Heinz-Walter Hoetter

Die Fahrerflucht

Der alte Mr. Melvin Tacker kneift die Augen zusammen und schaut vorsichtig über den Rand seiner Sonnenbrille. Der Fahrtwind bläst ihm heftig ins Gesicht. Angestrengt blickt er nach vorn.

Die schnurgerade Landstraße verliert sich irgendwo am fernen Horizont, wo sie mit dem wolkenlosen Himmel scheinbar zusammenstößt. Zu beiden Seiten der geteerten Fahrbahndecke erstreckt sich eine verdorrte, von der glühend heißen Sonne völlig ausgetrocknete Landschaft, die vor Hitze nur so flimmert. In dieser ansonsten ziemlich lebensfeindlichen Umgebung wachsen nichtsdestotrotz große, stachelige Kakteen, von denen manche locker eine Höhe von über vier Metern erreichen.

Man glaubt es kaum, aber hier und da stehen vereinzelt mitten im kargen Gelände sogar ein paar windschiefe Holzhäuser, die aber offenbar allesamt unbewohnt sind. Überhaupt macht die öde Gegend insgesamt einen ziemlich menschenleeren Eindruck. Kein schöner Ort jedenfalls, um hier lange zu verweilen.


Es ist bereits später Nachmittag.

 

Der weite Himmel ist von einem rötlichen Schein überzogen. Die Sonne lässt sich hier wohl sehr viel Zeit damit, bevor sie langsam untergeht, um wie in Zeitlupe schließlich hinter einer langen Hügelkette zu verschwinden.


Mr. Melvin Tacker fährt mit seinem 62er Cadillac Cabrio an einem verbogenen Metallschild vorbei mit der Aufschrift STANTON TOWN. Es weist darauf hin, dass die kleine Stadt nur noch wenige Kilometer entfernt ist.


Keine zehn Minuten später taucht bei den ersten Häusern der Stadt auch eine gespenstisch aussehende Tankstelle auf, die offenbar schon seit vielen Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Die Zapfsäulen sind stark verrostet und die einzigen zwei Türen im Eingangsbereich des Gebäudes stehen weit offen. Die trockenen Scharniere quietschen jedes Mal, wenn ein leichter Windhauch die verrotteten Türblätter bewegt. Die meisten Glasscheiben der Fenster hat man entweder heraus genommen oder sind im Laufe der Zeit durch irgendeine äußere Gewalteinwirkung zu Bruch gegangen.


Der alte Mann verlangsamt die Fahrgeschwindigkeit seines schweren Cadillacs und entdeckt schräg gegenüber der Tankstelle eine Bar, die fast noch gespenstischer wirkt. Der Wagen rollt mit leisem Motor weiter. Auf einer verdreckten Reklametafel steht in übergroßen Lettern, dass es hier die besten Hotdogs und das beste Bier weit und breit in der Gegend gibt.


Tacker tritt schlagartig auf die Bremse. Der pinkfarbene Cadillac stoppt augenblicklich mit quietschenden Reifen. Dann schaut er vorsichtig von der Straße aus rüber in die Bar, deren vordere Front verglast und, trotz einer dicken Staubschicht, gut einsehbar ist. Tacker tut das, obwohl er jetzt schon genau weiß, dass es in diesem Schnellrestaurant schon seit Langem weder gut schmeckende Hotdogs und erst recht keine kühlen Biere mehr gibt.


In STANTON TOWN scheint wohl alles außer Betrieb zu sein, denkt sich Tacker und gibt wieder langsam Gas. Trotzdem fährt er vorsichtig, blickt aufmerksam nach allen Seiten, denn man kann ja nie wissen, ob nicht trotzdem jemand unvorhergesehen die Straße betritt.

Er hat plötzlich so ein komisches Gefühl. Eine dunkle Vorahnung schleicht sich in sein Bewusstsein.


Manchmal spielen Kinder und Jugendliche in verlassenen Holzbaracken oder streunen in einsamen Nebenstraßen herum. Auch Obdachlose und einsame Wanderer suchen nicht selten leerstehende Gebäude auf, um für eine Nacht, geschützt vor Wind und Wetter, in diesen kostenlos zu logieren. Doch an diesem Tag, der sich langsam dem Ende zuneigt, scheint wohl niemand da zu sein, der so was nötig hat.


Gott sei Dank, sinniert Tacker so vor sich hin und lässt den Cadillac die breite Straße runter rollen. Er ist froh darüber, dass er ohne Verdeck fährt, denn trotz der untergehenden Sonne, die dunkelrot und unheimlich aussieht, ist es immer noch sehr heiß. Er schwitzt fürchterlich und sein Hemd klebt ihm auf der nassen Haut.


Etwa fünfzig Meter weiter biegt er in eine ruhig da liegende Seitenstraße ein, die ebenso breit ist wie die, von der er gerade gekommen ist. Die meisten Fahrzeuge stehen fein säuberlich hintereinander geparkt am Straßenrand. Ansonsten regt sich so gut wie kein Verkehr. Anscheinend fährt hier wohl niemand gerne Auto, denkt sich der alte Mann.


Mr. Tacker drückt deshalb aufs Gaspedal und erhöht sukzessive die Geschwindigkeit bis zum vorgeschriebenen Limit. Die vielen hohen Gebäude werfen außerdem breite, dunkle Schatten, und das offene Fahren in dem Cadillac Cabrio ist jetzt besonders angenehm. Für eine Sekunde schließt der Alte die Augen und genießt den herrlichen Augenblick.

Plötzlich gibt es einen dumpfen Knall.


Die Beine von Mr. Tacker fangen augenblicklich an zu zittern. Er kann einfach nichts dagegen tun, weil er vor Schreck unter Schock steht.

Ohne auf die Bremse zu treten lässt er den Cadillac noch mehr als zehn oder zwanzig Meter weiter rollen, bevor er endlich anhält. Das Lenkrad mit beiden Händen fest umklammert bleibt der alte Mann wie angefroren sitzen. Dann dreht er sich langsam um und blickt zurück auf die Straße, wo mitten auf der vor Hitze flimmernden Fahrbahn ein kleines Bündel Kleidung liegt. Es bewegt sich nicht. Nur der aufgewirbelte Straßenstaub schwebt noch über der Stelle, wo es passierte.


Der Alte wendet sich von dem Geschehen ab, schaut mit erstarrtem Blick nach vorne durch die verschmierte Frontscheibe und bleibt regungslos sitzen. Der Motor des pinkfarbenen Cadillacs surrt leise vor sich hin, als spielt er absichtlich eine beruhigende Melodie zu diesem Alptraum. Aber es ist kein Traum, sondern harte Wirklichkeit. Jedenfalls für Mr. Tacker. Er steckt nämlich im Augenblick mitten drin in diesem Albtraum, denn er hat gerade jemanden oder etwas angefahren.


„Ich muss irgend etwas tun“, murmelt Mr. Tacker mit leicht erregter Stimme vor sich hin. „Aber was?“ fragt er sich wieder und immer wieder. Sein Körper fängt noch mehr an zu zittern, Angstschweiß tropft von seiner Stirn und ein flaues Gefühl macht sich in der Magengegend breit.

 

Melvin Tacker denkt jetzt laut nach. Seine Stimme klingt irgendwie ängstlich und total verzweifelt.

 

„Ich werde aussteigen und nachsehen, was ich angefahren habe. Was, wenn es ein kleines Kind ist? Vielleicht ist es schon tot. Soll ich einfach abhauen und so schnell ich kann die Gegend hier wieder verlassen? Fliehen wie ein Mörder? Was ist aber, wenn das Unfalloper noch lebt. Ja was ist dann...?“

Ohne lange zu zögern legt er plötzlich den Rückwärtsgang ein, steigt mit voller Wucht aufs Gaspedal, sodass der Motor wie ein gequältes Tier laut aufheult und – einer startenden Rakete gleich – nach hinten wegschießt.


Als Tacker den Unfallort erreicht hat, bremst er den Cadillac hart ab und bleibt direkt neben dem blutigen Stoffbündel mit schaukelnder Karosserie stehen. Er wagt sich kaum hinzusehen. Dennoch wendet er seinen Blick auf das leblos da liegende Etwas und im nächsten Moment fährt ihm der Schreck wie ein plötzlicher Blitz aus heiterem Himmel durch all seine Glieder. Er erstarrt fast zu einer Eissäule.


Neben dem Cadillac liegt ein kleiner Junge mit blondem Lockenkopf zum Greifen nah direkt vor ihm leblos auf der Straße. Das Gesicht ist nicht zu erkennen, da es von einem zerrissenen Hemd verdeckt wird. Der Bub hat die Beine leicht angewinkelt und liegt da, als würde er schlafen. Sein Körper sieht ziemlich verdreckt aus, sein Hemd ist in mehrere Teile zerrissen, sein plattgedrückter Spielkorb, den er wohl bei sich getragen hat, liegt ein paar Meter weiter entfernt im Rinnstein der hohen Bordsteinkante. Die Spielsachen sind bei dem heftigen Aufprall aus dem Körbchen geschleudert worden und liegen jetzt überall verstreut herum. Die leichten Sandalen hängen seltsam verdreht an den Strumpf losen Füßen. Die kräftigen Beine des Jungen haben offenbar den Aufprall gut überstanden, was dem alten Tacker wie ein kleines Wunder erscheint. Nirgendwo ist auch nur der kleinste Kratzer oder auch nur irgendeine dieser hässlichen Schürfwunden zu sehen, die bei solchen Unfällen gemeinhin auftreten.


Mr. Melvin Tacker atmet einmal tief durch. Ein Seufzer kommt aus seinem Mund. Der ehemals so stolze Cadillacfahrer kann sich nur mit Mühe zusammenreißen. Er begreift es einfach nicht, dass er vor wenigen Minuten einen kleinen Jungen mit seinem Auto überfahren hat. Die Angst steigt in ihm hoch, seine ruhelosen Gedanken kreisen wie irrsinnig geworden im Kopf herum. Er stellt sich immer und immer wieder die gleiche Frage, was er jetzt in dieser grauenhaften Situation als nächstes tun soll. Es ist eine Entscheidung zwischen gut und böse.


Eigentlich müsste er sofort aussteigen und nachsehen, wie schwer die Verletzungen des Kindes sind. Das wäre eigentlich nur normal und der nächste vernünftige Schritt, den er machen müsste. Aber nein, der alte Tacker bleibt schlicht und ergreifend in seinem Wagen sitzen und rührt sich nicht von der Stelle. Er will die grauenhafte Tatsache einfach nicht zur Kenntnis nehmen. Er versucht sich instinktiv zu erklären, dass er diesen Jungen nicht überfahren hat und alles nur ein böser Traum ist aus dem er jeden Moment erwachen wird. Er ist fest davon überzeugt, dass es bei diesem Unfall nicht mit rechten Dingen zugegangen sein muss. Aber er kommt nicht dahinter, was hier genau vor sich geht.


Er hat diesen Dreikäsehoch vorher überhaupt nicht gesehen, der ihm schlichtweg vor den Wagen gelaufen ist. Nein, er kann nichts dafür, was passiert ist, das glaubt der alte Tacker jedenfalls ganz eisern. Auch konnte er von sich sagen, dass er sich immer korrekt an die Verkehrsregeln gehalten hat und ehr ein rücksichtsvoller Autofahrer ist. Und vorsichtig fährt er sowieso, allein schon des sündteuren Cadillacs wegen.


Endlich reißt sich Tacker zusammen. Er wirkt etwas nervös. Dann tut er endlich das, was er in dieser schrecklichen Situation seiner Meinung nach für das Beste hält.


Vorsichtig öffnet er die Fahrertür, steigt aus, geht langsam zu dem Jungen hinüber, der noch immer bewusstlos ist und spricht mit ihm, wobei er sich leicht über das verdeckte Gesicht des regungslosen Jungen beugt. Mr. Tacker ist froh darüber, dass er nicht ins Gesicht des Buben blicken muss. Er lässt deshalb alles so, wie es ist.


„Was ist mit dir, Kleiner? Kannst du mich hören? Tut dir was weh? So sag’ doch was!“


Dem Alten schnürt es die Kehle zu. Plötzlich und ohne Vorwarnung macht sich Panik in ihm breit.


„Der Junge macht es bestimmt nicht mehr lange. Wenn ich jetzt Hilfe hole, wird jeder wissen, dass ich ein kleines Kind über den Haufen gefahren habe. Ich komme vor Gericht. Man wird mich verklagen oder sogar ins Gefängnis stecken. Das kann ich mir nicht leisten...“, murmelt der alte Tacker vor sich hin.

 

Seine eigenen Worte erschrecken ihn so sehr, dass er die Nerven verliert und kopflos zum parkenden Wagen zurück stolpert. Wie von einem bösen Dämon gejagt setzt er sich hinter das Steuer, steckt mit zitternden Fingern den Zündschlüssel ins Zündschloss, startet den Motor des Cadillacs, drückt wie ein Verrückter aufs Gas und braust in wilder Fahrt davon. Der Wagen schleudert wegen der viel zu hohen Geschwindigkeit ein paar Mal gefährlich hin und her. Melvin Tacker kann ihn aber gerade noch abfangen und verfehlt dabei den Metallmast einer Ampelanlage nur um haaresbreite. Instinktiv nimmt er den Fuß vom Gaspedal und der Cadillac fängt sich wieder. Ohne in den Rückspiegel zu schauen verlässt der alte Mann die einsame Seitenstraße, fährt einfach ziellos in der Stadt herum und hält erst wieder vor einem kleinen Getränkeshop mit allerlei alkoholischen Getränken. Nachdem er sich mit Whisky gut eingedeckt hat, parkt er den Cadillac auf einem nur mäßig beleuchteten Parkplatz schließt das Verdeck seines Cabrios und öffnet die erste Flasche.

Die Sonne ist gerade untergegangen.


Für den alten Mr. Tacker beginnt eine Nacht, an die er sich mit Sicherheit am nächsten Morgen bestimmt nicht mehr erinnern wird: Er besäuft sich wie ein Besenbinder und keiner der nächtlichen Spaziergänger, die ihm wie vorbeihuschende Geister erscheinen, beachten ihn dabei nicht einmal besonders, wie er sich bis zum Stehkragen voll laufen lässt.

Und wenn doch mal ab und zu ein verirrter Passant stehen bleibt, den es aus irgendwelchen Gründen hinaus in die einsame Nacht getrieben hat, geht er kopfschüttelnd schnell weiter ohne sich auch nur eine Sekunde lang um den alten Mann zu kümmern, der bereits Tod, aber wie schlafend aussehend, leicht in sich zusammengesunken vor dem verchromten Lenkrad seines pinkfarbenen Cadillacs sitzt. Die bauchige Whiskyflasche noch fest umklammert in der rechten Hand haltend.


Der Gerichtsmediziner wird später bei der Obduktion feststellen, dass der alte Mr. Melvin Tacker einem Herzinfarkt erlegen ist und unter einer besonders schweren Trunksucht litt.


***


Der achtjährige Junge David Hellerfort wurde kurz nach Mr. Tackers Fahrerflucht von zufällig vorbeikommenden Autofahrern entdeckt. Sie riefen sofort den Notarzt herbei, der noch vor Ort alles unternahm, um das Leben des schwer verletzten Kindes zu retten. Doch jede Hilfe kam zu spät.

 

Der Bub hatte am Unfalltag seinen Freund im gegenüber liegenden Haus besucht. Später, auf dem Nachhauseweg, wurde er von Tackers vorbeifahrendem Cadillac beim Überqueren der Straße erfasst und mit brutaler Gewalt zu Boden geschleudert. Die organischen Verletzungen waren zwar schlimm, sodass David innerlich langsam verblutete, aber hätte Mr. Tacker umgehend den Notarzt gerufen, wäre der Junge möglicherweise am Leben geblieben, da die Versorgung für Schwerverletzte im Krankenhaus einfach besser gewesen wäre.

Die sofort eingeleitete Fahndung der Polizei verlief ergebnislos. Der Todesfahrer wurde nie ermittelt.


Nur einer kannte ihn, und das war Mr. Melvin Tacker selbst, der als Vertreter für Landmaschinen von Ort zu Ort reiste, viel rumkam, nur ans Geld verdienen dachte, irgendwann seine Familie vernachlässigte und schließlich zum Säufer wurde.


***


Wenn man die ganzen Jahre und Jahrzehnte über nur ans Arbeiten und Geldverdienen denkt, Tag für Tag pausenlos die Vorzüge eines Produktes lobt, immer dieselben Worte und ständig dieselben Phrasen drischt, stets dieselben Nichtigkeiten mit ausdauernder Eloquenz und Dynamik herunter leiert, als ginge es hierbei um Dinge, die für das Leben von größter Wichtigkeit zu sein scheinen, aber es in Wirklichkeit gar nicht sind, dann vergisst man vielleicht irgendwann die wahren Werte des menschlichen Daseins, wie beispielsweise das liebevolle Miteinander, die Hilfsbereitschaft, das Mitgefühl und die Nächstenliebe.


Doch Mr. Melvin Tacker wird noch viel Zeit haben über seine schlimme Fahrerflucht nachzudenken, die dem kleinen David Hellerfort das junge Leben gekostet hat. Jedenfalls wird sich das schreckliche Ereignis für ihn so oft wiederholen, bis er irgendwann einmal das Richtige zu seiner Erlösung tun wird und sich der Verantwortung seiner verhängnisvollen Tat stellt, indem er dem kleinen Jungen hilft und nicht in seiner Todesnot aus purem Egoismus und Selbstgefälligkeit wegen im Stich lässt.

Es liegt an Mr. Melvin Tacker selbst, dass diese kleine Geschichte einmal einen anderen Verlauf nehmen wird und vom Autor entsprechend umgeschrieben werden kann. Aber wie lange wird das noch dauern?


Wie gesagt, es liegt an Mr. Tacker selbst, das Richtige und Gute zu tun, um das immer wiederkehrende schreckliche Ereignis seiner schlimme Schandtat endlich zu beenden. Doch solange er immer wieder Fahrerflucht begeht, wird er in der unheilvollen Zeitschleife gefangen bleiben und nicht daraus entkommen können.

 

Das ist der Fluch seiner bösen Tat.


Ich werde jedenfalls solange warten, bis er endlich verstanden hat, worum es im Leben geht. Er kann seinen Fehler wieder gutmachen.

Erst dann kann ich diese kleine Geschichte für ihn zum Positiven hin umschreiben und ihr einen anderen Verlauf geben, die dann endlich mit seiner Erlösung endet.


So beginnt die gleiche Geschichte wieder von vorn, nie endend, vom Anfang her beginnend und fortschreitend im Erleben des Mr. Tackers bis zu seinem bitteren...

 

...Ende...,

 

...das gleichzeitig wieder der Anfang seiner Geschichte ist und sogleich eine neue, weitere Prüfung ermöglicht. Wie wird er das nächste Mal handeln? Richtig oder falsch?


Alles beginnt wieder von vorn.

 

 

Die Fahrerflucht

 

 

Der alte Mr. Melvin Tacker kneift die Augen zusammen und schaut vorsichtig über den Rand seiner Sonnenbrille. Der Fahrtwind bläst ihm heftig ins Gesicht. Angestrengt blickt er nach vorn.


Die schnurgerade Landstraße verliert sich irgendwo am fernen Horizont, wo sie mit dem wolkenlosen Himmel scheinbar zusammenstößt. Zu beiden Seiten der geteerten Fahrbandecke erstreckt sich eine verdorrte, von der glühend heißen Sonne völlig ausgetrocknete Landschaft, die vor Hitze nur so flimmert. In dieser ansonsten ziemlich lebensfeindlichen Umgebung wachsen nichtsdestotrotz große Kakteen, von denen manche locker eine Höhe von über vier Metern erreichen.

Man glaubt es kaum, aber hier und da stehen vereinzelt mitten im kargen Gelände sogar ein paar windschiefe Holzhäuser, die aber offenbar allesamt unbewohnt sind. Überhaupt macht die öde Gegend insgesamt einen ziemlich menschenleeren Eindruck.

 

Es ist bereits später Nachmittag...

 





©Heinz-Walter Hoetter

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 26.11.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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