Doris E. M. Bulenda

Z-hr'o und Lissi üben Magie

Mein Dämonenfreund Z-hr'o und ich saßen ruhig und friedlich im Wohnzimmer bei einer Flasche Wein und küssten uns ab und zu. Leider hatte der Dämon dann wieder einen seiner Einfälle.
»Lissi, wie wäre es, willst es du nicht wieder einmal mit Magie probieren?« Ich schaute entsetzt auf, verschluckte mich, hustete und schüttelte dann energisch den Kopf. »Nein, Z-hr'o, sicher nicht. Du weißt genau, dass das nicht klappt.«
Aber wie immer war mein dämonischer Lover hartnäckig im Überreden. »Schau mal, nur ein bisschen Magie, wollen wir uns vielleicht ein kleines Plüschkätzchen herzaubern? Dabei kann gar nichts schiefgehen.«
Nun gut, ich ahnte, dass ich nicht ohne weiteres davonkommen würde, also stimmte ich zu. Z-hr'o zeigte mir, welche Zeichen ich auf ein Blatt Papier malen musste, sagte mir die magischen Worte vor und zeigte mir die Handbewegungen. Skeptisch versuchte ich, seine Anweisungen genau nachzumachen.
Ich hatte die Magie glücklich zu Ende gebracht, aber es passierte vorerst gar nichts. Bis sich auf einmal eine durchsichtige Gestalt in der Mitte meines Wohnzimmers materialisierte. Sie wurde immer größer und endete in einem riesigen, festen Körper.
Das war keine kleine Plüschkatze, die ich da beschworen hatte. Ich riss die entsetzt die Augen auf. »Z-hr'o, schau nur, wie immer ist meine Magie schiefgegangen! Das da hier in meinem Wohnzimmer ist«, ich musterte die riesige Katze, die gerade erschienen war, »ein Säbelzahntiger aus der Vergangenheit. Ein sehr lebendiger noch dazu.«
Zum Glück war das gigantische Tier momentan verwirrt und offensichtlich nicht aggressiv, aber dann schnupperte es in Richtung Tisch, wo wir eine nur halb aufgegessene Pizza liegen hatten. Ich brach ein Stück davon ab und hielt es dem Tiger vor die Nase. Es wurde kurz beschnuppert, mir dann aus der Hand gerissen und in Windeseile aufgefuttert. Da schau an, auch ein prähistorischer Säbelzahntiger wusste die Qualität unseres Pizzalieferanten zu schätzen? Während ich die Pizza verfütterte, bemerkte ich mit ein paar vorsichtigen Seitenblicken, dass Z-hr'o hektisch seine Magie vorbereitete.
Die Säbelzahnkatze hatte das letzte Pizzastück gefuttert, leckte sich die Lippen und stupste mich an. Dieses »Tierchen« schien recht freundlich zu sein, aber als Haustier wollte ich es trotzdem nicht behalten. Zum Glück hatte mein Dämon seine Magie endlich fertig und zitierte die Worte, es funktionierte, die riesige Katze verschwand wieder dahin, wo sie hingehörte.
»Z-hr'o, Lieblingsdämon, ich habe dir doch gleich gesagt, dass es ein blöde Idee ist, wenn ich wieder einmal mit Magie herumspiele …«

Weiter kam ich nicht, denn Z-hr'o küsste mich, hob mich in seine Arme und trug mich ins Schlafzimmer. Dagegen hatte ich nichts einzuwenden, denn Liebe mit meinem Dämon zog ich eindeutig allen magischen Versuchen vor.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 06.01.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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