Heinz-Walter Hoetter

Als sie sich wieder einmal trafen...

Eine lustige und etwas schlüpfrige Kurzgeschichte für Kenner und Nichtkenner

***

„Jaaa, da schau her! Mein alter Penis! Schon lange nicht mehr gesehen. Wo warst du denn die ganze Zeit? Wie geht es dir so?“ sprach die Muschi und öffnete ein wenig ihre knallroten Schamlippen zu einem grinsenden, leicht lasziven Lächeln.


 

„Mir geht es heute nicht so toll“, antwortete der schlaffe Penis. „Früher hatte ich viel mehr zu tun, als wir beide noch zusammen waren. Außerdem tat ich es immer gerne mit dir. Aber diese Zeiten sind ja schon lange vorbei und längst Geschichte. Ich liege jetzt meistens den ganzen Tag nur faul auf meinem Sack herum und langweile mich zu Tode. Nun ja, ab und zu sehe ich mal einen Baum und kann dann mal etwas frische Luft schnappen. Mein Nachbar, dieses blöde Arschloch, ärgert mich in letzter Zeit immer häufiger. Manchmal hat er einen fürchterlichen Dünnschiss, dann spritzt er mir absichtlich auf die Eichel, dieser Lump. Das macht er besonders gern, wenn ich in irgendwelchen dieser trüben Porzellanschüsseln herum hängen muss. Danach sehe ich aus, als hätte ich Sommersprossen auf dem Beutel. Ich könnte wirklich kotzen. Und stinken tut der! Mann oh Mann! Wie eine Leiche. Echt pervers, was ich alles aushalten muss“, antwortete der jetzt sichtlich erregte Penis, dem man aber in diesem Zustand sein Alter leider auch schon ansah. Wie ein schwach aufgeblasener Luftballon hing er da, genauso wie der faltige Sack, der nutzlos hin und her baumelte. Er war sporadisch durchsetzt mit grauen, stark gekräuselten Haaren. Tja, und die beiden Glocken, auch Eier genannt, hingen schon lange tiefer als das Seil.


 

„Ehrlich gesagt, du tust mir richtig leid, wenn ich das ausgerechnet von dir hören muss. Du hast offensichtlich kein schönes Leben mehr. Wo du doch früher so ein strammer Max gewesen warst.“


 

„Na ja. Was soll ich sagen? Ich werde eh selten gewaschen. Meine Vorhaut, sie nennt sich „Pelle“, beschwert sich immer häufiger bei mir, weil sie den Schmant auf ihrer Eichel nicht mehr aushalten kann. Echt ekelhaft, kann ich dir sagen. Manchmal ist die arme Eichel mit juckenden Pickeln übersät, die auch mich in den Wahnsinn treiben. Aber was soll ich machen? Ich leide ja ebenfalls darunter, wenn es den beiden schlecht geht. Meistens am Wochenende kommen auch noch die bösen Hände, die meine Vorhaut immer heftig bearbeiten. Dann rufen sie mit einem höhnischen Grinsen: 'Die Vorhaut ist die Haut, die immer vor und zurück haut!'
Das alles ist ja noch zu ertragen, wenn es da nicht so manche Abende im Jahr gäbe, die zwar selten sind, aber es passiert eben doch noch hin und wieder. Da bekomme ich meistens einen Gummianzug übergezogen, in dem ich fast ersticke. In diesem Ding muss ich immer in ziemlich dunkle Kanäle abtauchen. Nur trübe erkenne ich, dass es offenbar Brüder von meinem Arschloch sind. Sie quälen mich echt brutal. Manche kneifen ihre Schließmuskel absichtlich ganz eng zusammen, sodass ich bisweilen schrecklich abknicke und dabei sogar schlimme Hämatome davon trage. Nach einer Weile muss ich mich meistens übergeben und bade für einige Zeit in meinem eigenen Erbrochenem. Es ist einfach zum Verzweifeln..., Muschi“, sagte der alte Schwanz betrübt und zuckte dabei ein wenig auf und ab, wobei ihm ein paar Tropfen Urin ungewollt wie Tränen aus dem Harnleiter schossen.


 

„Du meine Güte! So schlimm ist deine Lage schon geworden? Was bist du bloß für eine arme Sau geworden!“ sprach Muschi sichtlich gerührt und befahl ihren beiden Schenkeln sich ganz weit zu spreizen. Das gefiel natürlich dem alten Penis nicht nur gut, sondern sehr gut.


 

Dann fuhr Muschi mit weit geöffneter Vagina fort: „So, mein alter Freund. Du kannst froh sein, dass wir uns getroffen haben. Komm her! Wir machen uns einfach ein paar schöne Stunden, so wie in früheren Zeiten. Du kannst mit mir machen, was immer du willst. Ich werde dich schon auf Trab bringen und dir zeigen, was noch in mir steckt, wenn du erst mal drinnen bist. Na, wie wär's? War ich früher nicht immer deine Stute? Mach' mir also den Hengst wie in alten Tagen! Auf geht’s! Lass' uns einen heißen Ritt hinlegen. Danach geht es dir bestimmt wieder besser. Denk' mal daran, was du damals immer zu mir gesagt hast. Na, fällt es dir wieder ein?“


 

„Natürlich. Wie kann ich das vergessen“, sagte der alte Schwanz zu seiner Muschi und jodelte vor Lust: „Du bist noch immer die geilste Möse auf der Welt!“


 

ENDE

(c)Heinz-Walter Hoetter
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 14.12.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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