Heinz-Walter Hoetter

Walter Wollenwoller oder Willi Willenwoller?

Hallo ihr Lieben allerseits!

Mein Name ist Walter Wollenwoller. Ich möchte euch mal eine kleine Geschichte von mir erzählen, als ich einmal wollen wollte und dann doch nicht mehr wollte, weil ja bekannter Weise der willentliche Wille zum endgültigen Wollen eine doch sehr große Rolle spielt, also etwas zu wollen oder auch nicht zu wollen - je nachdem. Ohne Wille geht es eben nicht.

Also hört gut zu! Oder wollt ihr schon fort- oder weggehen wollen? Bleibt halt noch ein wenig da, wenn ihr ein paar Minuten Zeit habt für meine kleine Geschichte.

Nun, eigentlich wollte ich damals ehrlich gesagt anfangs schon so richtig wollen, aber weil ich später doch so keine echte Lust mehr auf ein willentliches Wollen hatte, wollte ich eigentlich doch nicht so recht wollen, wofür ich meine Gründe hatte, deren kurze Erklärung weiter unten noch folgen werden / sollen.

 

Klar, wie das im Leben häufig so ist, man will zwar etwas wollen, doch dann stellt man schließlich fest, dass man auf einmal, aus welchen ungewollten Gründen auch immer, nicht mehr so richtig will, weil einem der Wille zum Wollen schlichtweg abhanden gekommen ist.

 

So war das auch bei mir.

Wie schon gesagt, ganz am Anfang wollte ich eigentlich schon wollen, denn ich hatte es mir ja ganz fest vorgenommen mein Wollen ohne Wenn und Aber durchsetzen zu wollen, demnach also wirklich zu wollen und nicht einfach eben nicht zu wollen.

Also war ich ganz am Anfang daher noch guten Mutes, um meinem Willen zum unbedingten Wollen entsprechend zu folgen und das, was ich die ganze Zeit schon immer gewollte hatte, diesmal auch echt zu wollen und mit eisernem Willen durchzusetzen, um diesen, meinen Willen zum Wollen auch im vollen Umfange, und das völlig gewollt natürlich, gerecht zu werden.

Doch zum Wollen an sich gehört auch eine entsprechende Portion knallharten Durchhaltevermögens, was einem schnell ungewollt, mehr oder weniger stark ausgeprägt, manchmal doch ganz schön schwerfällt, denn wenn der Wille nicht mehr mitmacht, ist das Wollen eine recht schwer durchzuführende will-wohl-wollen-aber-kann-nicht-mehr-Angelegenheit.

Eigentlich ging es mir nur darum, meinen Eigennamen "Walter Wollenwoller" in "Willi Willenwoller" umändern zu lassen.

 

Doch nach reiflicher Überlegung wollte ich dann doch nicht mehr wollen, meinen lächerlich klingenden Eigennamen "Walter Wollenwoller" in "Willi Willenwoller" ändern zu lassen, der mir schließlich am Ende in der Tat noch lächerlicher erschien als "Walter Wollenwoller". Denn wer will schon Willi Willenwoller heißen?

 

Also ließ ich mein Vorhaben fallen und wollte nicht mehr wollen, meinen Eigennamen "Walter Wollenwoller" in "Willi Willenwoller" willentlich ändern zu lassen, weil ich keine Lust mehr dazu hatte, dies zu wollen, denn zum Wollen gehört der Willi, äh, Wille, und den hatte ich auf einmal nicht mehr, das zu wollen, was ich eigentlich anfangs zum Wollen der willentlichen Änderung meines Eigennamens wollte, nämlich einen unbedingten Willen dazu, meinen Namen ändern zu wollen.

Ich lasse es lieber sein, denn ohne Wille funktioniert das ganze Wollen nicht.

Ihr wohlwollender

 

Walter Wollenwoller
 

 

(c)Heinz-Walter Hoetter


 

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