Marlene Remen

HALLO, ICH BIN MARCEL 9

Bald komme ich in die Schule, hat Mama gesagt,wir waren schon einen
Ranzen kaufen und was ist da drauf ? Ein Auto, natürlich, was denn sonst.
Eine Tafel und ein Mäppchen mit Stiften hab ich auch schon, Malstifte und
überhaußt alles, was in den Ranzen reinkommt. Eine Schultüte mit leckeren
Sachen drin, die kriege ich am 1. Schultag, bin mal gespannt, neue Autos
wären mir lieber. Viele von den Freunden aus dem Kindergarten kommen dann
auch in die Schule, prima, die kenne ich ja schon Alle. Mal sehen, wie das ist
mit der Schule, ob ich es schaffe, solange still zu sitzen ? Mama ist mit mir beim
Augenarzt gewesen und der hat gesagt, ich brauche eine Brille, mein linkes Auge
wäre nicht so gut. Wieso denn, ich kann doch alles kucken ? Dann soll auch noch
die rechte Seite von der Brille zugeklebt werden, wie sieht das denn aus ?
Aber der Augenarzt hat gesagt, das muß sein,weil das rechte Auge sonst zuviel
arbeiten muß, keine Ahnung, was der damit meint.

Heute war mein erster Schultag und was soll ich euch sagen, gar nicht so schlimm,
die Schule. Ich habe eine nette Lehrerin und in meiner Klasse sind Mädchen und
Jungen, gemischt. Jeder hat ein Kärtchen auf seinem Tisch stehen, wo der Name drauf
stand, damit die Lehrerin lernt, wie wir alle heißen. Ja, sie muß auch lernen, hat sie
gesagt, das war lustig. Als wir wieder zu Hause waren, durfte ich endlich die Schultüte
auspacken, die war ganz schön schwer. Dann habe ich auch gesehen, warum. Es war ein
ganz tolles, grünes Auto da drin, aus Metall und wenn ich es zurück gezogen und los
gelassen habe, dann ist es abgeflitzt, wie eine Rakete. Ich kam gar nicht so schnell
hinterher, um es wieder zu erwischen. Das war ein Superauto, da habe ich mich aber
gefreut.

Ab und zu fahren wir auch noch mal zu der Ärztin und ich bekomme eine Blutabnahme,
es tut weh, aber ich sage nichts, muß nur ganz viel schwitzen. Was ist das nur mit dieser
Schwitzerei, wenn ich schnell laufe oder beim Turnen und überhaupt. Bei Allem,
was ich mache, ich schwitze, blöd ist das ! Wovon das kommt, keine Ahnung,
ist aber total blöd.


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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 28.11.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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In meinen Gedichten, schreibe ich mir meine eigene Realität, meine Träume auch wenn sie oft surreal, meistens abstakt wirken. Schreiben bedingt auch meine Sprache, meine Denkmechanismen mein Gefühl für das Jetzt der Zeit.

Ich vernehme mich selbst, ich höre tief in mich rein, bin bei mir, hier und jetzt. Die Sprache ist dabei meine Helfershelferin und Komplizin, wenn es darum geht, mir die Wirklichkeit vom Leib zu halten. Wenn ich mein erzähltes Ich beschreibe, beeinflusse, beschneide, möchte ich begreifen, wissen, welche Ursachen Einflüsse bestimmte Dinge und Menschen auf mein Inneres auf meine Handlung nehmen, wie sie sich integrieren bzw. verworfen werden um mich dennoch im Gleichgewicht halten können.

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