Elke Müller

Amerika....

Redmon lehnte mit dem Rücken am Stamm einer schief gewachsener Trauerweide, atmete tief den Duft ein, der vom Waldboden aufstieg, welcher nach Tannennadeln, Wald und frisches Holz roch. Er fragte sich, wie wohl sein Leben aussehen wird, wenn viele wie er, aus der Armee austreten werden, denn die Schwierigkeiten und Probleme werden zuverlässig immer wieder kommen. Auch Aus seiner bisherigen Erfahrungen hatte er wirklich nichts gutes zu erwarten. Man lebt in der Hoffnung, das alles besser wird, aber dafür wird man auf eine harte Probe gestellt. Allerdings steckte er jetzt schon in einer Situation, wo er nur am Rande den erbarmungslosen Überlebenskampf der Indianer verfolgen konnte. Wer war er den schon! Ein Sergeant, der nur wenig über die Indianer wusste? Oder, der Interesse an den naturhaften Freiheitswillen der Indianer hatte? Er hat noch so viele Fragen. Aber wie eine Antwort finden. Auch was ist, wenn man im falschen Moment, eine falsche Entscheidung trifft? Vielleicht war es einfach an der Zeit, etwas Neues zu beginnen. Einen neuen Lebensabschnitt. Was sollte er machen? Sicher werden sich die Dinge schon entwickeln. Nur die Wirklichkeit sah eben anders aus, als man sich vorgestellt hatte. Aber man konnte vor der eignen Schuld nicht davon laufen.

Redmon schreckte aus seinen Gedanken hoch, als jemand nachdrücklich auf seine Schulter tippte und fuhr herum. „ Entschuldigung, ich habe mehrmals angefragt, wegen dem Essen, aber es kam keine Antwort. Also… willst du nun oder nicht?“ Redmon gab sich einen Ruck. „ Sehr gern,“ - und begann zu essen. Es schmeckte gut, das Fleisch der Schlange, wie nach Hähnchen.

Heika setzte einen Wasserkessel auf, wobei Redmon bemerkte, das Heika beim gehen schwankte. „ Alles in Ordnung?“ Da war plötzlich dieses schalkhafte funkeln in seinen Augen und ein kleines angedeutete Lächeln um seinen Mundwinkel. „ Alles in Ordnung. “ Redmon seufzte schwer auf. Ob er vielleicht sein Vertrauen zu schnell vergeben hat? Als das Wasser brodelte, goss Heika es über die mit Kräuter gefüllten Blechbecher. Ein würzige Duft lag in der Luft und mit dem ersten Schluck fühlte man sich gleich besser.

Ich werde den Gedanken nicht los, das es mit deiner Verletzung etwas anderes auf sich hat … Das gefällt mir nicht,“ sagte Redmon in die Stille, warf dabei einen Blick über seinen Becherrand hinweg zu Heika. Dieser hob fragend die Brauen. „ Also… warum wollten dich bestimmte Typen töten? Was hast du mit ihnen gemacht!… Abstreiten ist sinnlos. Ich hab die Winchester sowohl das Paket mit den Sachen gefunden, trotz guter Tarnung. … Jedenfalls muss ich mir wegen Mangel an Mordanschlägen an dich im Moment keine großen Sorgen machen.“ „ Warum so wütend. Ich lasse mir von niemanden vorschreiben was ich zu machen habe oder nicht. Meine Entscheidungen treffe ich immer noch alleine.“ Damit stand er auf, sammelte einige Holzstücke auf und warf einige ins Feuer. „ Du willst mit mir reden, ich habe keine große Lust zu reden.“ „ Das ist mir so was von scheiß egal! Bist du von allen wilden Affen gebissen worden! Auf dich ist eine hohe Summe von Kopfgeld gesetzt, jetzt gibt es einen Grund mehr dich zu jagen,“ sagte Redmon scharf. „ Seinem Schicksal kann man nicht entkommen.“ „ Ach ja? Schöne Scheiße auch…. Mensch, manchmal hilft es, wenn man über Dinge redet, welche einem bedrücken z.B. die einen traurig oder wütend machen.Komm schon, wie viele waren es?“ „ Drei,“ murmelte verärgert Heika. „ Sie schlugen sich wacker, trotzdem machte ich kurzen Prozess mit ihnen. Leider ist mir einer entwischt. Ist einfach so verschwunden. Ich werde heraus finden wo er sich versteckt und dann… .“ Hör zu. Ich kann dir ein guter Freund sein und… auch ich habe gelernt zu kämpfen. Wenn du willst… also wenn du wirklich willst, halte ich dir den Rücken frei. Auch wenn die Schwierigkeiten deshalb nicht kleiner werden, bin ich überzeugt, das wir gemeinsam das Zeug haben, jedes Hindernis zu überstehen. Heika durchbohrte Redmon mit seinen Blick, um klar zu stellen, das es keine weiteren Optionen geben wird. „ Und… hast du dich zu etwas entschlossen?“ Redmon weiß, das er seine Stimmung, Gefühle und Gedanken geschickt hinter eine Maske verbirgt. Ich werde dir helfen… Ehrenwort.“ Heika antwortete nicht, mustert nur Redmon und wog das Risiko ab. So auch im Guten wie im Schlechten?,“ fragte er dann. Redmon nickte. „ Irgendwie sind wir wir doch genauso wie Wölfe. Nur mit dem einen Unterschied, sie fallen über so manches Tier her, so wie wir über alles anderes herfallen…. “ Ja nur, wir wollen das Land der Weißen nicht, sie wollen unser Land,“ fügt Heika hinzu.Ja ich weiß. Trotzdem,... vergiss niemals dein Land und wer du bist.

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 07.01.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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