Herrmann Schreiber

Seid lieb zu den Tieren!

Um große Tiere hat man sich in letzter Zeit sehr aufmerksam und tatkräftig bemüht. So hat man Wölfe und auch Bären in Gegenden wieder angesiedelt, wo es seit Jahrzehnten, vielleicht Jahrhunderten keine mehr gab. Der Mensch hatte sie für schädlich befunden und hatte sie mühsam ausgerottet.

Was aber mit den kleineneren Tieren? Manche werden doch auch noch vom Menschen unerbittlich bekämpft. Zum Beispiel die Ratten und Mäuse. Brutal werden die einen mit Rattengift ausgemerzt, grausam werden die anderen in Mäusefallen erschlagen. Niemand hat Mitleid mit ihnen, keiner will, dass sie sich in ihrem natürlichen Lebensraum, etwa in der Speisekammer, ein Nest anlegen und ihre Nachkommen groß ziehen.

Noch schlimmer ist es mit den noch Kleineren. Flöhe, Wanzen, Läuse, um nur sie zu nennen. Der Mensch führt einen wahren Krieg gegen sie, mit chemischen Waffen, die unerbittlich töten. Den Wölfen erlaubt man, dass sie ab und zu ein Schaf reißen. Aber wenn ein Flohbiss eine Rötung oder einen Juckreiz verursacht, dann muss der Floh die Todesstrafe erleiden? Das ist doch ungerecht!

Es gibt da noch kleinere als die Insekten. So niedlich und klitzeklein, dass man sie nur im Mikroskop erkennen kann: die Bazillen und die Viren. Mit denen geht man besonders grausam um, zu ihrer Bekämpfung wird ein besonders reichhaltiges Arsenal an Mitteln eingesetzt. Es gibt sogar Geschäfte, in denen eigens Produkte verkauft werden, die dazu bestimmt sind, sie zu töten. Dabei sind es gerade diese Lebewesen, die sich am meisten verändern. Ein Nashorn oder ein Nilpferd wird kaum zu etwas anderem mutieren, aber der Grippevirus hat jedes Jahr eine andere Form. Sollte man nicht seine Entwicklung unterstützen, anstatt ihn zu bekämpfen?

Irgendetwas scheint da nicht zu stimmen. Entweder in meinem Kopf oder in unserer Welt.

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 11.12.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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