Siebenstein

Selbstlos

Selbstlos meint, von sich selbst los zu lassen,
damit etwas eintreten kann; sein Leben aufgeben,
vom eigenen Sein und Selbst mutig loslassen,
sich selbst "verleugnen",
damit etwas anderes vermehrt geschieht.
Der Grund hierfuer ist vielfaeltig.
Der Grund muss also wichtiger sein,
als das z. Z. gelebte Selbst.
Die Liebe zu diesem Grund ist damit groesser,
als die eigene Existenz.
Der Grund mag eine begruendet angenommene
Verbesserung in der Zukunft einschliessen,
weshalb man das z. Z. gelebte Selbst aufzugeben bereit ist.
Und so zeigt sich die Wahrheit in der Bibel,
die besagt, dass die Liebe soweit geht,
den Vorteil des Naechsten mehr zu foerdern,
als den eigenen, indem man z. B. etwas
vom eigenen Selbst loest,
um es fuer den Naechsten einzusetzen.
Daher stimmen die Worte Jesu :
Niemand hat groessere Liebe als der,
der seine Seele in den Tod fuer den Naechsten hingibt.
Gott liebte und liebt seinen einziggezeugten Sohn,
der an seiner Seite war, den er zur Erde sandte,
damit er als 2. Adam in Treue zu ihm sterbe,
um die Untreue des 1. Adams
und die damit verbundene Erbsuende,
die erworbene Seelen-Sterblichkeit der Menschen,
fuer die zu beseitigen, die das wuenschen.
Jehova liess fuer sich als Vater schmerzhaft
seinen Sohn in den Tod hinwegziehen,
liess ihn von sich selbst los,
damit dieser selbstlos sein vollkommenes Leben hingeben konnte.
Als Lohn uebergab Gott dem von den Toten
wieder zur Auferstehung gebrachten Sohn,
der zum Vater-Gott in die Himmel zurueckehren durfte,
das kuenftige Koenigreich.
Dieses Koenigreich werden Menschen ererben duerfen,
die dem Beispiel des Sohnes selbstlos folgen,
die gerechte Schlacht von Harmagedon ueberleben werden
und solche verstorbenen Seelen,
die der Sohn im Auftrage seines Vaters
wieder neu kreieren, also zur Auferstehung bringen soll.
Der Sohn suchte selbstlos nicht Ehre fuer sich,
sondern ehrte und ehrt mit Wort und Tat den Vater,
machte und macht den Namen des Vaters bekannt,
bekennt in Demut, dass der Vater groesser ist als er,
und ohne den Vater nichts tun kann, vom Vater allezeit lernt.
Allein selbst ein gutes Gewissen haben zu wollen,
kann Grund fuer eine Tat sein.
Solches zeugt nicht von Selbstlosigkeit,
da die Tat in Wahrheit auf Ich-Bezogenheit beschraenkt bleibt.
Eine kalkulierte "win-win-Aktion"
zeugt von einem teils durch Liebe
oder Angst mit gepraegten Geschaeft.
Ein Selbstmoerder laesst von sich selbst los,
um einer fuer ihn scheinbaren Ausweglosigkeit zu entfliehen.
Die Liebe zum Selbst oder zum Naechsten
ist bei diesem durch Trauer in Selbstmitleid
eines verringertem Selbstwertgefuehls geschwaecht,
verstehbar, weil reale oder als real empfundene
staendige Benachteiligung vorhanden ist.
Die Motivation hin zum Selbstmord
ist teilweise mit Rachegefuehl unterlegte Angst.
Nach Ueberwindung dieser,
stellt sich ein befreiendes Gefuehl
der Entschlossenheit ein.
Somit begrenzt sich die Losloesung vom Selbst
auf den Koerper.
Ein geistiges Loslassen beschraenkt sich auf den Mut
hin zur Tat, ohne einen weitergehenden,
tieferen Sinn, ohne einem Ideal zu folgen,
das den Vorteil anderer einschliessen wuerde.
Denn die Tat ist fuer Hinterbliebene in der Regel schaedigend.
Gleiches gilt fuer den Suechtigen, der in Ersatzbefriedigung
Langzeitselbstmord begeht.
Auch der Gedanke hin zu einer Erloesung im Jenseits
verbleibt als einer, der allein auf das eigene Selbst zielt,
damit Ich-Bezogenheit ausweist.
Somit ist der in seiner Trauer verstehbare Selbstmoerder
in seiner Haltung nicht voellig selbstlos,
in der Regel aber lieblos gegen sich selbst und andere.
In scheinheiliger Selbstlosigkeit erzeugte,
Risiken bergende Umstaende,
deren Propaganda bestimmende Agenda
Menschen in Angst versetzen
und die Sterblichkeit dauerhaft legitimieren,
damit Menschen in den Tod fuehren,
sind moerderisch, in Wahrheit lieblos.
Sie bezeugen als Wirkung ein dahinter verborgenes Gedankengut,
das niemals die Liebe wahrer Selbstlosigkeit bergen kann.
Es stimmen die Worte:
So sehr hat Gott die Welt geliebt,
dass er seinen einziggezeugten Sohn gab,
damit jeder, der an ihn glaubt, nicht vernichtet werde,
sondern ewiges Leben habe.
Niemand kommt zum Vater, ausser durch diesen Sohn.
Nicht jeder, der zu ihm Herr sagt,
wird in sein Koenigreich einkehren duerfen,
sondern der, der selbstlos den Willen des Vaters ebenso tut,
fuersorgliche Zuneigung als unverdienbare Guete
auch Feinden offenbart,
durch Belehrung begruendete Hilfe zur Selbsthilfe bietet,
damit sich Psalm 133, Verse 1 bis 3 erfuellt.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 14.11.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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