Marlene Remen

HALLO, ICH BIN MARCEL 4

Jatzt kann ich schon richtig gucken und mich in meinem Bettchen auch
schon etwas drehen, prima. Mama kommt immer, wenn ich nur mal Piep sage,
schlafe aber nicht mehr soviel und Papa schmust auch mit mir. Ich weiß jetzt
auch, wem die kleine, weiche Hand gehört, das ist meine große Schwester.
Es geht mir gut, auch wenn ich immer noch dieses scheußliche Zeug trinken
muß, aber nicht mehr so viel davon. Mama gibt mir dazwischen auch etwas
Anderes, mit einem Löffel, das schmeckt gut, aber ich habe trotzdem oft noch
Hunger, dann gibt es Tee, bäh, aber Hauptsache mein Bauch ist voll.

Irgend etwas ist in meinem Mund los,  ich muß  auch soviel sabbeln, hab mal
vorsichtig mit meinem Finger gefühlt, da war was Hartes. Mama hat gestrahlt,
als sie das gesehen hat und gesagt : "Mein Marcello hat Zähnchen und darf jetzt
auch schon mal einen Keks knabbern."  Kekse, ja die sind lecker und dieses fiese
Zeug muß ich auch nicht mehr trinken, das ist Klasse. Ich kriege auch kleingemachtes
Essen mit dem Löffel, das schmeckt gut und ich will immer mehr davon, aber das
darf ich nicht. Was mich nervt, ist dieses komische Zittern bei mir und ich schwitze
auch sehr viel, aber geht bestimmt wieder weg.

Ab und zu sind Mama und Papa mit mir unterwegs in so einer großen Maschine,
die so schön schaukelt und dieses summende Geräusch macht, das macht Spaß.
Was aber keinen Spaß macht, daß ich dann wieder gepickt werde, von einer Frau in
einem weißen Anzug. aber sie ist ganz lieb zu mir und freut sich, daß es mir gut geht.
Ich weine nicht mehr beim Picken, aber ich schwitze dann ganz viel, wie kommt das?

Ja, es geht mir gut und Mama läßt mich auch schon mal auf einer großen Decke,
die sie auf den Boden legt, Krabbeln, Arme und Beinchen trainieren, mit großen
Bausteinchen spielen und alles anfassen, wo ich hin komme. Meine große Schwester
spielt auch mit mir, ich mag sie gerne. Heute habe ich es geschafft, mich am Sessel hoch
zu ziehen und ich konnte auf meinen Beinen stehen, noch ein bißchen gewackelt, aber
klappte ganz gut. Nun muß ich nicht mehr nur im Bettchen liegen, ich habe jetzt so ein
großes Teil aus Holz mit vielen Spielsachen drin, kann mich hinstellen, wann ich will
und kann Alle sehen. Mama oder Papa haben mir etwas gegeben, zum Spielen, was so
aussieht, wie die große Maschine, die ich so gerne mag.
"Das ist ein Auto, sagte Mama, ein Auto!"  Ein Auto, mein Auto, ich liebe es, hab mir
alles ganz genau angesehen, das gefällt mir.

Ab und zu fahren wir mit dem richtigen Auto weg und machen einen Besuch bei meiner
Oma, ich mag sie. Es gibt aber noch eine Oma und einen Opa, so wie Mama und Papa,
nur viel älter und die freuen sich, wenn wir kommen. Dann gibt es viele Küßchen, na ja,
gehört wohl dazu, sie sind alle lieb zu mir und meiner Schwester.
Heute war mein 1. Geburtstag und sie sind alle zu uns gekommen, haben neue, kleine
Autos mitgebracht, hab sie gleich untersucht, macht Spaß. Leider durfte ich keinen
Kuchen essen, aber ein ganz kleines Stückchen Schokolade, mmh, das ist lecker.


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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 23.11.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Mit dem Schreiben und Dichten, ist das so eine Sache.So war ich oft der Meinung, nur lyrisch Schreiben zu können, falls ich mich in einem annähernd, seelischen Gleichgewicht befände, erkannte aber bald die Unrichtigkeit dieser Hypothese.Wichtig allein, war der Mut des Eintauchens.Das Eins werden mit dem kollektiven Fluss des Ganzen. Meine Gedanken, zärtlich zu Papier gebrachten Gefühle,schöpfte ich stets aus diesem Fluss.

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