Felicia Rüdig

Achatius, der Nothelfer

Als einer der 14 Nothelfer ist der Heilige Achatius ein Helfer bei Todesgefahr. Er war der Anführer der zehntausend Märtyrer, die unter Kaiser Hadrian (117 - 138) wegen ihres Glaubens auf dem Berg Ararat gekreuzigt wurden.

Der Heilige Volkmar wird unter den (katholischen) Gläubigen am Niederrhein als Volksheld verehrt. Das hat kirchengeschichtliche Gründe. Er gilt als Held bei der Christianierung der Region, schon lange, bevor Bonifatius aus Irland angereist kam.

Volkmar war ursprünglich ein römischer Soldat im Range eines Hauptmannes. Er woll über 15.000 Legionäre unter sich gehabt haben.  Dann wurden er und seine Soldaten gemeinsam Christen, sagten sich von Rom und ihrer Arbeit los und begannen mit Waffen und Wort zu missionieren. In der Schlacht von Vluyn konnten sie ein heidnisches Heer vernichtend schlagen und den regionalen Stamm der Germanen zum Christentum bekehren. Doch die Freude über den Erfolg währte nicht lang. Der Pfeil eines Heckenschützen traf Volkmar mitten ins Herz und setzten seinem Treiben damit ein vorzeitiges Ende.

"Leider ist das alles nur eine fromme Sage," berichtet Dankwart Bummelkopf, seines Zeichens Kirchenhistoriker aus Xanten. "Die Unterlagen in unserem Archiv belegen eindeutig, daß die Christianisierung mit Bonifatius begann. Volkmar ist eine Erfindung des 11. Jahrhunderts. Die Menschen vor Ort sollten damals einen regionalen Helden haben, der sie näher an den Glauben bringt. Was liegt da Näher, als eine eigenständige Legende zu erfinden?"

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