Monika Schmeinta-Maier

Der Hausbesuch

Eines Vormittags, ich war gerade mit Treppenhaus putzen beschäftigt, klingelte es am Eingang. Ich dachte es
wäre der Paketzusteller aber es stand da ein kleiner dicker Mann im hellgrünen Anzug. Ich ging zum Tor und 
grüßte und fragte ihn ob ich ihm
was helfen könne oder er wen suchen würde. Er sah mich an und lächelte. Sie sind doch Frau Schmeinta, oder?
Ich bejahte und dachte mir: ob Serbin den Zeugen Jehowas käme oder vom Roten Kreuz oder Brot für die Welt.

Darf ich sie kurz stören junge Frau, fragte der Mann!? Und ehe ich ihm antwortete hielt er mir einen kleinen Koffer hin.
Mir schoss es durch den Kopf: das ist sicher einer von Vorwerk, der will mir was andrehen.

Als ob der Mann meine Gedanken lesen könne, strich er kurz über meinen Oberarm und lächelte 
wieder. Keine Angst, ich tue Ihnen nichts. Ich überbringe Ihnen n u r ihren Koffer. Den haben sie vor 
17 Jahren stehen gelassen. Er reichte mir den Koffer und sagte gewichtig : erinnern sie sich noch wie oft sie beim
Universum was bestimmtes bestellt haben? Ich meine damit nicht das Geld mit dem sie allen ihre Sorgen kleiner
machen können.

Da musste ich schlucken und war nah am weinen. Woher wusste er das?

Er lächelte wieder und sagte lauter, bitte nehmen sie. Ich möchte sie nicht länger
aufhalten. Und ich muss weiter, mich erwünschen sich noch einige Leute.

Ich nahm endlich den kleinen Koffer und sagte Danke.

Drehte mich kurz um. Und dann war der kleine dicke Mann auch 
schon weg.

Ich öffnete den Koffer und da lag ein Zettel, worauf stand:

ab jetzt wirst du und deine Familie wieder sehr viel schönes und positives 
erfahren, du/ ihr seit genug geprüft- es reicht...

mir zitterten die Beine und Tränen rannen über mein Gesicht.
Unser Hund bellte und das Putzwasser war inzwischen kalt.

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