Sebastian Nokelsky

DER KLEINE CLOWN IN DER SCHULE

„Nein!“ wiederholte Herr Baxter. Es war ihm egal, dass der Wanderzirkus Romodus nur eine Vorstellung am Vormittag gab. Morgen ist ein Schultag. Ohne Ausnahme.
Herr Baxter war ein strenger, aber auch gerechter Mann. Wie an jedem Wochentag ging er die Straße entlang zur Arbeit. Da wenig Familien in Dorf lebten, war es nur eine kleine Schule. Mit einer Klasse. Aber Baxter nahm seine Aufgabe, die Kinder zu unterrichten sehr ernst. Für ihn stand Disziplin und Wissen an erster Stelle. Als er an diesem Morgen den Flur des Schulgebäudes betrat, hörte er laute Musik und Gelächter aus dem Klassenzimmer. Baxter traute seinen Augen nicht, als er in den Raum schaute. Überall lag Popcorn auf dem Boden und Luftballons schwebten umher. Ein kleiner Clown in gestreifter Hose und lustig aussehender Mütze tanzte auf dem Lehrertisch zur unterhaltsamen Melodie. Alle Kinder folgten vor Freude seinen Bewegungen. Zornig machte Herr Baxter die Musik aus. Jeder Schüler erschrak und wurde ganz leise. Baxter war fest davon entschlossen, diesen Blödsinn zu beenden. Aber der kleine Clown ließ sich von dem schimpfenden Mann nicht einschüchtern und er veralberte ihn sogar, in dem er das, was er sagte nach sprach. Als seine Schüler anfingen darüber zu lachen, hatte der Lehrer endgültig genug von dieser Unverschämtheit und wollte den kleinen Clown aus der Schule werfen. Da stellte sich der kleine Clown zu den Kindern und lächelte. Nun verstand Herr Baxter warum der kleine Clown aus dem Wanderzirkus hier ist und er erinnerte sich an seine Kindheit. An seinen Vater, mit dem er als Junge im Zirkus saß und so viel Spaß hatte.

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