Marlene Remen

HALLO, ICH BIN MARCEL 11

Die Zeit in der Grundschule ging viel zu schnell vorbei, ich wäre gerne
noch länger hingegangen. Wenn Papa und meine Schwester an den
Wochenenden zum Wandern gingen, war ich immer mit. Mein Papa hat
den Wanderverein in unserem Ort geleitet und als ich so ungefähr acht
oder neun Jahre war, gab es den 1. Wandertag bei uns. Es mußte ganz
viel vorbereitet werden, die Strecken wurden ausgesucht und markiert,
es gab Strecken über 10 und 20 Kilometer. Da die Wandergruppe dem
Eisenbahner-Sportverein  in unserem Ort gehörte, hat mein Papa ein
Eisenbahn-Motiv für den Teller genommen, das kam dann da drauf.
Und das war die erste Lokomotive, die von Nürnberg nach Fürth gefahren
ist, die sah schön aus. Eine große Halle mußte gemietet werden, wo die
Wanderer nach ihrer Strecke sich aufhalten und etwas essen konnten.

Natürlich gab es vom Verein das Essen, Kaffee und Tee, auch Kaltes zu
trinken, mußte aber alles gekauft werden. An diesem 1. Wandertag bei uns
kamen 10.000 Leute, könnt ihr euch das vorstellen ? Papa mußte noch sehr
viel Essen nachkaufen, sonst wäre gar nicht genug für Alle da gewesen.
Und alle haben gesagt, daß es eine sehr schöne Wanderstrecke war und es
ihnen bei uns gefallen hat. Mama war nach diesen zwei Tagen total erledigt,
sie hat ja den Kartenverkauf gemacht für die Wanderer und mir nachher
erzählt, daß sie mit  den englisch-sprechenden Wanderern mit Händen und Füßen
geredet hat, aber sie haben alles verstanden. Ja, das war sehr viel Arbeit, aber
es hat auch sehr viel Spaß gemacht.

Ich habe jetzt ein Fahrrad, oder genauer gesagt, es ist das kleine Klapprad von
Mama, aber sie fährt nicht mehr damit. Vor ein paar Wochen bin ich damit den
Berg herunter gedüst, der die Einfahrt zu Arbeitsstelle von Papa ist. Leider konnte
ich nicht richtig bremsen und bin gegen einen Holzstapel gefahren und über den
Lenker geflogen. Mein linker Arm hat sehr weh getan und mir war ganz schlecht.
Als Mama das gesehen hat, ist sie mit mir ins Krankenhaus gefahren, die haben den
Arm geröntgt, war aber nicht gebrochen. Aber man konnte bis auf den Ellbogenknochen
sehen, so groß war die Wunde. Der Arzt dort hat sie sauber gemacht und dann ist er
geklammert worden, ohne Betäubung. Mama hat mit dem Arzt geschimpft, deswegen.
Es hat sehr weh getan, aber ich habe nicht geweint, nur wieder geschwitzt, wie immer.
Ist aber alles schnell wieder heil geworden, nur mit dem Fahrrad durfte ich so schnell
nicht wieder fahren, Schade !!


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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 30.11.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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