Jakob Kappert

Der Mann, der mit dem Gras spricht

 

Gar sonderbar mag es sein, wenn du nach dem Aufstehen, den Morgenkaffee noch in der Hand, nichtsahnend die Gardinen deiner Küche aufziehst und auf einen dir unbekannten Mann blickst, der, wenn auch von zweifelhafter Anständigkeit, doch zumindest anständig gekleidet, auf allen Vieren durch das Gras in deinen Vorgarten kriecht und mit vom Haus aus unverständlichen Worten zu den feingliedrigen, grünen Halmen spricht. Ebenfalls sonderbar ist deine an dieses Erlebnis anknüpfende Entscheidung, den Fremden vorerst unbehelligt zu lassen und darauf zu warten, dass ihn jemand holen kommt, volle vier Tage lang. Da dergleichen aber nicht passiert, ist es nur allzu verständlich, dass du am fünftem Tag dich aus deinem Stuhl erhebst, zögerlichen Schrittes zu ihm gehst und ihn, da er als unberechenbar einzustufen ist, mit distanziert höflicher Stimme fragst, was er da mache.

- Mich unterhalten.

- Warum unterhalten Sie sich mit dem Gras?

- Sind Sie denn aus Gras?

Der Sonderling erhebt sich eloquent und streckt dir lächelnd seine Hand mit den an den Kuppen grün verfärbten Fingern entgegen. Er sagt ...

 


 

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