Peter Biastoch

Zwischenstopp – wie es zu Bild und Text kam

Vor wenigen Tagen las ich hier ein kleines Mundartgedicht. Es handelt von einer Leuchterscheinung, die der Autor über einer Kirche vor seinem Wohnzimmerfenster erblickt hat. Er hatte diesen Versen den Titel „UFO oder hl. Geist“ gegeben. Nun ja, ich konnte keines von beiden darin erkennen und schrieb das dann in einer kurzen Lesermeinung. Anschließend vergaß ich diese Sache.

Ein weiteres Interessengebiet von mir ist die Fotografie. Beim stöbern auf der Internetseite von „fotocommunity“ faszinieren mich schon längere Zeit jene Bilder, die als Digi-Art bezeichnet werden. Also googelte ich ein wenig, wie man solche Bilder gestalten kann. Da standen verschiedene Programme zur Auswahl. Viele davon sind echte Profiprogramme, also eines teurer, als das andere. Nichts für mich. Dann fand ich einen Hinweis auf das Konstruktionsprogramm (SketchUp16), das ich ja schon lange auf meinem Rechenknecht laufen habe.

Also rief ich dieses Programm auf und bastelte los. Erst einmal ein paar Flächen, die ich schließlich zu einem Körper formte. An diesem brachte ich noch andere Einzelheiten an und erhielt zum Schluss ein einfach gestaltetes UFO.

Ich machte einen Screenshot davon und öffnete diesen in meiner Bildbearbeitungs-Software. Hier ließ sich diese „fliegende Untertasse“ problemlos frei stellen. Ich brauchte noch einen passenden Vordergrund. Den fand ich in meinen Fotos von Weigmannsdorf, wo wir zweimal im Jahr Verwandte besuchen. Da hatte ich eines schönen Tages die wunderschönen Wolken, aus dem Fenster des Hotelzimmers fotografiert. Nun konnte ich dieses Bild und meine fliegende Untertasse zusammen bringen.

Das war allerdings nur die halbe Miete! Die Frage lautet ja nun: Was macht dieses UFO am Himmel über Weigmannsdorf? Welche Geschichte soll also mein Digi-Art Foto erzählen? Ich ließ mir Zeit und machte erst einmal einiges andere. Dann kam mir die passende Idee.

Da hatte ich doch einmal ein Hinweisschild fotografiert. Wo war das doch gleich? Ach ja, bei einem Besuch der Freilichtbühne im Küchwald (Chemnitz). Dort hatten wir uns die „Jony Cash – Storry“ angeschaut. Bei so einem zweistündigen Programm bleibt es ja nicht aus, dass man vorher erst noch ein bestimmtes Örtchen aufsuchen will. Und genau da war auch dieses Schild!

Als Hobbyknipser, der darüber hinaus auch noch mit seinen Bildern experimentiert, muss man vorausschauend fotografieren. Ich fotografiere ja nicht zwangsläufig jedes Schild. Aber an dem kam ich nicht vorbei. Wenn Du es Dir auf dem Bild von meiner Kurzgeschichte „Zwischenstopp“ siehst, verstehst Du sicher, warum! Also rein in meine Fotosammlung, auf der Festplatte, den Ordner „Ring of Fire“ gesucht und tatsächlich das gewünschte Bild gefunden.

Nun war die Frage: Was muss ich machen, damit jeder den Zusammenhang zwischen dem UFO am Himmel und dem Schild erkennt? Man muss das Schild aus dem Weltall erkennen! Nun gut. Das Schild ist nicht übermäßig groß, doch solche UFO’s haben schließlich leistungsstarke Teleskope und ebensolche Strukturerkennungssoftware. Also muss ich es nur noch so platzieren, dass man es von oben sieht! Ich zog es auf ein Vordach und passte seine Lage an. Fertig!

 

Nachtrag:

Als es sich allerdings rasend schnell im hiesigen Raum-Quadranten, unter den Sternenreisenden, herumsprach – ich meine, dass es dort irgendwo ein Klo für Aliens gibt, wurde es sehr schnell ein beständiger und größerer Andrang an Raumfahrzeugen, die diesen Ort ansteuerten. So hat der Gastwirt sein Hinweisschild schließlich gleich wieder abmontiert.

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