Marlene Remen

HALLO, ICH BIN MARCEL

                                           V O R W O R T


Sehr lange habe ich darüber nachgedacht, ob ich die Lebensgeschichte
meines Sohnes hier einstellen soll, habe sie schon im Jahre 2013 geschrieben.
Wenn ich es nun tue, so ist dies für mich auch eine Trauerbewältigung,
auch wenn es mir sehr schwer fällt, dies zu schreiben.
Jedoch, ich habe es ihm versprochen, sein Leben aufzuzeichnen.


Etwas mehr als sechs Jahre nach der Geburt meiner Tochter wußte ich,
daß ich wieder schwanger war. Für viele Frauen ist solch ein Wissen das
Normalste von der Welt, weil sie es fühlen. Da meine Schwangerschaft mit
meiner Tochter oder genauer gesagt, ihre Geburt für mich mit einigen
Schwierigkeiten verlaufen ist, hätte ich kein Kind mehr haben dürfen.
Ich hatte in der Schwangerschaft mit ihr soviel an Gewicht zugelegt, daß mir
ein paar Tage vor der Niederkunft schon die ersten Lähmungserscheinungen
aufgefallen sind. Ein Nerv in meinem Rücken war eingeklemmt, dies lösten
diese Lähmungserscheinungen aus. Von der ganzen Geburt habe ich nichts
mitbekommen, das ganze Schmerzempfinden war ausgeschaltet. Es hat Jahre
gebraucht, um diese Gefühllosigkeit wieder einigermaßen in den Griff
zu bekommen.

Nun war ich wieder schwanger und ich wollte dieses Kind haben, egal, was es
mich kosten würde. Alle rieten mir davon ab und auch mein Frauenarzt hatte
große Bedenken. Aber ich sagte zu ihm : "Ich will ihn haben, sagen Sie mir, was ich
tun muß, damit alles gut wird!"  Er sagte zu mir : "Woher wissen Sie, daß es ein
Junge ist ?"  Ich schaute ihn an und sagte : "Ich weiß es und ich tue Alles, um ihn
zu bekommen!"
"Achten Sie darauf, daß Sie nicht mehr als 10 Kilo zunehmen, bewegen Sie sich
soviel wie möglich und die Kontrolluntersuchungen machen wir öfter als Normaler-
weise."
Ich versprach ihm das und ich hielt mich auch daran. Die Schwangerschaft verlief
ganz problemlos, ich habe mich sehr gut gefühlt und auch der Arzt war zufrieden
mit mir.

Dann kam der Tag der Geburt und ich habe alles gespürt, jede Wehe, die Lage des
Kindes war in Ordnung und ich war glücklich, alles verlief gut.
Es war der 29. August 1979 und ich hielt meinen kleinen Sohn im Arm, 7 Pfund schwer,
er war 52 Zentimeter groß, alles dran, was dran sein mußte, sein Köpfchen mit
einem leichten, blonden Flaum bedeckt.
Ein solches Glücksgefühl war in mir, so wie auch bei meiner Tochter, sieben Jahre zuvor.
Nun hatte ich zwei wunderschöne Kinder und war nur noch selig.


Copyright by Marlene Remen

Bitte, es müssen keine Kommentare geschrieben werden, nur wer es möchte. Habt aber Nachsicht, wenn ich sie
nicht alle beantworte.

Alles Nachfolgende ist aus Marcels Sicht geschrieben.

Danke an Alle, fürs Lesen, das gibt mir sehr viel.
Marlene Remen, Anmerkung zur Geschichte

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