte' dachte Ed  "Danke CL! Wir sind zwar nicht auf Autopilot, aber trotzdem hat der Kursrechner ne leichte Kursänderung eingeleitet."  "Ok, wie kann das sein?" wollte Cocommand CL wissen. "Ich ruf dann mal die Curse History auf!"  Der Kontrollscreen sah ganz normal aus aber es gab eine neue Funktion -Route Map Holo-. Ed wollte es wissen und drückte auf den touchbutton. Vor den beiden öffnete sich ein Hologramm mit dem gesamten Raumsektor den sie schon durchflogen und den sie noch vor sich hatten. Sie würden in Kürze ein Gebiet mit Fährverkehr durchfliegen und aus Sicherheitsgründen nahm der Navirechner eine Korrektur vor.
"Hammer! Das total entspannte Spacesmashing!" Ed war begeistert. Es waren über 2 Stunden her seit sie von A-3XK7 abgeflogen sind und Ed hatte jetzt Hunger und Durst, schliesslich haben Männer ja auch Gefühle. Er öffnete den Gurt, streckte sich und sagte: "wird Zeit was zu spachteln, der kleine Hunger ist da. Ich mach n paar Sandwiches klar! Magst du Kaffee oder Tee?"  "Welchen Tee hast du denn?"  "Türkischen chay!"  "Auja!" CL war besgeistert "Den kenne ich von der Erde, der ist richtig gut!"
Ed setzte sich auf den Cocommandsessel und goss Tee ein und zwar nach uralter türkischer Art: erst das Chayglas halb voll mit dem konzentrierten Tee und dann mit heissem Wasser auffüllen. "Wow, wie in Klein-Asien" meinte CL "aber original und dann der Käse hier. Sehr lecker! Kommt mir auch irgendwie bekannt vor!"  "Yo" antwortete Ed "das ist türkischer Kashkaval mit schwarzen Oliven."
"Der Navi-Rechner hat eben eine Komplettverzögerung eingeleitet!" sagte CL auf einmal!  "Ne Vollbremsung? Was soll der Scheiss?" wollte Ed wissen. CL antwortete gelassen: "Ich hab rausgefunden, dass der Navi-Rechner automatisch deine Heimatadresse als Ziel annimmt, wenn du bei der Kurbestimmung kein Endziel eingibst. Und deshalb sind wir jetzt in der Verzögerung!" "Jetzt schon, krass!" Ed wollte lieber auf Nr sicher gehen:"CL, kannst du bitte mal nachsehen bei welchen Koordinaten der Rechner die Automatik ausschaltet?"   "Wir schwenken in 23 Minuten in einen Standartabstandsorbit ein und können dann einchecken" 
Ed war total begeistert von den neuen Flugeigenschaften des Outbackers und sagte: "yo, merkst du was?" "Äh, nö im Moment nichts!" "Genau das meine ich!" sagte Ed "Beim beschleunigen voll die Ruhe, beim Bremsmanöver, voll die Ruhe und ich möchte wetten, dass wir vom Einschwenken in den Orbit auch nichts merken!"  "Stimmt" sagte CL "jetzt wo du es sagst fällt mir das auch auf! Irgendwie hat Nimba sich auch mit den Trägheitsdämpfern auseinander gesetzt, das habe ich beim schrauben mitbekommen!"  "Der Wahnsinnstyp muss die Dinger ja total neu konfiguriert und aufgemotzt haben!" bemerkte Ed immer noch voll begeistert. 
Die beiden landeten den Gleiter ganz sanft auf dem Landeplatz. Alles verlief total ruhig. Ob beim Einschwenken in den Orbit, beim Landeanflug oder bei der Landung selbst, alles blieb ruhig. Der Outbacker landete weich wie eine Feder.
Die Luftschleuse war noch nicht ganz offen, da konnten die beiden schon Ümit Yüksel's Stimme hören: "Alter, wie sieht bei dir eigentlich 'n kleiner Testflug aus? Mal eben in die übernächste Galaxie, oder was? Und bloss gut, dass du dich nicht gemeldet hast, da konnte ich mir wenigstens genug Sorgen machen! Oder hast du vielleicht jemand kennen gelernt, heh, heehh?"  Da kam der Südländer in ihm durch. "Lass mich mal vorgehen!" flüsterte CL "Doppelcool, dem fällt garantiert der Hoden zu Boden!" war Ed's Reaktion auf den Vorschlag. CL musste sich richtig beherrschen um nicht laut aufzulachen. Sie trat aus dem Halbdunkel der Luftschleuse heraus und blickte in Ümit's Augen, die sich grade weiteten "Hallo Ümit!" sagte sie wie selbstverständlich und dann kam auch schon Ed aus der Schleuse "Hallo Ümit!" Die riesigen Augen in diesem überraschten Gesicht waren eigentlich ein Foto wert. Aber Ümit fing sich sehr schnell wieder "du bist ja noch heile, ein Glück man!" sagte er und klopfte Ed auf die Schulter, wandte sich aber gleich darauf CL zu "sorry Lady, ich bin Ümit, aber das weisst du ja bestimmt schon! Salam Alejkum und willkomen auf OM Base!" "Danke Ümit, Alejkum U Salam! Ich bin CL!"  "CL??"  "CL!!"    
CL hatte eine Ledertasche geschultert. Sie holte einen Tranmitterscanner aus der Tasche und sagte: "Nimba meinte, wir sollten als erste Massnahme überhaupt eure beiden Einheiten nach Wanzen scannen!"  "Ist vielleicht nicht verkehrt denn vor 3 Tagen ist hier ein fremder Rover rumgegurkt! Schwarz, zugeklebte Scheiben und die taten so als wenn sie was suchten." sagte Ümit "hängt das mit den Wanzen zusammen?"  "Keine Ahnung man, aber lass CL mal lieber die Buden durchscannen! Die hat von sowas richtig Ahnung"
Zum Abendessen hatte CL wieder ihre Ledertasche mit und sagte: "bevor ich's vergesse, schönen Gruss noch von Nimba! Er wollte euch noch was rüber schieben!" sie griff in die Tasche und kramte 2 Armbänder raus. "Die Dinger sind richtig gut aber leider völlig illegal! Die hauen nen hammerstarken EMP raus, aber nur als Richtbeam. Damit kann man auf 10-15 Metern einiges an Schaden anrichten. Z.B. Strahlenwaffen unbrauchbar machen oder jemand sämtliche ID's, Dossiers und Geldkarten löschen. Der hat dann als Unscannbarer erstmal viel Spass mit den Bullen! Die Dinger können bestimmt mal sehr nützlich sein wenn man abhauen muss!"  "Nimba ist für jede Art Überraschung gut!" meinte Ed dazu.
Während des Essens brachten Ed und CL Ümit auf den neuesten Stand und sie beschlossen morgen zu dritt einen zweiten Testflug mit dem Outbacker zu machen um die manuelle Steuerung und das Flugverhalten in Flucht- und Kampfsituationen zu testen. Danach wollten sie zusammen nach Worlow Prime und sich mal umhören, was es mit den letzten Aktionen auf sich hatte.                
CL hatte die Nacht im Gleiter zugebracht. Sie wollte sich noch die Subroutinen für die manuelle Steuerung ansehen und dann in Ruhe ausschlafen. Ed bereitete sich gedanklich auf die Tour nach Worlow Prime vor. Morgen am 24.03.2435 um 0900 zero median time solls losgehn. Deswegen schaltete Ed auch vor jeder Tour erneut im Kopf um von der lokalen Ortszeit auf die interstellare Einheitszeit um Fehler zu vermeiden. Ed würde hier und da einen Zwischenstop einlegen, schliesslich ist er Rentner und nicht auf der Flucht, man hat ja auch einen Ruf zu verlieren und auch weil er, wie üblich, die offiziellen und somit legalen Routen weitesgehend aus seiner Planung ausgeklammert hatte, um den einen oder anderen Deal sauber und gewissenhaft abzuwickeln und um sich überall mal etwas umzuhören.
Er ging in den Keller um zu sehen was noch an schrottigen Teilen mit in den Gleiter musste damit man abseits der Routen glaubhaft eine  Panne vortäuschen kann falls im offenen Raum mal wieder kontrollwütige Trooper aufkreuzten. Ed hatte auf der letzten Tour schon viel Schrott verkauft oder reparieren lassen. "Shit das reicht niemals!" murmelte er und machte sich auf zu Nachbar Ümit Yüksel. Der hat bestimmt auch wieder Pakete für Verwandte und Freunde gepackt dachte Ed sich und bollerte nun schon das 3. mal an Yüksels Kellertür, diesmal aber richtig. "Hau ab man, ich bin am Kacken!" kam von irgendwo. Ed drehte sich um und dachte sich nur  'wer viel frisst macht auch viel Scheisse!'   
Der "Keller", wie Ed und Ümit die Verbindung ihrer Wohneinheiten unter der Oberfläche nennen, ist eine Ansammlung von Gängen und Räumen die ausschliesslich illegalen Zwecken  dienen  zB. Ed's Destille für den besten Vodka auf ganz Mars und Yüksels kleine aber sehr feine Schlachterei haben hier ihren Platz und werden auch regelmässig genutzt und zudem muss Schmuggelgut unsichtbar aber trotzdem sicher aufbewahrt werden. Deshalb führt auch ein Gang direkt unter die Doppelgarage, die beide Wohneinheiten auf der Oberfläche und somit legal verbindet. Ein Antigravlift erleichtert den Transport vom legalen in den illegalen Bereich und umgekehrt erheblich. Schliesslich ist man nicht total beknackt und schleppt Feuerwasser, Waffen und alles was sonst noch Spass macht Treppen rauf und runter, ausserdem ist man keine 20 mehr.
Eigentlich nur logisch und konsequent unter der Oberfläche zu agieren da das Anlegen von privaten Anlagen unter der Oberfläche verboten ist. Niemand kommt auf die Idee dass jemand so behindert ist und sich unter grossen Mühen Platz unter der harten Marsoberfläche schafft. Denn wer braucht hier schon einen Keller als Lager oder Werkstatt? Rasen mähen und am Sonnabend vormittag für alle Siedlungsspiesser schön sichtbar den Gleiter waschen entfällt auf dem Mars. Die Grundstücke sind gross genug und billig und selbst nach fast 400 Jahren Besiedlung gibt es immer noch noch genug Platz.
Grade wieder im Wohnzimmer angekommen quiekt die comlink Kontrolle! Eingehendes Signal von der Erde! "Opa Ed, wie gehts?" Futos breites Grinsen füllt den ganzen Holoscreen. "Sollst du mich Opa nennen, du Strauchdieb?" Futos Grinsen wurde noch breiter "Ich hoffe, du hast mich nicht vergessen" meint Futo. "Niemals!"  'Ich hasse es schon am frühen Morgen lügen zu müssen' dachte Ed und machte in Gedanken einen grossen Haken hinter seine Worlow-Tour. Er hatte Futo vergessen aber der hat nun Vorrang. Der Junge muss unbedingt ab und zu aus seiner weichgespülten Umgebung raus damit er nicht schwul wird, wie Ed immer betonte.
"Wann holst du mich ab? Oder soll meine Mam mich bringen?"  "Warum kommst du nicht alleine rüber? Oder lässt dich die Mam nicht?" "Allein? Das darf ich bestimmt erst in 100 Jahren, verdammte Scheisse!" Ed sah Sheila um die Ecke kommen und wollte Futo schnell noch warnen aber Sheila war zu schnell: "das habe ich alles gehört Papa! Man, 5 min comlink mit dir machen 2 Jahre wertvolle Erziehung bei Tom zunichte! Du kommst hier her und holst den Jungen ab! Und dann erklärst du mir genau was ihr vorhabt und dann, wirklich erst dann entscheide ich ob er mit kommt. Und glaubt ja nicht, dass ihr mir einen vom Kometen erzählen könnt. Tom bekommt einen Transponder mit, ich will wissen wo ihr euch rumtreibt! Entweder ihr akzeptiert das oder die Sache ist gelaufen!"
Bevor Futo durch pubertäres Auftreten alles total zerstören würde sagte Ed schnell: "das klingt doch alles sehr durchdacht. Morgen Abend bin ich da." Futo war wütend und entäuscht und schob Ed noch einen langgestreckten Mittelfinger in den Comlink. Ed war klar, dass der Junge enttäuscht war aber eins war sicher, Futo würde sich die Nacht über Gedanken machen, wie er den blöden Transponder cheaten kann.
Ed aktivierte den Intercom und informierte die anderen über die Planänderung. Ein paar Tage Erde fanden beide gut. CL meinte sie würde dann rüber nach Cuba fliegen, Familie besuchen und bot Ümit an mit zu kommen, was er dankend annahm.
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Ed setzte den Outbacker auf der einzigen Landebahn auf dem unter Denkmalschutz der Confederation stehenden -Marques d' Orinoco- Flugfeld auf. Dieser kleine vewunschene Platz mitten im kochenden Dschungel Brasiliens hatte es Ed angetan. Für CL war Dschungel nichts neues und Ümit freute sich riesig auf das Wiedersehen mit Rosita und Jose, die Betreiber dieses "Flughafens".
 Hier schien alles noch so zu sein wie 1943 als die kleine Anlage als Ausgangspunkt für irgendwelche irrwitzigen und mit Sicherheit saugefährlichen Kommandos gebaut wurde. Nur dass hier heute nach 500 Jahren keine Propellerflugzeuge mehr starten oder landen. In der Cantina von Rosita, angeblich die ehemalige Offiziersmesse, hängen die Dinger als verstaubte Modelle an der Decke. Eigentlich hängt da ein richtiges Vermögen aber Rosita und ihr Mann Jose waren nicht geldgierig und fanden die Dinger einfach nur passend zur Location. Ed hat richtig Bock so ein Fossil mal zu fliegen aber das würde wohl für immer ein Traum bleiben.
Sie liessen den Gleiter einfach vor einem der Hangars stehen und gingen Richtung Cantina, "erstmal ein paar lecker frisch gezapftge San Miguels abpumpen" wie Ed sich ausdrückte. Er wollte grade das erste Glas ansetzen als die Bürotür aufflog.  Jose, der hier gleichzeitig als Zöllner fungiert, kräht: "hombre komm erst mal registrieren man!" Rosita sah Ed durchdringend an und machte mit dem Kopf eine Bewegung Richtung Büro. Also bewegten sich die drei erst mal rüber ins Büro denn Ed hatte keinen Bock auf Stress und er wollte auf keinen Fall, dass die beiden Wirtsleute Schwierigkeiten mit ihrer Konzession bekamen, dafür waren die beiden einfach zu nett, zu rustikal und zu integer.
"Drecksbürokratie hier auf Terra! Bei mir zu Hause schieb ich der Standartorbitalstation einfach meine Daten rüber und das wars" grunzte Ed. Jose grinste und breitete die Arme aus "hombre" meinte er feierlich, "hier ist Sol Prime, man nennt uns auch Terra, hier ist keine Kolonie, hier ist das wahre Leben und dazu brauchstu lebendige Bürokratie man " Der Sarkasmus aus dieser Szene ergoss sich über den Schreibtisch und begann an der linken Seite herunter zu tropfen.
Die drei gaben ihm ihre 'Hundemarken' wie die neuen Ident-Dossiers in Anlehnung an die Erkennungsmarken der Army, genannt werden. "Respekt, ihr habt alle schon das neue Teil man" Jose ist begeistert, reduziert das neue Dossier doch seine Arbeit auf ein einmaliges Auflegen auf der Schnittstelle. Kein Schreibkram und kein Computergenerve! "Ja hab ich mir  gleich zu Anfang geholt das Ding als das losging mit dem Quatsch. Im Worlow System haben die Trooper in ihren Gurken nur noch die neuen Lesegeräte. Zeigst du denen das alte Dossier, dann fliegst du mit Eskorte zum Basisschiff und dann das volle Programm: Foto, Anhörung, die alten Daten einscannen und dann geleitet dich ein freundlicher Bulle zur Kasse."
"Kasse? Hombre willst du mich verarschen? Bar löhnen oder was???" Jose war einiges gewohnt aber die Story klang für ihn wie Science-Fiction. "Bar" sagte Ed "cash down und zwar passend. Wechseln is nich. Hast du's nicht passend bekommst du ein Zeitfenster, fliegst nach Worlow Prime und löhnst in der Trooper Central Bank!"  "Das können die nich machen man, da fliegt doch kein Schwein mehr hin!"  "Sie können und sie machen! Glaub mir Jose ich hab den Scheiss hinter mir! Und im Worlow System wird nun mal richtig Kohle gemacht und darum kommen die Leute immer wieder"
"Kommst du mit der neuen Hundemarke schieben sie dir beim Eintritt ins System am Checkpoint ne Trägerwelle rüber, da modulierst du deine Daten drauf und bist herzlich willkommen, oder auch nicht, wenn du zu dusselig bist!"  "Madre de Dios" war Jose's abschliessender Kommentar "Komm Jose, lass uns was trinken" meinte Ed aber Jose war noch nicht fertig.  "Hombres eure Ballermänner! Ihr wisst doch, Terra und Waffen passen nicht zusammen!"  Ed vergass das Waffenverbot immer wieder. Er klinkte den Holster aus und legte ihn samt der gekürzten Uralt- 12/75 auf den Tisch.  Jose hatte bis jetzt noch nicht kapiert was da auf dem Tisch vor ihm lag.  "Alle Waffen, hombre!" Ja, der gute Hirte erkennt seine Schweinehunde am Tritt! Also legte Ed das antike Survivalknife, das Elektronenstilett und eine uralte 45er automatic aus seinem Stiefel daneben. Ümit hatte nur einen, auf den ersten Blick, normalen Lasergrinder dabei, CL einen Desruptor und ein Elektronenstilett.
Es war einen Augenblick totenstill. 'Django betritt den Saloon' schoss es Ed durch den Kopf, er liebte antike Filme.  "Hombre que pasa? Hast du n Museeum überfallen man? Oder hast du antike Gräber geplündert? Hier liegen ja n paar hundert Jahre auf dem Tisch man!!" Jose's Stielaugen wurden immer länger! "Yo man ich steh auf son antiken Kram und effektiv ist das Zeug auf jeden Fall, täusch dich man nicht!" Jose schüttelte immer noch den Kopf  "Was ist Amigo, schiessen wir ein bisschen?"  "Das lässt sich ein echter Mex nicht 2 mal sagen Gringo!" Ümit und CL gingen zurück an die Bar und die beiden anderen schlichen durch den Hinterausgang ein Stück weit in den Dschungel.
Sie kamen zu einer Minilichtung, hier hatte Jose etwas Schrott entsorgt. "Ay Ed die Dinger schlagen zurück oder? Hab ich im Film gesehen!"  "Sehen und selbst schiessen ist wie Bier oder Tequila saufen" versuchte Ed zu vergleichen und drückte Jose die leere 45er in die Hand.  "Das hier ist das Magazin, da sind 10 Schuss drin"  Jose schob das Magazin in den Schacht, liess es einrasten und lud durch als hätte er noch nie etwas anderes gemacht. Er grinst "hab ich im Film gesehn, jetzt ist das Ding geladen!"  "Ja man und gefährlich! Halt das Teil ruhig und fuchtel nich so rum damit! Da is die Sicherung die schiebst du auf -F- dann kannst du abdrücken. "Ay man, was zum Teufel bedeutet eigentlich -F-?". Ed grinste und meinte nur lapidar: "-F- steht für Frieden!" Jose steckte die Waffe in seinen Gürtel, steckte sich eine Cigarette an und sagte: "Ed, du bist 'n Arschloch!"  "Das ist ja nun nix neues und ich weiss absolut nicht, was du von mir willst man, zu der Zeit, als die Knarren in Gebrauch waren sagte doch jeder 2. Penner 'ich komme in Frieden', schob den Sicherungshebel auf -F- und schoss um sich! Also, los jetzt, aber den Arm nicht ganz durchdrücken, dann fängst du den Rückstoss etwas ab. Und hinterher wieder sichern, comprende  hombre?"   "Si Capitan todos claro" zischte Jose und  brachte die 45er mit 2 Händen in Anschlag, entsicherte und drückte ab.
"Scheisse" schrie Ed laut als Jose die 45er noch im Schuss aus der Hand rutschte, aber Ed konnte sie grade eben noch festhalten.  "Madre de Dios" damit hatte der 'echte Mex' nicht gerechnet. Jose schüttelte nur mit dem Kopf und machte sich für den nächsten Schuss bereit. Er gab also nicht auf und nach dem 2. geleerten Magazin ging ihm das Ganze recht gut von der Hand.
"Ich würd gern noch die 12/75 ausprobieren, aber es wird gleich dunkel und ich muss  zurück man" Es wird gleich dunkel! Das war die Kernaussage, die Ed klar machte, dass er noch nicht gelernt hatte in der 4. Dimension zu denken! Deshalb sagte er nur lapidar:"Alles gut, wir machen nächstes mal weiter" Ed war vollkommen klar, dass er mal wieder die temporale Disposition total in den Sand gesetzt hatte und schon quiekte sein remotecom "hi Matti, ich bin schon unterwegs" sagte er. Ed wollte ruhig und ausgeglichen wirken aber das kam anscheinend nicht wirklich an.  "Wir erwarten dich sowieso erst morgen, also mach dir keinen Stress"  "Ich bin zum Frühstück da" versicherte Ed.  "Zum 1. oder zum 5.?"  "Zum 2. man" zischte Ed wütend und brach den Link genervt ab. 'Kotzsocke!' dachte er obwohl er genau wusste dass Matti Huttinen zwar nicht auf seiner spirituellen Hemisphäre wohnte aber trotzdem zu den Guten gehörte.
"Und jetzt gibts Caipirinha" freute er sich aber Rosita schubste ihn zum 2. Tisch an dem die anderen schon sassen und sagte "nix da, jetzt gibts erst mal mein Chili! Hier ist der prolock von Wohnung 6 für euch, um 0700 gibts Eier mit Speck und um 0900 hat Jose ne Überraschung für euch!"  Ed war jetzt nicht ganz klar was er sagen sollte und darum meinte er nur  "was soll ich ohne dich bloss machen?"  "Wahrscheinlich nicht zurecht kommen auf Terra" und schon war Rosita wieder weg hinter der Bar. CL grinste über das ganze Gesicht, sie mochte Rosita auf Anhieb.
Punkt 0700 und die drei sassen draussen vor der Cantina unter dem Laubdach. Die Blätter rauschten leise im Wind. 'Sieht merkwürdig aus' dachte Ed und stand auf vom Stuhl um die Blätter zu untersuchen 'Fuck die sind ja aus Plastik' durchfuhr es ihn. Er wühlte noch ein bisschen in den Bättern und fand ein Netz auf dem die Blätter befestigt waren.  "Das ist ein antikes Tarnnetz. Das haben die früher zwischen die Bäume gespannt und darunter alles mögliche vor feindlichen Fliegern versteckt" Jose kam mit einem Kaffee zu Ed an den Tisch und setzte sich "Aber jeder Uraltscanner sieht doch durch das Zeug durch" wunderte Ed sich. "Nicht wenn du auf die Augen angewiesen bist. Scanner gab es damals noch nicht" bemerkte Jose. CL klinkte sich in das Gespräch ein: "Ey man du gehst angeln und jagen und kennst kein Tarnnetz? Du kommst wohl vom Mars, oder was?"
Während Ed mit Rosita abrechnete meldete sich der Satelitenfunk. Rosita hörte kurz zu, bejahte und beendete das Gespräch. "Um 1000h wird der Platz gesperrt! Hurricane-Alarm! Wir sind dann Stützpunkt für Hilfsflüge, Verwundetentransport usw. Das ist normal in dieser Jahreszeit! Die ganze westliche Karibik ist gesperrt!"  "Was ist mit Cuba?" wollte Ed wissen. "La Isla Bonita? Die ist mittendrin man!"
Jose war währenddessen in einem der alten Hangars verschwunden. Auf einmal dröhnte und hämmerte draussen etwas und das Geräusch kam näher. "Rosita schnell meine Kanone" rief Ed in den Morgen. Rosita grinste und das Geräusch verstummte. Ed ging raus und staunte nicht schlecht als er Jose aus einem antiken Gerät auf 4 Rädern aussteigen sah. CL und Ümit standen auch vor dem Gerät und staunten. "Was zur Hölle ist das?" wunderte Ed sich.  "Das ist ein  Hummer, Gringo! Ein antiker Kampfwagen aus dem 20. Jhrhdrt, gebaut 1993! Wir haben ihn nach alten Vorlagen aus dem Con-Net wieder aufgebaut. Dichtungen und Schmierzeug aus dem Replikator  geholt und Motor und Getriebe zerlegt, gereinigt und nach alten Reparaturanleitungen wieder zusammengebaut." "Ein alter Hummer man!" Ümit war überwältigt. Alte Technik, grade aus dem Industriezeitalter, fesselte ihn. Man könnte fast meinen, er fiel in Trance.
"Alter Krater! Wie fährt son Teil eigentlich? Ich seh hier keine Kabel, keine Konsolen, nichts, nur Stahl!" Ed konnte das alles kaum fassen, er war euphorisch wie ein kleiner Junge, der seine 1. Modelleisenbahn geschenkt bekommt. "Hier ist alles mechanisch Gringo, du stehst hier vor einem Dieselmotor, dem direkten Nachfahren der Dampfmaschine." So langsam kam die Erinnerung wieder. Ed hatte in New Amsterdam auf der marsianischen Maschinenbauschule kurz etwas von diesen Dingern gehört. Vor allem auch welchen Schaden diese Technik dem terranen Ökosystem zugefügt hatte. "Was frisst son Dinosaurier eigentlich" wollte er jetzt wissen. "Die haben früher Gasöl, Kerosin und solche ähnlichen  Kohlenwasserstoffe in den Tank gekippt aber dafür haben wir keine Genehmigung gekriegt. Wir dürfen nur CO²-neutral tanken und deshalb fahren wir mit Palmöl! Das Ding hat ne Vorwärmung, da kannst du jede Art Pflanzenöl reingiessen" meinte Jose nicht ohne Stolz.
Rosita kam aus der Cantina und sagte:" Schluss jetzt, um 1000h ist hier alles dicht! Jose stellt euren Gleiter in den Hangar! Ihr müsst jetzt los! Hurricane-Alarm! " "Scheisse was jetzt?" fragte CL. Sie kannte den Alarm ja noch von Cuba. "Wir fahren zu meiner Familie, die haben ein richtig fettes Gästehaus im Garten!" sagte Ed.
Ed genoss die Fahrt raus aus den Dschungel, rein in die City in dem lauten, urigen, nach Öl riechenden Hummer, er nannte ihn nur -Dinosaurier-, total. Das Lebenserhaltungssystem bestand aus nicht vorhandenen Türen und Fenstern. Ihn trennte nur eine Kette von der Strasse. Als sie an den Knotenpunkten anhalten mussten konnten sie die Gaffer direkt anpöbeln.  "Glotz nich so du Fischkopp!" warf CL einem eierköpfigen Spiesser entgegen, der sein SUV-Fenster extra öffnete um besser sehen zu können. Ed genoss es richtig!
Im Nobelviertel angekommen in dem seine Familie wohnt drehte Ed noch 10 min lang ein paar Runden und überzog die heile Welt der Neureichen und Verwöhnten mit einem mittelalterlichen Lärmteppich. Als er in die Strasse einbog und aufs Grundstück bretterte standen mindestens 6 Familien vor ihren Häusern um zu sehen was für ein Lärm das war. Ed wollte die 'Gaffer' eigentlich anpöbeln aber zum Glück bemerkte er vorher, dass eine 'Gafferfamilie' seine eigene war.
Motor aus, Kette weg, die Zigarre in den Mundwinkel geklemmt, dann aus dem Hummer raus gehechtet und mit einem lauten "Aloah!" die ganze Siedlung begrüsst! Das war Ed's Auftritt in Valle del Sol, dem Wohlstandsghetto, wie Ed die Siedlung immer nannte. Dann stiegen die anderen beiden aus dem Kampfwagen. Sheila war erstaunt und auch erfreut über den Besuch von Ed's Freunden aber seinen Auftritt fand sie extrem peinlich. Dagegen war Futo total begeistert. "Aloah Ed" brüllte Futo zurück, rannte auf Ed zu und begrüsste ihn mit einem lässigen -high 5-. Die nächsten Tage würde Futo sich nur noch in Ed's Nähe aufhalten. "Damit sind wir wohl erstmal abgemeldet" bemerkte Sheila gefrustet. Sie begrüsste erstmal CL und Ümit herzlich. Ed erklärte warum die beiden mit gekommen waren und Sheila sagte dann zu den beiden: "mi casa este su casa!" und ging mit CL ins Gartenhaus, die beiden Gästezimmer vorbereiten.
"Wer soll denn wo schlafen?" wunderte sich CL und blickte in Richtung der beiden Zimmer. "Ich würde sagen, du suchst dir das beste aus und Ümit drücken wir das andere aufs Auge. Mein Vater schläft sowieso nur auf der Couch." CL war erleichtert und meinte: "Sorry, dass wir uns euch so aufdrängen"  "Ohno, alles klar, ihr seit hier echt richtig herzlich willkommen. Endlich lerne ich mal Freunde von meinem Vater kennen. Den Ümit kennt er ja schon seit vor dem Krieg, als die beiden noch bei Interplanet Mining Stollen in Asteroiden gebohrt haben." CL wurde schlagartig einiges klar: "Das erklärt natürlich warum die beiden einen Keller unter ihren beiden Einheiten auf Mars haben." meinte sie und sah mit einem mal auch Nimba's Zuhause in neuem Licht und fragte sich ob der überhaupt auf dem Felsen gemeldet war. "Die haben was?? Nen verdammten Keller?" Sheila war entsetzt. "Oh, du wusstest das nicht, sorry!"  "Ist ok CL! Aber ein Keller auf Mars ist illegal! Der Keller an sich ist schon illegal. Und was da abläuft will ich gar nicht wissen weil das auf jeden Fall illegal ist!" "Das wusste ich nicht, ich bin nicht vom Mars, ich komme von Terra, nicht weit von hier von Cuba." erklärte CL "Oh, so dicht dran und doch so weit weg, im Moment jedenfalls! Scheiss Hurricanes!" meinte Sheila.
Sie ging zum Wandschrank, öffnete eine kleine Seitentür und holte eine Flasche und zwei Gläser raus. Sie deutete mit der Hand aufs Sofa und die beiden Frauen setzten sich gegenüber. "Wow, estupendo, el ron de Cuba! 15 Jahre alt!" CL war im siebten Rumhimmel. "Du, was machen die beiden eigentlich in dem Keller?" der Rum und die Neugier hatten Sheila besiegt und so unterhielten sie sich über Ed, über schwarz brennen und schwarz schlachten und über das Leben.
Wieder im Haus zog Sheila ihren Vater auf die Seite "Musste das unbedingt wieder so ein wilder Auftritt sein heute? Papa du bist Rentner und kein Pirat der Karibik! Kannst du nicht in Würde alt werden? Und dann der Scheiss mit dem Keller! Wollt ihr unbedingt nach Pinta Roros?"  "Erfahrene Miner können die dort immer gebrauchen!" bestätigte CL. Matti entschärfte die Situation "He Jungs, n kaltes Bier?" "Du hast schon schlechtere Ideen gehabt man!"  Ed war angekommen auf Terra! "Und was ist mit uns?" fragte Sheila "Ihr habt genug!" sagte Matti bestimmt.  "Am Arsch hängt der Hammer!" kam als Antwort und dann drehte Sheila sich um Richtung Minibar. "Darf ich mal?" CL zwängte sich sich hinter den kleinen Thresen und begann zu mixen. Es dauerte nicht lange und die Frauen begannen zu kichern und lachten über die neuesten Männerwitze.
Später am Abend quiekte Ed's comlink: "Hola Jose! Que tal? Was willst du? Den Hummer oder was?" begrüsste Ed Jose auf dem Holoscreen. Jose wollte aber etwas anderes: "Hola Gringo! Hier herrscht Chaos aber ich habe für Freitag Abend ne extra Starterlaubnis für euch geholt, die müsst ihr ausnutzen!"  "Geht klar Jose, wir verschwinden hier am Vormittag und danke man!" So konnte Ed noch eine Weile auf Terra zu bleiben und etwas Zeit mit seiner Familie verbringen.
Ed war früh hoch heute, er konnte nicht mehr schlafen. Die 3 mal höhere Schwerkraft auf Terra war für ihn immer erst mal gewöhnungsbedürftig. CL und Ümit hatten die selben Probleme. Ed kochte Tee und setzte sich zusammen mit Ümit in den Garten unter einen Baum, Tee trinken. CL legte sich im Bikini in die Morgensonne. "Wo willst du denn noch braun werden?" fragte Ümit aber CL antwortete nur mit einem halbherzigen Stinkefinger. Als Ed grade sass öffnete Futo sein  Zimmerfenster recht geräuschvoll. Direkt darauf raschelte es im Baum und ein schwarzer Vogel flatterte weg. Ed spürte etwas auf seiner Hand. Der Vogel hatte ihm auf die Hand und in die Tasse gekackt. "Scheisse man!" brüllte Ed durch den Garten. Futo hatte alles beobachtet und bog sich vor Lachen. Zu allem Überfluss tauchte Matti auch noch im Garten auf und faselte irgendwas von -schöner Tag  heute-! Ed's Laune war weit unter 0 gefallen, wie die Temperatur auf Olympus Mons Camping bei Nacht.
Nachdem sie alle ein paar Bahnen im Swimmingpool geschwommen hatten und nach einem (für die spiessige Umgebung ungewohnt rustikalem) Frühstück sah die Welt für Ed schon wieder besser aus. Futo schnappte sich sein Gleitboard und ging zu Ed: "Können wir ne Runde drehen? Ich würd dir gern mal n paar Leute vorstellen!" "Klar man, gerne! Was dagegen, wenn die beiden anderen Strandpiraten mitkommen?" "Nee absolut nich, die sind cool!"  Ed war froh, dass Futo ihm sein Umfeld vorstellen wollte.
Nach 10 Minuten Fahrt sagte CL: "wir sind nicht alleine!" "Was ein Wunder!" machte Ed sich lustig "Buenos Aires ist nicht OM Base, da fahren schon mal Leute rum, manchmal sogar nebeneinander." er und Ümit grinsten. "Bin ich vielleicht blond ihr Penner? Dreht euch nicht um, aber ich sage euch, seit wir in Valle del Sol los sind gurkt ein brauner Rover hinter uns her!"  "Oy meine Mam ist blond und die ist cool und nicht doof!" fühlte Futo sich angesprochen. "Ja sorry Futo, deine Mam ist blond und richtig voll in Ordnung, war nicht so gemeint!" Futo grinste "alles cool Lady!" Ümit meinte: "wenn ihr fertig seit können wir ja mal überlegen, wie wir den Typ da hinten los werden!"  "Wäre besser wenn man wüsste, was das dumme Schwein von uns will!" meinte Ed.
Der braune Rover setzte zum Überholen an und blieb dann einige Zeit neben dem Hummer. Der Beifahrersitz war leer und die hinteren Scheiben so stark verdunkelt, dass man nicht in die Karre rein sehen konnte. Der Rover beschleunigte etwas und fuhr dann links vor ihnen. "Der will nichts von uns" sagte Futo. "Achte drauf, der hat grade gekuckt, wer hier so im Auto sitzt und jetzt sucht er sich die passende Knarre aus. Bei der nächsten roten Ampel steigt er hier ein und macht sich wichtig!" sagte CL. Sie wirkte gelassen, aber Ed wusste, dass sie voll konzentriert war. "Ampel wird rot, es geht los!" sagte sie.
Die beiden Autos kamen nebeneinander zum Stehen. In zwei-drei Sekunden wechselte ein schmaler Mann im hellen Anzug aus dem Rover in den Hummer. Er hielt eine Laserknarre in der Hand und sagte: "Nächste rechts und Ruhe hier!". Ed bog rechts ab, es ging Richtung Freight Space Center und der Verkehr wurde etwas weniger. "Noch mal rechts!" Ed bog wieder rechts ab in eine Seitenstrasse und dachte 'So, Makker, das war dein Fehler!' Er sah aus dem Augenwinkel in den Spiegel ob hinter ihm alles frei war und trat dann mit beiden Füssen voll auf die Bremse. Der Typ flog nach vorne bis kurz vor die Amaturen, CL drosch ihm die Handkante in den Nacken und nahm ihm die Knarre weg. Das alles war fast wie eine einzige Bewegung. Gleich danach hatte sie eine Aerosoldüse in der Hand, hielt sie dem Typ ins Gesicht, drückte ab und rief: "Luft anhalten!" Der Anzugmann sackte in sich zusammen.
"Boah ey, was war das denn?" Futo war aufgeregt. "KO Aerosol!" meinte CL nur trocken. Futo meinte eigentlich die ganze Situation, denn das alles ging nur in einigen Sekunden ab. Ümit murmelte: "Inshallah, was für ein einfältiger Mensch! Ed was hast du jetzt vor mit dem Stinktier?"  "Ich will wissen was das sollte und vor allem wer da hinter steckt"  "Freiwillig redet der bestimmt nicht." "Doch" war sich Ed sicher "doch, das macht er. Futo, du kennst doch bestimmt ne schöne einsame Stelle am Strand."  "Logo, da geh ich mit meinen Leuten immer nackt baden!" CL drehte sich im Sitz etwas um, sah Futo direkt ins Gesicht "Der Tom geht also nackt baden? Mit Mädchen zusammen etwa??" sie wirkte in der Tat entrüstet "Logo Lady" Futo konnte vor Kraft kaum laufen.  'Wir sind echt kein schlechtes Team' dachte Ed.
Ümit hatte so eine gewisse Ahnung "Was willst du mit dem da machen?"  "Bis zum Hals eingraben am Strand und auf die Flut warten. Freiwilliger hat der noch nie in seinem Leben geredet" sagte Ed. CL hatte sofort ihren remotecom in der Hand und suchte etwas. "Geile action" meinte Futo dazu. CL fragte: "Futo gibts da am Strand Mangroven?" "Jede Menge! Warum?" Dann können wir den Spast einfach an die Wurzeln fesseln, das spart ne Menge Arbeit, in 2h ist nämlich schon Hochwasser!" "Dann wird sein Anzug aber dreckig" meinte Futo. Ed musste lachen.
Sie kamen zum Strand. Optimale Bedingungen hier, nicht nur zum Nacktbaden sondern auch um Spinner an Wurzeln zu fesseln. In den Staukästen fanden sie ein Seil mit elektronischen Riegeln an beiden Enden. Die Wellen schlugen schon langsam kurz vor den Mangroven auf den Strand. CL zog Hose und Tanktop aus. Sie hatte praktischerweise einen Bikini an. "Futo was ist? Keine Unterhose an oder hast du Angst, dass ich dir den kleinen Tom abkucke, oder was?" Ed und Ümit schleiften den Anzugträger zum Strand und gingen zurück zum Hummer. Ruckzuck hatten CL und Futo den Typ am Baum befestigt. Er kam langsam zu sich. Als ihm klar wurde in welcher Lage er sich befand begann er zu schreien: "macht mich los! Ihr Schweine, macht mich sofort los!" CL sah Futo an. "hat der eben echt Schweine zu uns gesagt?"  "Hat er!"  "Komm wir schwimmen ne Runde!" schlug CL vor und sprang in die Wellen, Futo sprang hinterher! Ed stand mit Ümit über den Wurzeln und grinste. "Wir haben alle unseren Spass" sagte er zu Ümit. "Wir können dem Penner schön beim Ertrinken zusehen und die beiden da draussen haben richtig Spass mit den Wellen genauso wie unser Mitfahrer auch." Der Mitfahrer war schon völlig nass und stand schon bis zum Gürtel im steigenden Wasser. "Macht mich endlich los!" "Sag uns wer dahinter steckt und du bist frei!" sagte Ümit. "Ich bin angerufen worden, ich kenne keine Namen!" "Falsche Antwort!" sagte Ed und ging zurück zum Hummer. Der Mitfahrer schrie laut als der braune Rover wieder auftauchte. "Ümit, Deckung!" rief Ed "Armbänder aktivieren und wenn die aussteigen auf deren Knarren zielen und dann verpassen wir denen sofort n Satz heisse Ohren!"
Die Beifahrertür öffnete sich und ein Mann im Tropenanzug mit dunkler Sonnenbrille stieg aus. Er nahm die Brille ab. Es war Admiral van der Kaan! Ed traute seinen Augen nicht aber er war es tatsächlich. Zwei weitere Männer, um einiges jünger als JFK, stiegen aus dem Auto und der eine sagte. "Sir, was wird mit Major Harris?" "Ja, ja holt den mal da raus!" "Aye Sir!" riefen beide synchron. "Major Harris? Sir, Ich würde das hier gern verstehen, aber dazu fehlen mir die Eckdaten." sagte Ed  "Wir haben uns lange nicht gesehen Sarge! E gibt viel zu erklären, sehr viel! Aber erstmal eins: ich muss dich reaktivieren, ich weiss dass du aus der Call of Duty raus bist, aber ich brauche dich, Staffsergant Marineris!" "Gleich zu Anfang ne Beförderung, Sir? Sie müssen was grösseres vorhaben" "Was Gewaltiges Ed und dafür brauche ich dich dringend!" Ed trat einen Schritt zurück, nahm soldatische Grundhaltung an, salutierte und sagte. "Staffsergant Marineris meldet sich zum Dienst, Sir!" "Sehr gut, das bringt uns einen grossen Schritt nach vorn!"
"Der junge Mann da bei CL im Wasser, ist das Futo?" tat JFK ganz normal. "Sie sind wie immer sehr gut informiert, Sir, verdammt gut!" "Das gehört dazu, wenn man überleben möchte, Ed. Der Junge ist doch bestimmt schon 14!" "Wird morgen 16 Sir!" "Mit der Zeit ist es wie mit dem Outbacker, Ed" sagte JFK geheimnisvoll "Wird mit dem Alter immer schneller!" Ed wurde nachdenklich, JFK schien alles aus den letzten Tagen von ihm zu wissen und er kannte CL! "Ich weiss, was in dir vorgeht, aber die Sabotage habe ich nicht veranlasst, das waren die anderen. So und jetzt willst du wissen wer die anderen sind und was die wollen?" "Sir, ja Sir!" sagte Ed knapp. "Wir warten noch auf CL und Tom und in der Zwischenzeit gibts ne gute Zigarre" sagte JFK und öffnete eine Zigarrenkiste. "Oh, Cohiba!" meinte Ed aber der Admiral legte sein Veto ein: "Flossen weg, die ist für CL! Für uns sind die Brazils!"
Inzwischen war der "Mitfahrer" wieder aus dem Wasser zurück und suchte im Rover nach einem Handtuch. Ed wandte sich an Major Harris: "Sir, tut mir leid, ich wusste ja nicht.." Harris unterbrach ihn leicht säuerlich: "ich auch nicht, man ich auch nicht. Ich hätte vielleicht auf den Admiral hören sollen. Der sagte von vornherein, ich sollte den Job nicht auf die leichte Schulter nehmen, aber die Entführung sollte ja auch echt aussehen!"  "Entführung? Sir?" wandte sich Ed an den Admiral.  "Ja Ed, habe ich das noch nicht erwähnt? Ihr 4 seid offiziell Opfer einer Entführung" "Sir was wird mit Sheila und Matti?" "Die trefft ihr in ein paar Tagen, keine Panik! Bis jetzt waren sie in Gefahr, aber in diesem Augenblick werden sie Opfer einer Gasexplosion in ihrem Haus, offiziell jedenfalls! Danach sind sie in Sicherheit!"
CL und Futo kamen jetzt zu der Gruppe. " Wie war das Wasser?" fragte JFK "Danke Sir, sehr angenehm!" antwortete CL "Yo man abgefahren!" fiel Futo ins Wort. Ed holte Luft aber JFK hob beschwichtigend die linke Hand und wandte sich Futo zu:"hi Tom, alles senkrecht?" Er gab ihm die Hand und sagte. "mein Name ist van der Kaan!" Futo ging einen Schritt zurück "Admiral van der Kaan?" fragte Futo. "Genau der!" Er drehte sich um "Ümit Yüksel! Du stehst da so abseits! Salam Alejkum!" "Alejkum U Salam Admiral, wenn ich das richtig mitbekommen habe bin ich auch entführt!" "Richtig! Du warst auch in Gefahr, ausserdem brauche ich dich, Sergant Yüksel!"  "Auch ne Beförderung!" er nahm Haltung an und salutierte. "Sergant Yüksel meldet sich zum Dienst, Sir!"
"Hervorragend! Jetzt bin ich mir sicher, dass die bevorstehende Mission Erfolg hat! So, wir müssen hier weg jetzt! Ed du kannst dir mal ein Stück Hemd abreissen und hier lassen, CL einen Schuh hier hin und den anderen in den Wald werfen, Ümit auch einen Schuh hier lassen und von Futo reichen die Fussabdrücke! Dann ab in den Rover und weg hier, es wird Zeit. Ach ja und bevor wir losfahren macht ihr eure Coms aus. Ganz aus!"
Ed liess den Hummer nicht gern zurück, aber das musste nun sein und JFK hatte das garantiert mit Jose so besprochen. Der Rover setzte sich in Richtung Urwald in Bewegung, aber der Fahrer bog noch in Buenos Aires zwei Abfahrten früher von der Drei-Ebenen-Tangente ab. Ed blieb ruhig, CL sowieso aber für Ümit wurde es mulmig, das sah man deutlich. Sie fuhren in ein Industrieterminal in eine Waschanlage. Sofort als die Tore zu waren kamen 10, 12, 15 Mann und jeder hatte etwas in der Hand. In Windeseile wurden die Scheiben zugeklebt und dann konnte man nur noch hören, dass da etwas vor sich ging. Luft wurde auf den Rover geblasen und dann wurden auch schon die Scheiben wieder frei gemacht und die Tore öffneten sich wieder. "Zwei Minuten, elf Sekunden! Das kann sich doch sehen lassen, oder?" meinte JFK. Der Rover war jetzt rot/blau und sah aus wie frisch gewaschen. "Spezieller Reperaturlack, ziemlich neu in der Flotte! Trocknet bei diesem Wetter in 10 Sekunden!" sagte JFK gelassen. Mit dem 'frisch gewaschenem' Rover gings über Umwege zurück zur Tangente, an der Ausfahrt in den Dschungel vorbei ins nächste Industrieterminal, diesmal ein unterirdisches. Sie fuhren direkt zu einem Gebrauchtgleiterhändler aufs Gelände. "Senhor, der Rover ist nicht mehr braun, sondern rot/blau!!" mokierte der Verkäufer. "Wieder rot/blau, mein Guter, wieder rot/blau! Wir haben den Dreck aus dem Dschungel noch vorher abgewaschen!" sagte JFK. Der Verkäufer bedankte sich und liess einen Vangleiter vorrollen. Papiere und Schlüssel wurden getauscht und die Fahrt ging weiter. Diesmal Richtung Marques d' Orinoco.
"Admiral, war das nicht etwas leichtsinnig eben bei dem Händler? Ich habe massenhaft Scanner und Kameras gesehen!" meldete Futo sich. "Du bist gut Futo, sehr gut! Aber genau das war der Plan!" erklärte JFK "so haben die Trooper ne Spur und die führt in die Unterwelt, da haben die gut zu tun und wir sind dann weg, weit weg! In einer Woche geht bei den Troopern ne Lösegeldforderung ein und das bindet die Nachforschungen dann nochmal lange Zeit an die Erde. Bis die drauf kommen, dass wir das Sol-System verlassen haben ist unser Auftrag vielleich schon erledigt."  "Genialer Plan, Sir!"  "Einfach nur ein kleines Spielchen, mehr nicht Futo!"
Auf dem Flugfeld sah es ganz anders aus als noch vor ein paar Tagen, als Ed hier gelandet war. Eine Menge Gleiter und dementsprechend viel Personal. Viele Militärs aber auch sehr viele Zvilisten waren unterwegs. Gleiter wurden beladen, Piloten verstauten ihre Ausrüstung, persönliche Dinge wurden in die Gleiter gebracht. Der Outbacker soll im ersten Hangar stehen. Ed öffnet die Nebentür und erschrickt sich, als sein Blick auf seinen Gleiter fällt. Neu lackiert und zwar in den Farben der Flotte und mit dem Zeichen Des Admirals auf Bug und Seiten und der Waffendom auf dem Gegendeck sah völlig anders aus. "Hat sich verändert!" war CL's knapper Komentar dazu. "Wusstest du was davon?" wollte Ed wissen. "Nein, nichts! Wir sollten in die Cantina gehn, es sieht so aus als wenn sich alle da treffen." meinte CL.
In der Cantina trafen sie auf JFK. "Sir, soll ich zur Befehlsausgabe antreten lassen?"  "Ed wir haben hier einen zusammengewürfelten Haufen sehr guter Leute. Viele Zivilisten und die Soldaten sind aus allen Bereichen. Wir stehen zwar alle unter Highcommand Confederation Starfleet, aber diese Mission, die wir gern erfolgreich beenden würden, ist ein Spezialkommando und wir verzichten auf militärisches Machtgehabe. Die Leute hier verstehen einen Befehl auch wenn er nicht gebrüllt wird. Im Einsatz sogar unter Morsezeichen. Ja, verdammt, wir verwenden teilweise Waffen und Munition, die schon vor 500 Jahren in Gebrauch waren, warum dann nicht auch so kommunizieren wenn's nötig ist!"  "Die Sache scheint sehr interessant zu werden, Sir!"  "Wird sie, Ed wird sie! Du wirst, nein IHR werdet noch richtig staunen! Ok dann hol die Leute mal alle zusammen Ed!"  "In 15min, Sir?" fragte Ed denn dann wäre es punkt 5. Gegen alle militärischen Regeln hob JFK nur den rechten Daumen und wandte sich wieder seinem Bourbon auf dem Thresen zu.
Ed ging in Jose's Büro und schaltet die Lautsprechereinheiten an:" In 15 Minuten, um 1700zmt findet in der Cantina ein briefing für alle statt! Briefing für alle um 1700 in der Cantina!" JFK nickte zustimmend.
Rosita's Cantina füllte sich schnell und es wurde eng. JFK stand auf und begann zu reden:"Willkommen zu unserem ersten Mission Briefing. Infos zu unserer Mission gebe ich hier noch nicht ab, aus verschiedenen Gründen. erstmal etwas organisatorisches! Hat jeder und ich meine jeder seinen Platz auf seinem Schiff gefunden? Oder weiss jemand noch nicht wohin?" Er machte an dieser Stelle eine Pause. Niemand meldete sich. "Sehr gut!" fuhr JFK fort: "Direkt nach diesem Briefing geht ausnahmslos jeder auf seinen Platz an Bord und falls noch nicht verladen, mit der persönlichen Ausrüstung, die Ihr bekommen habt! In der Ausrüstungsliste ist auch ein versiegelter Umschlag angeheftet, den ihr als aller erstes untersucht auf Beschädigung. Und zwar des Siegels und des Umschlags. Ihr findet euren Auftrag und einen Zeitplan von jetzt bis zum Erreichen der Zielkoordinaten vor. Wir starten hier mit wechselnden Zeitfenstern und völlig unterschiedlichen Zielkoordinaten, das dient nur der Verschleierung und hat nichts zu bedeuten. Und achtet bitte sehr genau auf die Stelle im Auftrag in der es heisst -kein Autopilot-! Wechselt euch mit steuern ab, aber schaltet auf dieser Tour nie, und ich sage niemals, den Autopiloten ein. Der eine oder andere wird sehr spät das Ziel erreichen, das liegt in der Natur des Auftrags. Mehr Infos gibt es am Ziel! Jetzt erstmal alle an Bord! Wir sehen uns am Ziel und dann erfahrt ihr alles, was ihr jetzt fragen wollt. Tally Hoe!"
"Tally Hoe, Admiral!" kam als geschlossene Antwort und dann war Chaos! Alles stand auf von den Stühlen. Alle liefen durcheinander, aber das Chaos hatte System, denn jeder ging zielstrebig zu einem der Gleiter oder zu den Hangars. Die ersten zwei Gleiter stiegen schon auf als noch Leute auf dem Flugfeld waren und noch nicht alle Gleiter aus den Hangars gebracht wurden.
Ed und CL betraten den Outbacker und staunten nicht schlecht! Mit auf der Brücke waren Matti, Sheila und Futo! "Was geht denn hier ab?" wunderte sich Ed. "Ich freue mich auch dich zu sehen!" sagte Sheila zu ihm und dann umarmte sie CL. Nachdem sich alle begrüsst hatten, sagte Ed: "Leute, lasst uns zuerst den Auftrag lesen, wir haben einen engen Zeitplan!" Dann setzte er sich ins Command und begann zu lesen, genau wie CL. Währenddessen wurde der Outbacker aus dem Hangar gezogen und Ed checkte zusammen mit Sheila alles durch und liess sich dann vom guide beam controle die Eingabe des Zwischen- und des Endziels bestätigen. Schon zwei Minuten später lief der Interatmosphere Drive und der Gleiter hob ab.
"Wir bewegen uns südwärts!" wunderte Matti sich. Ed meinte nur "Ich hab auch keinen Plan, aber JFK macht solche Dinger nie umsonst!" Sie flogen tatsächlich nach Süden. Sie kamen sogar zur Antarktis, aber auch nur um über dem Südpol in den senkrechten Steigflug zu wechseln, der sie, unter Ausnutzung der elektromagnetischen Interferrenzen am Pol, dann direkt raus aus der Atmosfäre brachte und direkten Kurs auf den Asteroidengürtel nehmen liess.
Ed schnappte sich sein Outerspacebag und ging in den Sanitärbereich. Er zog die neue Uniform an und steckte die bereitgestellten Waffen ein. Anschliessend ging er zurück in die Pantry. Sheila und Matti sahen ihn mit grossen Augen an. "Ich bin reaktivert! Und wir sind so gut wie im Krieg, mit wem auch immer," meinte Ed, "aber jetzt haben wir erstmal Zeit uns zu organisieren!"  "Wer soll den wo schlafen?" wollte Sheila zuerst wissen. "Da wir manuell steuern müssen, werden CL und ich uns hauptsächlich auf der Brücke aufhalten und daher dachte ich dass ihr drei als Familie die Gästekabine nehmt." "Nenene, aus dem Alter bin ich raus!" maulte Futo "gibt's hier keine Hängematte?"  "Das ist hier kein Piratenschiff!" warf Matti ein. "Ich wünschte, es wär eins!" meinte Ed "Aber im Kabelgatt vorne liegt eine, die kannst du dir aufhängen. Aber erst, wenn du hier auf der Brücke fertig bist!"  "Was soll das heissen? Soll Tom vielleicht das Ding hier fliegen, oder was? Der hat nicht eine einzige Lizenz!" Da war sie wieder, Sheila, Tochter und besorgte Mutter in einer Person. "Wir sind hier im offenen Raum und hier herrscht das Gesetz des offenen Raums!" sagte Ed, "Futo ist hier Rudergänger und ich sein Commander, also fliegt er die Kiste!"
Als Futo zur Brücke ging, nahm Sheila Ed an die Seite: "Was hast du vor? Willst du Tom an dich binden und einen Keil zwischen Tom und mich treiben?" Sie hatte Tränen in den Augen. Ed war geschockt. Ihm war nicht bewusst, dass sein vertrauenvolles Verhältnis, dass er zu Futo aufgebaut hatte bei seiner Tochter zu solchen Befürchtungen geführt hat. Er nahm Sheila in den Arm und sagte: "Es tut mir leid, wenn du das so empfindest. Das wollte ich absolut nicht! Ich will doch nur, dass er selbständig wird und dass er aus Fehlern lernt, damit er nicht überheblich wird. Der Junge hat Potential! Viel Potential! Tu dir und Tom doch mal den Gefallen und beobachte ihn beim Steuern des Gleiters. Dann wirst du sehen mit wieviel Enthusiasmus er an Aufgaben geht, wenn man die Leine etwas länger lässt. Und ich weiss genau dass er sich über ein kleines Lob von dir n Bein abfreut! Na, was meinst du?"  "Ich habe das so noch nicht gesehen. Tom ist für mich immer noch der kleine Junge, aber er ist inzwischen ein junger Mann geworden! Das muss ich jetzt realisieren!"  "Das ganze nennt sich 'Loslassen', da hab ich schon Erfahrung mit!" tröstete Ed seine Tochter.
Futo nahm begeistert auf dem Cocommand Platz. Ed wusste, dass Futo sich sehr viel mit Raumflug  theoretisch und im Simulator beschäftigt hatte, also fragte er ihn über Steuersubroutinen, interplanetare Navigation, Beschleunigungsdiagramme und einiges mehr aus. Sheila kam aus dem Staunen nicht mehr raus! Soviel Fachwissen hatte sie ihrem Sohn nicht zugetraut. Ed und auch CL waren so sehr überzeugt von Futo, dass er das Steuer sofort übernehmen konnte. Ed überliess CL das Kommando und wandte sich Sheila und Matti zu.
Die drei gingen in die Essecke der Pantry und tauschten sich über die Ereignisse der letzten Tage aus. Matti berichtete von Problemen in seiner Firma und wollte nur weg da. Sheila würde gerne wieder in der Meeresforschung aktiv werden. Ed befürchtete, dass die drei das Leben in Valle del Sol vermissen würden, wenn sie ganz da weg gingen, aber beide meinten, dass es immer spiessiger geworden sei und dieses Leben machte allen keinen Spass mehr. Da kam eine "Gasexplosion" genau richtig, zumal sich beide inzwischen sicher waren, dass Futo in Ed's und CL's Obhut bestens aufgehoben war. Sie wussten nicht, was auf sie zukommen würde, aber JFK versicherte ihnen, dass sie ein völlig neues und spannendes Leben haben könnten, wenn sie wollten. Für Futo hatte JFK eine besondere Ausbildung im Sinn. Alles in allem fiel es den beiden leicht auf JFK's Vorschläge einzugehen. Ed war recht erstaunt über die Flexibilität der beiden.
Ein Beepsignal von der Steuerkonsole liess Ed aufhorchen und er ging auf die Brücke. "Kursänderung in 90 Sekunden Scipper!" meldete Futo. CL hatte viel erreicht bei dem Jungen in so kurzer Zeit, Ed war mit den beiden sehr zufrieden. "30 Sekunden!" Futo machte Anstalten den Sitz zu verlassen aber weder Ed noch CL reagierten. "10 Sekunden, 5-4-3-2-1 neuer Kurs liegt an, Scipper!" Genau zum richtigen Zeitpunkt an den passenden Koordinaten mit der exakt errechneten Geschwindigkeit. Ed war völlig begeistert, schliesslich war dies Futo's erster manueller Kurswechsel in der Praxis. Er klopfte Futo auf die Schulter: "Gut gemacht man!" Sheila war sprachlos! Einen Gleiter allein mit Interface switch durchs Koordinatengitter steuern hätte sie ihrem Sohn niemals zugetraut. Ihr wurde klar, dass Ed recht hatte und war jetzt sehr stolz auf Futo.
Q-9AT13, ein Minenkomplex in einer unbewohnten Ecke des Asteroidengürtels, war das Zwischenziel. Direkt nach der Landung wurde der Outbacker in die Stollen geschleppt und die fünf sollten so lange an Bord bleiben, bis der Gleiter an seinen endgültigen Platz geschleppt worden war. Der Outbacker kam zum Stehen. Nachdem CL und Ed sich von den dreien verabschiedet hatten stiegen sie zuerst aus, denn sie liessen ihre Ausrüstung an Bord. Die anderen nahmen alles mit raus und wurden von einem Minigleiter abgeholt.
Ein anderer Minigleiter, offenbar vom Instandsetzungscorps, bog um die Ecke eines abzweigenden Stollens und hielt an. Nimba Massai und Yailin stiegen aus. Die Schwestern fielen sich in überschwenglicher Freude um den Hals, aber auch Ed und Nimba waren froh, dass sie sich hier wiedersahen. Nimba trug inzwischen die Kluft der Instandsetzungszivilisten und Yailin war wie ihre Schwester Corporal.
Ed und CL stiegen mit in den Gleiter und es ging zum Headquarter, dem ehemaligen Schulungsgebäude. Sie bekamen gleich am Eingang ihre Zugangcodes für die vielen gesicherten Zugänge und die Anweisung sich in die Videodivision zu begeben. Als sie die Videodivision betreten hatten verschlossen sich hinter ihnen die Tür und alle Fenster mit Antischalldrucklamellen. Der Raum war jetzt absolut abhörsicher. JFK begrüsste die vier und begleitete sie in einen Nebenraum, in dem ein gedeckter Frühstückstisch stand und an dem drei Männer sassen. Ihre Uniformen waren Ed völlig unbekannt. Die Männer standen auf als die vier auf sie zukamen und JFK machte alle miteinander bekannt.
Da war zum einen der Admiral Murray Vaughn vom Sicherheitsdienst der Pleyedian League Force 'Was immer das zum Geier auch sein mag' dachte Ed. 'Soviel is klar, rauchen kann ich den Scheiss nich' ging es Nimba durch den Kopf. Dann war da noch Admiral Hans Keppler, Taktiker bei der Pleyedian League Force und ein Zivilist, Ito Mishuma, ein Soft- und Hardwarespezialist der Pleyedian League Force. "Einer fehlt noch" sagte JFK und öffnete eine Seitentür und herein kam zum Erstaunen aller, bis auf JFK natürlich, Futo in einer Crewman Uniform der Flotte. Er ging zügig auf JFK zu, nahm Haltung an, salutierte und sagte: "Crewman Huttinen meldet sich wie befohlen, Sir!"  "Stehen Sie bequem Crewman!" sagte JFK.
Ed Sagte "Sir, was..."  JFK unterbrach ihn: "Ed, es klärt sich jetzt alles, wir sollten uns erstmal setzen und frühstücken" Alle fanden diesen Vorschlag praktikabel und umsetzbar, denn bis jetzt hatte noch niemand etwas gegessen. Die übliche Frage kam. "Kaffee oder Tee?" Bis auf die beiden Frauen entschieden sich alle für Tee, selbst JFK, wie Ed staunend feststellte. Ed roch den Tee! 'Irgendwie fremd, aber sehr gut' dachte er. "Wie ist der Tee?" wollte Ito Mishuma wissen. "Ausgeteichnet!" antwortete Ed "erinnert mich an Orange Broken Pekoe, ist er aber nicht!"  "Korrekt, das ist nämlich Mount Isikato, aus meiner Heimatwelt Silent Waters!" "Nie gehört, Mishuma San!" antwortete Ed wortgewand. JFK lächelte, er schien sich irgendwie unheimlich zu amüsieren.
"Admiral, Sir ihr Familienname Vaughn, sind Sie mit Colonel Vaughn verwandt,dem Leiter der ersten Aussenplanetenmission, die vor 300 Jahren so tragisch im All verscholl?"  "Ja Tom, das war mein Ur-Ur-Urgrossvater!" "Du kennst dich gut aus!" lobte JFK ihn. "Das war und ist heute noch eine Tragödie." sagte CL. "Das kommt auf den Standpunkt an!" gab jetzt Hans Keppler zum Besten. "Schliesslich hat Colonel Vaughn mit seiner Crew eine grosse Siedlung auf Taygeta vier errichtet und wir siedelten auf vielen schönen Planeten in den Plejaden!" Jetzt fühte Nimba sich angesprochen: "Sind Sie Raucher, Sir?" "Ab und zu!"  "Muss sehr gut sein das Kraut darf ich das auch mal probieren, Sir?" JFK musste lachen.
Admiral Vaughn meinte: "Ich glaube, es ist Zeit, die Karten aufzudecken! Also die Mission Vaughn ging nicht verloren, sondern gelangte zufällig in ein Wurmloch und wurde um ein Vielfaches der normalen Hyperraumgeschindigkeit im Innern beschleunigt. Der Bordcomputer hat das Wurmloch als normalen Hyperraum eingestuft und deshalb keinen Alarm gegeben. Als die Besatzung schliesslich aus den Kryokammern stieg, begannen sie sich zu orientieren und eine Siedlung zu bauen. An einen Rückflug dachte damals niemand aufgrund der ungeheuren Entfernung denn wir haben erst vor kurzem entdeckt wie man das Wurmloch auch in der Gegenrichtung nutzen kann.
Eine Weile liess JFK die Fragen und Antworten ihren Lauf nehmen, unter anderem wurde auch die Frage nach dem Tee und dem Frühstück an sich geklärt, denn das stammte alles aus plejadischen Beständen. Aber dann wandte er ein: "Leute, wir müssen ein Problem lösen, deshalb sind wir hier. Hans, fängst du bitte an?"
Admiral Keppler stand auf, ging etwas hin und her und berichtete: "vor ca drei Monaten war ich mit drei Schiffen auf Erkundung ausserhalb des plejadischen Raumes in der Nähe vom Pinetree System, hier besser bekannt als S-7X34. Wir hatten grade Kurs auf den fünften, den habitablen Planeten gesetzt als vier fremde Schiffe auftauchten. Wir aktivierten im Com alle Grussautomatismen, bekamen aber keine Antwort. Dafür wurden wir sofort unter Feuer genommen. Und das mit einer enormen Feuerkraft, obwohl die Schiffe aussahen wie gewöhnliche Frachter..." "MACROS!!!" rief Ed sofort. JFK hob nur die Hand und es wurde wieder ruhig. "Nun, wir wollten uns zurück ziehen, aber die liessen nicht locker und für uns sah es verdammt übel aus. Da tauchten auf einmal noch mehr fremde Schiffe auf, diesmal Gleiter, die auch sofort feuerten, aber nicht auf uns. Es war eine Patrouille der CPF! Und so lernten wir uns kennen!"
JFK sagte: "das war reiner Zufall, dass wir zur gleichen Zeit im selben Sektor waren. Es waren schon öfter Gleiter von uns vom Stützpunkt auf Worlow acht auf Erkundung im Pinetree System, aber wir haben uns nie vorher getroffen. Eigentlich merkwürdig, denn das Pinetree System liegt als einziges  System zwischen Worlow und Moth Koo, dem letzten plejadischen Aussenposten. Aber die Sache geht weiter!"
"Ja," setzte Admiral Keppler seinen Bericht fort "wir konnten mit unseren zusammen geschossenen Schiffen mit nach Worlow acht ins Flottenraumdock und tauschten dann die ersten Informationen aus. Wir haben dort übrigens unser erstes terranisches Guinness getrunken. Soweit die Infos wie wir uns getroffen haben und jetzt sollten wir uns ein paar Holos ansehen, die unsere Geheimdienste gemeinsam erstellt haben."
Ito Mishuma stellte einen Holotransmitter auf den Tisch und die ersten Macro-Schiffe erschienen in der Holomatrix. Ümit bat um Unterbrechung. "Das sind die selben umgebauten Frachter wie im Krieg, aber die Waffen auf dem Gegendeck sehen anders aus." "Sieht nach Railgun aus!" bemerkte Ed "Sind Sie damit beschossen worden?" wandte er sich an Admiral Vaughn. "Wir gehen davon aus, denn die Schilde zeigten keinen Anstieg von Partikelstrahlung. Anscheinend haben diese Geschosse eine elektromagnetische Feldverstärkung generiert auf die unsere Kampfschilde reagiert haben, denn die Einschläge waren zwar heftig aber es gab keinen einzigen Hüllenbruch." "Dann verwenden die jetzt die selbe Technik wie wir!" sagte Ed "Vielleicht haben sie sogar ihre Schilde oder zumindest ihre Hüllen konfiguriert."
"Wir brauchen also leistungsfähigere Railguns! Irgendwelche Vorschläge für eine schnelle aber effektive Lösung?" JFK wirkte etwas angespannt. "Ich könnte neue, stärkere Endstufen für die Inverter bauen." meinte Nimba. "Dauer?" wollte JFK wissen. "Acht bis zehn Wochen!" Futo rührte sich: "Supraleitung!" Es wurde ruhig im Raum. Admiral Vaughn sagte als erster wieder etwas: "Wie sollte das deiner Meinung nach aussehen? Ich gehe davon aus, dass du dir Gedanken in diese Richtung schon gemacht hast!"
"Ja, Sir! Eigentlich wollte ich vorschlagen die Prozessoren der Feuerleitstände und der Bordcomputer runterzukühlen um wesentlich schneller das Feuer erwidern oder umdirigieren zu können. Aber natürlich kann man auch die Feldgeneratoren der Railguns kühlen, das kann bis zu zehnfache Steigerung bringen." JFK lächelte: "Vorschläge für die Praxis?" Nimba wollte grade ansetzen, da meldete sich Futo noch einmal zu Wort: "Ich habe erste Berechnungen angestellt und eine Skizze gezeichnet."  Ito Mishuma bat ihn nach vorne zur Holokonsole. Futo steckte einen Minispeicher in den Slot und in der Matrix erschien ein Gleiter im Längsschnitt und rot-blau die Leitungsführung. "Auf der Aussenhaut werden Tanks für Flüssig-N² angebracht und die Pumpen schaffen das N² zu den Kompressoren kurz vor den Kühlflächen, egal wo die sind!"
Alle Köpfe flogen rum zu Nimba. "Deine Meinung?" wollte JFK wissen. "Das ist der Hammer, absolut genial Sir! Übermorgen habe ich den ersten Gleiter umgerüstet!"  "Sehr gut, dann müssen wir nur noch festlegen, welcher Gleiter zuerst dran ist!" sagte JFK "Ich schlage vor, wir nehmen den modernsten, dann können wir gleich mit Waffentests anfangen und die fertigen Gleiter dann sofort nach Moth Koo verlegen! Andere Vorschläge?" Allgemeine Zustimmung! So kam der Outbacker als erstes an die Reihe, danach vier plejadische Gleiter und dann die restlichen auf dem Stützpunkt.
Ed rollte den Outbacker in den Instandsetzungs-Hangar und während Nimba und seine Crew sich sofort auf den Update stürzte begann Ed die Waffen zu warten. Dann kamen Berge von Munition auf Schwebecontainern. Ed staunte nicht schlecht zum einen über die Mengen aber auch über die Art von Munition. Das waren keine einfachen Geschosse! Immer abwechselnd Spreng-Brand- und panzerbrechend und das Ganze mit Leuchtspur. 'Wo zum Geier hat JFK diese Massen an Material her?' wunderte Ed sich.
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Der nächste Minengleiter stoppte vor dem Outbacker. Die Pilotin kam direkt auf die Brücke des Outbackers und wandte sich an Matti: "Mr. Huttinen, ich bringe Sie und Ihre Familie jetzt in Ihr Quartier. Ihr komplettes Gepäck wird sofort dort hin gebracht. Der Gleiter geht dann  umgehend in den Instandsetzungshangar!"  "Ich denke, das hier ist nur ein Zwischenstopp, oder was?" fragte Sheila genervt. "Das ist völlig korrekt!" antwortete die Pilotin "aber der Gleiter wird in Kämpfe verwickelt werden und wir bringen Sie aus der Combat Zone raus! Bitte versuchen Sie ruhig zu bleiben. Der Admiral wird Sie über alles informieren!"
Der Minengleiter war bequemer als sein Äusseres vermuten ließ und nach 10 min durch Stollen und über 2 Freiflächen kam er vor einer Wohneinheit zu stehen. Die Einheit bestand aus einem geräumigen 3-Zimmer Apartement mit Wellnessbereich. Kurz nachdem sich die 3 umgesehen hatten kam auch schon der Gleiter mit dem Gepäck.
"Ok, richten wir uns erst mal ein hier!" sagte Matti und holte sich Bier aus dem Kühlschrank. Sheila ging duschen und Futo checkte die Entertainconsole. Etwa eine 1/2h später tauchten JFK und Admiral Murray Vaughn in der Wohneinheit auf.
"Admiral, Sirs!" Matti wusste nicht genau wie er fortfahren sollte. JFK nahm den Druck aus der Situation "Matti lass uns auf steife Förmlichkeiten verzichten, wir kennen uns schon lange über deinen Schwiegervater und deshalb bin ich John für euch und mein Admiralskollege Murray! Wenn ihr das wollt, versteht sich!"
"Wir haben auf dein Wort unser gewohntes Leben aufgegeben und unsere Zukunft liegt in deinen Händen, John! Also was ist hier los?" wollte Sheila jetzt konkret wissen. "Ja, du hast recht! Absolut! Natürlich müsst ihr wissen wie es weiter gehen soll, aber das kann euch Murray viel besser erklären als ich es jemals könnte." sagte JFK. Und so erfuhren die Huttinens die Wahrheit über Colonel Vaughn's Mission und deren angeblichen Scheiterns so wie den Aufbau der Pleyedian Legue und das Zusammentreffen der Plejader mit JFK.
"Ok" sagte Matti "aber wo kommen wir da ins Spiel?"  Die folgenden 90min sollten die kürzesten, aber auch die interessantesten 1 1/2h in Matti's Leben werden.
JFK sagte "euer derzeitiges Problem wurzelt in Ed's Rolle im Macro Krieg! Seine extrem hohe Abschussrate hat ihn zum Feind Nr uno bei der Macro Ki gemacht!"  "Die Ki ist doch nach dem Krieg deaktiviert worden und ist in Worlow Prime unter Bewachung eingelagert" wandte Matti ein. "Das war auch so und nach der offiziellen Darstellung ist das immer noch so, aber die Lage hat sich verändert!" fuhr JFK fort.
"Bevor wir euch auf den neuesten Stand bringen, müsst ihr euch drüber im klaren sein, dass es sich hier um hochgeheime Informationen handelt!" gab Admiral Vaughn zu bedenken. "Niemand ausserhalb unserer Mission darf wissen, was wir euch zu sagen haben, weder in der Confederation, noch in der League und erst recht nicht die Ki!"
Im folgenden erfuhren die Huttinens alles über die sogenannten Macro-Piraten, korrupte Beamte, unehrenhaft entlassene Soldaten und andere Kriminelle übelster Sorte, die den Krieg mit der KI ausnutzten um sich durch brutale Überfälle auf konfederierte Geleitzüge zu bereichern. Diese Typen sind eiskalt, äusserst brutal! Sie schrecken vor nichts zurück. Seit 9 Monaten sind diese Bastarde wieder aktiv. Zur Zeit konzentrieren sie sich darauf ehemalige Kriegsteilnehmer aus dem Kommandobereich Jfk's zu liquidieren und diese Tatsache liess JFK zu dem Schluss kommen, dass die Ki wieder aktiv ist und sie ist auch nicht mehr in Worlow Prime eingelagert.
"Als ich dann von dem Anschlag auf Ed erfahren habe, entschied ich mich euch alle aus der Gefahrenzone zu holen." JFK sah in Sheila's ungläubiges Gesicht und unterbrach seinen Bericht. "Ihr wisst nichts davon, oder? Oh man das ist typisch für Ed. Aber ich denke, er wollte euch nicht beunruhigen!"
"Ed's Tochter zu sein ist schon beunruhigend genug, aber diesmal hat er etwas übertrieben. Statt in meiner Küche auf Terra bin ich jetzt auf nem Felsbrocken mitten im beschissenen Weltraum weil mein Haus explodiert ist!"
Murray Vaughn klinkte sich jetzt ein "Das ist natürlich ein heftiger Einschnitt in euer Leben, aber ich garantiere euch ein neues Leben! Ein gutes Leben auf einem wunderschönen Planeten in den Plejaden. Die Zeit hier geht vorbei und ihr könnt euch auf eure neuen Jobs und eure neue Heimat vorbereiten."
"Das war aber noch nicht alles" fuhr JFK jetzt fort. "Wir haben doch in Marques d' Orinoco über Futo's Ausbildung gesprochen. Ich würde ihn gern auf einer Militärakademie unterbringen. Den 1. Schritt in diese Richtung hat er ja schon gemacht, er ist in die Flotte eingetreten!"  "Tom ist zu jung für's Militär. Und ausserdem ist er ein Hitzkopf und in den angehenden Kämpfen hat er keine Chance, dafür fehlt ihm jede Erfahrung." meinte Matti. Admiral Vaughn schaltete sich jetzt ein: "Tom würde, euer und sein Einverständnis voraus gesetzt, auf der Akademie der Pleyadian League ausgebildet. Weit weg von der Combat Zone, sehr weit! Aber nicht weit von eurer neuen Heimat!" "Gut, wir reden mit Tom" sagte Sheila. "Ich halte das für eine gute Sache" meinte Matti "das ist ein guter Einstieg in unser neues Leben."
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Der Instandsetzungshangar füllte sich langam wieder mit Leben nach der Pause. "Ümit, kannst du Leitungsverläufe lesen?" wollte Nimba wissen. "Bin ich Analphabet man? Logo kann ich und mit nem Plasmapointer kann ich auch umgehen!"  "Cool man!" Nimba war begeistert und gab Ümit das Pad mit den Verläufen für die N²-Leitungen. Ümit kannte den Outbacker fast so gut wie seine alte Destille und kam sehr schnell voran. "Alter, nicht so schnell! Ich könnte mir vorstellen, dass da noch n Update hinterher kommt." meinte Nimba. "Update? Was meinst du?" wollte Ümit wissen. "Ey yo man, überleg mal, wir kühlen den Hauptrechner und die Railguns. Das ist cool man, aber warum nicht auch die Laserdesruptoren und die Schilde gleich mit versorgen? Und warum nicht gleich die Schilde mit Metalldetektoren aufrüsten? Dann können die Arschlöcher auf uns ballern mit ihren beschissenen WKIII-Railguns und unsere Gleiter lösen sich nicht gleich in schlecht verwertbaren Schrott auf."
"Ey man hast du das schon JFK gesagt? Das sind so geile Massnahmen man. Die können Leben retten!" Ümit war richtig aufgedreht. "Die Idee is mir heute morgen beim Kacken gekommen man. Meinst du ich soll den grossen Sahib mal anhauen?" Nimba war sich nicht ganz sicher. "Ümit mach du das, man ich bin kein Soldat und mein Ruf ist, diplomatisch  ausgedrückt, eher zweifelhaft." "Scheiss auf deinen Ruf man" sagte Ümit "du bist der Oberschrauber und rüstest für ihn die Gleiter um und ich bin sicher, er wird einiges für dich tun, wenn wir mit den Drecksmacros fertig sind."
JFK rief Futo zu sich, berichtete von Niimba's Vorschlägen und bat ihn um Lösungsvorschläge. Futo war enttäuscht dass er nicht selbst auf diese Verbesserungen gekommen war, war aber stolz dass JFK ihn fragte und nicht nur die etablierten Techniker.

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Als Ed mit aufmunitionieren durch war wurde er in die Videodivision gerufen. Er war der letzte denn nach ihm wurden alle Verbindungen nach draussen gekappt und zur Abhörsicherung ein faradaischer Schutzschild aufgebaut. Ausser Ed waren Ümit, Admiral Vaughn, Admiral Keppler, Ito Mishuma und eine Reihe plejadischer Soldaten anwesend. Ed vermisste JFK bei diesem Briefing. Er hätte eigentlich dabei sein müssen schliesslich waren es auch seine Pläne, die hier umgesetzt werden sollten.
Alle waren angespannt denn jeder wusste, dass es jetzt um die Vorbereitung für den Einsatz ging. "Leute, wir verzichten auf Förmlichkeiten! Ihr könnt euch nachher gegenseitg vorstellen, erst mal einige Vorabinfos" war Admiral Vaughn's Einstieg. Ito Mishuma ging zum Holotransmitter und startete wortlos eine Videosession.
Zu Beginn sahen sie eine Ansammlung von Ruinen aus der plötzlich 4 Macroschiffe kurz nacheiander aufstiegen. Dann flogte ein Rundblick über die Ruinen und das Bild stoppte am rechten Rand der ehemaligen Stadt und focussierte sich auf eine technische Anlage, die offensichtlich in Betrieb war. Es sah aus wie ein riesiger Schildreaktor. Danach wechselte die Szene und einige Roboter wurden sichtbar. die Roboter bewegten sich auf eine Freifläche in der Ruinensadt zu. Mit einmal sah man einige Zielhologramme aufleuchten. Die Roboter begannen sofort auf die Ziele zu schiessen und das mit einer enormen Feuerkraft. Als letzte Szene sah man eine Gruppe antiker Flugzeuge im Formationsflug und dann stoppte die Aufnahme.
Es wurde unruhig im Raum aber Ito Mishuma hob eine Hand und sagte: "Leute, Ruhe bitte! Was Ihr gesehen habt ist nur ein kleiner Einblick in die augenblickliche Situation!" "Sir, was haben die antiken Uraltflieger mit den Macros zu tun?" fragte einer der PL Soldaten. "Mir war klar, dass diese Frage kommen muss, aber, Leute, das heben wir uns für den Schluss auf. Die Ruinen sind ein Überbleibsel eines Siedlungsversuchs einiger Nachkommen von arabischen Missionsteilnehmern. Aber die Wüste dort ist doch zu lebensfeindlich für eine dauerhafte Besiedlung und so wurde das Projekt aufgegeben und die Regierung der League hat dann Moth Koo als Aussengrenze der PL festgelegt. So wie die Confederation of Planets Worlow als Grenze bestimmt hat. Und durch diesen Umstand wurde Pinetree zu einer neutralen Zone und somit zu einem idealen Unterschlupf für die Macros."
Admiral Keppler ergriff das Word: "Und durch den Beschuss unserer Gleiter haben wir erst von der Existenz dieser Arschlöcher erfahren. Aber so haben wir die Chance dieses Übel früh genug zu bekämpfen, und das heisst jetzt! Und unsere gemeinsamen Kräfte werden diese Ansammlung aus Schaltkreisen und Altmetall richtig zusammen stauchen!"
Alle sprangen von den Stühlen auf und johlten vor Begeisterung. Einer der PL Leute brüllte: "lasst uns den Pennern den Arsch aufreissen!" und fand lautstarke Zustimmung aber Ito Mishuma sorgte wieder für Ruhe und fuhr mit seinem Bericht fort: "Wir haben heraus gefunden dass in diesen Ruinen Waffen gefertigt werden und zwar keine Laser oder Desruptoren, nein, sondern verdammte Gattling- guns, bestens geeignet für Häuser- und Strassenkampf, mit denen dann die Kampfroboter ausgerüstet werden. Und die Tatsache, dass die Ki solche Roboter einsetzt, lässt darauf schliessen, dass sie diesmal eine Invasion planen. Anscheinend sind sie noch nicht sehr weit weil wir noch nicht sehr viele Roboter gesehen haben. Aber täglich werden es mehr! Und diese Anlage, die ihr am Rand der Ruinen gesehen habt ist höchstwahrscheinlich ein verdammter Schildreaktor, zur Zeit noch in der Testphase. Ja und nun zu den Uralt-Fliegern die ihr zum Schluss gesehen habt!"
Admiral Keppler fuhr jetzt fort: "Wir wollen den Angriff auf die Macros nicht mit EM-Emittern beginnen und so der Ki unnötig Zeit geben auf den bestehenden Angrif zu reagieren und haben uns deswegen was irres, was total wahnsinniges ausgedacht. Aber das Ganze ist so verrückt, dass es schon wieder einfach klingt! Wir drehen einen Film! Das daraus ein Angriff, ein sehr effektiver Angriff, werden kann glaubt niemand. Auch nicht ein brutal logisch denkendes Dreckstück von Festplatte!"
Es wurde unruhig im Raum. Aber Keppler liess sich nicht beirren: "Wir drehen für das Bildungsministerium der PL einen Film über den 2. Weltkrieg, genauer gesagt über den Luftkrieg in Europa und zwar nicht als Animation sondern weitesgehend original als Dokumentation und Forschungsobjekt. Dazu werden wir in den Ruinen Brandsätze anbringen die eine brennende Stadt darstellen werden. 3 Tage vor dem echten Angriff wird eine komplette Staffel B17 Bomber, das sind 12 Maschinen, die Ruinen überfliegen und als Übungsflug getarnt werden wir die Anlagen im Detail aufnehmen und dann auswerten. Der Angriff selbst wird mit der kompletten  Staffel, ausgeführt. 3 Maschinen werden vollgestopft mit Sprengmasse und werden direkt auf den Reaktor gesteuert. 6 weitere werden mit Cluster-Bomben beladen. Damit wird das Gebäude mit dem Hauptrechner der KI geknackt. Das bedeutet ein sehr genaues einhalten des Flugplans denn die Cluster-Bomber fliegen direkt hinter den Spreng-Bombern und gleich nach dem die Spreng-Bomber im Zielanflug sind, stellen die Piloten die Motoren aus und springen ab. Sie werden dann unten von einem Gleiter wieder aufgenommen. Die antriebslosen Maschinen stürzen dann direkt auf den Schildgenerator und zerlegen das Ding. Die restlichen Maschinen haben Spreng-Teams an Bord. Die Teams springen kurz vor der Stadt ab und warten bis das Bombardement zu Ende ist. Die Teams gehen rein und überprüfen ob der Zentralrechner, alle Roboter und die Anlagen zur Herstellung zerstört sind oder ob sie noch nachlegen müssen. Vor und während der Aktion sind sämtliche Gleiter, die während der Aktion nicht gebraucht werden, in Stellung und sichern Luftraum und Orbit gegen Macro-Schiffe ab."
Admial Keppler und Ito Mishuma beantworteten noch viele Fragen. Danach wurden die Piloten für die B17 ausgesucht. Ed wollte unbedingt CL als Copilotin dabei haben aber Keppler bestand darauf, dass sie selbst einen der Bomber fliegen sollte. Ed erwischte sich wie er in Gedanken die Fliegermodelle in Jose's Cantina bewunderte und sich wünschte so etwas antikes einmal zu fliegen. Nun sollte dieser Traum tatsächlich wahr werden. Das Leben geht manchmal merkwürdige Wege!
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Als die Besprechung zu Ende war und der Raum sich leerte ging Ed zu Admiral Keppler und erkundigte sich nach dem Verbleib von JFK und CL. Als Ed mit Mishuma und Keppler allein war, drückte Mishuma auf ein paar Knöpfe und der Raum war wieder total abhörsicher.
"Gut, dass du fragst!" sagte Admiral Keppler "darauf haben wir schon gewartet!" "Die Lage ist kompliziert" meinte Mishuma jetzt und kam dann direkt auf den Punkt "Die beiden sind verhaftet worden und wahrscheinlich schon in Pinta Roros zum Verhör."
Ed musste sich setzen. Er fragte nach einer Zigarette und bekam von Mishuma einen Zigarillo. Er zündete den Zigarillo an und fragte dann ganz ruhig "wie verdammt kann das angehen? JFK war doch immer derjenige, der die entscheidenden Schlachten für die Konföderation gewonnen hat! Ohne ihn hätten wir den verdammten Macro Krieg verloren! Wieso steckt er jetzt in der Hölle von PR? Und was hat CL damit zu tun? Die Frau ist doch völlig unbeteiligt?"
Ito Mishuma begann zu erklären: "JFK hat erfahren, dass einer seiner besten Leute wegen angeblicher Piraterie verhaftet wurde. Daraufhin wollte er nach Worlow Prime um die Sache zu klären und den Mann aus der Haft raus zu holen und ist sofort wegen Hochverrats festgestzt worden und CL gleich mit ihm wegen Beteiligung!"
Ed war unfähig sich zu der Sache zu äussern, er verstand die Welt nicht mehr. Mishuma fuhr fort: "Es sieht so aus als wenn eine oder mehrere Personen mit den Macros zusammen arbeiten und eine Invasion und die Machtübernahme vorbereiten. Wir haben Agenten mit terranischen Identitäten ausgestattet und die haben sich in der Konföderation mal umgesehen und herausgefunden dass es auf Worlow Prime ein Kartell gibt, dass in den Jahren nach dem Krieg alle anderen Kartelle entweder aufgesogen oder ausgelöscht hat. Diese Leute wollen jetzt an die Macht. Dazu haben sie schon viele Entscheidungsträger auf ihre Seite gezogen, oder gezwungen."
"Ok" warf Ed ein "dann sind diese Typen auch für die Attentate verantwortlich!"  "Genau" fuhr Ito Mishuma fort "die wollen alles aus dem Weg räumen was ihnen gefährlich werden könnte und deshalb haben sie sich jetzt auch JFK gegriffen. Aber die Sache hat einen grossen Vorteil!" Ed blickte auf und wollte nachfragen aber Ito sprach einfach weiter: "Sie gehen davon aus dass sie jetzt die Spitze der Kräfte, die gegen sie antreten werden, eliminiert haben und das bedeutet, dass sie sich jetzt sicher fühlen und aus der Deckung kommen werden. Für übermorgen zB ist ein Flug der Kartellspitze nach Terra Prime angesetzt! Wahrscheinlich wollen sie dort irgendwelche Forderungen stellen und massenhaft Drohungen aussprechen. Ausserdem wollen sie JFK mitnehmen und ihn auf Terra öffentlich vor Gericht stellen und jetzt kommst du ins Spiel!"
Ed rutschte fast vom Stuhl und als er sich wieder gefangen hatte meinte er: "das ist grosse und üble Politik! Was soll ich da ausrichten?" "Du wirst JFK da raus holen!" sagte Admiral Keppler und klang sehr überzeugend. "Ich glaube, ihr überschätzt mich und meine Möglichkeiten da etwas!" sagte Ed. "Du bist genau der Richtige für diese Mission denn offiziell bist du schon einige Zeit tot! Du hast den Stolleneinsturz im OM-Base nicht überlebt."  "Was, ihr habt meine Baracke gesprengt?" fauchte Ed "Ja, das war das sicherste!" meinte Keppler "Wenn du zurück bist zeige ich dir Bilder von deinem neuen Haus." Ed beruhigte sich wieder.
Ito mischte sich jetzt ein: "Ausserdem können wir hier gar nichts machen! Wenn wir im Hoheitsgebiet der Confederation Kampfhandlungen durchführen ist dass ein erstklassiger Kriegsgrund! Uns gibt es offiziell nicht und das muss auch vorerst so bleiben sonst wird die konföderierte Regierung noch weiter destabilisiert und das können wir absolut nicht gebrauchen!"
"Hier ist der Plan" fuhr Keppler fort "Wir haben deinen Gleiter mit unserer neuesten Technik nachgerüstet. Damit kannst du dich völlig unsichtbar machen und mit dem Teleporter kannst du jetzt Dinge und sogar Personen teleportieren! Und diese Technik wendest du an um JFK aus dem Kartell-Gleiter raus zu holen. Gleichzeitig wird Nimba Massai mit seinem Bergegleiter die Kiste vom Kartell mit einem EMP lahmlegen und abschleppen. Dann kehrt ihr beide nach Moth Koo zurück."
Ito Mishuma fuhr fort: "Aber ihr solltet nicht direkt Worlow Prime/Pinta Roros anfliegen. Macht eine Schleife über Worlow 6 und dann könnt ihr Pinta Roros von der Rückseite getarnt anfliegen und legt euch auf die Lauer im Hinterland der Mine. Hinter den Abraumhalden ist Niemansland, da wird nichts überwacht aber ihr bekommt sofort mit wenn der Gleiter des Kartells startet."
"Das klingt alles recht einfach!!" meinte Ed "aber was ist, wenn wir verfolgt werden? Dann verraten wir die Lage von dem Stützpunkt auf Moth Koo!" Keppler sagte: "Kein Problem, Ed! Der Bergegleiter hat eine Troopersignatur und dein Gleiter übernimmt die Signatur von der Kartellgurke und so kann niemand Verdacht schöpfen." "Das ist riskant! Wenn das Kartell den Flug überwacht und die stellen fest, dass der Gleiter gar nicht nach Terra fliegt sondern sich Richtung Pinetree System verpisst, wird bestimmt jemand misstrauisch und macht Alarm!" warf Ed ein. "Das hoffen wir, Ed!" sagte Keppler mit Blick auf Ed's ungläubige Mimik. "Natürlich ist das gepokert, aber du kannst deinen Arsch drauf verwetten, dass im Kartell einer dem anderen nicht über den Weg traut. Das gibt richtig Chaos, wenn die feststellen, dass der Gleiter nie im Sol-System angekommen ist! Und die Situation nutzen wir aus! Das einzige, was du jetzt noch brauchst ist ein fähiger Copilot und zwar einer, dem du dein Leben anvertrauen würdest!"
Ed meinte ausser CL wäre da nur noch Ümit Yüksel. Admiral Keppler schickte Ed daraufhin in die Instandsetzungs Division. Er sollte sich mit der neuen Technik im Outbacker vertraut machen und Ümit Yüksel in die bevorstehende Mission einweisen.
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Als Admiral van der Kaan erwachte war es stockdunkel. Er fühlte sich schlecht, sehr schlecht, als wenn eine Streitaxt in seiner Stirn steckte. Langsam kam die Erinnerung zurück! Er sah sich selbst im Arbeitszimmer des Governers von Worlow Prime sitzen. Ihm gegenüber sass der Governer selbst und bot ihm eine Zigarre an aber statt aus der Schreibtischschublade ein Feuerzeug zu holen, hatte er auf einmal einen Desruptor in der Hand und feuerte ohne Vorwarnung.
Die Tatsache, dass JFK wieder wach wurde, belegt dass die Knarre auf Betäubung stand. Er wollte grade mit dem Erkunden seiner Umgebung beginnen, als gleissend helles Licht seine an die Dunkelheit gewöhnten Augen traf. Er blinzelte um seine Umgebung zu prüfen, aber das Licht stach in seinen Augen. Eine Intercomstimme quäkte unpersönlich: "Commander Umberti heisst Sie herzlich willkommen an Bord der Fähre Sirius II, Herr Admiral! Unsere Überfahrt nach Pinta Roros wird ca 50min in Anspruch nehmen. Bitte bleiben Sie für die Dauer des Fluges auf Ihrem Sitz und bleiben Sie bitte angeschnallt! Zur Durchführung der Anmeldeformalitäten werden Sie von unserem freundlichen und kompetenten Servicepersonal begleitet. Wir wünschen Ihnen eine angenehme Überfahrt!"
'Sitzen bleiben fällt nicht schwer, wenn man an diesen Drecksstuhl gefesselt ist' dachte JFK immer wieder bis auf einmal die Tür aufflog und 2 widerlich arrogante Typen in schwarzen Anzügen, mit Desruptoren bewaffnet, den Raum betraten. Wortlos öffnete einer der beiden die Fesseln während der andere mit der Knarre auf JFK zielte. 'Yes! Freundlich, kompetent und wortgewand!" dachte er sich. Die beiden sahen aus wie Mafiaschläger, beide 30 Jahre jünger als JFK und höchstwahrscheinlich reichlich Kampferfahrung und darum verzichtete er erstmal auf eine Prügelei.
Der Mafiagleiter, oder Fähre wie die Quäkstimme meinte, war inzwischen auf Pinta Roros gelandet und die beiden Hauertypen schubsten JFK in Richtung Gefängnisverwaltung und gleich nach dem Haupteingang rechts in ein Büro. Sie stiessen JFK auf einen Stuhl vor einem klobigen Schreibtisch und verschwanden.
Ein paar Minuten später tauchte ein widerlicher Bürokratentyp in der Uniform der Confederated Corrections auf, setzte sich wortlos hinter den Schreibtisch und aktivierte ebenso wortlos einen Holoscreen im Schreibtisch und sagte kalt und verachtend: "Name?" JFK platzte der Kragen: "was soll der Scheiss hier? Heh? Sie wissen genau wer ich bin!" Urplötzlich und wie aus dem Nichts tauchten 2 XXL Schlägertypen, auch in CC-Uniformen, auf und stellten sich wortlos links und rechts neben JFK's Stuhl. "Name?" brüllte der eklige Typ hinter dem Schreibtisch. 'Arschloch, dir tret ich irgendwann in die Eier, das schwör ich!' dachte JFK sich. Die beiden Typen neben ihm waren auch jünger und wirkten brutal und unfair, darum vermied er jetzt auch eine Prügelei und zog die entwürdigende "Aufnahmeprozedur" durch. Die enthielt unter anderem eine "medizinische" Untersuchung und zum Schluss das Ablegen seiner Uniform um dann in den orangen Gefängnisoverall zu steigen.
Als die Prozedur beendet war musste er wieder vor dem Schreibtisch Platz nehmen. "Herr Kaan, ich werde Ihnen jetzt erklären wie es mit Ihnen weiter geht." sagte der Vollzugsbeamte!" JFK fiel ihm genervt ins Wort: "ich heisse van der Kaan und ich bin Admiral! Beachten Sie dies in Ihren weiteren Ausführungen!" Der arrogante Vollzugsbeamte blieb erstaunlich ruhig: "Sie sind absolut nicht in der Lage hier und jetzt und anderenorts oder in Zukunft irgendwelche Forderungen zu stellen denn Sie sind seit 12h kein Admiral mehr. Sie wurden unehrenhaft aus der Flotte entfernt und zwar wegen Hochverrats und Piraterie. Aus diesem Grund werden Sie morgen früh nach Terra Prime verlegt. Dort werden Sie sich vor dem High Supreme Court verantworten und dann werden wir uns hier garantiert wieder sehen."
JFK konnte es nicht fassen, was er da hören musste. Gehässig und schadenfroh unkte der Vollzugsbeamte: "na, Kaan, hat es Ihnen die Sprache verschlagen?" Aber JFK belehrte dieses Ekelpaket eines Besseren: "eine letzte Frage, was ist mit meiner Assistentin passiert?" "Von einer 'Assistentin' ist mir nichts bekannt!" sagte der Beamte kalt. 'Wenn Cl was passiert, schmeiss ich dich in einen der Methanseen auf Titan!' dachte JFK.
Er wurde in eine Zelle gebracht und eingeschlossen. Wenig später erlosch das Licht aber JFK kam diese Nacht nicht zur Ruhe und als am nächsten Morgen um 0500h das Licht wieder anging, war es für ihn wie eine Erlösung. Er wurde zur Eile angetrieben, bekam Handschellen und Fussfesseln mit Ketten umgelegt und schon 20 min später befand er sich an Bord eines Gleiters. Ein Teil des Steuerbordfachtraums war zu einer Zelle umgerüstet worden und JFK wurde hier eingeschlossen. Es gab ein Doppelstockbett und am Aussenschott waren 2 Sicherheitssessel mit Trägheitsdämpfern angebracht. Dies alles liess JFK schliessen, dass er nicht allein nach Terra gebracht wurde und er hoffte, dass sich bei seinem Zellengenossen um CL handeln würde.
Kurz vor 0530h öffnete sich die Zellentür und tatsächlich, CL wurde rein geschubst! Sie hatte die Handschellen noch um, auf dem Rücken sogar! An der Zellentür öffnete sich eine Klappe und eine Stimme befahl ihr an die Klappe zu treten und die Hände raus zu strecken. Daraufhin wurden ihr die Handschellen abgenommen.
"Hallo Admiral!" "Hallo CL! Schön dich zu sehen, ich hab mir schon Sorgen gemacht. Ich habe nach dir gefragt aber angeblich wusste niemand etwas von dir. Aber ich dachte mir schon, dass das ein mieser Psychotrick sein sollte." JFK war erleichtert dass CL unversehrt vor ihm stand. "Mir wurde nur gesagt, dass Sie auch in Haft sind, sonst nichts." sagte CL. Eine Intercomstimme unterbrach den Erfahrungsaustausch: "Gefangene! Wir starten jetzt, begeben Sie sich in die Sicherheitssitze und legen Sie die T-Gurte um. Bleiben Sie angeschnallt bis wir den Orbit verlassen!" "Idioten! Als wenn wir zum ersten mal im All sind!" grunzte JFK und setzte sich neben CL. 
"Wieso haben sie dir eigentlich die Ketten auf dem Rücken angelegt? Hatten die Angst vor dir?" JFK war neugierig. "Die Untersuchung hat eine hässliche, fette Kuh von Wärterin bei mir gemacht. Das Vieh war pervers und wurde anhänglich. Da hab ich sie verprügelt. Aber grade als es richtig Spass machte kamen 2 riesige Schlägertypen rein und haben mich mit Aerosol betäubt. Ich bin dann mit Handschellen gefesselt im Büro wieder zu mir gekommen, genau gegenüber von dieser aufgeblasenen Beamtenschwuchtel die mich vor der Untersuchung schon vollgequatscht hat."
"Mit dem Penner habe ich auch noch ein Huhn zu rupfen! Ach übrigens, ich bin kein Admiral mehr. Die haben mich kurzfristig rausgeschmissen!" "Für mich sind Sie immer Admiral!" meinte CL entrüstet "wieso machen die das?" "Als Soldat müssten sie mich exekutieren bei den Anschuldigungen aber damit schaffen sie einen Märtyrer und damit eine solide Grundlage für Aufruhr und Rebellion. Für Zivilisten gibt es keine Todesstrafe, die verschwinden nämlich in den Stollen von Pinta Roros." "Berechnende Schweine!" zischte CL "wir müssen hier raus, so schnell wie möglich!" "Das sehe ich genauso!" sagte JFK "aber hier haben wir keine Chance, das habe ich schon gecheckt. Wenn wir uns erst mal passiv verhalten, wird unsere Bewachung mit der Zeit nachlässig und so geben wir unseren Leuten Zeit, uns zu befreien." CL fragte: "von wieviel Zeit gehen Sie aus?" Aber während sie sprach erlosch das Licht in der Zelle und JFK wurde auf einmal mit einer Säule von grün/gelbem Licht umhüllt und verschwand spurlos!
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Als Ed wieder in den Instandsetzungshangar zurück kam fiel ihm sofort auf, dass sein Gleiter eine andere Farbe hyatte und kein Wappen oder Logo mehr führte das auf eine Zugehörigkeit zum Militär hinweisen könnte.  "Ey man, erkennst du deinen Gleiter eigentlich noch wieder, oder soll ich dich lieber zu dem Teil hinführen?" lästerte Nimba. Ed, Ümit und Nimba gingen auf die Brücke des Outbackers zur Einweisung in die neue Technik. "Sieht eigentlich vertraut aus aber die Commandkonsole ist irgendwie voller geworden und der Feuerleitstand hat 3 neue Einheiten." sagte Ed. "Yo man, das auf der Commandconsole sind die Kontrollen und die Bedienfelder für die Supraleiter, die Tarnvorrichtung und den Teleporter. Am Feuerleitstand kannst du jetzt auch auf 2 Gattlings auf Haupt- und Gegendeck zurückgreifen und neben der Gattlingkontrolle hast du nen Raketenwerfer. Damit kannst du entweder oberlästigen Verfolgern ne Wand aus Sprengstoff vor die Nase stellen, oder n fetten Torpedo mit Invertzünder rüberschieben." Nimba wollte grade weiter machen als plötzlich Ito Mishuma und Admiral Keppler auf der Brücke erschienen.
"Wir haben grade erfahren, dass Admiral van der Kaan schon morgen früh zwischen 0500h und 0600h nach Terra verlegt werden soll." sagte Ito Mishuma "ihr müsst sofort los!" "Aber ich habe von der neuen Technik überhaupt keine Ahnung!" warf Ed ein. "Nimba bleibt während der Aktion hier an Bord bis das Abschleppen beginnt und weist euch weiter ein." sagte Admiral Keppler. Nimba räusperte sich und meinte: "Yailin kann den Berger nicht die ganze Zeit allein fliegen, ausgeschlossen" "Das soll sie auch nicht!" meinte Keppler und drehte sich um zur Brückentür "Komm rein!" rief er. Die Tür schob sich auf und Futo erschien auf der Brücke.
Ed glaubte seinen Augen nicht zu trauen: "Nein!" brüllte er "Niemals! Ihr habt mir versprochen, dass ihr Futo aus der Combat Zone raus fliegt und jetzt wollt ihr ihn auf ein beschissenes Himmelfahrtskommando schicken? Die Sache muss nicht gut ausgehn, die können uns auch aus dem All pusten oder sie suchen uns nen verdammten Stollen auf Pinta Roros aus!" Futo unterbrach Ed's Wortschwall: "das war meine Idee, Ed! Ich habe meinen Eltern die Erlaubnis abgerungen und jetzt mache ich auf dem Berger den Copiloten, 100%ig! Und die Sache geht gut aus, das weiss ich! Dieser neuen Technik haben die andern nichts, aber auch garnichts entgegen zu setzen!" 
Ed beruhigte sich langsam wieder: "wann solls losgehn?" "Jetzt, in diesem Augenblick!" sagte Admiral Keppler "Guten Flug!" Keppler und Ito gingen von Bord und Futo wechselte in den Berger. Während die beiden Gleiter auf eine Freifläche gezogen wurden, checkte Ümit Energiereserven und Waffen. Ed nahm derweil die Flagge der Confederation Fleet aus der Wandhalterung, warf sie in den Müllkonverter und sagte: "Confederierten Scheiss will ich hier an Bord nicht mehr sehen! Mit den Pennern bin ich fertig! Die haben versucht mich im Asteroidengürtel zu töten!" Dann hängte einen richtigen Jolly Roger auf. Ümit schüttelte nur den Kopf und murmelte: "Inshallah! Jetzt geht's auf Kaperfahrt!" Nimba grinste über das ganze Gesicht und war begeistert: "15 Mann auf des toten Seemann's Kiste, ja man, Captain Flint lebt!"
Die beiden Gleiter gingen direkt auf Sprunggeschwindigkeit um dann im Hyperraum Kurs auf Worlow 6 zu nehmen. Nmba meinte: "kurz bevor wir bei Worlow 6 aufschlagen sollten wir die Tarnung schon mal anschmeissen. Die haben ihre ersten Verifikationssatelliten schon bei den Lagrange Punkten! Hoffentlich denkt Yailin auch daran! Tut nicht not, dass die Trooper uns hier sehen!"
Ed liess den Outbacker aus dem Hyperraum zurück in den Normalraum verzögern und blickte gespannt auf den Scanner. 2 km steuerbord fiel auch der Berger aus dem Hyperraum, noch sichtbar, aber er verschwand einige Sekunden nach dem Wiedereintritt im Tarnmodus. Ed und die anderen waren erleichtert.
Im Direktflug ging es jetzt nach Pinta Roros. "Wird das eng mit der Zeit? Is schon fast Mitternacht!" wollte Ümit wissen. "Schätze mal, dass wir so gegen 0400h da sind." meinte Ed. "Das reicht ja grade mal zum pipi machen!" unkte Nimba. "Wir machen hier ja auch keine Brauereibesichtigung man!" Ed war etwas genervt. "Schade eigentlich!" kam dann noch von Nimba, der sich jetzt aber entschied lieber erstmal die Klappe zu halten.
0420h! Ed hatte den Outbacker schön sanft auf Pinta Roros aufgesetzt und die Antriebe auf -stand by- gestellt. Ümit verschwand in der Pantry und kochte Chay. Auf dem Bergegleiter gabs spanischen Kaffee. Um kurz nach halb 6 wurden auf dem Minengelände Beleuchtungskonsolen aktiviert. "Es geht los, hinsetzen, anschnallen!" bellte Ed.
Der Kartellgleiter hob schwerfällig vom Minenkomplex ab und nahm Kurs auf den Orbit. Ed blieb dicht hinter ihm und Yailin hielt den Berger leicht versetzt auf der gleichen Position. Der Kartellgleiter blieb nur eine halbe Umrundung im Orbit und nahm dann Kurs auf Terra. "Jetzt beam mich rüber!" sagte Nimba "Ich muss die Fischkiste lahmlegen bevor er auf Sprunggeschwindigkeit ist! Sobald ich drüben bin lasst ihr euch etwas sacken, damit ich freies Schussfeld für den EMP habe. Wenn das klappt gehen bei der Gurke alle Lichter aus und das Ding fängt an zu driften. Dann holt ihr sofort JFK da raus und ich schnapp mir die Krücke!" Ed meinte: "wenn ich JFK und CL an Bord habe, drehe ich ab. Dann hast du freie Bahn!"
"Los jetzt!" sagte Ümit und aktivierte den Teleporter. Nimba wurde in eine grün/gelbe Lichtsäule gehüllt und verschwand. Ed nahm augenblicklich etwas Fahrt zurück und der Gleiter konnte sich jetzt frei bewegen.
Im Bergegleiter erschien mit einmal eine grün/gelbe Lichtsäule auf der Brücke und Nimba tauchte direkt vor der Bergekonsole auf. Yailin und Futo waren fasziniert von der Erscheinung  "Völlig abgefahrn!" war Futo's Kommentar. Nimba fuhr sofort den EMP-Richtbeam hoch und zielte auf den Kartellgleiter. Sofort als er grünes Licht bekam feuerte er den Richtbeam ab. Augenblicklich fiel der Antrieb aus, sämtliche Beleuchtungen erloschen am und im Kartellgleiter und er bekam Schlagseite.
Ümit richtete den Teleporter auf JFK's Signal aus und aktivierte ihn. JFK tauchte augenblicklich vor Ed und Ümit auf. Sein Gesichtsausdruck war wie in Beton gegossen aber er fing sich sofort wieder: "CL ist noch drüben!" sagte er schnell. "Ich hol sie da raus!" meinte Ed. Aber JFK meinte: "Da drüben herrscht das totale Chaos, die haben sogar keine künstliche Schwerkraft mehr! Schnell, richtet das Ding nochmal auf die selbe Stelle wie eben. CL sass direkt neben mir!" sagte JFK.
Sofort hatte Ümit den Teleporter wieder klar und aktivierte ihn. "Was zum..." murmelte CL aber sie verstummte als sie sah wo sie sich jetzt befand. Ed liess den Outbacker sofort zurück fallen und Nimba begann damit den Kartellgleiter auf den Bergekufen zu verankern und dessen Energiekupplungen zu kappen für den unwahrscheinlichen Fall, dass die Kartelltypen ihre Kiste wieder in Betrieb nehmen konnten. Als der Gleiter befestigt war konfigurierte Nimba die Identifikationsmatrix neu um das Feld auf 2 Schiffe zu erweitern. Anschliessend nahmen Ed und Nimba Kurs auf Moth Koo und verschwanden im Hyperraum.
"Wow, bin ich froh da raus zu sein!" sagte CL und fiel Ed um den Hals. "Das sehe ich genauso!" fügte JFK zu "Aber jetzt mal was anderes! Die Ärsche hatten noch nicht mal was zu essen und zu trinken für uns!" "Ja, stimmt ich hab richtig Durst und Hunger!" stimmte CL zu und ging in die Pantry. Aus einigen Eiern, etwas Bacon und 2 Flottennotrationen zauberte sie ein heftiges Frühstück für alle. Nach dem Frühstück drängte JFK darauf, dass Ed eine Notheizung in den Kartellgleiter beamte, denn er wollte die Typen nachher gerne aushorchen und nicht auftauen, danach ging er schlafen. CL war zum schlafen viel zu aufgekratzt und wechselte sich mit Ed und Ümit am Steuer ab. Glücklicherweise verlief der Rest des Rückflugs ohne Zwischenfälle. 
Auf Moth Koo wurden die Gleiter per Leitstrahl zum plejadischen Flottenstützpunkt gelotst. Am Landeplatz parkten einige Flottenfahrzeuge und die Admirals Vaughn und Keppler, Ito Mishuma mit einigen Zivilisten und ca 30 Soldaten waren vor den Fahrzeugen versammelt. Als Ed die Luftschleuse vom Outbacker öffnete und Nimba die Schleuse des Bergers, entrollten einige der Soldaten ein Banner vor den Fahrzeugen. Eine Aufschrift wurde sichtbar  -Willkommen in der Pleyedian League-  und als sie alle aus den Gleitern raus waren, klatschten alle Anwesenden stürmisch Beifall. Admiral Vaughn ging auf die Gruppe zu, schüttelte jedem die Hand und bat alle in einem Personentransporter Platz zu nehmen. Er fuhr mit ihnen zusammen zur Administration: "gab's irgendwelche Komplikationen?" wollte er von Ed wissen und als Ed verneinte hakte er neugierig nochmal nach: "die Tarnung und der Teleporter? Hat alles hingehauen?" "Perfekt! Aber keine Ballerei im All, kein Enterkommando, keine wilde Hauerei auf dem feindlichen Schiff! Also auch wenig Spass, dafür aber effektiv, schnell, sauber und unauffällig!" meinte Ed.
Als sie die Administration erreichten führte Admiral Vaughn die Gruppe in einen Saal, in dem ein Zivilist im Anzug neben der Tür stand. Vaughn schloss die Tür und wandte sich recht straff an den Zivilisten: "Mr. President, das Kommando Pinta Roros ist erfolgreich zurück!"
Das war er also, live und in Farbe! Präsident der -Pleyedian League- Henry Warner! Präsident Warner begrüsste alle mit Handschlag, erst CL, dann JFK und den Rest der Gruppe. Er wandte sich an JFK und sagte: "Ich habe schon viel von Ihnen und Ihren Leuten gehört, Admiral!" "Mr President, Sir, ich bin kein Admiral mehr! Man hat mich unehrenhaft aus der Flotte entlassen und deswegen habe ich auch die Uniform gegen Gefängniskleidung getauscht." Henry Warner drehte sich um zu dem Tisch neben ihm und nahm ein gerahmtes Dokument in die Hand. "Hier ist Ihr neues Offizierspatent, Admiral! Oben haben wir ein Büro für Sie eingerichtet und dort finden Sie auch ihre neue Uniform!" "Ich weiss nicht, was ich sagen soll, Mr President, das verschlägt mir die Sprache!" "Nun, ein einfaches -ja- würde mir reichen! Ich, nein wir brauchen Sie! Unsere Flotte hat keine Kampferfahrung und Sie kennen den Feind. Sie haben diese Blechbüchsen schon einmal aus dem All gepustet." "Das ist richtig Sir und wir machen die auch diesmal fertig!" sagte JFK  "Aber ich hatte und habe auch ein verdammt gutes Team!" "Gut dass Sie das ansprechen! Ich habe sämtliche Berichte über Sie alle gelesen. Mit sehr grossem Interesse! Und da ich weiss, dass Sie alle für tot gehalten werden, ist es eine Leichtigkeit ihnen eine neue Identität auszustellen und in Verbindung damit einen neuen Wohnsitz in den Plejaden. Die Urkunden und alle relevanten Infos dazu liegen auf Admiral van der Kaan's Schreibtisch." 
JFK ging mit Vaughn in sein neues Büro, dort trafen sie auf Keppler und Ito Mishuma. Nachdem JFK seine neue Uniform angezogen hatte, besprachen die 4 das weitere vorgehen. Im Saal nutzte Henry Warner die folgenden 2h um sich bei der Gruppe über ihre Erfahrungen im Macro-Krieg und das alltägliche Leben in der Confederation zu erkundigen. Nebenbei gab es ein sehr gutes Stout und einen hervorragenden Whiskey, hergestellt von Nachkommen irischer Missionsteilnehmer, wie Henry Warner betonte.
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Einige Soldaten stellten sich  in einer Reihe an der Luftschleuse des Kartellgleiters auf. Von innen wurde an das Schott gehämmert und einige Stimmen waren zu hören: "Aufmachen! Los Aufmachen! Lasst uns endlich hier raus!" Das Schott wurde geöffnet und der Offizier an der Schleuse rief: "einzeln rauskommen, die Hände über den Kopf und Ruhe! Keine Tricks, wir schiessen sofort und ohne Vorwarnung!" Einer nach dem anderen, teils uniformiert, teils in Zivilkleidung trat aus der Schleuse und liess sich wortlos abführen bis ein Zivilist um die 50, Anzug, grauer Vollbart, raus kam und sofort laut wurde: "wer ist für diese Schweinerei verantwortlich? Ich bin Stepe Sesevic, Govener von Worlow Prime und will sofort den Verantwortlichen sprechen! Sofort!!" Der Offizier drehte ihm den Arm auf den Rücken, legte ihm Handschellen an und meinte ruhig und gelassen: "halt deine grosse Schnauze, Arschloch, sonst verpass ich dir auch noch n Maulkorb!" Sesevic verstummte augenblicklich. Die komplette Besatzung des Kartellgleiters wurde in vorbreitete Zellen gebracht. Sie wurden durchsucht, mussten ihre Kleidung ablegen und gegen hellrote Gefängnisoveralls tauschen. Danach bekamen sie Essen und dann wurden sie von Ito's Leuten einzeln zur Befragung abgeholt.
Beim Essen in der Messe trafen Ed und die anderen wieder auf JFK und Ito Mishuma. Ed fragte: "meint ihr, dass die Verhöre wirklich was bringen? Diese Typen lügen doch schon beim einatmen!" "In diesem Fall nicht!" sagte Ito "die Regierung hat in diesem besonderen Fall den Einsatz von Wahrheitsserum genehmigt und das haben die vorhin schon im Essen gehabt." "Und, wirkt das Zeug?" wollte Ed wissen. "Die Gespräche laufen ruhig ab und jede Frage, die wir stellen, wird sofort beantwortet. Wir sammeln jetzt die Informationen und lassen die dann vom Geheimdienst überprüfen!" antwortete Ito. "Was passiert eigentlich mit den Pennern, wenn wir den ganzen Spuk auf Al-Raziq endgültig beendet haben?" wollte Ed noch wissen. "Al-Raziq! Respekt! Du redest schon wie ein alteingesessener Plejader!" staunte Ito.
 "Die Sache ist für mich ganz einfach Ito. Irgendwelche confederierten Ärsche wollten mich im Asteroidengürtel platt machen und darum bin ich fertig mit dem Saftladen. Die Plejaden sind jetzt meine neue Heimat, soviel ist klar und ich helfe jetzt gerne beim Ausschalten der Feinde meiner neuen Heimat!" antwortete Ed. "Aufrichtige und ehrgeizige Leute, die helfen, die Confederation zu säubern können die nachher aber auch gut gebrauchen!" meinte Ito. "Ich bin eigentlich zu alt für diese Hauerei, aber JFK meinte, er braucht mich für diese Aktion, da gab's für mich keine Frage und so wie die Sache sich jetzt entwickelt hat, will ich nicht mehr zurück. Die Confederation kann mich mal! Diesmal hab ich die Chance für meine Familie zu sorgen und endlich zur Ruhe zu kommen und diese Chance werd ich nutzen." sagte Ed. "Das klingt alles gut durchdacht Ed! Nun zu deiner Frage: die Todesstrafe gibt es hier nicht und darum gibt es für diese Gefangenen nur 2 Möglichkeiten. Entweder sie bekennen sich schuldig und werden auf eine Insel verbannt, auf der sie sich zwar frei bewegen, die sie aber nie wieder verlassen können, Australien 2.0 sozusagen, oder sie sind total behämmert und bekennen sich nicht schuldig, dann verschwinden sie in Iso-Haft bis sie kotzen." antwortete Ito.
Die nächsten Tage verbrachten Ed und die anderen zusammen mit einigen plejadischen Piloten damit, im Flugsimilator das Starten, Fliegen und Landen der antiken B17 zu erlernen und zu üben. Währenddessen wurden die ersten Maschinen schon in Containern nach Al-Raziq ins 'Studiocamp' gebracht wo sie von Nimba und einer Inst-Crew zusammen gebaut wurden.
Ed kam grade aus dem Simulator als er und die 23 anderen zu JFK und Admiral Vaughn gerufen wurden. "Leute, es ist soweit! Ihr müsst rüber nach Al-Raziq! Eure Gleiter sind aufmunitioniert und Energiestatus ist 130%. Morgen Abend überfliegt ihr die Ruinen! Dann werten wir alles aus und entscheiden wann der Angriff beginnt." sagte Vaughn. JFK fügte zu: "wir sind ab morgen Nachmittag mit 3 getarnten Kreuzern im geostationären Orbit und geben euch Rückendeckung!"
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Präsident Warner beraumte eine Hypercom-Konferenz mit seinen Admirälen und Ito Mishuma ein. Er wirkte angespannt. "Ersparen wir uns langwierige Begrüssungen. Es wird langsam Zeit, die Öffentlichkeit zu informieren. Bevor Gerüchte aufkommen!" Hans Keppler antwortete: "Das ist meiner Auffassung nach noch zu früh, Mr President! Das sollte nicht vor Beginn der Mission erfolgen!" Die anderen stimmten ihm zu. "Gut, bleiben wir auf der sicheren Seite, man weiss ja nie...! Informieren Sie mich umgehend wenn es losgeht! Dann brauche ich Vorschläge wie und wann wir die Confederation kontaktieren!"
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Auf den ersten Blick sah das "Filmcamp" total chaotisch aus und stach sehr auffällig aus der weissen Wüstenumgebung heraus. 2 lange Rollbahnen, zwischen den Rollbahnen standen die Bomber in einer Reihe und überall Filmrequisiten und Materialkisten aber im Hauptfilmstudio war zB die Infozentrale untergebracht und hier sollten auch die Briefings stattfinden. Und schon eine 1/2h nach ihrer Ankunft wurden Ed und die 23 anderen Piloten und Copiloten zum Briefing geholt.
Admiral Keppler, in einer authentischen Airforceuniform des 20ten Jahrhunderts gekleidet, rief Ed zu sich und ging mit ihm in ein Zelt das als Funkstation diente. "Ich will es kurz machen, Ed" begann Keppler das Gespräch "aussergewöhnliche Situationen erfordern aussergewöhnliche Massnahmen! Du bist bei diesem Flug und auch beim scharfen Einsatz Flight Command und Staffelführer! Wenn irgend etwas unvorhergesehenes geschieht und sofortiges handeln erforderlich wird, hast du das Kommando. Diese Mission muss klappen! Eine 2. Chance bekommen wir vielleicht nicht!" Er machte eine kurze Pause, sah Ed tief in Die Augen und sagte: "Staffseargent Marineris, stillgestanden!" Ed nahm sofort Haltung an und Keppler löste die Seargentstreifen von Ed's Uniform und steckte an deren Stelle Schlaufen mit 3 Sternen und sagte: "Captain Marineris, stehen Sie bequem!"
Ed war sprachlos. "Wir verlassen uns auf Sie, Captain!" sagte Keppler. Die beiden gingen zurück zum Briefing. Keppler begrüsste die Gruppe kurz und kam dann sofort zum Wesentlichen: "Leute, ich möchte euch euren Commander und Staffelführer vorstellen: Captain Marineris! Wenn ihr in der Luft seid ist er für euch zuständig! Eure Maschinen sind startklar! Sie sind aufgetankt und beladen!" Es wurde still! Man konnte jetzt nur noch den Wüstenwind hören wie er ab und zu etwas Sand aufs Zeltdach blies. Jeder wusste dass die Aktion jetzt beginnt. "Beladen bedeutet, dass die Clusterbomben an Bord sind und die Maschinen 1 - 3 sind voll mit Sprengstoff. Beide, Bomben und Sprengstoff, haben bei dieser Runde noch keine Zünder. Das Risiko wollten wir beim Erstflug nicht eingehen. Die Sprengteams fliegen voll ausgerüstet, aber auch ohne Zünder, in den Maschinen 10 - 12 mit. Nach dem Start hoch auf 10000m und dann Kurs 1-8-0 auf die Ruinen zu. 2km vor den Ruinen runter auf 3000m und in geschlossener Formation über die Ruinen. 3km hinter dem Schildgenerator wieder hoch auf 10000m und dann drehen die Maschinen mit den ungraden Zahlen über Steuerbord ab zur Landebahn 1 und die mit den graden über Backbord zur Landebahn 2. Eure Ausrüstung bekommt ihr am Rollfeld im Hangarzelt. Die Maschinen sind offen! Ihr solltet also die komplette Ausrüstung anlegen. In 10000m ist es -20° C kalt und der Sauerstoff ist reduziert! Noch Fragen?" Es blieb sehr ruhig im Zelt. "Dann zu den Maschinen!" Vor dem Zelt standen einige antike Geländewagen, die wie früher die Mannschaften zu ihren Maschinen brachten.
Ed ging sofort zum Pilotensitz, setzte die Com-Einheit auf und sagte: "all engines check and run!" In diesem Augenblick kam eine Stimme über den Kopfhörer: "Maschine 3 kein Öldruck Motor 3 und 4!" "Motoren sofort stopp!" befahl Ed und begab sich zu Maschine 3. Er fühlte, dass irgendwas in der Luft lag. An der Maschine traf er Eugene Baker, den Copiloten von Maschine 3! Der ging um den Motor rum und blinzelte gespannt auf das Rinnsal Öl, das aus dem Sternkranz reichlich leckte. Irgendetwas an Eugene Baker kam Ed merkwürdig vor. So wie er würde niemand blinzeln, selbst wenn er ein Sandkorn im Auge hätte. Admiral Keppler traf zusammen mit Nimba Massai und einem Inst -Team auf der Runway ein. Ed bat Keppler hinter das Inst - Fahrzeug und meinte: "Das war Sabotage und Baker hat was damit zu tun. Der fotografiert den Schaden jetzt grade! Ich hoffe, dass er keinen Transmitter hat! Sonst weiss die Ki sofort bescheid!" Keppler trat einen Schritt neben das Fahrzeug und rief: "Baker! Gut dass Sie sofort reagiert haben und den Schaden meldeten! Kommen Sie bitte mal eben!"
Eugene Baker fühlte sich sicher und begab sich arglos hinter das Inst - Fahrzeug. Ed schob  Baker die antike 45er in den Rücken: "Hände über den Kopf und mach ja kein Scheiss oder ich verteile dein Drecksverrätergehirn hier im Sand!" Keppler hatte inzwischen einen Breitbandscanner aus dem Fahrzeug geholt und Baker auf Transmitter gescannt aber keinen gefunden. Er zog seinen Desruptor und feuerte wortlos auf Baker. Der sank bewusstlos auf dem Fahrzeugboden zusammen. "Wir müssen jetzt losschlagen!" sagte Ed "Wir können es uns nicht leisten jetzt entdeckt zu werden!" "Ich fürchte, du hast recht, aber 3 ist ohne Copilot!" "Kann meinen haben!" sagte Ed "ich kann das Ding auch allein ins Ziel stürzen lassen! Jetzt müssen nur noch die Zünder unbemerkt an Bord!" Admiral Keppler sah Ed einen Augenblick schweigend an. "Die Zünder sind schon an Bord?" wunderte Ede sich. Keppler nickte: "für alle Fälle! Ich aktiviere die Dinger per Subsignal von meinem Fahrzeug aus sobald ihr im Anflug auf eure Zielkoordinaten seid. An Bord erfolgt dann eine Ansage und du bestimmst dann die Einzelheiten vor Ort!" "Jetzt oder nie!" sagte Ed und ging zurück zu seiner B17.
Jetzt lief alles so ab wie früher. Die Motoren wurden gestartet und liefen etwas warm. Die Steuerungs- und Landeklappen wurden getestet und die Piloten meldeten ihre Maschinen 'ready for take off'. Dann wurde an der runway controle ein rotes Leuchtsignal abgefeuert und die Maschinen bewegten sich hintereinander zur runway. Die ungraden Zahlen zur 1, die graden zur 2.
Die Maschinen gewannen schnell an Höhe und eine nach der anderen meldete 'Anflughöhe erreicht'. "Einschwenken in Formation und auf Kurs 1-8-0 gehen! Maschine 2 übernimmt Führung, 3 folgt!" befahl Ed. Kurz nachdem alle Piloten den Kurs bestätigt hatten ertönte in allen Lautsprechern an Bord die Stimme Admiral Kepplers: "Alle Sprengmaterialien sind ab sofort scharf! Achtung! Dies ist keine Übung!"
Im selben Augenblick tauchte neben Ed eine grün/gelbe Lichtsäule auf und Futo wurde auf den Copilotsitz gebeamt. "Scheisse, hau sofort wieder ab! Das ist gefährlich hier!" Gleichzeitig meldeten die Maschinen mit den Clusterbomben: "Zielkoordinaten erreicht in 23, 22....." Ed wartete den Rest der Ansage nicht ab sondern befahl: "Bombs away!" Überschattet wurde diese Szene von einem Hilferuf aus Maschine 3: "Hilfe!! Wir werden gerammt!" Ed sah wie Bomber 2 ganz dicht auf Nr 3 aufgerückt war und versuchte die Maschine am Leitwerk zu schieben. Er sagte: "Halt die Kiste auf Kurs!" und verliess den Pilotensitz.
"Wo willst du hin?" fragte Futo hektisch. "Ich hab noch n Ass im Ärmel!" zischte Ed und hechtete in den oberen Gechützdom und begann sofort mit dem über Nacht eingebauten Doppelkaliber 50  auf den äusseren Backbordmotor von Nr 2 zu feuern. "Futo, nimm Speed weg!" Sofort wurde der Abstand grösser. "Ed, die Kiste sackt ab, was soll ich tun?" "Lass sacken und halt Kurs!" sagte Ed und feuerte weiter. Der erste Motor fing Feuer und ging aus. Inzwischen explodierten die ersten Bomben und die B17 wurden von mehreren heftigen Druckwellen durchgerüttelt. Nr 2 begann zu sacken und bekam Schräglage. Ed feuerte sofort auf den inneren Motor und als der Feuer fing direkt weiter auf die Steuerbordmotoren! Die Maschine begann mit brennenden Motoren und Tragfächen zu trudeln und stürzte ab. "Ümit, hol die Penner da raus und nimm sie fest!" sagte Ed in dem Vertrauen dass Ümit mit dem Outbacker in der Nähe war. "Schon passiert, Captain! Crew Nr 3 ist auch an Bord nachdem sie n Volltreffer hingelegt hat!" kam als Antwort.
Ed hatte keine Zeit zum Antworten. Er schwang sich wieder in den Pilotensitz und nahm den Kurs zum Generator wieder auf. "Ümit......." rief Ed und wurde augenblicklich in den Outbacker gebeamt. "Gutes Timing man!" bedankte Ed sich und nahm auf dem Commandsitz Platz. Ümit brachte Ed kurz auf den neuesten Stand: "Wir müssen sofort in den Orbit! Getarnt, volle Schilde! Da oben ist die Hölle los, alles voll mit Macros. Unsere Kreuzer brauchen Jagdunterstützung! Die Drecksmacros rücken den Kreuzern zu dicht auf die Pelle, die können nicht effektiv feuern. Unten ist alles klar, da schlägt demnächst Verstärkung von Moth Koo auf!"
Wortlos hatte Ed schon während Ümit's Briefing den Kurs Richtung Combat Zone eingegeben und beschleunigt und sagte: "Ümit, du machst die Railguns klar, Futo, du bleibst an der Kampfkonsole! Diesmal schnappen wir uns die Penner seitlich, die ballern nach unten und oben ins leere! Man, wie hohl ist das denn? Die gehn von der gleichen Taktik aus wie letztes mal! Jungs, wir gehn zum Bowling!" "Aye, Scipper!" riefen Ümit und Futo.
Ed schaltete die Tarnung aus damit die anderen Gleiter nicht aus Versehen seine Bahn kreuzten und damit die Macros auf ihn aufmerksam wurden. Sie stürzten sich auch sofort mit 2 Staffeln auf den Outbacker. "Acht gegen einen, ihr feigen Schweine! Wie arm seid ihr denn? Heute is Zahltag, heute reissen wir euch den Arsch auf bis zum Hals!" zischte Ed.
Er flog einen Zick-Zack Kurs und lockte die Ki-Schiffe weg von den Kreuzern. So gab er JFK die Gelegenheit die Schiffsartillerie wieder einsetzen zu können. Gleich die erste Salve erwischte 2 Macros der einen Staffel und Ed nutzte das Chaos um seitlich auszubrechen und nahm den ersten Macro der zweiten Staffel mit den Gattlings unter Feuer. Die uralte Spreng-Brand Munition zerfetzte die Ladeluken des Macroschiffs, es gab eine Reihe Explosionen unter Deck und das Macroschiff begann zu trudeln.
Zwei Stunden später war alles vorbei. Die anderen Jäger wandten Ed's Taktik an und JFK schoss mit der Schiffsartillerie die havarierten Macro-Schiffe in handliche Pakete um das Verglühen beim Eintritt in die Atmosphäre von Al-Raziq zu erleichtern.
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Der taktische Alarm war immer noch aktiv aber alles war gelaufen. "Admiral, Alarm auf zero?" fragte Ed ins Comlink aber statt einer Antwort beamte JFK an Bord und fragte: "Gibt's hier Vodka? Da drüben ist ein riesiges Kriegsschiff ohne Platz für eine einzige Schnapsflasche!"  "Sie haben sich für Ihren Besuch die einzig richtige Adresse ausgesucht, Admiral!" dröhnte Futo, öffnete das Aktenstaufach und holte die Vodkaflasche raus. Die Flasche ging rum und war schon nach der ersten Runde leer. "Futo, wir müssen zum Stützpunkt!" "Aye, Admiral!" antwortete Futo, ging auf die Brücke und startete Richtung Stützpunkt Moth Koo.
Futo war die meiste Zeit allein auf der Brücke während des Fluges. JFK, Ümit und Ed hielten sich in der Pentry auf aus der abwechselnd laute Wortfetzen und dröhnendes Gelächter zu ihm rüber schallte.
Die Zielkoordinaten wiesen Futo an einen Orbit extra zu fliegen. Ed kam grade vom Pinkeln als er die Extrarunde bemerkte. "Ey, falsch abgebogen, oder was?" fragte er gehässig aber die Antwort kam von JFK: "Lass stecken Ed! Tom ist verdammt gut geflogen!" und klopfte Futo auf die Schulter. "Das ist wegen President Warner!" fuhr JFK fort "Der war mit an Bord der Taygeta Star während der ganzen Aktion und landet jetzt direkt vor uns und er will uns sofort sehen, wenn wir unten sind!"  "N Präsident in der Combat Zone! Respekt! Hier in der Liga weht n anderer Wind!" meinte Ed. "Ich würde sagen wir haben nichts verkehrt gemacht mit unserem Umzug in die Plejaden!"  "Das sehe ich genauso, Ed!"
Gleich nach der Landung ging es mit einem antiken Armyfahrzeug direkt zur Administration und die Gruppe wurde an dem Gebäude, vor dem eine Ansammlung Journalisten Stellung bezogen hatte, vorbei zum abgesperrten Hintereingang geleitet und von dort direkt in die Privaträume des Präsidenten.
Sie betraten umgehend das Jagdzimmer der Präsidentenlounge. Vor dem brennenden Kamin stand Präsident Warner in einer Fliegerkombi der Airforce aus WW II und hielt ein Glas Whiskey in den Händen. JFK liess die Gruppe in einer Reihe Aufstellung nehmen, nahm Haltung an und sagte straff: "Mission erfüllt Mr President!" "Danke Admiral, danke Leute! Stehn Sie doch alle bequem bitte! Sie haben viel erreicht! Sehr viel! Und das mit einer gut ausbalanzierten Mischung aus antiker, neuer und zukunftsorientierter Technik!" Warner wurde von einem Klopfen, oder besser gesagt, einem hämmernden Bollern an der Tür unterbrochen. "Scheisse!" murmelte JFK und zog seinen Desruptor. "Alles klar, das sind alte Bekannte! Auf die wollte ich in dieser Situation nicht verzichten." sagte Warner und öffnete die Tür. Herein kamen Vaughn, Keppler und Mishuma.
Bevor einer was sagen konnte, begrüsste Warner die Neuankömmlinge und versicherte ihnen: "Sie haben noch nichts verpasst, meine Herren! Ich habe mich mal etwas schlau gemacht und habe herausgefunden, dass es zu der Zeit als diese Uniformen getragen wurden üblich war nach einer geglückten Mission eine 'Fat Lady' zu rauchen und ich finde, wir sollten diesen Brauch wieder aufleben lassen!" Er griff unter den Kaminsims und holte eine antike Zigarrenkiste hervor, öffnete sie und bat jedem eine grosse Zigarre an.
"Eins noch!" unterbrach Warner den Fat-Lady Kult:  "Captain Marineris, verraten Sie uns doch eben noch den Trick wie Sie mit der antiken Bordkanone so ohne weiteres die Attentäter-B 17 ausgeschaltet haben."  "Zielen, abdrücken, Leuchtspur beobachten und lächeln wenn die Kugeln mit dem Ziel verschmelzen!" "Klingt recht einfach, Ihre Schilderung!"  "Ist es, Sir!" Präsident Warner: "Zum Schluss- warum lächeln?"  "Falls man fotografiert wird, Sir. Man will ja positiv rüber kommen!" dröhnte Ed. Präsident Warner schüttelte den Kopf und musste lachen "wissen Sie Captain, ich habe in Admiral Vaughn's Bericht von der Pinta Roros Mission gelesen, dass Sie einen Jolly Roger gehisst hatten und dass Ihnen 'die Ballerei im All und die wilde Hauerei an Bord' fehlten. War das Übertreibung?"  "Nun Sir, die Aktion lief perfekt ab, aber etwas eintönig war's auf jeden Fall!"  Präsident Warner klopfte Ed auf die Schulter und meinte nur: "Ed, Sie sollten unbedingt wieder heiraten!" Als die Zigarren alle brannten bat Warner die Gruppe am Jagdtisch vorm Kamin Platz zu nehmen, liess den Whiskey rumgehen und von den Ordonanzen Stout und gegrillte Wildscheinwurst bringen. Präsident Warner unterhielt sich im Verlauf des Abends mit jedem einzeln über seine Pläne in der Zukunft. Auf den Einwand von Ed dass Futo noch nicht volljährig ist, bemerkte JFK nur dass Futo zum eventuellen Sterben im Kampfeinsatz nicht zu alt war und sich einen Siegeswhiskey durchaus verdient hätte.
Happy End!!! Die Gefahr durch die Macro-Ki war eliminiert, alle hatten neue Perspektiven in ihren Leben. Was will man mehr? An dieser Stelle würde unsere kleine Story normalerweise enden, aber wir wollen uns kurz noch ansehen, was aus unseren Helden und Nichthelden geworden ist.
-Ed, Sie sollten unbedingt wieder heiraten!- Dieser Ausspruch von Präsident Warner liess Ed nicht mehr los und er beschloss CL einen Heiratsantrag zu machen. Schon am nächsten Tag liess er sich von Ito Mishuma nach New-Portstown zu einem Juwelier fahren. Diesen Gefallen tat Ito ihm sehr gerne. "Hoffentlich versiebe ich das Ding nicht, Ito! Ich habe doch überhaupt keine Ahnung von Frauen man!" meinte Ed nervös. Ito wunderte sich: "wie kommst du denn da drauf?" "Ok, hier ein Beispiel, das für viele steht. Als meine Nele irgendwann meinte, sie würde gern mal im Bett frühstücken hab ich ihr gesagt sie soll doch in der Küche schlafen. Ich hab mir da nichts bei gedacht aber das Ding kam gar nicht gut an!" berichtete Ed.
Ito konnte Ed's Lampenfieber auf ein erträgliches Mass senken und ihn beruhigen. Mit der Zeit hatte sich eine Freundschaft zwischen den beiden Männern entwickelt und Ito war sich völlig sicher dass seine Frau Keiko Ed und vor allem auch CL mögen würde und deshalb hatte er es sich auch zur Aufgabe machen lassen, den Neuankömmlingen Wohnraum zu besorgen. Er konnte Ed sogar davon überzeugen dass er den Outbacker der Akademie der Raumflotte als Vorlage für die künftige Jagdgleitergeneration zur Verfügung stellte. Dafür bekamen Ed und  CL interplanetar und interstellar alle Flüge frei und für den Verkehr auf Silent Waters einen tauchfähigen Spezial-Katameran.
Ed und CL heirateten schon sehr bald nach dem Sieg über die künstliche Intelligenz und obwohl Ed noch eine gewisse Zeit im Dienst bleiben sollte um sein Wissen über alte Waffensysteme und alternative Kampftechniken an der plejadischen Militärakademie weiter geben sollte, bezogen sie eine alte Farm auf einer Insel südlich von Mount Isikato, ganz in der Nähe der Insel auf der sich Ito Mishumas Wohnsitz befand. Er hatte wohlweislich darauf geachtet, dass das Farmhaus gross genug für 2 Familien ist. Das war eine sehr kluge Entscheidung, denn nur 3 Wochen nach Ed's und CL's Hochzeit zogen Ümit und Heidi in den hinteren Wohnbereich des Farmhauses ein. Ümit hatte Heidi, eine Nachkomme von Siedlern aus Zentraleuropa, in einem Pub in New-London auf Mount Isikato kennen gelernt und sich sofort in diese lebensfrohe Tierärztin verliebt. Er wollte eigentlich Möglichkeiten ausloten wie er als Rentner, der er jetzt war, in seiner neuen Umgebung Mufflons züchten könnte, aber Heidi hatte eine bessere Idee. Sie schlug vor eine uralte Schafrasse aus Zentraleuropa zu züchten, eine Mischung aus wilden und domestizierten Rassen, bekannt als Heidschnucke. Die Zucht dieser und anderer alter Haustierrassen stand unter dem Schutz der plejadischen Regierung und wurde von ihr gefördert.
Matti und Sheila hatten einige Besprechungen mit den Admirälen und Vertretern aus Forschung und Wirtschaft und es stellte sich heraus, dass beide in der Abteilung für Ozeanografie an der Universität in New-London/Mount Isikato Forschungsaufträge erhalten sollten. Sie bezogen ein sehr schönes, 200 Jahre altes Haus in einem Waldstück in der Nähe von New-London.
Futo wurde zu JFK, Keppler und Vaughn zu einem langen Gespräch über seine Zukunft in den Plejaden gerufen. Für Futo war dieses Treffen nicht leicht denn er wusste dass die Admiräle ihn sehr gerne weiter aufbauen wollten aber er hatte beschlossen nicht beim Militär zu bleiben. Er wollte lieber studieren, in die Forschung gehen und neue Technologien entwickeln. Zu seinem Erstaunen verlief das Gespräch in aller Ruhe und die Admiräle hatten volles Verständnis für ihn und so wurde er als Sergeant aus der Flotte entlassen. Bevor dieses Treffen zu Ende ging übergab JFK ihm noch ein Memo von Präsident Warner, in dem ihm der Präsident für seinen Einsatz gegen die Macro-Ki dankte und ihm ein Stipendium in Verbindung mit einem Platz in einem Forschungslabor für zukunftsorientierte Technologien zusicherte und zwar auch an der Universität in New-London/Mount Isikato. 
Nimba und Yailin blieben in Moth Koo. Die beiden bekamen die gesamte zivile Leitung der Instandsetzung angeboten und übernahmen zusätzlich noch die Ausbildung angehender Techniker. Diese Entwicklung liess Nimba einen totalen Schlussstrich unter seine Vergangenheit machen. Er hängte alle illegalen Geschichten an den Nagel, strich den Konsum von illegalen Drogen aus seinem Leben und wurde so zum ersten Mal in seinem Leben ein ehrlicher Mensch.
Er und Yailin konnten einen kompletten Hangar auf dem Stützpunkt für ihre Hochzeit nutzen und richteten diese riesige Halle im Stil einer cubanischen Finca ein. Man sagt die Live Musik von ausgesuchten Freaks aus der ganzen terranischen Karibik in Verbindung mit Rum, in Strömen fliessend dargereicht, sei nicht nur wie eine Bombe bei den fetenbegeisterten Plejadern eingeschlagen, sondern hätte auch die Basis für einen komplett neuen Livestyle in den Plejaden gelegt.
Erwähnenswert ist hier am Schluss vielleicht noch die Tatsache, dass Ed's letzter Auftritt in der plejadischen Raumflotte so prägnant sein sollte, dass sich das eine oder andere Schlagwort in den Wortschatz einiger Generationen von Raumkadetten eingebrannt hat.
Es war Ed's letzter Tag in der Truppe und er hatte ein Lamm für den grossen Spiess über offenem Feuer vorbereitet aber bis in die Vormittagsstunden kam ein heftiger Starkregen runter. Als dann mit einem Mal die Sonnen durch die Wolken brachen trocknete der Grillplatz recht schnell ab aber Ed's junge Leute, die er als letzte unterrichtet hatte, meinten einhellig dass das vorbereitete Lagerfeuer zum Anzünden noch viel zu nass sei und man lieber auf den Elektronengrill ausweichen sollte.
"Habt ihr Matschbacken denn gar nichts von mir gelernt?" war Ed's genervte Reaktion auf diesen Vorschlag. Er verschwand dann für einige Minuten und alle wunderten sich nur und rätselten, was Ed wohl vor haben könnte. Als Ed wieder auftauchte hatte er eine antike Signalpistole und einige Leuchtraketen dabei. Ohne zu zögern lud er die Signalpistole und feuerte in den vorbereiteten Holzstoss. Drei mal. Es dauerte nicht lange und das nasse Holz begann dank des Magnesiums aus den Signalraketen unter extremer Rauchentwicklung zu brennen. Schon bald, oder anders gesagt, nachdem man die besorgte, alarmmässig angerückte Feuerwehr beruhigt und wieder weg geschickt hatte, drehte sich das Schaf über den Flammen und auf der Flotten Akademie gab es nur noch ein Thema - Captain Marineris schiesst den Grill in Brand. Das letzte was Ed mit auf den Weg bekam war Admiral Vaughn's Bemerkung: "Ed, du hast dir deine Pension verdient!"

NOT TO BE CONTINUED






 





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