Dirk Hoffmann

Giesbert der Entbehrliche

Die völlig überflüssige und noch dazu mit einem viel zu langem Titel versehene Geschichte von Giesbert dem Entbehrlichen


Prolog

Graf Hilmar war schlecht gelaunt. Aber so richtig. In seinem zugigen Arbeitszimmer saß er im trüben Licht einiger Kerzen und arbeitete sich mit stetig zunehmender Verdrossenheit durch einen beängstigend hohen Stapel Post. Alle Welt wollte Geld von ihm. Die Armee forderte neue Helme, der Hofstaat verlangte dringend nach neuen Stehkrägen, die Bauern schrien geradezu nach diesen neumodischen Subventionen und die Alchimisten machten ihn nachdrücklich darauf aufmerksam, dass neue Schutzbrillen beträchtlich günstiger wären, als Blindenhunde. Geld, Geld, Geld! Und was genau fehlte Hilmar? Richtig, Geld. Er musste sich inzwischen bedenklich tief bücken um einige Münzen aus der gräflichen Schatztruhe zu klauben und griff dabei immer öfter ins leere.

Kopfschüttelnd pflückte er den nächsten Brief vom Stapel. Eine Taverne stellte hundertdreißig Dukaten in Rechnung. Moment mal, warum in aller Welt forderte eine Taverne hundertdreißig Dukaten? Hilmar sah genauer hin und erkannte ein Siegel mit Kussmund und Strumpfband. Die Rechnung war also gar nicht von der Taverne, sondern von der „Taverne“. Einer ,im wahrsten Sinne des Wortes, peinlich genauen Auflistung von Dienstleistungen einer gewissen Madame Chi-Chi konnte Graf Hilmar entnehmen, dass sein Neffe Giesbert sich kürzlich einen äußerst vergnüglichen Abend gegönnt hatte. Ja, Hilmar hatte seiner Schwester auf dem Sterbebett geschworen, den Jungen bei sich aufzunehmen und es ihm an nichts mangeln zu lassen, aber das ging nun wirklich etwas zu weit. Es wurde höchste Zeit, dass Giesbert endlich einer ehrenvollen Aufgabe nachging... oder Hilmar ihn zumindest loswurde und keine weiteren seiner ausschweifenden Eskapaden würde finanzieren müssen.

Seufzend legte der Graf das Pergament beiseite und öffnete den nächsten Umschlag. Stirnrunzelnd entzifferte Hilmar die fahrige Handschrift eines ihm nicht näher bekannten Gutsherren aus dem Wald der tausend Schrecken. Mit dramatischen Worten forderte der Mann die Erschlagung - so der korrekte ritterliche Fachbegriff- eines, sein Unwesen treibendem und in höchsten Maße bösartigen, Drachen. Auch das noch. Ja, als amtierender Graf war Hilmar sogar verpflichtet einen seiner Ritter auszusenden um die Bestie zur Strecke zu bringen, aber Ritter waren nun mal teuer. Und beschäftigt. Trolle von Westen, Kobolde von Osten und wilde Banditen von einfach überall hielten die gräfliche Ritterschaft ohnehin so dermaßen auf Trab, dass Hilmar schon lange eine ernste Personalkrise befürchtete.

Erst gestern hatte der kühne Herbert, ein furchtloser Streiter der Gerechtigkeit und leidenschaftlicher Erretter von Jungfrauen in Nöten, wutschnaubend gekündigt. Er sei völlig überfordert, stünde kurz vor dem Burnout und würde sich von nun an nur noch voll und ganz seiner geliebten Veilchenzucht widmen. Mit diesen Worten hatte er sein Schwert, seinen Schild und einigen anderen Krempel neben Hilmars Schreibtisch geschmissen, ein Kündigungsschreiben auf die Marmorplatte geklatscht und schnellen Schrittes das Büro verlassen.

Der Graf stöhnte auf und ließ den Kopf hängen. Ein nichtsnutziger Neffe, eine feuerspeiende Bestie und ein schlimmer Personalmangel durch kündigende Ritter. Er musste eine Beschäftigung für Giesbert finden, einen Ersatz für den kühnen Herbert auftreiben und dann auch noch jemanden losschicken um den furchtbaren Drachen zu erschlagen. Wie sollte das alles nur gehen?

Sie merken es ja schon selbst, der Herr Graf war nicht der schnellste Denker seiner Zeit und daher wanderte sein verzweifelter Blick noch eine ganze Weile ratlos zwischen der Rechnung der „Taverne“, dem Hilferuf des Gutsherren und der Kündigung des kühnen Herberts hin und her bis sich endlich ein Lächeln auf seine Züge legte und seine Stimme durch die Gänge der Burg hallte.
„Giesbert!“


1.

Also schöner war die Landschaft in den letzten vier Stunden nicht geworden, soviel stand schon mal fest und ob der widerliche Nieselregen jemals aufhören würde, erschien ebenfalls mehr als fraglich. Stöhnend ließ sich Giesbert unter den Blättern einer äußerst kümmerlichen Kastanie im feuchten Gras nieder und streckte die schmerzenden Beine aus. Ein Pferd hätte ja wohl drin sein müssen, was dachte sein Onkel sich bloß? Na gut, vielleicht hatte Giesbert seine Gutmütigkeit in den letzten Jahren tatsächlich ein ganz kleines Bisschen überstrapaziert, aber das hier erschien dem frisch gebackenem und höchst unfreiwilligem Ritter nun doch etwas übertrieben.

Beklommen sah er in nicht allzu weiter Entfernung die ersten finsteren Bäume des Waldes der tausend Schrecken aufragen. Wald der tausend Schrecken! Das sagte doch wohl schon alles, oder nicht? Man ging ja schließlich auch nicht ins `Wirtshaus zur trockenen Kehle`, oder zum `Hufschmied der krummen Nägel`. Von der Kleinigkeit dort einen Drachen zu erschlagen mal ganz zu schweigen. Aber es half nichts, Onkel Hilmar hatte sich in dieser Hinsicht wirklich mehr als deutlich ausgedrückt. Entweder Giesbert kümmerte sich um diesen Drachen, oder er würde sein Glück als Bettler in den Gassen, oder Kloakenschrubber in den Aquädukten der Hauptstadt versuchen müssen.

Mürrisch betrachtete er die spärliche Ausrüstung, die vorher dem kühnen Herbert bei dessen Heldentaten gedient hatte. Ein altes Schwert mit einer schartigen Klinge, ein verbeulter Schild und ein zwar sehr kleidsames, aber auch sauschweres Kettenhemd, das Giesbert in den ledernen Rucksack gestopft hatte. Der Rucksack beherbergte des weiteren die armselige Verpflegung aus abgestandenem Wasser und steinharten Haferkeksen. Ferner fand Giesbert noch einen filigran gearbeiteten silbernen Klappspiegel, der wesentlich besser in das schicke Handtäschchen einer Prinzessin gepasst hätte, als in das Marschgepäck eines Ritters.

Ganz in seine trübe Gedanken versunken, drehte er den Spiegel in den Händen und als er ihn aufklappte erklang urplötzlich ein helles - nicht gerade leises - Stimmchen.
„Herzlichen Glückwunsch zu deinem neuen Feenspiegel 3.5, ich hoffe wir arbeiten gut zusammen!“
Giesbert erschrak mächtig und blickte überrascht in ein fröhliches Mädchengesicht, dessen helle Augen ihn aus dem Spiegel ansahen.
„Ich muss mich kurz auf meinen neuen Besitzer einstellen, dies kann einen Moment dauern“, verkündete das Mädchen entschuldigend und verschwand.
„Warte...“, setzte Giesbert verdutzt an, aber nun erschien das Bild einer Blume, die der Reihe nach ihre Blütenblätter verlor. Kurz nachdem auch das Letzte abgefallen war, tauchte das hübsche Gesicht aufs neue im Spiegel auf und krähte gut gelaunt:
„Tadaaa! Alles fertig, kann losgehen. Sagst du mir bitte noch deinen Nutzernamen?“
„Also... ich bin Giesbert... und wer bist du?“
„Schön dich kennenzulernen, Giesbert. Ich bin Elannidariel adlun Deminusiran.“
„Das ist wirklich ein sehr schöner Name, Elanni...“, er geriet ins stottern, aber sie winkte freundlich ab.
„Lass mal stecken, sag einfach Elli, das ist einfacher.“
„Und du bist eine...?“ Giesbert fühlte sich dezent überfordert.
„Also noch mal ganz langsam. Was du hier in der Hand hältst ist ein Feenspiegel, kapiert? Und dem entsprechend bin ich eine...? Richtig, eine Spiegelfee. Ist doch gar nicht so kompliziert, oder?“
„Du bist also in diesem Spiegel gefangen?“
„Quatsch, ich wohne hier bloß. Wir Feen leben natürlich im Zauberland.“
„Im Zauberland?“ Giesbert kannte sich mit Magie nicht aus und sie war ihm auch schon immer etwas unheimlich gewesen.
"Genau, und wir Feen bereisen das Zauberland durch ein Netz von Pfaden, die alles magische miteinander verbinden. Man bezeichnet dieses Netz auch als die wirren Wege der Welt, oder kurz: www. So kann ich zum Beispiel Informationen sammeln und Nachrichten überbringen.“
„Klingt ziemlich nützlich.“ Giesbert nickte anerkennend, obwohl er keinen Schimmer hatte, wozu so etwas gut sein sollte.
„Ist es auch. Die wirren Wege der Welt bieten wirklich tolle Möglichkeiten... von den vielen Einkaufsangeboten und den Unmengen niedlicher Katzenbilder mal ganz zu schweigen. Die feinen Menschen-Damen lieben so etwas.“
„Und wie bist du in den Rucksack des kühnen Herberts gekommen?“, lenkte Giesbert das Gespräch in eine, für ihn weniger abstrakte Richtung.
„Eine holde Maid hat mich ihm geschenkt, um ihre Dankbarkeit zu zeigen.“ Elli zuckte die schmalen Schultern.
„Wahrscheinlich hat er sie vor einem schrecklichen Ungeheuer gerettet“, tippte Giesbert.
„Nein, das nun nicht gerade, aber er hat ihr die Haare modisch frisiert und anschließend ihr Turmzimmer neu dekoriert. Der kühne Herbert ist sehr... geschmackvoll, wenn du verstehst, was ich meine.“ Die kleine Fee kicherte belustigt.
„Also, das hätte ich nun nicht gedacht“, wunderte Giesbert sich.
„Und du, Giesbert? Rettest du Leute vor schrecklichen Ungeheuern und solche Sachen?“
„Wie es aussieht wohl schon. Ich soll einen Drachen erschlagen, der hier in der Nähe sein Unwesen treibt.“
„Einen echten Drachen?“, staunte Elli und ihr blonder Zopf wippte aufgeregt hin und her.
„Ja, leider“, gab Giesbert verzagt zurück.
„So ein furchtbar gefährliches Riesenvieh?“ Sie riss die himmelblauen die Augen auf.
„Ja, genau so eines“, brummte Giesbert.
„So richtig mit höllisch scharfen Krallen, mörderisch spitzen Zähne, alles verbrennendem Feuer und so weiter?“, vergewisserte sich Elli nochmals.
„Könntest du jetzt bitte damit aufhören?“, fauchte Giesbert gereizt.
„Entschuldige bitte, Giesbert.“
„Schon gut“, antwortete dieser versöhnlicher.
„Dürfte ich dir aber bitte noch eine einzige, letzte Frage zu diesem Thema stellen?“, erkundigte sich Elli vorsichtig.
„Welche denn?“
„Wie kommt man bitteschön auf so eine beknackte Idee?“
„Das erkläre dir am besten auf dem Weg zur Drachenhöhle, in Ordnung?“ Giesbert erhob sich seufzend aus dem Gras und schulterte seinen Rucksack.

Er wusste zwar noch nicht so recht, was er von Elli halten sollte, aber die Spiegelfee schien ganz nett zu sein und Giesbert war froh darüber dem furchtbaren Drachen nicht ganz allein gegenübertreten zu müssen.
 

2.

Giesbert sah sich immer wieder nervös zu allen Seiten um, während er durch den dichten Wald schritt. Gelegentlich raschelte etwas im Dickicht, oder ein Vogel sang in den Baumwipfeln. Als der Eingang der Drachenhöhle vor ihm lag, gab der Feenspiegel ein helles Bimmeln von sich um Ellis Rückkehr anzukündigen und er zog ihn aus seiner Hosentasche. Die Spiegelfee hatte sich vor einer Weile verabschiedet um auf den wirren Wegen Erkundigungen über den Wald der tausend Schrecken einzuholen und meldete sich nun zu Wort.

„Sag mal Giesbert, ist dir ganz eventuell auch schon aufgefallen, dass der Wald hier ziemlich gut in Schuss ist, wenn man mal bedenkt, dass hier ein riesiger Drache wüten soll?“
„Da hast du recht, sieht alles ganz unbeschadet aus, oder?“ Giesbert musste ihr zustimmen, bisher hatten sie keinerlei Spuren der Bestie gesehen.
„Ich habe einige der arkanen Chroniken des großen Magiers Fernando Pedia über diese Gegend besucht.“
„Er schreibt über den Wald der tausend Schrecken?“
„Er selber zwar nicht, aber seine Tochter Vicky hat ein riesiges Lexikon dieser Welt verfasst und weißt du, was sie über den Wald der tausend Schrecken schreibt?“
„Lass mich raten... vielleicht, dass man besser nicht hier sein sollte?“, grummelte Giesbert.
„Ja, das auch, aber interessanter ist, dass der Name total übertrieben und irreführend ist.“
„Das klingt doch beruhigend.“ Wenigstens mal etwas positives.
„Genau, denn bekannt und dokumentiert sind in diesem Wald lediglich achthundertdreiundsiebzig Schrecken. Wichtiger ist allerdings die Tatsache, dass hier seit über hundertfünfzig Jahren kein Drache mehr gesichtet wurde, geschweige denn das Land verwüstet hätte.“
„Aber warum sollte dann jemand eine solche Beschwerde an meinen Onkel schicken?“ Er wedelte mit dem Brief des Gutsherren.
„Tja, das kommt mir auch komisch vor, Giesbert“, nickte die Fee.
„Wir sehen mal nach, bestimmt ist die ganze Sache nur ein dummer Scherz“, sagte Giesbert hoffnungsvoll und betrat die finstere Höhle.

„Verdammt ist das dunkel hier, ich erkenne kaum etwas.“ Langsam tastete der Ritter sich vor.
„Kein Problem, da kann ich helfen, sieh mal“, sagte Elli und er blickte in den Spiegel.
„Was willst du denn...ahhhh.“ Ein gleißendes Leuchten flutete ihm entgegen.
„Du solltest den Spiegel besser nach vorn halten, Feenlicht ist ziemlich hell, weißt du?“, riet Elli und kicherte leise.
„Danke, für die Warnung“, er versuchte die hellen Kringel und bunten Regenbögen zu ignorieren, die das Feenlicht in seine Netzhäute gebrannt hatte und ließ den Lichtstrahl langsam durch die Höhle wandern. Es war tatsächlich nur eine Höhle, kein Drache weit und breit. Der hintere Teil war irgendwann eingestürzt und ein großer Geröllhaufen türmte sich vor ihnen auf. Mehr gab es nicht zu sehen.

Giesbert atmete auf und genoss das der Gefühl der Erleichterung, als der Geröllhaufen plötzlich in Bewegung geriet und sich ein besorgniserregend großer Reptilienkopf daraus erhob. Der Aufschrei hatte noch nicht ganz seine Kehle verlassen, als ihn auch schon zwei große, gelbe Drachenaugen fixierten. Wie gelähmt starrte der Ritter die Bestie an und nach einem erschrocken gekieksten „Au, Scheiße!“ von Elli legte sich eine unheilvolle Stille über die Szene. Giesbert wagte kaum zu atmen, als der Drache unwillig grunzte und das Schweigen brach.

„Oh, geht das wieder los. Ich dachte, dieser Unsinn wäre endlich vorbei“, seufzte der Drache resigniert, nachdem er den Ritter gemustert hatte.
„Welchen Unsinn meinst du denn?“, fragte Giesbert mit zittriger Stimme, weil er beim besten Willen nicht wusste, was man in einer solchen Situation sagte.
„Na, du bist doch einer von diesen Rittern, die hier herkommen um mich zu erschlagen, oder?“
„Ehrlich gesagt, schon...“, gab er etwas kleinlaut zu, fasste aber sein Schwert fester und hob den Schild an.
„Wirklich? Willst du dir das nicht lieber nochmal überlegen, mein Junge? Das haben damals schon viele andere Hohlköpfe versucht“, zischte der Drache unbeeindruckt und wies mit der Schnauze in eine Ecke der Höhle. Giesbert leuchtete mit dem Feenspiegel auf einen ziemlich unheilverkündenden Haufen von verbeulten, aufgerissenen und verkohlten Rüstungen.
„Aber uns liegt eine Beschwerde vor, das du dieses Land in Angst und Schrecken versetzt“, rief Elli vorlaut.
„Soll das heißen jemand behauptet ich würde das Land terrorisieren?“ Der Drache klang ehrlich empört.
„Jawohl, ein Gutsherr hat eine schriftliche Beschwerde eingereicht und deshalb sind wir hier um mit dir abzurechnen“, ließ Elli sich nicht einschüchtern.
„Euch ist aber schon aufgefallen, dass der Höhleneingang mittlerweile viel zu eng für mich ist, oder? Ich habe diese Höhle seit mindestens hundertfünfzig Jahren nicht mehr verlassen. Die Hüfte, wisst ihr?“, hielt der Drache eher belustigt, als erzürnt dagegen.
Giesbert und Elli blickten zum Eingang zurück und dann wieder auf den Drachen.
„Das sieht in der Tat etwas zu eng aus...“, musste er zugeben und die Spiegelfee nickte.
„Na, seht ihr? Wollt ihr euch nicht setzen? Dann plaudert es sich doch gleich schon viel besser, findet ihr nicht?“

Der Drache schob mit seinen Pranken einige Felsbrocken zusammen und, dass musste Giesbert zugeben, eine ganz gemütliche Sitzecke entstand. Er machte es sich auf einem glatten Basaltfindling gemütlich und stellte den Feenspiegel neben sich. Der Drache rollte sich vor ihm zusammen und legte den Kopf auf einem Felsenkissen ab.

„Und du bist wirklich seit hundertfünfzig Jahren nicht mehr draußen gewesen?“ erkundigte sich Giesbert nachdem sie sich vorgestellt hatten. Der angeblich so bösartige Drache schien tatsächlich eine alte Drachen-Dame zu sein und hieß Dagmar.
„Ich bin über tausend Jahre alt, außer zu schlafen tun alte Drachen nicht mehr viel, wisst ihr?“
„Musst du denn gar nichts fressen, Dagmar?“, erkundigte sich Elli stirnrunzelnd.
„Wir Drachen müssen nicht viel fressen. Gelegentlich verirrt sich mal eine Ziege, oder ein Hirsch hier rein und das reicht dann eine ganze Weile.“
„Wenn du die Höhle doch gar nicht mehr verlässt, warum fürchtet sich dann ein Gutsherr so sehr vor dir, dass er dich erschlagen lassen will?“, überlegte Giesbert.
„Ich habe wirklich keine Ahnung, mein Junge“, antwortete Dagmar ratlos.
„Dann müssen wir ihn eben fragen, was der Unsinn soll.“ Elli stemmte entschlossen ihre Fäustchen in die Hüften.
„Die Frage ist, wie stellen wir solange meinen Onkel zufrieden? Es muss glauben, dass ich dich heldenhaft besiegt habe, sonst wird er schreckliche Dinge von mir verlangen.“
„Was denn?“ ,fragte Dagmar besorgt.
„Zu arbeiten, zum Beispiel“, sagte Giesbert düster und schüttelte sich.
„Aber wie soll das gehen? Dein Onkel wird einen Beweis dafür sehen wollen, dass du mich tatsächlich erschlagen hast.“ Die Drachen-Dame kratzte sich nachdenklich am Kopf.
„Ich habe da eine Idee, hört zu.“ Die Spiegelfee lachte und ihre Augen blitzten listig auf.

Elli erklärte ihren Plan und kurze Zeit später hatte sich Dagmar auf den Boden gelegt und Giesbert stand, den Feenspiegel mit ausgestrecktem Arm vor sich haltend, neben ihrem mächtigen Kopf. Elli gab dem Ritter und der Drachen-Oma genaue Anweisungen.
„Giesbert, halte mich mal ein Stückchen höher und versuche etwas... siegreicher auszusehen... ja, genau so. Dagmar lass deine Zunge noch etwas weiter aus dem Maul hängen, aber verdrehe die Augen lieber nicht zu sehr, dass sieht sonst so gestellt aus... rückt noch etwas mehr zusammen, sonst kriege ich euch nicht ganz drauf.“
„Ist es so besser?“ Giesbert grinste noch etwas breiter und formte mit Zeige- und Mittelfinger ein V. Warum er das tat wusste er selber nicht, aber es erschien ihm irgendwie ganz passend.
„Sehr gut, gleich haben wir es. Jetzt volle Konzentration, bitte. Drei, zwei, Klick, Perfekt!“

Schon bald verabschiedeten sich der Ritter und die Fee von Dagmar um sich auf den Weg zum Gutsherren zu machen.
„Zeig mir bitte nochmal dieses Bild, Elli.“
In dem Feenspiegel erschien das Bild von Giesbert und der „besiegten“ Dagmar.
„Und das kannst du wirklich einfach so meinem Onkel überbringen?“
„Klar, ich sende es an die Kristallkugel in seinem Büro, dann wird er erst mal Ruhe geben und wir können in der Zeit die ganze Sache aufklären.

 


3.

Als die beiden den Hof des Gutsherren erreichten, stand die Sonne bereits tief am Himmel und die umstehenden Bäume warfen ihre langen und knorrigen Schatten auf die schlammige Schotterstraße. Über dem vergammelten Eingangstor schaukelte ein rostiges Schild leise quietschend im Wind und verkündete: Landgut Baalstett. Das windschiefe Haus lag völlig im Dunkeln und sah aus, als würde es beim nächsten Sturm einfach in sich zusammenfallen. Aus der Scheune, die auch keinen sehr soliden Eindruck machte, waren seltsame Geräusche zu hören. Ein ungesund grünliches Licht schimmerte unter der, schief in den Angeln hängenden, Tür hindurch und schien sogar die wurmstichigen Wände zu durchdringen.

„Ganz schön unheimlich hier, was?“ Die Spiegelfee sah sich beklommen um.
„Stimmt, ich habe auch ein ganz schlechtes Gefühl“, pflichtete Giesbert ihr bei.
„Dieses schlechte Gefühl habe ich schon, seit diese Kräuterfrau hysterisch kreischend weggerannt ist, nachdem wir sie nach dem Weg zu diesem Hof gefragt haben“, meinte Elli.

Vorsichtig öffnete Giesbert die Tür. Das unheimliche Licht ging von einem, über einem Feuer blubbernden, Kessel in der Mitte des Raumes aus. Auf dem Boden lagen zwischen Unmengen von allem möglichen Unrat Schläuche, die von verschiedenen Fässern und Eimern, die sich an den Wänden der Scheune stapelten, zu diesem Kessel führten. Überall lagen Bücher verstreut und ein kleiner dicker Mann mit einer karierten Robe, einem viel zu großen Hut und flauschigen Pantoffeln, wuselte in dem Chaos geschäftig herum und brabbelte dabei leise und unverständlich vor sich hin. In einer dunklen Ecke stand ein abgemagertes Pferd und blickte sich unglücklich um. Giesbert sah der der Gestalt eine Weile unentschlossen bei ihrem seltsamen Treiben zu und blickte dann fragend zu Elli, die das schräge Schauspiel fasziniert begutachtete und verständnislos den Kopf schüttelte.

„Äh, Entschuldigung?“, versuchte Giesbert die Aufmerksamkeit des Mannes zu wecken, aber der nahm keine Notiz von ihm und brabbelte weiter vor sich hin.
„Es sind die Essenzen, bestimmt sind es die Essenzen... Vielleicht sind es zu viele Essenzen, vielleicht sind es aber auch zu wenige Essenzen, auf jeden Fall sind es die Essenzen... aber vielleicht sind es ja auch gar nicht die Essenzen, sondern viel mehr die...“
„Verzeihung, bitte!“, versuchte der Ritter es etwas lauter, erzielte aber keine Reaktion. Kurzerhand steckte sich Elli zwei Finger in den Mund und ein durchdringender Pfiff ließ den dicken Mann aufsehen.
„Wer wagt es mich zu stören?“, schrie er zornig und fuhr herum. Er blinzelte durch dicke Brillengläser zur Tür und verzog den Mund schließlich zu einem breiten Grinsen.
„Ah, du kommst doch bestimmt wegen dem schrecklichen Drachen, den ich beim Grafen gemeldet habe, oder?“
„Ja, ich komme gerade aus der Drachenhöhle“ sagte Giesbert vorsichtig.
„Wunderbar, das höre ich gerne.“ Baalstett rieb sich die Hände und kicherte wieder in sich hinein.
„Und sie sind der... Gutsherr?“ Giesbert sah sich vielsagend um.
„Ja, ich weiß, der Hof macht nicht mehr viel her, aber meine Angestellten sind schon vor langer Zeit weggegangen und mir ist nur noch die alte Rosi geblieben.“ Die ulkige Gestalt deutete auf das abgemagerte Pferd. Er beugte sich verschwörerisch vor und flüsterte eindringlich:
„Diese dummen Bauern meinten doch tatsächlich, ich wäre verrückt geworden, kannst du dir das vorstellen?“ Erneut kicherte er und fuhr sich nervös durch das rußverschmiertes Gesicht.
„Wie sie bloß darauf gekommen sind?“, bemerkte Elli und ließ ihren Zeigefinger vor ihrer Stirn kreisen.
„Wer hat da gesprochen?“ Baalstett fuhr zusammen und sah sich irritiert um.
„Das war Elli, meine Spiegelfee“, erklärte Giesbert.
„Du hast eine Spiegelfee? Das ist doch wohl eher etwas für Hofdamen und Prinzessinnen! Bist du überhaupt ein echter Ritter? Wie ist dein Name?“, bellte Baalstett.
„Mein Name ist Giesbert und ich finde nicht, dass...“, wollte dieser sich verteidigen, wurde aber sofort unterbrochen.
„Einfach nur Giesbert? Hast du denn nicht mal einen Kampfnamen? Da melde ich einen gefährlichen Drachen und der feine Herr Graf schickt mir lediglich einen... Giesbert? Keinen Bernhardt den Bezwinger, keinen Heribert den Herausragenden, oder wenigstens einen Alfons den Allemacher, sondern nur einen... Giesbert?“
„Es hatte gerade kein anderer Zeit und da bin ich quasi eingesprungen“, erklärte Giesbert.
„Du meine Güte, soll das etwa heißen du bist sozusagen... Giesbert der Entbehrliche?“
„Den Namen finde ich gar nicht mal so schlecht“, meldete sich Elli zu Wort, aber Baalstett beachtete sie gar nicht. Stattdessen starrte er Giesbert mit gefährlich funkelnden Augen an und fragte lauernd:
„Aber du hast den Drachen doch wohl erledigt, oder?“
„Nein, habe ich nicht. Dagmar ist doch völlig harmlos, warum hast du überhaupt diese hirnrissige Beschwerde geschrieben?“, so langsam reichte es Giesbert wirklich.
„Soll das etwa heißen, du hast den verdammten Drachen am leben gelassen?“, kreischte Bahlstett wütend.
„Natürlich habe ich das“, antwortete er trotzig.
„Oh, diese Unverschämtheit wirst du noch bereuen, warte nur ab und erzittere vor meiner Macht!“ Der verrückte Zauberer stapfte wutschnaubend zu seinem blubbernden Kessel zurück und begann wie besessen mit einem großen Holzlöffel darin zu rühren.

Der Feenspiegel machte sich mit einem leisen Bimmeln bemerkbar. Elli hatte sich unbemerkt auf die wirren Wege begeben und kam nun aufgeregt zurück.
„Giesbert, das glaubst du nicht! Kennst du den Almanach der Antlitze?“
„Nie gehört.“
„Ist auch völlig überflüssig, mal ehrlich. Jedenfalls, das ist ein Riesenverzeichnis der Zauberer. Jeder, der etwas auf sich hält, trägt sich dort ein und versucht dabei eine möglichst gute Figur zu machen. Die meisten sogar mit Abbildern von sich, deshalb nennen wir Spiegelfeen das Ding auch den Folianten der Fratzen.“
„Und Baalstett hat sich dort eingetragen?“
„Natürlich hat er das und der Verrückte gibt damit an, bald einen unbesiegbaren Dämonen beschwören zu können.“
„Behaupten die größenwahnsinnigen Zauberer das nicht alle?“
„Stimmt schon, aber er ist wohl wirklich schon ziemlich nah dran. Allerdings fehlt ihm noch etwas wichtiges für sein Vorhaben, nämlich die Zähne eines Drachen, verstehst du, Giesbert?“
„Deshalb wollte er, das Dagmar erschlagen wird?“
„Gemein, was?“, knurrte die Fee. Giesbert nickte und schaute besorgt zu Baalstett herüber, der in seiner Manteltasche herumkramte und schließlich eine gläserne Phiole zutage förderte.
„Nun bekommst du meine Macht zu spüren!“, schrie er gackernd und träufelte mit großer Geste einige Tropfen in den Kessel. Das grüne Leuchten schien sich zu verdichten und ein beißender Geruch machte sich breit, als plötzlich mindestens zwanzig Kaninchen aus dem Kessel hopsten und sofort neugierig durch die Scheune wuselten.
„Im Ernst? Du zauberst Kaninchen hervor?“, fragte Elli und begann zu lachen. Giesbert bückte sich um eines der possierlichen Tierchen hinter den Ohren zu kraulen.
„Sehr niedlich“, kommentierte er.
Baalstett schaute sich verdattert um und fuhr wieder fahrig mit den Händen durch sein Gesicht. Dann schlug er sich an die Stirn und errötete leicht. Erneut wühlte er in seinem Mantel herum.
„Entschuldigung, falsche Phiole... Moment... ah, da ist sie ja.“ Er schüttete den Inhalt eines zweiten Fläschchens in den Kessel.
„Kommen jetzt noch Tauben, oder...“, wollte Elli wissen, aber plötzlich erfüllte ein vielstimmiges Knurren den Raum und Giesbert sah sich überrascht um. Die Kaninchen versammelten sich vor Baalstetts Füßen. Ihre Augen glühten rot, sie rissen viel zu große Mäuler auf und entblößten furchterregende Reißzähne. Er wich zurück, ohne die kleinen Bestien aus den Augen zu lassen. Baalstett riss die Arme hoch und kreischte:
„Reißt ihn in Stücke meine tödlich flauschigen Schergen!“
Die Kaninchenmonster sprangen wild fauchend los und Giesbert riss verzweifelt seinen Schild nach oben.


4.

„Elli, kannst du irgendetwas gegen diese furchtbaren Viecher unternehmen?“, rief Giesbert, während er angestrengt versuchte, sich die dämonischen Kaninchen vom Leibe zu halten und unbeholfen mit dem Schwert herumfuchtelte.
„Ich sehe mal, was ich tun kann“, antwortete die Fee aufgeregt und verschwand aus dem Spiegel.

Elli tauchte in die wirren Wege der Welt ein und sah sich hektisch um. Der Pfad zum Kessel war leicht zu erkennen und schnell folgte sie dem grün schimmernden Band. Gerade, als sie um die letzte Ecke bog schoss vor ihr eine Feuerwand aus dem Boden und schnitt ihr den Weg ab. Die Spiegelfee suchte fieberhaft nach einer Lücke, durch die sie sich zwängen konnte, als sich ein unfreundliches Gesicht aus den Flammen formte und sie streng ansah.
„Moment mal, nicht so schnell. Ich bin der Wächter dieses Kessels und hier kann nicht einfach jeder rein und raus spazieren, wie es ihm gefällt!“
„Aber ich muss da wirklich ganz dringend rein!“ Elli setzte ihr extra nettes Feenlächeln auf.
„Was ist deine Legitimation?“, fragte die Stimme abweisend und Elli überlegte schnell.
„Meine was?“
„Hast du eine Einladung?
„Ich bin die... na, die Dings... also, ich darf da rein weil...“
„Na?“, fragte das Flammengesicht ungeduldig und Elli hatte endlich eine Idee.
„...ich bringe die Drachenzahnmagie!“ Elli versuchte so überzeugend, wie möglich zu klingen, aber ihr kleines Herz schlug bis zum Hals.
„Einen Moment, bitte,“ schnarrte die Stimme wichtigtuerisch und verschmolz wieder mit der Feuerwand. Elli hörte, wie in einem dicken Verzeichnis geblättert wurde.
„Gegorener Fledermausurin... Schleim einer, in der letzten Vollmondnacht vom Blitz getroffenen, Nacktschnecke... rostige Eisenspäne eines, von einem unter schweren Depressionen leidenden Schmied hergestelltem, Henkersbeiles... aha, da haben wir sie ja, die Drachenzahnmagie.“ Kurz herrschte Stille in den Flammen, aber dann öffneten sie sich einladend und Elli schlüpfte schnell hindurch.
Im Inneren des Kessels wirbelten alle möglichen Farben und Formen durcheinander und bildeten immer wieder neue Muster. Elli versuchte angestrengt so etwas wie eine Regelmäßigkeit darin zu erkennen, gab es aber schließlich auf und entschied sie sich dafür, einfach alles kräftig durcheinander zu bringen. In der Hoffnung die schreckliche Magie des Kessels aufgehalten zu haben, suchte sie schleunigst das Weite.

Eines der dämonischen Kaninchen fegte Giesberts Schild mit einem wilden Schlag zur Seite, während sich drei andere in seine Stiefel verbissen und ihn zu Fall brachten. Ein weiteres sprang ihm gerade mit gefletschten Zähnen an die Kehle, als es plötzlich mit einem leisen “Plopp“ wie eine Seifenblase zerplatzte. Nacheinander zerplatzten alle höllischen Kaninchen und Augenblicke später erinnerte nicht einmal das kleinste Haar noch an sie. Giesbert war so erleichtert, dass er gar nicht bemerkte, wie Elli wieder im Spiegel auftauchte.
„Der Kessel, Giesbert!“ Die Panik in ihrer Stimme holte den Ritter zurück in die Realität. Er blickte herüber und sah, wie der Kessel erst überkochte und dann mit viel Getöse grelle Funken in alle Richtungen schossen. Baalstett stand kreischend davor und das Pferd bäumte sich auf und wieherte panisch. Wo die Funken das alte Holz der Scheune berührten züngelten augenblicklich kleine Flammen hervor, die sich gierig ausbreiteten.
Rasch sprang er auf und wollte gerade aus der Tür stürzen, als er kurz zögerte und dann noch einmal zurück in den brennenden Raum stolperte. Giesbert packte den zeternden Baalstett am Kragen, schnappte sich die Zügel des scheuenden Pferdes und sah zu, dass er nach draußen kam.

Er hustete und rang noch nach Luft, als er die aufgeregte Stimme des Zauberers in einigen Metern Entfernung vernahm.
„Ihr sollt verflucht sein! Wir sehen uns wieder, wartet es nur ab und zittert vor meiner Rache, Hr. Ritter!“ Bahlstett erhob sich wutschnaubend aus der schlammigen Pfütze, in die Giesbert ihn gestoßen hatte und fuchtelte wild mit seinen Händen herum. Plötzlich knallte es ohrenbetäubend und der verrückte Zauberer verschwand mit einem irren Kichern in einer dichten Rauchwolke.
„Verdammt, er hat sich mit seiner teuflischen Magie einfach weggezaubert.“
„Ich glaube, ganz so teuflisch ist seine Magie dann auch wieder nicht, Giesbert.“ Elli zeigte nach vorn, wo der Rauch sich langsam verzog und den Blick auf eine Fußspur frei gab, die in den Wald der tausend Schrecken führte und sich schließlich zwischen den Bäumen verlor.
Die morsche Scheune brannte inzwischen lichterloh und ein aufkommender Wind lies die ersten Flammen schon nach dem alten Herrenhaus greifen. Einige der Dachbalken krachten Funken stiebend herunter.
„Wir sollten hier lieber schnell verschwinden“, schlug Giesbert vor.
„Denke ich auch, aber was soll denn aus dem armen Pferd werden?“, gab Elli zu bedenken.
„Wir nehmen es einfach mit, dieses furchtbare Rumgelatsche ist mir auf die Dauer ohnehin viel zu anstrengend und im Stall meines Onkels ist bestimmt noch ein gemütliches Plätzchen frei“, antwortete Giesbert und tätschelte dem verängstigten Tier beruhigend die Nüstern.
„Wie soll sie denn heißen? Der verrückte Zauberer hat sie Rosi genannt, aber ich finde wir sollten ihr einen neuen Namen geben, oder was meinst du?“ Elli schaute das Tier besorgt an.
„Da hast du recht, lass mich mal überlegen... Ich weiß! Ich nenne sie: Das Pferd, das man Rosi nannte“, nickte Giesbert überzeugt und das Pferd schnaubte zustimmend.
„Dein Ernst?“, fragte Elli niemand bestimmten.
„Ja, wenn man schon eine gewisse Grenze überschritten hat, kommt es darauf auch nicht mehr an“, antwortete niemand bestimmtes schulterzuckend und das Thema war erledigt.
„Ich glaube der Name gefällt mir“, nickte Elli.

Giesbert der Entbehrliche verstaute den Feenspiegel sicher in seiner Hosentasche, schwang sich auf des Pferd, das man Rosi nannte, gab ihr die Sporen und ritt siegreich vom Hof.
 

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