Elke Müller

Amerika....

Als alles besprochen war, wollte Redmon so schnell zurück wie er konnte. Schon am nächsten Tag packte er sein Bündel. Er wusste, es wird ein langer Ritt werden, auch wenn er einige Abkürzungen durch die Hügel kannte. Ja, dieser Heika macht es ihm nicht leicht. Deswegen war er gekommen, um Hilfe für Cody, von seinen Freund zu erbitten. Das sich das Blatt so wenden würde, hätte er nie gedacht.
Ty betrachtete ihn dabei, wusste, Redmon ist ein wirklicher Freund und Kämpfer. Er konnte Dinge bewältigen trotz großer Schwierigkeiten und flucht laut auf. Ich glaube … du scheinst zu denen zu gehören, welche es bald nicht mehr häufig geben wird… Bleib noch etwas. Du kommst zu selten vorbei.“ „ Ich muss zurück. Wäre gern noch etwas geblieben, aber die Umstände machen es unmöglich. “ Ty nickte.Ich weiß… Du gehörst zu den Männern, die ihr Wort halten und sich zu nichts zwingen lassen. Drehte sich um, um das Frühstück auf den Tisch zu bringen. „ Möchtest du wenigstens noch… einen Schluck von meinen guten Kaffee trinken, Schinken und Brot stehen ebenfalls auf den Tisch.“ Redmon verharrt einen Moment. Indes beobachtet er nun seinen Freund. Damals hatte sich Ty Morris mehr oder weniger seine eigenen Gesetze aufgestellt. Hatte sich gegen Banditen und Viehdieben erfolgreich gewehrt und dadurch mit den Jahren sich nicht nur Geltung verschafft, sondern sich auch einen Namen gemacht. Nun sind seine besten Jahre vorbei. Das harte Leben zeigt schon seine Wirkung. Die Haare ergrauten langsam und trotzdem, lag noch ein Feuer in seinen Augen und man sah ihm sein Alter nicht an. Auch Cody wird ihm, als Vater, einiges an Kraft kosten. Die junge Frau entsprach jetzt schon jenem Wunschbild der meisten Männer. Redmon lies noch einmal seinen Blick durch den Raum gleiten.             Cody füllte die Blechtassen auf und ohne weitere Worte, aßen alle drei. Ich hole mein Pferd,“ murmelt Redmon schließlich und stand langsam auf. Holte sein Gewehr und die Satteltaschen, dann trat er schweigend vor die Tür. „ Hier, etwas Proviant… und mach dir keine Sorgen wegen Cody, werde gut auf sie aufpassen,“ hört er etwas später hinter sich. Redmon schluckt, nickt leicht und schwang sich in den Sattel. Winkend hebt er die Hand und reitet an. Er ist ein dunkelhaariger indianerhafter Mann geworden.

Es war zum späten Nachmittag als die verlassene Lagerstätte in Sicht kam. Ohne lange zu suchen, entdeckte er die Silhouette von Heika. Von seinem Posten aus beobachtet er die Umgebung. Obwohl Heika seine Gefühle hinter einer ausdruckslosen Maske verbarg, waren seine Sinne hellwach. Schon als Kind hatte er sich mit der Natur als Einheit gefühlt und verstand die Zeichen umzusetzen, denn er kennt dieses Land und ist ein Teil von ihm. Jetzt lag ein hasserfüllter Blick in seinen Augen. Mit schneller Bewegung spannte er die Sehne seines Bogens. Der Pfeil flog singend davon und bohrte sich in den Körper einer Klapperschlange.

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 12.11.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Als junges Mädchen erfand ich schon lustige Geschichten, die ich meiner Nichte erzählte. Meine Dichterei geriet in Vergessenheit, erst meine Kinder Walter und Beatrix gaben mir, durch ihren herzigen Kindermund die Idee wieder zu schreiben.
Wie sie sehen, ging meine Phantasie mit mir durch und etliche Gedichtbände kamen raus. Ich hoffe auch sie finden das Eine oder Andere, worüber sie lächeln können. Viel Vergnügen beim Lesen wünscht ihre Margit.

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