Peter Biastoch

Zwischenstopp

Gasthof Weigmannsdorf, den 16.09.2017, kurz nach Mittag.

Wir wollten gleich los, um die Burgruine Frauenstein zu besuchen. Es war reiner Zufall, dass ich gerade noch am Fenster stand und meine Kamera in der Hand hielt, um die Linsen von Staub zu befreien und noch einmal die Grundeinstellungen der Software zu kontrollieren. Schon zuvor hatte ich die wunderschönen Wolken am Himmel bemerkt und eine kurze Serie davon geschossen. Schöne Voraussetzungen für ansprechende Aufnahmen der alten, verfallenen Burganlagen.

Doch nun zog eine Bewegung, am Himmel, meinen Blick in die Höhe. Ich konnte es kaum glauben. Ja, ich wollte meinen Augen nicht trauen. Doch da hing tatsächlich ein diskusförmiges Fluggerät über dem Gasthof. Viel zu groß für eine gewöhnliche Drohne! Natürlich ist die Chance, dass ausgerechnet ich ein echtes Ufo erblicken sollte, mehr als unwahrscheinlich. Dennoch hob ich die Kamera und machte eine Serie von Fotos davon.

Schon, als wir unser Zimmer bezogen hatten und ich zufällig aus dem Fenster sah, wunderte ich mich über dieses seltsame Schild auf dem Nebendach. Na ja, der Gastwirt hat so seinen eigenen Humor, dachte ich bei mir. Dann verschwand dieses Schild für mich „aus den Augen, aus dem Sinn“.

Doch nun? Gab es wohl einen Zusammenhang zwischen den drei stilisierten Figuren auf dem Schild und der fliegenden Untertasse über uns? Wohl doch. Zwar ist dieses Hinweisschild relativ klein. Doch Fernreisende im Weltall verfügen sicherlich über ein leistungsstarkes Teleskop. Vielleicht scannen sie auch auf andere Weise die Planeten, an denen sie vorüber kommen? Und für die Auswertung dieser Beobachtungsdaten, werden sie garantiert eine effektive Formerkennungs-Software haben. Der dicke rote Pfeil, machte ihnen wohl verständlich, dass sie mit ihrem Flugobjekt noch bis hinter den nächsten Hügel gleiten muss, um bei Mulda die angekündigte Bedürfnisanstalt zu finden.

Was mir, bei dieser „Begegnung der zweiten Art“ auffiel war, wie absolut lautlos sich dieses Flugobjekt bewegte! Hätte ich nicht zufällig in diesem Moment aus dem Fenster geschaut und zu meinem Glück die Kamera in der Hand gehabt, hätte ich nichts von diesem Überflug mitbekommen. Im Übrigen waren auch keinerlei Flammen, oder andere Leuchterscheinungen zu beobachten, die das Gerät am Himmel gehalten hätten. Meine einzige Erklärung lautet: Antigravitation!

Zügig schwebte der Diskus auf den nahen Hügel zu. Man brauchte wohl nicht sonderlich zu beschleunigen, weil das Ziel dieses Fluges, von der luftigen Höhe, schon deutlich zu sehen sein musste. Ich verfolgte den Flug noch ungläubig mit den Augen und einer raschen Serienaufnahme. Elf Bilder, dann war der Spuk vorbei. Ich informierte noch den Gastwirt, über meine Beobachtung. Dann stand Burg Frauenstein auf unserem Plan. Doch immer wieder schaute ich dabei nach oben. Von unserem Gastwirt erfuhren wir am Abend, bei einem guten Rechenberger Pils und einem trockenen Rotwein, die  ganze Vorgeschichte. Unter anderem, weshalb er dieses Hinweisschild auf dem Dach angebracht hatte…

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