Sebastian Nokelsky

DER KLEINE CLOWN ZU BESUCH

Es hatte keinen Sinn den Buchladen weiter geöffnet zu lassen. Bei dem prasselnden Regen und heulenden Wind in den Straßen. Für den Nachmittag war sogar eine Sturm Warnung angekündigt worden. Also ging der alte Mc Gilles schweren Herzens mit dem Schlüssel zur Tür seines Landes. Von den Kindern, denen er sonst immer am Wochenende Geschichten in seinem Geschäft vorlas, wusste er, dass der Wanderzirkus Romodus in der Stadt war. Alle Kinder freuten sich auf die Vorstellung und den kleinen Clown. Aber wegen des starken Unwetters musste sie noch bis Morgen darauf warten. Als Mc Gilles abschließen wollte, bemerkte er einen schwarzen Mantel mit Kaputze am Haken in der Garderobe vom Eingang. Es musste jemand im Laden sein, denn es tropfte Wasser von der langen Kutte. Aber Mc Gilles hatte schon den ganzen Tag das Leuten der Klingel beim aufgehen der Tür nicht gehört. Vorsichtig schaute er sich zwischen den, mit Büchern bepackten Regalen um. Plötzlich stand der kleine Clown in seiner gestreiften Hose neben ihm. Er nahm für einen kurzen Moment seine lustig aussehende Mütze ab und grüßte: „Einen schönen guten Tag, alter Mann.“ Verwundert sagte Mc Gilles: „Hallo, kleiner Clown.“ und sein Herz war mit Glück erfüllt, weil an diesem dunklen Tag doch noch ein Besucher in seinen Buchladen kam. „Ich habe gehört, dass sie den Kindern Geschichten vorlesen.“ sprach der kleine Clown weiter. „Darf ich sie darum bitten mir auch eine Geschichte vorzulesen?“ „Sehr gern, welche soll es sein?“ fragte Mc Gilles. „Die Geschichte, die sie mir vorlesen möchten.“ antwortete der kleine Clown. Mc Gilles wählte aus einem Regal das Buch, aus dem sein Vater ihm immer vorgelesen hat, wenn es draußen regnete.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 19.01.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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