Heinz-Walter Hoetter

The Gulliwähr

Hey Visitor! Yes you, you mid de Jummischuh! Wat kickste denn so belämmert, du Pfeife?

Abba wenne scho a'moi do bis, isset mir och ejal.

Ick wollte dir mal janz speed wat fraje. Also uffjepasst, Visitor!

Hatt du inn denne bisherige Lebben wielleicht scho a'moi sonne komische Jullideckel anjehoben und mit denne boiden Glubbscher da reinschawuhlt?

Ne?

Ick scho!

Wennste also sonne Jullideckel anhebst, dann kannste full Stoff in de eklige Drecksgrütze reinschamullen. Det is keen Kappes, Visitor.

Weeste, och der Jestank is a hochkarätig bestialisch für jedden Humanrüssel. Verstehste dat, mei Jong?

Wat soll ick sagen?

In sonne eklige Drecksgrütze lebte a'moi sonne Zwerg namens Gulliwähr. Det janze Pfolk in senne Dorfklamütschel nannte diesen Zwergschlawiner so.

Wat un warum vegantierte diesa Zwergschlawiner blos in sonne Schlammjulli?

Det is janz simpel un enfach eklärbar.

Senne boiden Ältern verschmissen ihn mal da reen, weil er als kleener Bua a ziemlich fräche Gosch jehabt habbe soll, nämlicho sennem Vadder und senner Mudda jejenübba odda so.


 

Der ranzige Daddy machte knappen Protest mit sennem little Urinator. Also rinn mit de kleene Scheißerle, ab ins Stinklöchle und dä schwäre Jullideckel widda obben druff. Piff, paff, puff, so fix and speed jing det.

(Äh, Puff? Jetza wees ick och, wo ick mennen schlaffen Hut jelassen habbe.)

Det nur nebenbei jemerkt. Nun wedder mid derre klonen G'schicht.

Abba wat keener jeglaubt hädde, det trat een. In dem stinkmistigen Dreckslöcherl fühlde sich det Knäbli komissarischerweise recht wohlig in senne Haut. Seit the Time hauste er jemütlich in dem Julli und man sachte irjendwann Gulliwähr zum ihm.

Un weila in sonnem enge Kanalloch schmollend vegantierte, blibba ebbe obbendruff noch a Zwerg in sennem janzen Lebbe, weil det Jullilöchli enfach zu eng jeformt war. Det Scheißerle war abba ebben janz doll anpassungsfähig. Det muss man och mal sagge dürfen.

Basta!

Nun warren abba senne hinterfotzigen Ältern de trügerischen Annehmlichkeit verfallen, de little Gulliwähr würde scho verräcke in de verseuchte Dräcksloch. Det wahr abba nich so.

Ätschibätschi! Lang Nese!

Denn de Zwergengnommi Gulliwähr wollde jetza von senne Ältern eh nichts mehr wissen, ebbe weil se ihn habbe verräcken lasse wolle.

Irgendwanneeickel an sonne hellsonnige Nachmittdoog issa us Sähnsucht voll schleichend nach senne ehemalije Home jejangen und hadde durch de Pennefenestere senner Ältern jeluggst, die jerade dabei warren, ennen neujen Julliwähr zu fucken. Auf de oiden Table schmarotzte noch de gährige Girschkuchen, den die baiden old Fuckers vorher in ihre Gedärms reinjewürgt habbe, before se sich jejenseitig sexuell enthemmten.

Det ging dem Gulliwähr abba nun doch janz entschieden zuweitig, senne eijennen Ältern beim Geschlächtsackern zu beluggen. Ne, det wahr nich senne Ding, sondern det sennes Vadders.

Ha, ha, ha!

So schleichtretend wia jekommen is, issa och widda von dannen jejangen.

Nun, wenn man sich mal überlecht, dat de Gulliwähr seit the Time inne sonnem Julliloch herumhausset, do isses schon fast enne sensationelle Sensation, dat dieser noch lebbet - odda etwa nich?

Ach, wat sech ich euch überhoobt?

Fiellaicht war doch alles janz anders. Fiellaicht is dat janze ooch nur sonne erfundene G'schichte von mir jewesen. Ick wees es wirklich real nich.

Jeht jetza libba widda, ihr Visitor-Leutz, von daher wo ihr jekommen seid! Iss besser so, abba nich davon zu viehl..., bitschee! :-)


(c)Heinz-Walter Hoetter

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 11.01.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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