Heinz-Walter Hoetter

Brief eines Sohnes an seine verstorbenen Eltern

Liebe Mama, lieber Papa,


 

als ich noch ein kleiner Junge war habe ich all Eure fürsorgliche Liebe als selbstverständlich angenommen. Ich kannte es ja nicht anders.

Jetzt, da ich eigene Kinder habe, die selber schon wieder groß sind, weiß ich, dass das, was ihr beide für mich und meine Geschwister getan habt, unsagbar viel Wert ist.

Trotz aller Schwierigkeiten und Hemmnisse habt ihr beide es geschafft, unsere Wurzeln tief im Boden zu verankern und als es an der Zeit war, da habt ihr uns Flügel gegeben, mit denen wir sicher in die weite Welt hinausfliegen konnten.

Dass es Euch fast das Herz zerriss, habt ihr uns nicht spüren lassen.

Seit ich denken kann, ward ihr beide für uns der ruhende Fels in der Brandung. Durch Eure fürsorgliche Zuneigung und aufopfernde Liebe konnten wir alle unser Leben bis heute gut meistern, auch wenn wir andere Wege eingeschlagen haben, als ihr Euch das vielleicht gewünscht habt. Aber die Straßen des Lebens sind nie gerade.

Nicht nur unsere Familie, sondern auch viele andere Menschen sind von Eurer Liebe, Euren Gedanken und aufmerksamen Gesten begleitet worden. Ohne großes Getöse habt ihre beide wichtige Spuren im Leben der Mitmenschen hinterlassen.

Es war eine schöne Zeit mit Euch zusammen durchs Leben gegangen zu sein.

Ich denke oft an Euch und an alle, die mit uns in jenen glücklichen Tagen zusammen waren und schon lange nicht mehr sind.

Ich glaube ganz fest daran, dass wir uns alle auf der anderen Seite irgendwann wiedersehen werden und dort werdet ihr beide auch auf mich warten, an der Regenbogenbrücke, und mich in Empfang nehmen, wenn meine Zeit gekommen ist.


 

Euer Sohn


 

©Heinz-Walter Hoetter

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Heinz-Walter Hoetter).
Der Beitrag wurde von Heinz-Walter Hoetter auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 13.01.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Bücher unserer Autoren:

cover

halbwertzeit der liebe von Ditar Kalaja



In meinen Gedichten, schreibe ich mir meine eigene Realität, meine Träume auch wenn sie oft surreal, meistens abstakt wirken. Schreiben bedingt auch meine Sprache, meine Denkmechanismen mein Gefühl für das Jetzt der Zeit.

Ich vernehme mich selbst, ich höre tief in mich rein, bin bei mir, hier und jetzt. Die Sprache ist dabei meine Helfershelferin und Komplizin, wenn es darum geht, mir die Wirklichkeit vom Leib zu halten. Wenn ich mein erzähltes Ich beschreibe, beeinflusse, beschneide, möchte ich begreifen, wissen, welche Ursachen Einflüsse bestimmte Dinge und Menschen auf mein Inneres auf meine Handlung nehmen, wie sie sich integrieren bzw. verworfen werden um mich dennoch im Gleichgewicht halten können.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Sonstige" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Heinz-Walter Hoetter

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Majong der Zeitzauberer von Heinz-Walter Hoetter (Fantasy)
autobiographisch...mein Freund Peter von Rüdiger Nazar (Sonstige)
… 4.30 Uhr am Morgen von Egbert Schmitt (Glossen)